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Doug Heffernan

Einfach "Göttlich"!!!!

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Ich quote mal folgende Anekdote hier rein, bevor sie wieder im Daten-Walhalla verschwindet. Ich hoffe, der Admin der "C"-Seite hat da nix dagegen.... aber ich finde sie einfach herrlich!

Es begab sich am Vorabend des 1. Oktober 1958 .............

Es ist der 30.09.1958 kurz vor Mitternacht, Petrus unterschreibt in der Himmelskanzlei Dokument um Dokument, schließlich seufzt er erleichtert auf und reicht dem an seinem Schreibtisch stehenden Erzengel Gabriel die Unterschriftsmappe mit dem Bemerken: „Na, mein lieber Gabriel, fertig sind wir! Oder habe ich vielleicht etwas vergessen?!“

Gabriel (nestelt verlegen an den Spitzen seiner Flügel): „Nein, hochehrwürdiger himmlischer Kanzler, alles in bester Ordnung, alles erledigt, bis auf ...........“

Petrus (etwas ungeduldig): „Bis auf?! Na sag schon, Gabriel, was steht denn noch an? Schnell, ich sehne mich nach meinem Himmelbett!!“

Gabriel (noch verlegener): „Alle Akten sind für heute erledigt, nur ..........“

Petrus (noch ungeduldiger): “Was nur??“

Gabriel: „Ich traue es mir gar nicht zu sagen, himmlischer Kanzler, aber der Prof. Schmieger wartet schon den ganzen Abend im Wartezimmer und läßt sich einfach nicht abweisen!“

Petrus (sein Gesicht nimmt leichte Zornesröte an): „Der Prof. Schmieger!! So, so, was will denn der schon wieder, und dann noch so spät!!“

Gabriel: „Er behauptet, daß es sich um eine Sache von allerhöchster himmlischer Dringlichkeit handelt, die er nur mit Ihnen oder dem Chef persönlich besprechen kann!“

Petrus: „Mit dem Chef persönlich, das würde ihm so passen, dem Herrn Professor! Also in Gottes Namen, laß ihn halt herein, den Schmieger, sonst schreibt er morgen wieder einen kritischen Artikel über uns, und dann muß ich mich noch mehr ärgern!“

Gabriel (öffnet sichtbar erleichtert die schweren Türen des Arbeitszimmers des heiligen Petrus): „Herr Professor, der himmlische Kanzler läßt bitten!“

Prof. Schmieger (elegant und voller Sport-Club-Leichtigkeit in den Raum schwebend): „Grüß Gott, hochverehrter himmlischer Kanzler, ich bedaure sehr, Sie noch belästigen zu müssen, aber es handelt sich wirklich um eine Angelegenheit, die keinerlei Aufschub gestattet!“

Petrus (spöttisch ): „Aber gehn´s, das habe ich schon gehört, um was geht es denn diesmal, soll ich vielleicht alle Wolken schwarz-weiß einfärben lassen oder Rapidlern ausnahmslos den Zutritt zum Paradies verwehren?“

Prof. Schmieger: „Bestechende Ideen, hochverehrter himmlischer Kanzler, fürwahr bestechende Ideen, sie könnten von mir sein! Ich werde mir erlauben, darauf anläßlich meiner nächsten Vorsprache zurückzukommen, heute habe ich aber ein anderes Anliegen: Der Sport-Club spielt morgen im Prater-Stadion gegen Juventus!“

Petrus (spitz): „Na und! Was habe ich damit zu tun, soll ich vielleicht den Ankick machen?“

Prof. Schmieger: „Mit Verlaub, hochverehrter himmlischer Kanzler, bei allen Ihren Qualitäten sind Sie noch immer ein besserer Fischer als Fußballer! Nein, darum geht es nicht, ich darf vielmehr höflichst um ein himmlisches Resultat für den Sport-Club bitten!“

Petrus (aufbrausend): „Schmieger, wollen Sie noch nachträglich ins Fegefeuer kommen?! Mit so etwas belästigen Sie mich, Sie wissen doch nur zu gut, daß unsere oberste Regel im Sport die strikte Neutralität ist, wo kämen wir denn sonst hin!!!.“

Schmieger: „Kein Grund zur Aufregung, hochverehrter himmlischer Kanzler, kein Grund zur Aufregung! Daß der Sport-Club gewinnt, ist ohnedies klar, nicht wahr, es geht also nicht um den Erfolg als solches, sondern nur um dessen Höhe; unser Verein ist heuer 75 Jahre alt geworden und es sollte halt zum Jubiläum etwas besonderes werden, ein Sieg, von dem man noch in hundert Jahren spricht. Da könnte ein wenig himmlische Inspiration nicht schaden!“

Petrus (mit lauter, drohender Stimme): „Herr Professor Schmieger ..........!!“

Schmieger: „Bitte beruhigen Sie sich, hochverehrter himmlischer Kanzler, ich darf Sie daran erinnern, daß Sie dem Sport-Club noch einen Gefallen schuldig sind!“

Petrus: „Aha, einen Gefallen! Und welchen, wenn ich fragen darf, da bin ich jetzt aber wirklich neugierig!?“

Schmieger (zum Erzengel Gabriel gewandt): „Sagen Sie es dem hochverehrten himmlischen Kanzler, Ihnen wird er es glauben!“

