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[Legenden Frankreich]

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Frankreich

Frankreich hat einiges wieder gutzumachen. Nachdem man 1998 Weltmeister und zwei Jahre später Europameister wurde, schied man 2002 ohne Sieg und ohne Tor aus. Trainer Domenech setzt für die WM 2006 auf seine Routiniers, aber es fehlen auch ein paar bekannte Namen im Kader, wie Europameister Robert Pires (FC Arsenal), Nicolas Anelka (Fenerbahce) und Giuly (FC Barcelona).

Tor: Fabien Barthez (Olympique Marseille), Gregory Coupet (Olympique Lyon), Mickael Landreau (FC Nantes)

Abwehr: Eric Abidal (Olympique Lyon), Jean-Alain Boumsong (Newcastle United/England), Pascal Chimbonda (Wigan Athletics/England), William Gallas (FC Chelsea/England), Gael Givet (FC Monaco), Willy Sagnol (Bayern München), Mikael Silvestre (Manchester United/England), Lilian Thuram (Juventus Turin/Italien)

Mittelfeld: Vikash Dhorasoo (Paris Saint Germain), Alou Diarra (RC Lens), Claude Makelele (FC Chelsea/England), Florent Malouda (Olympique Lyon), Patrick Vieira (Juventus Turin/Italien), Zinedine Zidane (Real Madrid/Spanien)

Sturm: Djibril Cisse (FC Liverpool/England), Thierry Henry (FC Arsenal/England), Franck Ribery (Olympique Marseille), Louis Saha (Manchester United/England), David Trezeguet (Juventus Turin/Italien), Sylvain Wiltord (Olympique Lyon)

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Die folgende Auflistung von ehemaligen und aktuellen Legenden ist nicht vollständig. Bei Interesse würde ich mich freuen, wenn jemand Lust und Zeit hat sie zu erweitern.

Raymond Kopa, "Napoleon des Fußballs"

1931 wurde Raymond Kopa als Sohn von polnischen Einwanderern in Frankreich geboren. Sein echter Name lautet Kopaszewski, allerdings wurde er schon in seiner Schule nur Kopa genannt, da dieser Name leichter auszusprechen war. Kopa spielte seit seinem sechsten Lebensjahr Fußball, da er aber aus einer armen Familie stammte, musste er bereits mit 14 Jahren in einer Kohlemine arbeiten. Nachdem nach einem Arbeitsunfall sein Zeigefinger amputiert werden musste, beschloss er sich nur noch aufs Fußballspielen zu konzentrieren, damit er auf diesem Weg der Armut entfliehen kann. Seine Karriere begann er bei Angers, nach zwei Jahren wurde er aber von Stade Reims verpflichtet wo er sich erstmals so richtig in Szene setzen konnte. Er überzeugte dort mit seinen schnellen Dribblings und seinen perfekten Pässen, sodass er für die damalige Rekordsumme für einen französischen Spieler von 52 Millionen Francs zu Real Madrid wechselte. Dort erlebte er mit anderen Stars wie Puskas und di Stefano den Höhepunkt seiner Karriere und holte 3 Mal den Cup des Landesmeisters. Obwohl ihm Real Madrid danach noch einen langfristigen Vertrag angeboten hatte, zog es ihn nach Frankreich zurück und er gewann mit Stade Reims noch zwei Mal die Meisterschaft. Sein Teamdebüt für Frankreich absolvierte er mit 21 Jahren, auf Grund seiner geringen Körpergröße wurde er von den meisten Napoleon genannt, ein Name den er zu Recht erhielt, da er am Platz meistens der Leithammel war. Sein größter Erfolg mit dem Team war ein 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden. Im selben Jahr wurde er zum europäischen Fußballer des Jahres gewählt.

