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Steffo

[Teaminfo] - FC Zestafoni

5 Beiträge in diesem Thema

Wie immer: Diese Teaminfo ist © by austriansoccerboard.at und abseits.at

Wenn sie euch gefällt, verlinkt hierher, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX! :super:

Und erzählt natürlich euren Freunden davon ;)

DATEN UND FAKTEN

Name: FC Zestafoni

Gründungsdatum: 2004

Alter: 7 Jahre

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Präsident: Ilia Kokaia

Trainer: George Geguchadze

Stadion: Davit-Abashidze-Stadion (4558 Plätze)

Stadion II: Boris-Paitschadse-Nationalstadion (55.000 Plätze)

Homepage: http://www.fczestafoni.ge

E-mail: office@ferro.ge

Erfolge: Georgischer Meister 2010/11

DIE BISHERIGE GESCHICHTE DES JUNGEN VEREINS

Der FC Zestafoni wurde am 18. Juni 2004 gegründet, nachdem Metallurgi Zestafoni, der einzige professionelle Fußballklub der Stadt, wegen finanzieller und sportlicher Schwierigkeiten aufgelöst wurde. Metallurgi Zestafoni stieg im Jahr 2003 aus der obersten georgischen Spielklasse ab und erreichte in der nächsten Saison lediglich den letzten Platz in der Pirveli Liga, der zweithöchsten georgischen Spielklasse. Neben dem sportlichen Misserfolg war der Klub zahlungsunfähig, sodass er schließlich aufgelöst werden musste.

Damit die 76.000 Einwohner der Stadt Zestafoni wieder professionellen Fußball sehen können, schlossen sich einige Aktionäre des Stahlwerks Zestafoni zusammen und gründeten den neuen Fußballverein, der vom georgischen Verband auf Grund der positiven sportlichen Aussichten in die höchste Spielklasse eingeladen wurde. Nach einigen guten Platzierungen in den letzten Jahren, konnten die Fans des FC Zestafoni vergangene Saison zum ersten Mal über den georgischen Meistertitel jubeln.

ANALYSE DER VERGANGENEN SAISON

Nach 36 Spieltagen hatte der FC Zestafoni sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Dinamo Tiflis. Dass der Meistertitel verdient war, sieht man an der großartigen Tordifferenz, denn der FC Zestafoni schoss 72 Treffer, bekam aber lediglich 19 Gegentore. Im Vergleich dazu schoss Dinamo Tiflis um 17 Tore weniger und musste zudem drei Treffer mehr hinnehmen.

Hauptverantwortlich für diesen Erfolg waren die Stürmer Nikoloz Gelashvili, Rati Tsinamdzgvrishvili und Jaba Dvali, die zusammen 43 Treffer erzielen konnten. Gelashvili sicherte sich zudem mit zwei Toren Vorsprung auf Irakli Modebadze den Titel des Torschützenkönigs. Neben der starken Offensive fielen die Georgier vor allem durch schönen Kombinationsfußball auf. Obwohl die Mannschaft aus vielen jungen Spielern besteht, spielen diese schon lange zusammen und sind gut auf einander abgestimmt.

DIE BISHERIGEN INTERNATIONALEN AUFTRITTE

Im Jahr 2007 bestritt der Verein zum ersten Mal ein Pflichtspiel gegen einen internationalen Gegner. Im Rahmen des UEFA Intertoto Cups trafen die Georgier auf FK Tobol Qostanai aus Kasachstan. Nach einem 2:0-Heimsieg gab es eine bittere 0:3-Auswärtsniederlage, sodass das Abenteuer “Europa“ nach der ersten Runde abgehakt werden musste. In der Saison 2008/09 schieden die Georgier gegen Győr aus. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen die Ungarn reichte eine 1:1-Unentschieden auswärts nicht aus, um in die nächste Runde aufzusteigen.

Nur ein Jahr später durfte der FC Zestafoni seinen ersten Erfolg auf internationaler Ebene feiern, denn der Verein gewann gegen den nordirischen Klub Lisburn Distillery F.C. mit einem “Gesamtscore“ von 11:1. Auch in der nächsten Runde machten die Georgier eine gute Figur und schieden nur knapp gegen Helsingborgs IF aus Schweden aus.

In der vergangenen Saison besiegte der FC Zestafoni zunächst den S.C. Faetano aus San Marino zu Hause mit 5:0, sodass ein torloses Unentschieden auswärts zum Aufstieg ausreichte. In der zweiten Qualifikationsrunde sorgten die Georgier für eine große Überraschung, da sie den slowakischen Teilnehmer FK Dukla Banská Bystrica aus dem Bewerb warfen. Wieder spielten die Georgier ihre Heimstärke aus und gewannen zu Hause mit 3:0, sodass eine 0:1-Auswärtsniederlage ohne Folgen blieb. In der darauf folgenden Runde verlor Zestafoni gegen den ukrainischen Verein Karpaty Lwiw beide Spiele mit 0:1.