Petrus: „Was soll mir der Erzengel sagen?“

Gabriel (schüchtern ): „Ich glaube, hochehrwürdiger himmlischer Kanzler, daß der Prof. Schmieger Sie darauf hinweisen will, daß Ihr Lieblings-Lied - „Heut´ kommen d´Engerl auf Urlaub nach Wean“ mit der Zeile „.. und der Petrus im Himmel, der lacht“ - von einem Sport-Club-Spieler komponiert wurde.................“

Schmieger (fällt Erzengel Gabriel triumphierend ins Wort): „ ........ Genau, vom Ferry Wunsch und der ist 1923 unter mir als Sektionsleiter mit dem WSC Cupsieger geworden! So ein schönes Lied hat er für Sie geschrieben und Sie(setzt mit mitleidheischendem Dackelblick fort) wollen uns nicht einmal einen kleinen Gefallen tun!?“

Petrus (unsicher geworden): „Das Lied hat wirklich ein Sport-Club-Spieler komponiert?“

Schmieger (sehr bestimmt): „Ja, der Ferry ist hier aber erst in fünf Jahren vorgeladen, sonst könnten Sie ihn gleich selber fragen!“

Petrus (überlegt, summt „Heut´ kommen d´Engerl auf Urlaub nach Wean“ versonnen vor sich hin ): „Na ja, wenn da so ist, ................. aber himmlische Inspiration für eine ganze Mannschaft, das ist zu viel, das geht nicht. Wenn ich das mache, rennen mir morgen alle Ihre Kollegen die Tür ein. Ein Spieler meinetwegen, einen Spieler, den kann ich zur Not verantworten. (überlegt) Ich hab´s, schnell Herr Professor, sagen Sie mir die Vornamen Ihrer elf „Sport-Club-Engerl“ auf!“

Schmieger: „Rudolf, Erich, Leopold, Alois, Karl, Adolf, Josef, .............“

Petrus (fällt Prof. Schmieger ins Wort ): “Josef, das ist er!! Das wird der Chef verstehen, das wird ihn freuen, der heißt nach seinem Zieh-Vater, den nehmen wir, der wird morgen - wie Sie in Wien sagen - „zwa himmlische Haxn“ haben. Zufrieden, Herr Professor?“

Schmieger (selig): „Hochzufrieden, hochverehrter himmlischer Kanzler, hochzufrieden!! Ein himmlischer Josef „Pepi“ Hamerl und zehn irdische Sport-Club-Spieler, das reicht mindestens für ein 5:0 gegen Juventus, aber was sag´ ich, das reicht für ein 6:0, wenn net gar für ein 7:0, Sie werden schon sehen. Aber eine Bitte hätte ich noch!“

Petrus (gnädig): „Also, was haben Sie denn noch auf dem Herzen, Herr Professor?“

Schmieger: „Ich bitte um Urlaub, weil das Spiel muß ich mir unbedingt im Stadion anschauen, hier vom Juchhe, von meiner Wolke aus, besitze ich halt eine gar so schlechte Aussicht auf den Prater, die habe ich mir nämlich extra Richtung Dornbach ausrichten lassen.“

Petrus (grantig): „Also gut, meinetwegen, auch diese Bitte sei Ihnen gewährt, Gabriel stell dem Herrn Professor einen Urlaubsschein aus, aber Donnerstag früh sind Sie pünktlich um 6 Uhr wieder da, nicht daß Sie mir beim Heurigen hängen bleiben, verstanden?! Und jetzt lassen´s mich endlich in Ruh!“

Schmieger (das Zimmer verlassend): „Herzlichen Dank, hochverehrter himmlischer Kanzler, herzlichen Dank, und wenn Sie bei Gelegenheit über Ihre Ideen von den schwarz-weißen Wolken und dem Lokalverbot für die Rapidler nachdenken könnten, wäre das reizend.“

Petrus: „Jetzt schaun´s aber, daß´ rauskommen!“ (Nachdem Prof. Schmieger die Türe geschlossen hat, zum Erzengel Gabriel gewandt): „Gabriel, sag´ alle Termine für morgen abend ab, wir verreisen!“

Gabriel (erstaunt): „Wir verreisen?! Wohin denn!?“

Petrus: „Nach Wien natürlich! Oder glaubst Du wirklich, daß ich mir ein 7:0 des Sport-Club gegen Juventus entgehen laß´?“

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Das ist Kult und wird immer in Erinnerung bleiben... ich selbst habe das zwar nicht erlebt, aber mein vater hat mir shcon oftmals über damals erzählt... einfach herrlich,..wie lange müssen wir wohl auf wiederholung eines solchen sportklub phänomens warten?.. oder wie lange bis überhaupt ein österreichischer verein sowas vollbringt???

Einfach herrlich solche Erinnerungen... ich wär gerne dabei gewesen damals...

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wie lange müssen wir wohl auf wiederholung eines solchen sportklub phänomens warten?

Das werden WIR wohl nicht mehr erleben. Leider.

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Das werden WIR wohl nicht mehr erleben. Leider.

Warum so pessimistisch? Vielleicht gelingt es in den nächsten 45 Jahren noch einmal, vergleichbares zu erreichen. In 45 Jahren wäre ich 77, könnte sich eventuell noch ausgehen (bei meinem Lebenswandel aber eher nicht), aber zumindest bei Dir.

Und wer weiß, vielleicht kann ich doch noch einmal sagen, wie es sich für einen alten, gebrochenen Greis gehört: "Das ich DAS noch erleben durfte.....! Jetzt hab ich ALLES gesehen und kann beruhigt vor meinen Herrgott treten!" :D

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