Just Fontaine

Viele Spieler wird es nicht geben, die sich rühmen können einen Schnitt von über einem Tor im Nationalteam zu haben. Für Just Fontaine war das kein Problem. In seinen 21 Länderspielen erzielte er für die Franzosen ganze 30 Treffer und hat so einen Schnitt von über 1.4 !! Just Fontaine hält übrigens auch noch den Rekord für die meisten Treffer während einer Weltmeisterschaft. 1958 gelangen ihm während der WM in Schweden ganze 13 Treffer, wobei er im Spiel um Platz drei, beim 6:3 Erfolg über die Deutschen gleich drei Mal traf. Fontaines verbrachte als Spieler seine meiste Zeit bei Stade Reims, wo er mit Stars wie Platini, Vincent und Kopa zusammen spielte. Diese Mannschaft wurde ein Synonym für den modernen Angriffsfußball und erzielte pro Saison meist um die 80-90 Tore. Fontaine wurde mit Reims viermal Meister, gewann zweimal den Pokal und stand 1959 gegen Real Madrid im Europapokal der Landesmeister. Fontaine, der zwei Mal Torschützenkönig wurde, musste wegen einer schweren Verletzung bereits mit 28 Jahren seine Karriere beenden und er wurde danach Trainer beii Paris St.Germain und Toulouse. Davor war er für Trainer der französischen Auswahl, wurde aber nach 2 Niederlagen entlassen und so hält er den Rekord für den am schnellsten gefeuerten französischen Nationaltrainer. Dies ist aber die einzige Bestmarke auf die Fontaine gerne verzichten würde.

Jean Tigana – der Mann mit den drei Lungen

Geboren wurde Jean Tigana in am 23. Juni 1955 in Mali, aufgewachsen ist er aber seit seinem dritten Lebensjahr in Marseille. Seinen ersten Profivertrag bekam er beim SC Toulon, nach drei Jahren wurde er aber 1978 zu Olympique Lyon transferiert. Auf seinen ersten Meistertitel musste der laufstarke Mittelfeldspieler mit der Pferdelunge aber noch ein wenig warten, denn der gelang ihm erst bei seinem nächsten Verein, bei bei Girondins Bordeaux, wo er seine beste Zeit als aktiver Profi hatte. 1983, 1985 und 1987 wurde er mit diesem Verein Meister, zudem holte er 1986 und 1987 den französischen Cup. 1989 wechselte er noch einmal nach Marseille, wo er zweimal Meister wurde und schließlich mit 36 Jahren seine erfolgreiche Karriere beenden konnte. In den achtziger Jahren bildete er mit Michel Platini, Alain Giresse und Luis Fernández in der Nationalmannschaft das magische Viereck und gewann 1984 die Europameisterschaft. Insgesamt brachte er es auf 52 Länderspiele, sein einziges Tor erzielte er bei der Weltmeisterschaft 1986 gegen Ungarn. Danach versuchte sich Tigana als Trainer, holte mit Monaco den Meistertitel, kam ins CL-Halbfinale und wurde in Frankreich zum Trainer des Jahres gewählt. Bei seiner nächsten Station, Fulham, wurde er zwar entlassen, dafür holte er im Mai 2006 mit Besiktas den türkischen Pokal.

Alain Giresse

Vereinstreue hat einen Namen – Alain Giresse. Denn Giresse verbrachte fast seine gesamte Karriere bei Girondins Bordeaux,. Von 1970 bis 1986 bestritt er 516 Spiele, wobei er 159 Treffer erzielte. Lediglich die letzten beiden Jahre verbrachte er bei Olympique Marseille. Giresse wurd 1994 und 1985 mit Bordeaux Meister, holte im darauf folgendem Jahr den Pokal und wurde dreimal zum Fußballer des Jahres in Frankreich ausgezeichnet. 1084 wurde er als Bestandteil des magischen Vierecks mit Frankreich Europameister. Nach 47 Länderspielen und 6 Toren beendete er 1986 seine Karriere als Nationalspieler. Als Trainer hatte er bisher leider weit weniger Erfolge, sowohl bei Toulouse, als auch bei Paris St.Germain konnte er nicht besonders viel bewegen. In Paris wurde er gar nach 4 Monaten entlassen. Giresse war danach Trainer bei Rabat in Marokko, dann entschied er sich fürs Georgische Nationalteam, seit Anfang 2006 ist er Trainer bei Gabun.

