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Dannyo

[Legenden] Portugal

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TEIL 21 - PORTUGAL

Die portugiesischen Kicker werden auch gerne "die Brasilianer Europas" genannt. Spielerisch kann man bei dem einen oder andere Kicker eine Ähnlichkeit erkennen, sprachlich gar bei allen - aber was die Erfolge angeht keineswegs.

Ihr bisher größtes Hoch hatten die Portugiesen bei der WM 1966, als man mit Eusebio den damals wohl weltbesten Spieler in seinen Reihen hatte - mehr als Platz 3 bei der Fußball-WM in England schaute trotzdem nicht raus.

1986 und 2002 qualifizierte Portugal sich erneut für die WM, schied aber jeweils in der Vorrunde aus. Keine andere Mannschaft, die von Medien und Experten als "Weltklassemannschaft" deklariert wird, schnitt bei Weltmeisterschaften so mager ab wie Portugal. Bei der Heim-WM 2004 holt Portugal den Vize-Europameistertitel, scheitert im Finale ausgerechnet am krassen Aussenseiter Griechenland. Speziell in der Neuzeit brachte Portugal wieder einige Top-Spieler hervor:

Eusébio

Eusébio da Silva Ferreira, geboren in Mosambik, ist der beste Portugiesische Fußballer aller Zeiten und zählt wohl heute noch zu den besten zehn Fußballern, die jemals spielten. Bei der WM 1966, als Portugal den dritten Platz erobern konnte, wurde Eusébio Torschützenkönig mit neun Treffern und ebnete seinem Team den Weg bis ins Halbfinale. Eusébio, der 2004 Schirmherr der Europameisterschaft im eigenen Land war und bitterlich weinte als Portugal das Finale verlor, spielte 15 Jahre lang für Benfica Lissabon und gewann mit seinem Klub 11 Meisterschaften, sowie Europacup und nationale Cups. Auch in Mexiko und den USA wurde Eusébio später noch Meister. Nach Engagements bei Boston, Monterrey, Beira-Mar, Toronto Metros Croatia, Las Vegas Quicksilver, Uniao Tomar und den New Jersey Americans beendete er im Jahr 1978 seine aktive Karriere. Eusébio kam in 64 Länderspielen zum Einsatz und erzielte dabei 41 Tore, wodurch er der zweitbeste portugiesische Torschütze aller Zeiten im Nationalteam ist.

Mario Coluna

Auch Mario Esteves Coluna wurde in in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik geboren. Der 57fache Teamspieler, der hinter Eusébio im Mittelfeld spielte und im Team acht Tore schoss, die meiste Zeit jedoch Eusébio den Rücken frei hielt, spielte ebenfalls die gesamten 60er-Jahre bei Benfica, das damals seine Glanzzeit hatte. Der portugiesische Teamkapitän von 1966 wechselte nach seinem lange andauernden Benfica-Engagement zu Olympique Lyon und 37jährig seine Karriere. SPäter wurde Coluna Präsident des Fußballverbandes von Mosambik.

José Augusto

Auch José Augusto war Bestandteil der erfolgreichen Benfica-Mannschaft der 6ßer-Jahre und des legendären WM-Teams von 1966. José Augusto bestritt 45 Länderspiele für Portugal, erzielte neun Treffer und spielte zudem zehn Jahre für Benfica - wie auch Eusébio und Coluna gewann er zahlreiche Meisterschaften und Europacups ehe er seine Karriere im Alter von 32 Jahren beendete. Anders als seine damaligen Mannschaftkollegen wurde José Augusto ein erfolgreicher Trainer und coachte im Laufe seiner Trainerzeit unter anderem bereits das Nationalteam Portugals und die U17-Nationalmannschaft seines Landes.

Antonio Simoes

Antonio Simoes da Costa war erst 22 Jahre alt, als das Nationalteam Portugals Dritter bei der WM in England wurde. Der Offensivspieler, der sowohl als Flügelstürmer als auch als Mittelstürmer einsetzbar war, spielte ebenfalls in der legendären Benfica-Mannschaft der 60er. Auch er wurde später ein erfolgreicher Trainer und ist dies heute noch. Der heute 62jährige Simoes arbeitete unter anderem bereits als Manager und Spielervermittler, sowie als Trainer der Frauennationalmannschaft Portugals.