Während sich Sturm Graz gegen Videoton abplagen musste, schien der FC Zestafoni nach einem klaren 3:0-Heimsieg gegen Dacia Chişinău schon mit eineinhalb Beinen in der nächsten Runde zu stehen. Die Georgier schafften zwar den Aufstieg, mussten aber lange zittern und zeigten bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen die Moldawier Nerven. Besonders die Defensive wirkte fehleranfällig.

KONTROVERSE RUND UMS STADION

Gegen Dacia Chişinău durften die Georgier im Davit-Abashidze-Stadion spielen, obwohl die UEFA im Vorfeld der Partie Bedenken äußerte, da das Stadion nicht alle Richtlinien erfüllt. Der bulgarische UEFA-Delegierte Medintsev sorgte nach der Partie gegen die Moldawier dafür, dass Sturm Graz mit einer Sorge weniger nach Georgien reisen muss, da er einen negativen Sicherheitsbericht an seinen Arbeitgeber schickte. Angeblich kamen zahlreiche Zestafoni-Fans ohne Tickets in das Stadion und sorgten so für ein Sicherheitsrisiko. Die Georgier müssen nun nach Tiflis ins Boris-Paitschadse-Nationalstadion ausweichen, was für Sturm Graz ein riesiger Vorteil sein wird. Statt in einem kleinen Stadion voller fanatischer Fans, spielen die Grazer nun in einem riesigen Stadion, das beinahe leer sein wird.

DAS SYSTEM

Trainer George Geguchadze setzt auf ein 4-4-2-System und muss im Spiel gegen Sturm Graz den rechten Verteidiger Gongadze vorgeben, da dieser gegen Dacia Chișinău vorzeitig vom Platz geschickt wurde. Eine Grafik der Aufstellung findet ihr HIER

DER TORMANN

Die klare Nummer 1 im Tor der Georgier ist der ehemalige U21-Nationalspieler Roin Kvaskhvadze (22), der trotz seiner Jugend bereits 92 Meisterschaftsspiele für den FC Zestafoni absolvierte. Kvaskhvadze wurde bereits einige Male in die Nationalmannschaft Georgiens einberufen, absolvierte aber noch keine einzige Minute für sein Land, da er hinter Nukri Revishvili und Giorgi Loria momentan die Nummer 3 in Georgien ist. Kvaskhvadze verfügt über gute Reflexe und ist stark auf der Linie. Bei Flanken macht er allerdings nicht den sichersten Eindruck, da er weder von seiner Größe (181cm), noch von seiner Statur (70 Kilo) her für den “Luftkampf“ mit großen Mittelstürmern gewappnet ist. Vergangene Saison fehlte Kvaskhvadze nur in einer einzigen Meisterschaftspartie. Kvaskhvadze als Schwachstelle zu bezeichnen wäre aber übertrieben, denn er gehört zu den Spielern im Kader der Georgier, die sich Chancen auf ein internationales Engagement ausrechnen dürfen. Dennoch sollte man im Auge behalten, dass große Spieler wie Roman Kienast dem Tormann in der Luft Schwierigkeiten bereiten können.

DIE VERTEIDIGUNG

Der FC Zestafoni setzt in der Abwehr auf eine Viererkette und muss im Hinspiel gegen Sturm Graz den rechten Abwehrspieler Teimuraz Gongadze (26) vorgeben, da dieser gegen Dacia Chişinău die Gelb-Rote Karte sah und nach 64 Minuten vom Platz musste. Gongadze ist erst im Rückspiel wieder spielberechtigt und hat gute Chancen auf einen Einsatz, da er erst diesen Sommer von Ligakonkurrent Dinamo Tiflis verpflichtet wurde, um Druck auf Aladashvili Kakhaber auszuüben.

Da Gongadze im Hinspiel gesperrt ist, wird Aladashvili Kakhaber (27) auf der rechten Abwehrseite auflaufen. Der siebenfache Nationalspieler kann auch im rechten Mittelfeld spielen und versucht stets über seine Seite Druck zu erzeugen. In der Saison 2005/06 wechselte er von Dinamo Tiflis zu Dynamo Kiew, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte und immer wieder verliehen wurde. Vergangene Saison absolvierte er 29 Meisterschaftspartien für Zestafoni und erzielte zwei Treffer mit seinem starken rechten Fuß. Hinten ist er aber immer wieder für Unachtsamkeiten gut.

