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Kafka

Erlebnis Auswärtsfahrt

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In diesem Thread werde ich ab sofort die Plätze der 1.NÖN Landesliga auf Herz und Nieren testen. Möglicherweise wird sich auch der eine oder andere Platz einer ligafremden Mannschaft hinzugesellen. Bewertet werden folgende Aspekte: Zuschauerraum+Anzeige, Verpflegung, Kantine, WC, Kabinen und das Spielfeld. Dabei werde ich 0-5 Punkte in jeder Kategorie vergeben.

Sportanlage Haitzendorf

Bei der Sportanlage angekommen, muss man sofort feststellen, dass die Parkmöglichkeiten für einen großen Zuschaueransturm nicht geeignet sind, was am heutigen Tag aber mehr oder weniger egal war, da sich trotz des Aufstiegs des SV Haitzendorf nur etwa 300 Besucher am heutigen Tag einfanden. Enthusiastisch erwarteten sich die Haitzendorfer 500 Zuseher, was also nicht einmal annähernd erreicht werden konnte. Die Sportanlage betreten, merke ich, dass sich in den Jahren seit meinem ersten Besuch (Sommer 1994)einiges getan hat. Den morschen Bänken und dem Plumpsklo ist eine nett anzusehende, moderne Tribüne gewichen, die gleichzeitig die Kantine und die Umkleideräume beinhaltet. Die Kabinen sind vom Platzangebot Hausmannskost, sprich das übliche. Störend wirkt nur die geringe Anzahl an Haken für die Kleidungsstücke. Ansonsten sind die Umkleiden aber überdurchschnittlich sauber und auch geruchsmäßig vollkommen in Ordnung. Die Duschen sind ebenfalls sauber, leider muss man die Duschköpfe (5 ander Zahl)kritisieren, aus denen das Wasser nicht gerade mit überwältigendem Druck herauskommt, was das Duschvergnügen etwas trübt. Desweiteren befinden sich 2 Waschbecken in der Kabine, jedoch kein WC, wodurch man genötigt ist, das WC am Gang zu visitieren, welches aber nicht nur den Spielern vorbehalten ist, sondern in dem auch die Zuseher ihre Notdurft verrichten dürfen. Das WC ist zwar nicht übermäßig groß, dafür riecht es darin angenehm und auch die Verschmutzung hält sich in sehr engen Grenzen. Über einige Stufen erreicht man das Spielfeld, zuvor muss aber noch über Asphalt gewandert werden, was mit Stollenschuhe nicht als angenehm empfunden werden kann. Das Spielfeld entspricht von der Größe her dem Ligastandard, was man von seiner Beschaffenheit leider nicht vorbehaltlos behaupten kann, denn viele große Unebenheiten begleiten einen beim Weg über den Platz. Außerdem machte es den Eindruck, als hätte der Platzwart etwas zu tief ins Glas geschaut, aufgrund des Kurvenreichtums der Spielfeldmarkierungen. Der Boden war natürlich sehr hart, kein Wunder ob der Dauerhitze der letzten Tage. Eine Ausnahme bildeten da die Torräume, auf denen der Rasen neu eingesetzt wurde und die herrlich weich waren, ganz im Gegensatz zum Drahtbürsten-artigen Rest des Platzes, aber man merkte, wie noch vor kurzer Zeit der Fünfmeterraum ausgesehen haben musste (nicht schön). Die Tore selbst sind ein weiteres Highlight der Haitzendorfer Sportanlage. In gelb gehalten (wahrscheinlich schon x-mal frisch gestrichen), verrichten die Eisenkonstruktionen ihren Dienst wohl schon seit geschätzten 30 Jahren und auch die Netze machen einen traurigen Eindruck, sind sie doch schon ca. 30 mal geflickt worden, was man am farblichen Unterschied zwischen Netz und Flickerei sehr schön erkennen kann. Hinter dem Tor befindet sich ein Zaun, bei dem man seine Fertigstellung allerdings bis heute verabsäumt hat, anders ist der große Freiraum, der heute den einen oder anderen Spieler dazu verleitet hat, den Ball anstatt ins Gehäuse über jenes direkt in die angrenzende Wohnstraße zu befördern, nicht zu erklären. Die Ersatzbänke sind übliche Kost und somit zweckmäßig. Der Trainingsacker übrigens spottet jeder Beschreibung. Er ist erstens viel zu klein und zweitens in einem bedauernswerten Zustand. Kommen wir zum Zuschauerraum. Die Tribüne bietet ein paar Hundert Menschen einen Sitzplatz, was vom Groß der Anwesenden auch genutzt wurde. Leider lacht einem bei Nachmittagsspielen auf dieser Tribüne die Sonne mitten ins Gesicht. Hinter dem westlichen Tor gibt es die Möglichkeit sich hinter der Bande einen Stehplatz zu beschaffen, was aber heute keinen großen Anklang fand. Auf der Gegenseite kann man sich ebenfalls hinter der Bande positionieren, grundsätzlich vor allem augrund der Nähe zum Spielfeld und der schattenspendenden Bäume ein nettes Plätzchen, aber aufgrund des wilden Bewuchses eine etwas abenteuerliche Sache. Eine kleine, analoge Anzeigetafel existiert auch, wenngleich niemand es der Mühe Wert findet, das alte Ding zu bedienen. Die Spieluhr funktioniert leider nicht mehr, Schuld ist wohl der fehlende bzw. abgebrochene Zeiger. Die Kantine dagegen ist in Ordnung, man kann sich wahlweise im Inneren, als auch von der Tribüne heraußen zu moderaten Preisen mit Speis und Trank versorgen. Das Angebot ist gut und die Qualität in Ordnung. Leider gibt es nur eine Kantine, somit muss man um den ganzen Platz laufen, um sich von der Gegenseite etwas holen zu können.

