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Interview mit Trainer Gress

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sturmonline: Herr Gress, Sie sind jetzt seit ca. 2 Monaten hier in Graz bei Sk Sturm. Wie gefällt es Ihnen und vor allem, wie ist Ihr Eindruck vom Verein?

Gress: Ja ich würde sagen, ausser den Spielen gefällt es mir sehr gut bei Sturm. Es ist eine schöne Stadt und professionell muss ich sagen, dass die Spieler im Training sehr gut und sehr hart arbeiten. Leider - wenn man mit einem Punkt nach 3 Spielen dasteht, kann man nicht zufrieden sein und kann es einem auch nicht ganz gefallen.

sturmonline: Wie sind Sie eigentlich zum SK Sturm gekommen? Wer hat mit Ihnen eigentlich zuerst Kontakt aufgenommen?

Gress: Zuerst hat mich am Abend einmal ein Manager angerufen und kurz darauf hat mich dann der Präsident angerufen, abends gegen halb elf oder elf. Ich habe schon einmal indirekt Kontakt gehabt mit Ivan Osim der wegging von Sturm. Es haben auch einmal ein zwei Manager angerufen und haben gesagt, eventuell hätte Sturm Interesse, ob ich auch Interesse hätte zu kommen. Das wären also meine Kontakte zu Sturm gewesen.

sturmonline: Sie sind beim letzten Heimspiel der abgelaufenen Saison gegen Rapid Wien auf der Tribüne gesessen und haben nach dem Spiel gesagt, dass es sehr schlecht war. Was hat Sie trotzdem dazu bewogen, zu Sturm zu kommen?

Gress: Nein, ich habe gesagt mit diesem Spiel kann niemand zufrieden sein. Das stimmt ja auch, ich bin ja nicht als Kritiker da. Ich meine, das ist nicht meine Aufgabe die Arbeit eines Kollegen zu kritisieren. Aber auch damals war der Trainer nicht zufrieden mit diesem Spiel. Foda hat auch gesagt, dass es sehr schlecht war und die Zuschauer waren auch nicht zufrieden und die Spieler auch nicht. Was mich dann bewogen hat - die Kontakte und ich meine wenn Sie in einen Verein kommen, ist es öfter so, dass der Verein in einer Krise steckt. Sonst wechselt er nicht den Trainer. Das ist ja immer so - ganz selten anders - ausser bei z.B. Real Madrid, die den Trainer rauswerfen auch wenn sie Europameister sind. Aber außerdem muss ich sagen, wenn es einen Trainerwechsel gibt ist es öfters so, dass es eine Krise gibt. Ich bin damals nach Neuchatel gegangen und es war eine Krise da, ich bin auch schon zwei mal nach Strassburg gegangen und es war immer eine Krise da. Und es ist nun einmal so, dass wenn man in einen Verein kommt, ist es öfters so, dass die Manschaft Probleme hat.

sturmonline: Wie waren Sie mit der Vorbereitung und den Vorbereitungsspielen zufrieden?

Gress: Mit den Vorbereitungsspielen war ich sehr zufrieden. Wenn man gegen Stuttgart 5:0 gewinnt kann man nicht unzufrieden sein. Ist ganz klar. Deswegen bin ich jetzt sehr enttäuscht, dass wir nicht in diesem Rhytmus weitergespielt haben und auch gezeigt haben, dass wir Fußball spielen können, Tore schießen können und keine kriegen. Seit Anfang der Meisterschaft hab ich nun bemerkt, dass wir öfters die Mannschaft sind, die dominiert - überhaupt in der 2. Halbzeit. Aber leider nicht dort, wo es darauf ankommt. D.h. am 16 Meter beim Gegner machen wir zuwenig Tore aus unseren Chancen. Und im eigenen 16 Meter spielen wir zu naiv - da kriegen wir zuviele Tore. Wir haben in manchen Spielen 9 bis 10 Torchancen und machen 1 Tor. Der Gegner hat 2 Torchancen und macht 3 Tore daraus.

sturmonline: Sie haben am Anfang gesagt, der bestehende Kader ist viel zu groß. Sie möchten den Kader reduzieren und Ihre Stammformation suchen. So - der Kader wurde jetzt kleiner. Haben Sie Ihre Stammformation schon gefunden?

