Die Austria und das liebe Geld


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Top-Schriftsteller
pramm1ff schrieb vor 2 Stunden:

Das was beschrieben wurde zu bilanzieren, wäre illegal. 

Da keine Anzeigen rausgegangen sind, stimmt entweder die Geschichte nicht oder ein paar Leute hatten sehr, sehr viel Glück. 

Mir wurde damals diese Geschichte rund um die Bemühungen des ehemaligen Funktionärs als Luftschloss dargestellt, mit vielen Versprechungen und Beteuerungen seitens des potentiellen Sponsors.

Kann natürlich auch sein, dass die damalige Darstellung der Austria stimmt, nämlich dass es schlussendlich eh einen unterschriebenen Vertrag gab, aber man sich nicht auf einen langwierigen Rechtsstreit mit unklaren Erfolgsaussichten einlassen wollte.

So oft wie Kraetschmer jedenfalls mantraartig auf die nicht trockene Tinte verwies, wäre es ungewöhnlich, wenn er sich ausgerechnet in so einem Fall auf die nicht trockene Tinte verlassen hätte.

 

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V.I.P.
Wustinger mit ST schrieb vor 2 Stunden:

Mir wurde damals diese Geschichte rund um die Bemühungen des ehemaligen Funktionärs als Luftschloss dargestellt, mit vielen Versprechungen und Beteuerungen seitens des potentiellen Sponsors.

Kann natürlich auch sein, dass die damalige Darstellung der Austria stimmt, nämlich dass es schlussendlich eh einen unterschriebenen Vertrag gab, aber man sich nicht auf einen langwierigen Rechtsstreit mit unklaren Erfolgsaussichten einlassen wollte.

So oft wie Kraetschmer jedenfalls mantraartig auf die nicht trockene Tinte verwies, wäre es ungewöhnlich, wenn er sich ausgerechnet in so einem Fall auf die nicht trockene Tinte verlassen hätte.

 

Es ist jedenfalls höchst absurd (um nicht kriminell zu sagen), dass man einen Vertrag mit "nicht trockener Tinte" in die Bilanz als Forderung aufnimmt. 

Ebenfalls ist es absurd, dass man einen Sponsoringvertrag mit laufenden Zahlungen, die ja auch an Gegenleistungen (der Werbeleistung) hängen, bei jahrelanger Nichtzahlung und ohne währenddessen die Gegenleistung zu erbringen (der Sponsor tauchte nie auf) weiter jedes Jahr als Forderungen in die Bilanz aufnimmt. Das wurde ja jedes Jahr mehr, bis zum großen Aufräumen. 

Komplett absurd wird es dann, wenn man das alles macht, während man keinerlei Schritte unternimmt, um dieses Geld auch einzufordern. Bei akut drohenden Verlusten, die nur noch am plötzlichen Zahlungswillen eines Vertragspartners hängen, der bislang aber nie gezahlt hat und den ich auch nicht verklagen könnte... da muss man einfach wertberichtigen und(!) aufhören Jahr für Jahr diese Forderungen im vollen Umfang in die Bilanz aufzunehmen. 

 

Denn entweder es gibt gar keinen unterschriebenen Vertrag, dann hätte man das nie in die Bilanz aufnehmen dürfen oder es gibt einen Vertrag und man scheut den Rechtsstreit, aber dann muss ich eben aufhören das in die Bilanz aufzunehmen und (so schnell wie möglich) entsprechend wertberichtigen. 

Als Forderung darf das nur dann in der Bilanz stehen bleiben (und nicht einmal das fix), wenn ich einen aus meiner Sicht wasserdichten Vertrag habe, das Gegenüber zahlungsfähig ist und ich den Rechtsweg verbissen bestreiten werde, um mein Geld einzufordern. 

 

Ich frag mich wirklich, wie das am Vorstand, am Aufsichtsrat und am Wirtschaftsprüfer spurlos vorbeigehen konnte. Mit spurlos meine ich übrigens, dass es ohne Gerichtsverfahren verlief, nicht dass sie kein schlechtes Gewissen hatten. 

In all den Jahren, habe ich noch keine Geschichte zur Erklärung gehört, die ohne strafbares Verhalten ausgekommen wäre. 

Vielleicht findet ja jetzt jemand eine und teilt sie, würde mich sehr interessieren, ob es eine legale Möglichkeit gab, solche Buchungen vorzunehmen. 

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Top-Schriftsteller
pramm1ff schrieb vor 56 Minuten:

Ich frag mich wirklich, wie das am Vorstand, am Aufsichtsrat und am Wirtschaftsprüfer spurlos vorbeigehen konnte. Mit spurlos meine ich übrigens, dass es ohne Gerichtsverfahren verlief, nicht dass sie kein schlechtes Gewissen hatten. 

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass Kraetschmer neben der „trockenen Tinte“ sehr oft auch den „vorsichtigen Kaufmann“ bemüht hat.

Persönlich Einschätzung, ohne es zu wissen: ich kann mir vorstellen, dass der Funktionär kraft seiner Seniorität und Autorität zu MK gesagt haben könnte „Des moch ma so, des passt scho, wirst sehn!“. Und damit war die Sache dann erledigt.

Über die weitere Behandlung dieser Angelegenheit kann ich nur genauso rätselraten wie du.

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