Auf der linken Abwehrseite wird Zaali Eliava (26) gegen Sturm Graz auflaufen. Der ehemalige Nationalspieler hat seinen Platz im Team verloren, spielt aber durchwegs solide Partien für seinen Verein und ist der Grund, warum Popkhadze bei Zestafoni nur selten zum Zug kam. Im Vergleich zu Kakhaber strahlt Eliava mehr Ruhe aus und verfügt zudem über ein besseres Stellungsspiel. Ankreiden kann man dem achtfachen Nationalspieler, dass er zu wenig Druck über seine Seite erzeugt.

Ein interessanter Mann im Abwehrzentrum ist der zweifache Nationalspieler Giorgi Khidesheli(23), der auf Grund seiner Größe (190cm) ein ganz wichtiger Spieler für die Georgier ist. Khidesheli spielte 19 Mal für das U21-Nationalteam und ist gerade dabei sich einen Stammplatz im georgischen Nationalteam zu erkämpfen. Khidesheli hat mit seinen 23 Jahren großes Potential nach oben und könnte bald den Sprung ins Ausland schaffen. Bei gegnerischen Standardsituationen muss Sturm Graz gut auf ihn aufpassen, da er auf Grund seiner Größe und Sprungkraft für Torgefahr sorgt.

Giorgi Oniani (27) ist der Organisator und Chef in der Viererkette. Er ist technisch beschlagen, hat ein gutes Stellungsspiel und gestaltet den Spielaufbau aus der Abwehr heraus. In den letzten beiden Jahren absolvierte er 67 Meisterschaftspartien für seinen Verein und erzielte vier Treffer. Oniani spielte in der Saison 2007/08 für Carl Zeiss Jena, setzte sich dort aber nicht durch und wechselte nach Georgien zurück. Oniani absolvierte eine Partie für die U21-Nationalmannschaft, wurde danach jedoch nie mehr einberufen.

Als Alternative für Khidesheli steht der junge Mamuka Kobakhidze (18) bereit, der momentan Stammspieler in der U21-Nationalmannschaft ist. Das junge Talent wird jedoch gegen Sturm Graz höchstens in der Schlussphase eingewechselt werden.

DAS MITTELFELD

Kapitän [b/]Tornike Aptsiauri (31)[/b] ist der erfahrenste Akteur der Georgier und kann im Mittelfeld universell eingesetzt werden. Meistens spielt er mit Murtaz Daushvili im Zentrum, allerdings kann der fünffache Nationalspieler auch auf beiden Flügeln eingesetzt werden. Während sich Daushvili mehr um defensive Aufgaben kümmert, soll Aptsiauri Akzente nach vorne setzen und für die kreativen Momente sorgen. Aptsiauri versäumte vergangene Saison lediglich zwei Meisterschaftsspiele und erzielte in 34 Einsätzen fünf Treffer.

Im defensiven/zentralen Mittelfeld hat sich Murtaz Daushvili (22) in den vergangenen drei Saisonen in Georgien einen Namen machen können. Das zweikampfstarke Talent schaffte mühelos den Sprung von der U21-Nationalmannschaft in die Auswahl Georgiens, wo er bisher neun Spiele absolvierte. Der ehemalige georgische Nationaltrainer Héctor Cúper ließ Daushvili mit 19 Jahren sein Debüt in der Nationalmannschaft geben und sprach in hohen Tönen von dem defensiven Mittelfeldspieler, der vergangene Saison vier Treffer erzielen konnte.

Auf der rechten Seite wird aller Voraussicht nach Irakli Dzaria (22) zum Zug kommen. Der technisch starke Mittelfeldspieler kann sowohl auf der rechten Außenbahn, als auch im Zentrum spielen. Dzaria absolvierte in den letzten drei Jahren 93 Meisterschaftsspiele für seinen Verein und erzielte sieben Tore. Der technisch starke Spieler mit der Nummer 10 ist stark am Ball und hat eine gute Übersicht. Die Stürmer profitierten vergangene Saison von seinen starken Vorlagen. Sturm Graz muss den wendigen Spieler unter Druck setzen und darf ihm nicht viel Platz lassen. Dzaria ist von allen Mittelfeldspielern das unbeschriebenste Blatt, spielte nie in einer Auswahl, ist aber dennoch gefährlich und darf nicht aus den Augen gelassen werden.