Gress: Nach dem Spiel gegen Stuttgart habe ich gedacht, dass ich eine Stammmannschaft mit 14, 15 Spielern habe. Aber die Zeiten haben sich geändert. Ich muss sagen - fünf Tage vor dem Spiel gegen Rapid Wien habe ich noch nicht meine Stammmannschaft gefunden, weil wir einfach zu naiv in den ersten 3 Spielen gespielt haben. Ich werde jetzt überlegen - dafür bin ich auch da - eine Lösung zu finden.

sturmonline: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten muss ein Spieler mitbringen, dass er in die Mannschaft aufgenommen wird und von Ihnen vor allem auch als Persönlichkeit akzeptiert wird?

Gress: Ja gut, wir spielen Fußball. Wenn man ein guter Fußballspieler sein will, muss man viele Qualitäten haben. Aber ich habe immer gesagt, bei mir braucht der Spieler unbedingt 2 Qualitäten. Das ist Intelligenz und Willen. Ein Spieler der Intelligenz besitzt und auch Willen zeigt, ist bei mir ein Spieler der eine Zukunft hat. Natürlich braucht man auch viele andere Qualitäten. Aber das sind die zwei Qualitäten die bei mir am meisten zählen. Ja genau.

sturmonline: In den letzten Wochen wurden mit Hasek, De Wilde und zum Schluss jetzt mit Silvestre durchwegs ältere und erfahrene Spieler geholt. Mit welcher Strategie stellen Sie die Mannschaft zusammen?

Gress: Ja wissen Sie, wenn Sie jetzt zu einem Verein wir Sturm kommen und sehen, wo die Schwachpunkte liegen. Ich denke, zum Beispiel an den letzten Transfer von Franck Silvestre. Natürlich hat man gesagt der Mann ist 36 Jahre alt, das stimmt. Hätte ich einen Spieler angeboten bekommen, der mit 26 Jahren gut wäre - ich hätte ihn genommen. Aber leider war das nicht der Fall. Ich kenne Frank Silvestre, ich weiß, dass er ein guter Spieler ist - leider ist er 36. Er war ablösefrei und wir brauchen unbedingt eine Verstärkung in der Abwehr - das war ganz klar. Und warum soll man dann nicht einen Franck Silvestre mit 36 holen, wenn er gut ist für 1 Jahr.

sturmonline: Unsere Jungen - Säumel und Sallmuter - haben mit dem U19 Nationalteam sensationelle Erfolge erreicht. Haben die beiden das Zeug zum Stammspieler bei Sturm?

Gress: Das ist so, ich habe das vorher auch schon im Fernsehen gesagt - beide Spieler haben Qualitäten. Sonst hätten sie nicht im U19 Team gespielt und wären soweit gekommen. Der eine ist schnell - kann Tore schießen - der andere hat eine gute Übersicht und eine gute Technik - verliert nicht schnell den Ball. Aber beide müssen weiterarbeiten, beide müssen auf dem Boden bleiben. Ich würde sogar sagen, beide sollten keine Zeitung lesen. Denn das, dass ich in der einen oder anderen Zeitung gelesen habe, über die Weltklasse - sie vergleichen die Spieler ja schon mit den Größen wie Zidane und so weiter, also so weit sind die beiden noch nicht. Und wenn man mit 18, 19 das liest, habe ich fast den Eindruck, dass man das so schnell glaubt. Ich sage, beide haben eine Zukunft wenn sie auf dem Boden bleiben und wenn sie weiter so gut arbeiten.

sturmonline: In Ihrem Kader befinden sich noch weitere junge Talente von Sturm, wie zum Beispiel Karner, Kienzl oder Rabihou. Was glauben Sie - wer könnte es von diesen jungen Spielern noch am ehesten schaffen, in die Mannschaft hineinzuwachsen?

