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Edlinger-Interview

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Wien - Mit einer relativ problemlos überschaubaren Zahl von Kickern eröffnete Rapid am Montag die Vorbereitung für die neue Saison.

Von den drei Neuen schwitzten nur Martin Hiden und Sebastian Martinez mit, der Linzer Burgstaller absolviert derzeit mit Hans Meyer ein gesondertes Aufbauprogramm.

Trainer Josef Hickersberger musste zudem auf die Teamspieler, die noch Urlaub haben, verzichten.

Keine finanziellen Risken

Inzwischen bemüht sich Sportdirektor Peter Schöttel weitere Verstärkungen an Land zu ziehen.

Viele Möglichkeiten hat die Rapid-Legende nicht. Die Hütteldorfer bleiben eisern bei ihrer Linie - keine finanziellen Risken.

Eher harsch reagiert Präsident Rudolf Edlinger auf Kritik an seinem Kurs. Etwa durch Hannes Kartnig, der öffentlich rätselt, warum die Hütteldorfer kein Geld von Frank Stronach annehmen wollen.

"Ich werde nie mehr so ein Trottel sein, dass ich nix nehme. Ich habe Stronach unterschätzt, jetzt weiß ich, dass er überkorrekt ist. Er will mir helfen und er hilft mir", ließ der Sturm-Boss verlauten.

Edlinger kommentiert solche Sager gelassen: "Ich finde es ja eigenartig, wie sehr sich die Leute über uns den Kopf zerbrechen."

Im Sport1-Interview nimmt der Präsident Stellung zur finanziellen Lage von Rapid, präzisiert seine Erwartungen für die neue Saison und lobt Neo-Sportdirektor Peter Schöttel.

Sport1: Martinez, Burgstaller, Martin Hiden - war's das mit den Neuen bei Rapid?

Rudolf Edlinger: "Wir haben da schon noch etwas vor, aber man kann nicht mehr Geld ausgeben, als man hat."

Sport1: Aber Rapid hat doch einen neuen Hauptsponsor an Land gezogen und einige Spieler von der Gehaltsliste bekommen.

Edlinger: Zum neuen Sponsor Wien Energie: Wir bekommen heuer kein Geld mehr von der Bank Austria. Der Betrag, der uns für dieses Jahr noch zugestanden wäre, wurde im Zuge eines Vorgriffs schon vor zwei Jahren ausgegeben. Dafür springt jetzt der neue Hauptsponsor ein. Wir haben bei den Gehältern sicher noch etwas Spielraum. In ein bis zwei Wochen soll der Kader endgültig stehen.

Sport1: Es gibt immer wieder Kritik am sparsamen Kurs bei Rapid. Kartnig meint sogar sinngemäß, dass es vertrottelt wäre, von Frank Stronach kein Geld zu nehmen.

Edlinger: "Stronach hat Rapid kein Angebot gemacht. Ich habe das letzte Mal vor meinem Amtsantritt mit Stronach über dieses Thema geredet. Ich finde das Mehrfach-Engagement in Eigentümer-Funktion, wie es sich jetzt abzeichnet, sehr fragwürdig und bin schon gespannt, wie der europäische Verband das beurteilt."

Sport1: Und Kartnig?

Edlinger: Ach, da muss ich mich schon fragen, ob er aus dem letzten Loch pfeift, wenn er sich auf solche Sachen einlässt. Ratschläge brauche ich keine. Meine Kritik an Stronach war verbal eher aus dem Sprachschatz eines Mädchenpensionats, wenn ich es mit den Sprüchen vergleiche, die Kartnig gegen Stronach losgelassen hat. Aber die Zeit relativiert das dann wohl alles.

Sport1: Sind sie mit den bisherigen Neuzugängen zufrieden?

Edlinger: Sie entsprechen zumindest unserer Philosophie. Wir wollen mit - womöglich jungen - Österreichern unseren Weg gehen.

Sport1: Wohin soll dieser Weg in der kommenden Saison führen?

Edlinger: Ins erste Tabellendrittel. Ein internationaler Startplatz bleibt natürlich unser Ziel.

Quelle: [ http://www.sport1.at/coremedia/generator/i...id=2102882.html ]

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