Auf der rechten Außenbahn hat Shota Grigalashvili (25) einen Stammplatz. Der dreifache Nationalspieler hat seinen Platz in der Landesauswahl verloren, ist aber bei seinem Verein unumstritten. Im Jahr 2007 hätte er beinahe bei Erzgebirge Aue unterschrieben, allerdings verzichteten die Deutschen auf den Transfer, da er im Probetraining nicht vollends überzeugen konnte. In der vergangenen Saison erzielte Grigalashvili in 34 Partien fünf Treffer.

DER STURM

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison Nikoloz Gelashvili (25) ist ein absoluter Allrounder, der aus allen Lagen und mit allen Körperteilen treffen kann. Egal ob Abstauber, Distanzschüsse oder Kopfballtore – Gelashvili ist ein richtiger Goalgetter, den man nie aus den Augen lassen darf. Er hat einen sehr starken rechten Fuß, einen guten Instinkt und braucht nicht all zu viele Chancen um seine Tore zu machen, Während er in der Nationalmannschaft noch auf seinen ersten Treffer wartet, trifft er für seinen Verein wie am laufenden Band. In 96 Meisterschaftsspielen erzielte er 56 Tore. Davor erzielte er für WIT Georgia Tiflis in 51 Spielen 25 Treffer.

Neben Gelashvili ist Jaba Dvali (26) im Sturm gesetzt. Der quirlige Stürmer erzielte in den vergangenen beiden Saisonen 25 Meisterschaftstore in 67 Partien und traf zwei Mal gegen seinen ehemaligen Verein Dacia Chişinău. Zwischen 2007 und 2009 stand der Stürmer bei dem moldawischen Verein unter Vertrag, wo er in 67 Partien 25 Treffer erzielen konnte. Dvali kann sich gut von seinen Gegenspielern lösen und ist stark in Eins-gegen-Eins-Situationen.

Die Georgier verfügen mit Rati Tsinamdzgvrishvili (23) über einen Edeljoker, der in der vergangenen Saison nur sechs Mal von Beginn an spielte, jedoch ganze 24 Mal eingewechselt wurde. Dabei erzielte der dreifache Nationalspieler 13 Treffer. Tsinamdzgvrishvili ist von den drei Stürmern der kopfballstärkste Spieler und wird gegen Sturm zum Zug kommen, wenn die Georgier mit der Brechstange agieren müssen, beziehungsweise einen Spieler brauchen, der bei gegnerischen Standardsituationen in der Abwehr aushilft.

FAZIT

Die Georgier verfügen über eine eingespielte Mannschaft, die besonders in der Offensive über einige gefährliche Leute verfügt. Gelashvili und Dvali sind immer für Treffer gut, aber auch das Mittelfeld verfügt über vier interessante Spieler, die technisch stark sind und Akzente nach vorne setzen können. Die Abwehr ist sicherlich die Schwachstelle der Georgier, denn auch wenn sie für die heimische Liga ohne Probleme ausreicht, so ist sie nach internationalem Standard bestenfalls durchwachsen. Der Verein geht einen sympathischen Weg, baut junge Spieler ein und versucht die Mannschaft zusammen zu halten und nur punktuell zu verbessern. Das Niveau der georgischen Liga ist jedoch um einiges niedriger als in Österreich und die Georgier sind es nicht gewohnt ein hohes Tempo zu gehen. Wenn Sturm Graz konzentriert zu Werke geht, dann werden die Georgier aller Voraussicht nach keine große Hürde darstellen, noch dazu, da der FC Zestafoni das Heimspiel nicht im eigenen Stadion austragen darf. Dass in Österreich die Meisterschaft bereits in Gang ist, ist ein weiterer Vorteil für die Mannschaft von Franco Foda. Sturm Graz ist klarer Favorit, darf die beiden Spiele jedoch keinesfalls als Selbstläufer betrachten.

bearbeitet von Steffo

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und schon 2:2. bist jetzt beruhigt?

:feier:

Haha, Gelashvili und Dvali, die Spieler die ich nach Graz lotsen wollte! :augenbrauen:

In der Tat beruhigt!

Edit: 2:3! Wurscht, wir haben in 180 Minuten weniger Tore bekommen als Club Brugge in 65 Minuten! :clever:

3:3!!!!!

Wahnsinn, Zestafoni drängt auf das 4. Goal!!!

http://atdhe.ws/live.php?v=event_id%3D59199%26tid%3D200713%26channel%3D0%26layout%3Dpopup

bearbeitet von Vöslauer

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Vielleicht interessierts ja wem!

Gelashvili und Dvali überragend, defensiv ist die Mannschaft aber zu anfällig. Eigentlich ein guter Vergleich zu der Sturm-Partie. Schiedsrichter war übrigens ein Österreicher, und der bekommt sein Fett weg! :king:

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