Gress: Ich will Ihnen ehrlich sagen, dass ist sehr schwer zu beurteilen. Ich kann Ihnen ein Beispiel von Strassbourg nennen. Dort haben wir vor ca. 10 Jahren 4 junge Spieler gehabt - mit 17, 18 Jahren. Der eine war Dacours, der jetzt bei Roma spielt, der andere war Cetou der spielt in Fulham, hat in Parma gespielt. Der Dritte ist Ismail - der spielt jetzt in Strassbourg, hat aber auch in England gespielt und der Vierte heißt Roth. Damals vor 10 Jahren haben alle 4 Spieler dasselbe Alter gehabt, 18-jährig. Wenn Sie mich damals gefragt hätten, welcher Spieler die beste Chance hätte, hätte ich gesagt Roth. Wenn Sie die Spieler der 1. Mannschaft gefragt hätten - von 15 Spielern hätten 14 Roth gesagt . Der einzige von den vieren, der keine Karriere gemacht hat, war Roth. Alle anderen - wenn man bei Roma oder in Fulham spielt muss man ein guter Spieler sein. Damit will ich nur sagen, es ist immer schwierig zu beurteilen, welcher von diesen Spielern die beste Chance hat. Die beste Chance besitzt der, der die Qualitäten hat und der gut arbeitet. Und dann gehören immer noch 3, 4, 5 Prozent Glück dazu. Das braucht man manchmal. Aber nur 5 % - nicht mehr.

sturmonline: Franco Foda - Ihr Vorgänger als Trainer - ist jetzt für die Jugendarbeit bei Sturm zuständig. Wie ist Ihr Verhältnis zueinander und inwieweit arbeiten sie zusammen, um neue Talente an die Mannschaft heranzuführen?

Gress: Ja ich mein, ich war einmal beim Franco - es war sehr gut und auch sehr ehrlich. Als ich kam, habe ich mit ihm gesprochen und er hat mir auch gesagt, dass es mit ihm kein Problem gibt. Er ist schon so lange im Geschäft, um auch zu wissen, dass, wenn ein Trainer keinen Erfolg hat, er gehen muss - ob er jetzt schuldig ist oder nicht. Wenn ich noch 2, 3 Spiele verliere, geht es mir wahrscheinlich auch so wie dem Foda. Also ich muss sagen, die Zusammenarbeit mit Franco Foda ist hervorragend. Wir sehen uns fast jede Woche, telefonieren auch manchmal und wenn ein guter junger Spieler da ist, glauben Sie mir, das sagt mir dann Franco Foda und dann kommt er schon in den Kader rein.

Vorher haben Sie mir die Frage gestellt, warum ich immer einen kleineren Kader wollte. Das ist ganz klar: Erstens einmal, wenn sie 30 Spieler haben, sind immer 15 unzufrieden, weil sie nicht dabei sind. Wenn sie einen jungen Spieler haben ist es immer schwierig - wenn er nicht das große Talent ist - ihn mitzunehmen, weil zu viele Spieler da sind. Deshalb habe ich immer gesagt, wenn wir nicht im Europacup spielen, genügen mir 17, 18 Spieler plus 3, 4 junge Talente dazu.

sturmonline: Hr. Gress, jetzt sind die ersten 3 Runden der Meisterschaft vorbei und die sind nicht besonders hervorragend gelaufen. Wie beurteilen Sie jetzt die Situation und wo sehen Sie aktuell den größten Handlungsbedarf. Brauchen wir nur neue Spieler oder sollte man auch am Konzept etwas ändern.

Gress: Ja, man hat gesehen, dass wir mit meinem Konzept gegen Stuttgart 5 Tore geschossen haben. Deshalb brauche ich an meinem Konzept nichts ändern. Ich habe das Konzept 5 Jahre lang beibehalten und natürlich gibt es immer wieder einen Punkt, über den man diskutieren und an dem man kleine Änderungen durchführen kann. Aber, und das ist das wichtigste, am Konzept wird nichts geändert. Ich meine, wir haben jetzt mit Silvestre einen Mann geholt, der uns schon einmal Sicherheit von hinten heraus geben soll, damit wir weniger Tore kassieren. Das ist schon einmal das Erste. Dazu kommt, das habe ich schon heute morgen nach dem Training gesagt, wenn ich sehe, wie die Spieler im Training voll dabei sind und wenn sie das auch einmal im Spiel umsetzen können, dann muss der Erfolg kommen. Und ich sage auch, wenn wir hinten ein bisschen weniger Tore kassieren und vorne immer noch die Chancen wie in den letzten 3 Spielen haben, dann müssen wir auch die Tore schießen.

sturmonline: Mit Franck Silvestre wurde der lang angekündigte internationale Libero erworben. Glauben Sie, dass er unsere Abwehrprobleme lösen kann?

