ich war als kleines Kind im Casino-Stadion
stand als Schüler im „25er“
feierte als Jugendlicher, ohne Erlaubnis der Eltern, im Ernst-Happel-Stadion einen Cupsieg
… um später tatsächlich auch einen Meistertitel und weiteren Cupsieg mitzuerleben
erlebte als junger Erwachsener den Zwangsabstieg mit all seinen Auswirkungen und Nebengeräuschen, um schließlich als erwachsener Mann die Neugründung mitzubegleiten.
immer mit Dauerkarte – immer „in der Kurve“ – ohne einen Mitgliederausweis.
und heute stehe ich, mittlerweile als Familienvater vor der Tatsache, dass diese Geschichte – meine Geschichte mit "meinen" Roten – seit letztem Samstag unwiderruflich beschädigt ist.
Wir waren immer anders und wussten speziell seit der Neugründung mMn immer, wo wir im Vergleich zu „den anderen“ auf Österreichs Fußball-Landkarte positioniert waren.
Wir haben es von „Lasst es uns versuchen“ bis zurück in die Bundesliga geschafft.
und „wir“ sind viele
Wir sind bunt
Wir sind tolerant
Wir sind nicht politisch
Wir sind eine freie und kreative Kurve
zumindest dachte ich das immer.
Es gab und gibt immer andere Meinungen, Vorstellungen, Positionen und Emotionen, aber am Ende gab es immer einen gemeinsamen Nenner: GAK
und selbst die größten Grabenkämpfe wurden zwar gekämpft – aber (in meiner Wahrnahmen) nie „öffentlich“ und schon gar nicht zum Nachteil der Kurve, der Mannschaft oder dem Verein als gesamtes.
Nach den letztn Ereignissen wird auch mich der Fansektor so schnell nicht mehr sehen.
Unter „Rotes Graz“ verstehe ich definitiv etwas anderes, als dieser Dachverband mir vermitteln will.
Ich bin wütend und traurig – überwiegend schäme ich mich allerdings für diese Vorfälle.
Das ist von „We are GAK“ sehr weit entfernt – hoffentlich schämen sich andere grade auch…
Stellung beziehen, Verantwortung übernehmen, Stolz runterschlucken,
Stadtklub – Mitgliederverein