Zuschauerraum+Anzeige: **

Spielfeld: **

Kabine: ***

Verpflegung/Kantine: **+0.5

WC: ****

Fazit: 13.5 von 25 Punkten

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Kann ich hier auch die RLO- oder sonstige Plätze beurteilen, oder soll ich lieber einen eigenen Thread öffnen???

Jaja, nur zu. Aber: Kannst du die Kabinen bewerten? Wenn nicht, bleib trotzdem irgendwie in meinem Schema, dass man die Plätze ungefähr miteinander vergleichen kann.

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Jaja, nur zu. Aber: Kannst du die Kabinen bewerten? Wenn nicht, bleib trotzdem irgendwie in meinem Schema, dass man die Plätze ungefähr miteinander vergleichen kann.

Kabinen, Duschen, etc... kann ich leider nicht beurteilen, Rest schon... :yes:

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Jaja, nur zu. Aber: Kannst du die Kabinen bewerten? Wenn nicht, bleib trotzdem irgendwie in meinem Schema, dass man die Plätze ungefähr miteinander vergleichen kann.

Kabinen, Duschen, etc... kann ich leider nicht beurteilen, Rest schon... :yes:
Das mit den Kabinen und Duschen ist ja nicht so schlimm, man kann ja die restlichen Plätze mit 0-20 Punkten bewerten.