Gress: Ja gut, nicht er alleine. Aber ich meine schon, er ist sehr kopfballstark. Ausserdem ist er auch in der Defensive sehr stark und er kann auch einmal mit nach vorne mitkommen und auch bei ruhenden Bällen ist er sehr gefährlich. Ich meine schon, dass er manche Probleme lösen kann - aber er alleine natürlich nicht. Wir müssen unbedingt weniger Fehler machen, wir müssen auch in der Deckung noch konsequenter sein, aggressiver sein -intelligent natürlich. Nicht mehr Fouls, Freistöße oder Elfmeter verursachen. Dennoch wir müssen einfach agressiver werden und hauptsächlich weniger Fehler machen. Wir spielen einfach zu naiv.

sturmonline: Sind eigentlich noch weitere Neuerwerbungen in der Abwehr geplant?

Gress: Nein, wir haben jetzt mit Silvestre einen neuen Spieler bekommen und normalerweise sollte uns das genügen.

sturmonline: Silvestre hat heute das erste Training mit Ihnen absolviert. Welchen Eindruck haben Sie von ihm und vor allem, hat er Ihre Erwartungen erfüllt?

Gress: Er hat heute erst zu 70% mittrainiert - ich habe ihm auch gesagt er soll früher aufhören. Er hat zwar in Montepeillier trainiert, aber das Risiko ist uns in diesem Fall zu groß. Das weiß ich von Martin Hasek. Als er zu uns kam, hat Martin zu mir gesagt dass er trainiert hat. Dann ist er in unser Training eingestiegen - und schon hat es eine Zerrung gebeben. Es war einfach zu früh für Ihn. Deswegen habe ich heute zu Franck Silvestre gesagt, dass er bereits nach 40-45 Minuten aufhören soll und alleine mit Michi (Habjanic) laufen soll. Aber zu 70% hat er heute schon mittrainiert.

sturmonline: Wenn wir uns die ersten 3 Spiele ansehen, dann haben unsere Stürmer - mit Ausnahme von Rojas vielleicht - selbst mit den besten Chancen nicht ins Tor getroffen. Fehlt vielleicht das berühmte Erfolgserlebnis, muss der Knopf erst aufgehen? Haben Sie eine Erklärung dafür?

Gress: Ja gut, das ist eine Entschuldigung die man annehmen kann. Aber es stimmt schon, wenn ein Stürmer Tor macht, kommt das zweite von selbst hinterher. Warum wir keine Tore schießen, weiß ich selber nicht. Warum trifft Mario nicht? Mario hat in den letzten 3 Spielen wahrscheinlich 4 bis 5 Torchancen gehabt - und auch Ronny und Filipovic. Ich meine, wenn man gesehen hat, in den 2,3 letzten Spielen haben wir 15 Torchancen gehabt und trotzdem wir schießen nur 2 Tore. Das ist einfach zu wenig. Hätten wir nur die Hälfte der Torchancen verwertet, hätten wir heute wahrscheinlich 9 Punkte.

sturmonline: Wie ist jetzt eigentlich die Stimmung in der Mannschaft nach diesem eher unglücklichen Saisonstart?

Gress: Nun, die Stimmung finde ich gut, aber das soll nichts sagen. Sie sollte nicht gut sein, wenn man nur einen Punkt hat. Ich meine, wenn Bayern München nur mit einem Punkt dasteht, dann ist die Stimmung nicht gut. Es heißt immer, ja die Stimmung ist gut - aber die Stimmung bringt uns keine Punkte. Ich meine, jeder von den Spielern muss sich jetzt selbst die Fragen stellen. Und sie müssen unzufrieden sein und auch unter Kritik üben. Das gehört dazu.

sturmonline: Sie wollten 6 Punkte aus den ersten beiden Partien erreichen. Zumindest ist es so in den Zeitungen gestanden. Haben sich Ihre Zielsetzungen für diese Saison jetzt verändert?