Patrick Battiston - Die "Affäre Schumacher"

Battiston war ein großartiger Spieler, der fünf Mal den französischen Meistertitel (1x Saint-Etienne, 3x Bordeaux, 1X Monaco) und zwei Mal den Pokal gewinnen konnte. Berühmt wurde er aber vor allem wegen der Affäre Schumacher, die sogar zu politischen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich führte. Battiston kam im Semi-Finale bei der WM 1982 in der 2. Hälfte ins Spiel und versuchte gleich darauf einen Steilpass auf das deutsche Tor zu erlaufen. Toni Schumacher brachte ihn brutal zu Fall, sodass der Franzose einige Zeit bewusstlos am Boden lag. Dafür erhielt der Tormann jedoch nicht einmal eine gelbe Karte, obwohl dieses böse Foul ein klarer Ausschluss gewesen wäre. Battiston erlitt eine Gehirnerschütterung, verlor mehrere Zähne und musste natürlich wieder ausgewechselt werden. Die Krönung des ganzen Vorfalls war dann jedoch die Äußerung von Schumacher zu dem Vorfall ("ich kann ihm ja die Jacketkronen bezahlen"). Der Tormann zeigte keine Reue, das Spiel gegen Frankreich drehten die Deutschen außerdem noch um, holten ein 1:3 auf und gingen im Elferschießen als Sieger vom Platz.

Laurent Blanc - mmmmmhhhh Glatze

Wer küsste vor jedem Spiel die Glatze von Tormann Barthez ? Richtig, Laurent Blanc, der zudem auch noch das erste Golden Goal in der Geschichte der Weltmeisterschaft überhaupt erzielen konnte (Achtelfinale 1998 gegen Paraguay). Blanc war im französischen Team der unermüdliche Abwehrchef und gewann als Höhepunkt seiner Karriere 1998 die Weltmeisterschaft in seinem eigenen Land. Nur 2 Jahre danach konnte er sich über den Europameistertitel freuen. Insgesamt brachte es Blanc auf ganze 97 Länderspiele, in denen er als Abwehrspieler immerhin 16 Tore erzielen konnte. Zwischen 1983 und 2003 spielte er u.a. bei Auxerre, bei Barcelona, Inter Mailand und Manchester United, mit denen er 2003 Meister wurde. Das war aber natürlich nicht sein einzige Erfolg. Mit Auxerre holte er sich ebenfalls den Meistertitel, mit Montpellier stieg er zu Beginn seiner Karriere aus der zweiten Liga auf und wurde 3 Jahre später Cupsieger. Zudem gewann er noch mit Barca den Supercup und wurde 1990 zum Französischer Fußballer des Jahres gewählt.

Didier Deschamps

Auf noch mehr Länderspiele als Laurent Blanc brachte es Didier Deschamps, der ganze 103 Länderspiele absolvieren durfte. Wie Blanc gewann er die WM 1998 und die EM 2000. Deschamps war zu seiner Zeit einer der weltbesten defensiven Mittelfeldspieler, war lange Zeit Kapitän der Nationalmannschaft und gilt heute für viele Fanzosen noch immer als das ultimative Vorbild für einen Defensiv-Allrounder. Auch als Trainer feierte der Franzose große Erfolge und so wäre er fast der erste Mensch gewesen, der sowohl als Spieler (1996 mit Juventus), als auch als Trainer (2004 mit Monaco) die Champions-League gewonnen hätte, jedoch verlor er im Finale mit Monaco gegen den FC Porto.

Michel Platini

Ausführliche Spielerinfo:

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Zinedine Zidane

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Lilian Thuram

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Thierry Henry

Ausführliche Spielerinfo:

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Also für mich ist Platini einer der Besten Kicker aller Zeiten! Gemeinsam mit Maradona einer der bestimmenden Spielerpersönlichkeiten der 80´er.

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