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Casino-Stadion Hohe Warte

Die Hohe Warte war am heutigen Tag Austragungsort des Schlagerspiels zwischen der Vienna und dem RLO-Meister aus Schwechat. Kafka hatte trainingsfrei und dachte sich: "Ja. Auf die Hohe Warte zu fahren, das wäre wieder einmal fein." Gesagt, getan und nach eineinhalbstündiger Fahrt mit Moped, Intercity und S-Bahn kam ich an dieser historisch denkwürdigen Stätte im 19.Wiener Gemeindebezirk an. Auffällig ist, dass die (überaus freundlichen) Ordner der Blau-Gelben noch immer in der Vergangenheit leben und mit gelben Westen ausgestatten sind, auf dem der Schriftzug "Erste Division" prangt. Ja, die großen Zeiten der Vienna sind vorbei, trotzdem verirrten sich laut Stadionsprecher 900 Besucher ins weite Rund, für diese Liga eine durchaus akzeptable Anzahl. So, genug der Herumrederei, kommen wir zum Test. Beginnen möchte ich diesmal mit den WC-Anlagen. Diese sind geräumig, was aufgrund der Bundesligavergangenheit logisch erscheint, allerdings lassen Geruch und Hygiene doch etwas zu wünschen zu übrig, nachdem man sich aber für gewöhnlich sowieso nicht stundenlang am WC aufhält, ist es gerade noch im Erträglichen. Ich gehe unter der Tribüne durch, um hinter dem Nordtor vorbei auf die Gegengerade, die berühmte Arena zu kommen. Früher waren bei Länderspielen auf der Hohen Warte bis zu 80.000 Menschen zugegen, heute fasst das Stadion noch 4300 Besucher, 2000 davon dürfen auf der überdachten, mit roten Bänken und Stühlen ausgestatteten, Haupttribüne, Platz nehmen, die architektonisch wenig zu gefallen weiß, um nicht zu sagen häßlich ist und den Charme des Stadions verschandelt, welche mit Ausnahme von gezählten 44 Besuchern (inklusive Kafka) auch alle Anwesenden nutzen. Eines muss man sagen: Wenn man auf die Hohe Warte fährt, dann muss man auf der Arena Platz nehmen und die Warnungen des Ordnungspersonals ("Wissen's eh, durt drübn is' auf eigene Gefohr!?") ignorieren, denn nur dort kann man, vorausgesetzt man hat ein gutes Vorstellungsvermögen, sich hineindenken in die großen Zeiten des österreichischen Fußballs, kann man sich inmitten zehntausender Menschen fühlen, den Geruch von Zigaretten und Bier einatmen und betagte, nörgelnde Männer mit Hut beobachten, die über die heutigen Leistungen von Sindelar und über die des gegnerischen Zenterhalfs diskutieren. Zurück in der Realität muss man feststellen, dass die Arena mittlerweile in einem bemitleidenswerten Zustand ist, der eigentlich jeder Beschreibung spottet. Wahlweise kann man sich auf extrem unbequemen Holzbänken oder einfach in die Wiese platzieren, wobei zweiteres an einem lauen Sommerabend klar zu präferieren ist. Auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten, zumal die wild verwachsenen Ränge Pflanzen beheimaten, bei deren Anblick jeder botanische Garten vor Neid erblasst. So, der Schiedsrichter pfeift zur Halbzeitpause und Kafka fühlt in seinem Magen gähnende Leere, darum beschließt er kurzerhand eine Wanderung in Richtung Buffet zu unternehmen. Dies ist eine wahre Tortur. Nicht nur, dass es ein relativ weiter Weg von der Arena zum unter der Haupttribüne befindlichen (einzigen) Buffet ist, nein, ein weiteres Problem sind die nicht immer ganz fixen Kantineure und Kantineusen, welche dem Zuschaueransturm nicht Herr bzw. Frau werden. Nur durch geschicktes Drängeln ist es möglich, bis zum Anpfiff der zweiten Hälfte wieder auf seinen angestammten Arena-Platz zurückkehren zu können. Die Preise beim Buffet sind nicht unbedingt niedrig (€ 2,90 für 1/2 Bier) und die Qualität der angebotenen Speisen, die vom ordinären und nicht unbedingt gustiös anmutenden Wurstsemmerl bis hin zum Schnitzlburger, für den sich der Tester erwärmt, reichen, lässt doch einige Wünsche offen. Diesem Schnitzlburger, der aus einem Weckerl mit kaltem (!) Schnitzerl bestand, fehlte es an allem: Weder Salat, noch Senf, noch Ketchup oder Majo wurden ihm vergönnt. Geschmacklich mochte er ebenfalls nicht zu glänzen, was summa summarum keine guten Noten für die Kantine der Vienna ergeben wird. Zu guter letzt auch noch das Spielfeld. Dieses präsentiert sich, im Kontrast zur restlichen Anlage, in einem sehr passablen Zustand, da es an etlichen Stellen ausgebessert wurde. Auch bei näherer Betrachtung scheint es nicht holprig zu sein und auch die vielerorts noch immer üblichen "Torgruben" fehlen gottlob. Auffallend sind die unterschiedlichen Farbgebungen der Tornetze. Das Netz im südlichen Tor ist in grün, jenes im nördlichen Tor in blau-weiß gehalten. Das Stadion Hohe Warte besitzt 2 Spielstandsanzeigen, eine digitale und eine analoge Anzeige, beide hinter dem Nordtor, wobei das analoge Modell wohl seit Jahren nicht mehr betätigt wurde und einen etwas verlassenen Eindruck macht. Die digitale Anzeige ist Eigentum der Vienna Vikings, mit denen der First Vienna FC sein Stadion teilen muss. Daran liegt auch der Kritikpunkt der Anzeigetafel. In schönstem American-Football-Deutsch kann man die Aufschriften "Home", "Guest" und "Quarter" lesen, welche meines Erachtens nach mit Regionalliga-Fußball wenig zu tun haben. Störend sind ebenfalls die sich auf beiden Seiten befindlichen Football-"Tore", die der Optik nicht unbedingt dienlich sind.

Zuschauerraum+Anzeige: **

Spielfeld: ****

Verpflegung/Kantine: *

WC: **

Fazit: 9/20 Punkten

Anmerkung: Würde man den historischen Wert dieser Anlage mitberücksichtigen, müsste man den Wert sicherlich um 5-6 Punkte steigern.

Edited by Kafka

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sehr guter bericht, vielleicht ist noch dazu zu sagen, dass in der kantine bei groszem zuschaueransturm das totale chaos ausbricht.

gegen mattersburg in der ersten division ging in der zweiten haelfte das bier aus und beim sportclubspiel kam zehn minuten vor schluss ein herr die stufen der arena (wo diesmal ausnahmsweise sogar auch ein 'buffet' errichtet wurde) hinauf, mit drei bechern bier in der hand und den worten 'in der 27. minute hab ich mich angestellt'. :D

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und beim sportclubspiel kam zehn minuten vor schluss ein herr die stufen der arena (wo diesmal ausnahmsweise sogar auch ein 'buffet' errichtet wurde) hinauf, mit drei bechern bier in der hand und den worten 'in der 27. minute hab ich mich angestellt'. :D

amüsant :D

@Kafka ausgezeichneter Bericht! :super:

:clap::clap::clap:

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@Kafka ausgezeichneter Bericht!  :super: 

:clap:  :clap:  :clap:

Danke für das Lob, ich habe auch weder Kosten noch Mühen gescheut.
Eines Tages wirst du noch bei der "Bild" landen. :D
Gott bewahre! :D

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