Gress: Nein, so ich hab das nicht gesagt. Ich habe gesagt, das erste Spiel zu Hause muss man gewinnen - das sage ich schon seit 20 Jahren. Ob das dann so wird oder so ist, ist eine andere Frage. Und das zweite Spiel auswärts sollten wir nicht verlieren. Wäre dies so gewesen, hätten wir schon 4 Punkte -es hätten auch sechs sein können. Die Ziele setzen wir immer von Spiel zu Spiel. Was soll ich Ihnen jetzt sagen: ob wir am Ende der Saison 2., 3. oder 4. sind oder in 3 Jahren eine gute Mannschaft haben. Das interessiert jetzt niemanden - mich auch nicht. Auch den Präsidenten nicht. Man muss jetzt sehen, dass das nächste Spiel gegen Rapid besser läuft - als die ersten drei. Und zuhause, das sage ich immer wieder, müssen wir 3 Punkte holen.

sturmonline: Was möchten Sie mit Sturm eigentlich erreichen?

Gress: Ja erreichen - wieder einmal an das anzuknüpfen, was Sturm einmal waren. Einfach wird das nicht. Damals unter Ivan Osim, der ein guter Trainer ist - hatte Sturm auch das Glück, dass auch die nötigen Spieler vorhanden waren, um so weit zu kommen. Aber ich wünsche mir, dass es wieder in diese Richtung geht.

sturmonline: Welche Vorgaben haben Sie eigentlich vom Präsidenten bekommen?

Gress: Der Präsident will - wie ich auch - gewinnen. Ist ja klar. Der Präsident sieht auch, dass wir viele Torchancen haben. Er sieht auch, wo unsere Schwachpunkte liegen. Im Moment gibt es keine Probleme mit dem Präsidenten.

sturmonline: Herr Gress, wir wissen alle, dass Sie ein sehr erfahrener Trainer sind. Wie würden Sie sich selbst beschreiben. Sind Sie eher ein "Peitschenknaller" oder sind Sie ein "Psychologe"?

Gress: Ja Psychologe - was bedeutet das schon Psychologe. Ich . Wissen Sie, wenn Sie eine Karriere beginnen - ich weiß das von früher als ich selbst Spieler war - wenn ein Trainer kommt hat man von ihm gesagt: "Das ist ein weicher Trainer oder das ist ein harter Hund". Vor dem "harten Hund" hat man schon mehr Respekt gehabt als vor seinem Vorgänger. Bei mir hat man gesagt, ich sei ein harter Trainer. Ok das akzeptiere ich - es ist so. Aber ich habe schon einmal betont - so hart bin ich wahrscheinlich nicht. Nämlich, wenn ich früher auf Urlaub gefahren bin - nicht mehr in den letzten Jahren aber früher - ob das jetzt bei Xamax war in der Schweiz oder auch bei Strassbourg, sind öfters Spieler mit mir und meiner Familie in die Ferien gefahren. Ob das jetzt im Winter war oder auch im Sommer. Also wenn schon ein Trainer ein so "harter Hund" ist, ist man manchmal froh, dass man ihn einmal nicht mehr sieht. Bei mir war das nie der Fall. In der Schweiz ist fast die halbe Mannschaft mit mir nach Südfrankreich in den Urlaub oder im Winter ins Gebirge gefahren. Und auch bei Strassbourg war das so.

sturmonline: Sie haben in den Profiligen in Frankreich und der Schweiz mit großen Mannschaften gearbeitet. Sie kennen jetzt den SK Sturm und die Osterreichische Bundesliga. Wie würden Sie das vergleichen.

Gress: Wenn man Sturm jetzt zum Beispiel mit Xamax vergleicht - es ist schwierig zu beurteilen. Ich bin enttäuscht, dass wir nur einen Punkt haben. Ich war vom ersten Spiel an überzeugt, dass wir vorne mitmischen werden, weil wir einfach die Qualität in der Mannschaft haben. Wir wussten natürlich, dass wir wahrscheinlich Probleme in der Abwehr bekommen werden, weil wir zuwenig erfahrene Abwehrspieler haben. Nie hätte ich gedacht, dass wir nach 3 Spielen mit einem Punkt dastehen. Das ist eine Überraschung für mich. Und es ist immer schwierig zu sagen, wo z.B. die Unterschiede zu Xamax Neuchatel liegen. Vielleicht waren wir in Neuchatel kompletter - die Mannschaft war sicherlich kompletter. Aber von den einzelnen Spielern bei Sturm muss ich sagen - es sind im Moment auch sehr gute Spieler da. Wir müssen jetzt halt weiter arbeiten und müssen die Fehler korrigieren. Wir müssen uns unbedingt verbessern. Und ich hoffe auch, wenn wir weiter so hart arbeiten, dass auch der Erfolg kommt.

