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GERHARD HANAPPI

Name: Gerhard Hanappi
Spitzname: "Gschropp"
geboren: 16. Februar 1929
gestorben: 23. August 1980
Nationalität:
Position: Mittelfeld / Angriff
Statistik: 383 Spiele / 119 Tore
Vereine
- Wacker Wien (bis 1950)
- Rapid Wien (1950 - 1965)
Erfolge
- 7 x Österreichischer Meister (1951, 1952, 1954, 1956, 1957, 1960, 1964)
- 1x Österreichischer Cupsieger 1960/61
- 1x Zentropa-Cup-Sieger 1951; Mitropacup-Finale 1956
KARRIERE
Geboren am 16.2.1929 in Wien, begann Gerhard Hanappi seine sportliche Laufbahn bei Wacker Wien. Schon mit 17 Jahren hatte er einen Stammplatz in der Kampfmannschaft der Meidlinger.
Der "Gschropp", wie er allgemein wegen seiner Körpergrö0e genannt wurde, fiel besonders durch seine excellente Technik, spielerische Qualitäten, Laufstärke und seiner Kampfkraft auf. Mit 19 Jahren, am 14. November 1948 spielte er bereits sein erstes Länderspiel für Österreich, das mit 2:1 gewonnen wurde. Er bestritt insgesamt 93 Länderspiele, davon 55 in ununterbrochener Reihenfolge.
Den Verantwortlichen bei Rapid gefiel natürlich dieser überdurchschnittlich begabte Spieler, und "Bimbo Binder" wollte Hanappi unbedingt als Spielmacher und Mittelfeldmotor nach Hütteldorf holen. Verständlicherweise wehrten sich die Meidlinger lange Zeit gegen diese Transferpläne. Binder konnte jedoch 1950 Hanappi davon überzeugen, dass er sich nur bei Rapid weiter sportlich steigern und auch ins internationale Rampenlicht treten könne. Hanappi meldetete sich von Wacker ab und diese verweigerten aber die Freigabe an Rapid. Es kam dadurch zum "Fall Hanappi", in dem sich auch der Verband einschaltete.
Hanappi wollte unbedingt für Rapid spielen, und um ihm die ständigen Nachstellungen der Wackerfunktionäre zu ersparen, wurde er ganz einfach von Rapid versteckt. Bis auf wenige Rapidfunktionäre wusste niemand, wo Hanappi steckte. Als den Wackerfunktionären nach einem halben Jahr endlich klar wurde, dass der "Gschropp" für Meidling nicht mehr spielen würde, einigte man sich Rapid über den Transfer.
Bei Rapid blühte Hanappi richtig auf. Er zeigte alle Qualitäten die in ihm steckten. Er war von Beginn an ein Rapidler mit Leib und Seele, kämpfte über 90 Minuten, organisierte das Spiel, schoß Tore und spielte sich so in die Herzen der Rapidanhänger.
Sein angestammter Platz war der des rechten Läufers. In seiner langen Karriere spielte er aber auch erfolgreich als linker Läufer, Verteidiger, Verbinder und sogar einige Zeit als Mittelstürmer. Für die Jugend war Hanappi stets ein sportliches und menschliches Vorbild.
So konsequent Hanappi beim Fußball war, so konsequent steuerte er seine beruflichen Ziele an. Der Fußball hinderte ihn nicht, sein Architekturstudium durchzuführen und erfolgreich abzuschließen. Sein Wunsch, ein Fußballstadion zu planen und zu bauen, ging dann in den 70er Jahren in Erfüllung. Architekt Dipl.-Ing. Gerhard Hanappi wurde von der Stadt Wien mit der Planung und dem Bau des neuen "West-Stadions" beauftragt, das die neue Heimstätte seines Stammvereines werden sollte.
Die Rapidler freute es besonders, dass gerade Hanappi die neue Heimstätte des SK Rapid gestalten sollte. Leider strich die Stadt Wien sein Stadionprojekt aus Kostengründen gewaltig zusammen und es wurde nicht nach der ursprünglichen und weitaus besseren Planung gebaut.
Dennoch hat sich Hanappi mit dem "Weststadion" ein Denkmal gesetzt, das stets an ihn erinnern wird. Am 23. August 1980, vier Jahre nach der Stadioneröffnung verstarb Gerhard Hanappi nach langem schwerem Leiden. Zu seinen Ehren und um seine Verdienste für den österreichischen Fußball wurde 1981 das "Weststadion" in "Gerhard-Hanappi-Stadion" umbenannt.
"Wir haben gespielt, um Tore zu schießen, heute werden schon die Jugendmannschaften darauf gedrillt, Tore zu verhindern."
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