Rapid & LASK nach 2 Spieltagen alle 6 Punkte geholt, Austria Wien bei 0 Zählern


Die Bundesliga läuft im aktuellen Zwölferliga-Modus das erste Mal ohne Punktehalbierung. Was im August geholt wird, bestimmt nun bis ins Frühjahr die Grundlage der Tabellenplatzierung - Große Urteile sollte man nach nur 2 Spieltagen noch nicht fällen, aber für einen ersten analytischen Blick auf die derzeitige Tendenz reicht es. 

Der LASK startet unglaublich stark: 3:0 gegen den GAK, 2:0 bei Austria Wien - 5 Treffer und kein Gegentor. Der amtierende Meister ist damit ohne Punktverlust in die neue Saison gegangen. Beim Auswärtsspiel in Wien dauerte es bis zur zweiten Hälfte, ehe Andres Andrade den LASK in Führung brachte. Moses Usor erhöhte später im Nachschuss nach Elfmeter auf 2:0.

Noch sagt das wenig über den kommenden Meisterschaftskampf aus. Die Ausgangslage stimmt trotzdem, zumal sich der Ligamodus verändert hat.

Jeder Punkt bleibt nach 22 Runden stehen

Die Liga wird weiterhin in Meister- und Qualifikationsgruppe geteilt. Die bisherige Punktehalbierung fällt ab 26/27 komplett weg.

Wer 40 Punkte erspielt, behält sie. Ein Vorsprung schrumpft nicht mehr mit Beginn der zweiten Saisonphase, ein Rückstand ebenso wenig.

Die zwölf Bundesligisten hatten dieser Änderung einstimmig zugestimmt. Damit bekommt auch ein verlorenes Remis im August mehr Gewicht als früher. Was einmal weg ist, wird später nicht mehr rechnerisch verkleinert.

SK Rapid Wien hat ebenfalls 6 Punkte auf dem Konto 

Nach dem 1:0 Auftakt gegen Altach folgte ein 2:1 in Ried.

An der Tabellenspitze ergibt sich nach zwei Runden folgendes Bild:

  1. LASK: 6 Punkte
  2. Rapid: 6 Punkte
  3. WAC: 4 Punkte
  4. Salzburg: 4 Punkte
  5. Sturm Graz: 4 Punkte

Hartberg und Austria Wien warten noch auf ihren ersten Zähler.

Rapid begrüßte zum Heimauftakt gegen Altach 16.795 Zuschauer, beim LASK kamen gegen den GAK 13.276 ins Stadion. Austria Wien verzeichnete beim Heimspiel gegen den LASK 12.442 Besucher.

Das sind erst einzelne Heimspiele und noch kein belastbarer Saisontrend - für einen Start mitten im Sommer fallen diese Zahlen dennoch mehr als ordentlich aus.

Neben der Punktewertung wurde der Verteilungsschlüssel der Medienerlöse verändert

50 % der Erlöse aus dem Verkauf der Medienrechte werden als fixer Sockelbetrag auf die zwölf Vereine verteilt:

  • 30 % entfallen auf die sportliche Leistung und damit auf die erspielten Punkte
  • jeweils 10 % auf Stadionzuschauer und Österreicher-Topf

Der sportliche Verlauf einer Saison fließt jetzt also stärker in die finanzielle Verteilung ein und Punkte bestimmen nicht bloß die Tabelle - sie haben nun auch wirtschaftliches Gewicht über die komplette Saison hinweg.

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Egal ob Freizeitvertreib oder Fußball, ein hoher Wert allein erzählt selten die ganze Geschichte. 6 Punkte nach 2 Runden sehen gut aus, doch wird daraus auch eine konstant starke Saison?

Austria Wien stolpert in den Saisonauftakt 

Zum Auftakt verlor Austria Wien 0:3 beim WAC, danach folgte zuhause ein 0:2 gegen den LASK. Nach zwei Runden stehen null Punkte, kein eigenes Tor und fünf Gegentreffer.

Trotz des misslungenen Saisonstarts bleiben der Mannschaft auch weiterhin alle Möglichkeiten offen, doch das Aufholen wird durch die neuen Regeln etwas schwieriger: 

Früher hätte auch ein größerer Rückstand nach dem Grunddurchgang durch die Punktehalbierung zumindest rechnerisch an Größe verloren.

Diese Hilfe gibt es nicht mehr.

Was jetzt verloren geht, muss komplett zurückgeholt werden

Das dürfte vor allem Mannschaften treffen, die erst spät in Form kommen. Nach Runde 22 nimmt jeder Klub exakt das mit, was zuvor erspielt wurde.

Für LASK und Rapid funktioniert dieselbe Regel in die andere Richtung. Ein aufgebauter Vorsprung bleibt vollständig erhalten.

Der Grunddurchgang bekommt dadurch mehr Gewicht, ohne dass die Liga ihre grundsätzliche Zweiteilung aufgibt.

Neben dem Modus wurden einige Abläufe auf dem Platz verändert

Wenn Abstöße und Einwürfe zu lange dauern, kann ein Countdown laufen. Überschreitet ein Spieler die erlaubte Zeit, drohen Sanktionen. Bei einem verspäteten Abstoß kann zum Beispiel ein Eckball für den Gegner gegeben werden.

Auswechslungen sollen jetzt auch schneller ablaufen. Wenn ein Spieler das Feld nicht innerhalb von 10 Sekunden verlässt, darf der Ersatz erst 1 Minute nach Wiederaufnahme der Partie am Spiel teilnehmen.

Nach einer Behandlung auf dem Spielfeld gilt grundsätzlich ebenfalls eine Wartezeit von 60 Sekunden.

Das bereits bekannte Multiball-System bleibt bestehen. Rund um den Platz stehen 14 Spielbälle bereit, 26/27 kommt das System nun auch in der 2. Liga zum Einsatz.

Der VAR bekommt ebenfalls neue Möglichkeiten

Offensichtlich falsche Eckballentscheidungen können inzwischen überprüft werden, wenn die Korrektur ohne zusätzliche Verzögerung möglich ist. Auch bei Gelb-Rot kann die zweite Gelbe Karte über den VAR überprüft werden.

Im Herbst sollen Schiedsrichter ausgewählte VAR-Entscheidungen zudem direkt im Stadion erklären. Ergänzend können entsprechende Bilder auf den Videowänden erscheinen.

Nach 2 Runden stehen die Ausgangspositionen fest

LASK und Rapid haben alles abgeholt. WAC, Salzburg und Sturm liegen dahinter in Schlagdistanz. Austria Wien muss den Fehlstart möglichst schnell hinter sich lassen.

Die auffälligste Veränderung liegt bislang jedoch weniger in der Tabelle als im Modus: Es wird weiterhin geteilt, aber nicht mehr halbiert.

Damit zählt jeder Punkt vom ersten Spieltag bis zum Saisonende vollständig. Nach zwei Runden kann noch niemand wissen, welchen Unterschied das im Frühjahr tatsächlich machen wird - die ersten 6 Punkte sind trotzdem schon weg.

Bildquelle [ images.pexels.com ]

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