sturmonline: Herr Gress, zum Abschluss noch ein kurzer Tipp von Ihnen: Wir spielen nächste Woche das Meisterschaftspiel gegen Rapid Wien zuhause im Arnold Schwarzenegger Stadion. Wir wird diese Partie ausgehen?

Gress: Ja wie wird die Partie ausgehen - ich bin kein Hellseher. Wir spielen gegen den Leader der Bundesliga. Ich kenne unsere Probleme. Ich werde versuchen, die Probleme bis zum Donnerstag zu lösen. Und wie gesagt, wenn wir zuhause spielen - egal wie der Gegner heißt - wir müssen unbedingt gewinnen.

sturmonline

Edited by Dominator2k

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Wir haben in manchen Spielen 9 bis 10 Torchancen und machen 1 Tor. Der Gegner hat 2 Torchancen und macht 3 Tore daraus.

das hat er gut erkannt! da kann man nur auf besserung hoffen, zb mit anderen stürmern beginnen!

Aber beide müssen weiterarbeiten, beide müssen auf dem Boden bleiben. Ich würde sogar sagen, beide sollten keine Zeitung lesen. Denn das, dass ich in der einen oder anderen Zeitung gelesen habe, über die Weltklasse - sie vergleichen die Spieler ja schon mit den Größen wie Zidane und so weiter, also so weit sind die beiden noch nicht. Und wenn man mit 18, 19 das liest, habe ich fast den Eindruck, dass man das so schnell glaubt. Ich sage, beide haben eine Zukunft wenn sie auf dem Boden bleiben und wenn sie weiter so gut arbeiten.

auch damit hat er sicher recht, aber er sollte die beiden trotzdem spielen lassen! wenn sie besser sind als filipovic oder masudi dann gehören sie ins team! ich habe den eindruck gress will das so hindrehen dass er sie zu "ihrem eigenen schutz" nicht spielen lässt, weil sie sonst abheben könnten!

aber sie sind reif für die startelf!

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wenn sie besser sind als filipovic oder masudi dann gehören sie ins team! ich habe den eindruck gress will das so hindrehen dass er sie zu "ihrem eigenen schutz" nicht spielen lässt, weil sie sonst abheben könnten!

aber sie sind reif für die startelf!

Sie sind derzeit sicherlich besser als Filipovic und Masudi, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Gress sie zu "ihrem eigenen Schutz nicht" spielen lässt. Dann hätte er nämlich seinen Beruf verfehlt.

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Sie sind derzeit sicherlich besser als Filipovic und Masudi, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Gress sie zu "ihrem eigenen Schutz nicht" spielen lässt. Dann hätte er nämlich seinen Beruf verfehlt.

natürlich, aber du musst zugeben dass seine aussage danach klang!

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Naja, das würde ich so nicht sagen. Er hat sicherlich Recht damit, dass er sagt sie sollen jetzt durch den EM-Erfolg nicht abheben und sich von den Medien nicht alles einreden lassen.

Ich glaube nicht, dass seine Aussage darauf hinziehlt sie nicht spielen zu lassen, sondern eher darauf am Boden der Realität zu bleiben.

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nochmals ja!

nur wenn er sie spielen lässt dann könnten sie abheben - das ist die befürchtung die ich hier raushöre!

die beiden braucht er nicht mehr langsam aufbauen, die kann er schon in die stammelf einbauen!

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Ich verstehe dein Befürchtung schon, nur glaube ich nicht, dass er das gemeint hat. Ich glaube gress meint sie sollen weiter hart arbeiten und nicht glauben durch den Erfolg bei der EM geht alles von selbst und sie sind jetzt DIE Stars im österreichischen Fußball.

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