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Dannyo

[Legenden] Polen

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TEIL 3 - POLEN

Polen ist ein fußballverrücktes Land, bekannt unter anderem für seine fanatischen Fans und harten, technisch guten Offensivfußball. Allerdings nahm diese starke Fußballnation erst ganze sechs Mal bei einer Fußball-WM teil, davon gleich viermal in der glanzvollen Zeit von 1974 bis 1986, wo man zugleich auch viermal hintereinander keine WM verpasste. Danach folgte jedoch eine 16jährige Durststrecke und nach 2002 ist das Team auch heuer in Deutschland wieder dabei.

Die Qualifikationskönige aus Polen spielen sich während den Qualis für WM-Endrunden immer wieder ins Rampenlicht, versagen dann jedoch zumeist bei den Großereignissen selbst. Einzig 1974 und 1982 schaffte man den dritten Platz bei einer WM-Endrunde, bei denen sich vorallem zwei Männer, über die an anderer Stelle noch genau berichtet wird, aufgeigten und sich zu internationalen Fußballstars machtes. Aber Polen hatte nicht nur zwei große Fußballer:

Kazimierz Deyna

Fünfmal wurde Kazimierz Deyna zum Fußballer des Jahres in Polen gewählt. Der Angreifer war Kapitän Polens in den goldenen 70er-Jahren und errang mit seinem Land den dritten Platz bei der WM 1974 in Deutschland. Insgesamt erzielte Deyna, der bei Legia Warschau, Manchester City und schließlich auch in den USA spielte, 45 Tore in 102 Länderspielen. Der polnische Weltstar kam 1989 bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Zbigniew Boniek

Der zweite Weltstar Polens war Ex-Juventus-Mittelfeldmotor Zbigniew Boniek. Bonieks großer Vorteil war, dass er Spielmacher und Torjäger in einem war. In den späten 70ern und frühen 80ern gehörte der Schnauzbart tragende Techniker zu den weltbesten Fußballern und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Polen 1982 WM-Dritter wurde. Boniek, der an drei Weltmeisterschaften teilnahm, spielte nach seiner Juve-Zeit auch noch für den AS Roma, absolvierte 80 Länderspiele, in denen er 24 zum Teil ausnehmend schöne und spektakuläre Tore erzielte und beendete seine Karriere gegen Ende der 80er-Jahre.

Grzegorz Lato

Grzegorz Lato war einer der besten europäischen Mitteldspieler der 70er-Jahre. Lato galt als Sprintkanone und seine Gegenspieler sahen den kleinen, flinken Stürmer zumeist nur von hinten. Er war der Star des polnischen Provinzklubs Stal Mielec, der in den 70er-Jahren den polnischen Fußball beherrschte. Lato kam auf insgesamt 95 Länderspiele und 42 Länderspieltore, womit er in der ewigen Statistik polnischer Nationalteamtorjäger auf Platz zwei rangiert.

Lato wurde außerdem Torschützenkönig bei der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland, bei der er sieben Treffer, unter anderem das entscheidende 1:0 Polens gegen Brasilien im Spiel um Platz drei, erzielte.

Wlodzimierz Lubanski

Viermal hintereinander wurde Lubanski Torschützenkönig in der polnischen Liga und mit 46 Treffern ist der ehemalige Weltauswahlspieler auch heute noch Polens bester Teamtorjäger aller Zeiten. Im Alter von 28 Jahren erlitt Lubanski, zu diesem Zeitpunkt in Belgien bei KSC Lokeren tätig, einen Kreuzbandriss, von dem er sich nicht mehr vollständig erholte und nach einem deutlichen Leistungsabfall seine Karriere beenden musste.

Tomasz Hajto

Der 33jährige Tomasz Hajto ist einer der besten polnischen Spieler der 90er-Jahre. Er konnte sich dauerhaft in der deutschen Bundesliga etablieren und spielte in neun Jahren insgesamt 201mal für den MSV Duisburg, Schalke 04 und den 1.FC Köln. Hajto ist ein knallharter Innenverteidiger, der dafür bekannt ist, im Zerikampf auch hie und da mit übertriebener Härte zu arbeiten. Vielleicht war gerade dies der Grund warum Hajto sich in der starken deutschen Bundesliga durchsetzte und eine gewisse Vorbildwirkung entwickelte - momentan spielt Hajto in England beim FC Southampton.

Tomasz Waldoch

Der 34jährige Tomasz Waldoch ist neben Hajto der Zweite im Bunde, der sich dauerhaft in der deutschen Bundesliga durchsetzen konnte. In Deutschland kickte der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft während der WM 2002 beim VfL Bochum und vorallem beim FC Schalke 04, wo er auch heute noch spielt und bereits über 200 Spiele auf dem Buckel hat. Außerdem spielte Waldoch bereits 74 Länderspiele, in denen er zwei Tore schoss.

Krzysztof Warzycha

In Griechenland nannten sie ihn nur "Gucio", in der Ethniki Katigoria, der ersten griechischen Liga, wurde der Pole dreimal Torschützenkönig. Der heute 41jährige Krzysztof Warzycha spielte von 1989 bis 2004 bei Panathinaikos Athen und erzielte für die Griechen 235 Tore in 352 Spielen. Währenddessen scorte Warzycha auch im polnischen Nationalteam. Der Angreifer mit dem Torriecher ist ewiger Besttorschütze der griechischen Liga und nahm im Jahr 1998 sogar die griechische Staatsbürgerschaft an, da er in Griechenland dermaßen beliebt war, dass er auch heute noch dort lebt.

Maciej Zurawski

Der polnische Starstürmer der Gegenwart heißt Maciej Zurawski und ebendieser Mann ist auch der große polnische Hoffnungsträger für die WM 2006 in Deutschland. Der Goalgetter ist in Schottland bei Celtic Glasgow engagiert, wohin er wechselte nachdem er in den letzten vier Jahren bei Wisla Krakau in jeder Saison mindestens 22 Saisontreffer erzielte. Im polnischen Nationalteam erzielte Zurawski 15 Tore in 48 Spielen und wird daher auch bei der WM 2006 stürmen.

Interessanterweise wurde Zurawski zum Beginn seines Schottland-Engagements von Fans und Medien sehr unterschätzt, man traute ihm keine großen Schritte im internationalen Fußballgeschäft zu. Aber spätestens nachdem er im Februar 2006 in einem Spiel vier Tore für Celtic erzielte (8:1 gegen Dunfermline) und mit Nakamura einen kongenialen Partner im Mittelfeld der Grün-Weißen gefunden hat, wird der polnische Stürmer nicht mehr so belächelt wie früher.

© by austriansoccerboard.at / Dannyo

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:love: Deyna :love:

legenda_deyna1.jpg

noch heute bei Legia allgegenwärtig.

2002_Krakow2.jpg

Wurde sogar 1974 durch den Kicker zum Weltfussballer gewählt.

Ansonsten sind die Infos gut :super: , erwähnen würde ich noch diese 5 Spieler:

Tor:

- Jan Tomaszewski

- Josef Mlynarczyk

- Jerzy Dudek

Angriff:

- Robert Gadocha

- Andrzej Szarmach

und natürlich Marcin Adamski ;)

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