Joao Pinto

In den eher erfolglosen 90ern stand vorallem der Name Joao Pinto für den portugiesischen Fußball. Der 70fache Teamspieler, der zumeist als Manndecker aufgestellt wurde, war in den 90ern Kapitän des Nationalteams und des FC Porto und arbeitet heute als Jugendtrainer beim FC Porto. Bekannt wurde seine Aussage einem Reporter gegenüber: "Voraussagen gibts erst nach dem Spiel."

Vitor Baía

Der nicht immer fehlerfreie aber höchst charismatische Torhüter Vitor Baía gilt als Portugals bester Torhüter aller Zeiten. Der exzentrische Keeper trägt seit jeher die Rückennummer 99 und war in seiner Karriere vorallem beim FC Porto aktiv. Der heute 36jährige Torhüter gewann zehn nationale Meisterschaften (neun mit dem FC Porto, eine in Spanien mit dem FC Barcelona) und über 10 Cups und Supercups. Dazu kommen je ein UEFA-Cup und Champions League - Triumph. Mittlerweile bestritt Baia mehr als 700 Pflichtspiele und schrieb seine Biografie mit dem Titel "99 - Vitor Baía".

Fernando Couto

Der Abwehrspieler Fernando Couto galt in den 90er-Jahren als einer der besten Manndecker der Welt. Der 36jährige spielte bisher beim FC Porto, Académica, dem AC Parma, dem FC Barcelona, Lazio Rom und momentan für den neu gegründeten FC Parma. Während der Europameisterschaft 2004 war Couto Portugals Teamkapitän und erreichte mit seinem Team das Finale. Anschließend beendete er seine aktive Nationalteamkarriere und war kurze Zeit zusammen mit Luis Figo mit 110 absolvierten Länderspielen Rekordnationalspieler Portugals.

Luis Figo

Der jetzige Rekordteamspieler Portugals ist zugleich der beste portugiesische Fußballer seit Eusébio. 115 Länderspiele und 31 Länderspieltore stehenauf Luis Figos Visitenkarte. In Portugal spielte Figo für Sporting Lissabon ehe er 1995 zum FC Barcelona wechselte. Der heute 33jährige Figo wurde im Jahr 2000 zu einem der umstrittendsten Fußballer Portugals, indem er die fußballerische "Todsünde" beging von FC Barcelona zu Real Madrid zu wechseln. Die Barca-Fans skandierten "Judas Figo" und Figo wurde bei seiner Rückkehr ins Estadio Nou Camp mit Gegenständen beworfen - Figo verdient nun bei Real Madrid mehr als in Barcelona - den Madrilenen war der Transfer 50 Millionen Euro wert.

Seit 2005 spielt Figo für Inter Mailand wo er bis zum Sommer 2007 insgesamt 7 Millionen Euro verdient. Auch nebenbei hat Figo diverse Projekte unterstützt und aufgebaut - so wird er zum Beispiel demnächst Team Manager des A1 Grand Prix Racing Teams Portugal werden.

Pauleta

Im Nationalteam erzielte der Stürmer Pauleta, der mit bürgerlichem Namen Pedro Miguel Carreiro Resendes heisst, genau einen Treffer mehr als Eusébio, nämlich 42 - damit ist er der Rekordtorschütze des portugiesischen Nationalteams. PSG-Stürmer Pauleta wurde in den Medien aufgrund seiner inferioren Vorstellungen bei der Euro 2004 im eigenen Land scharf kritisiert. In der Liga hingegen trifft er wie am Schnürchen... Viele Experten jedoch meinen, dass der 33jährige Pauleta international gesehen bereits seinen Zenit überschritten hat.

Cristiano Ronaldo

Der würdige Nachfolger Pauletas und Figos als Star des portugiesischen Teams könnte Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro sein. Der 21jährige Flügelstürmer spielt derzeit für Manchester United, bestritt bisher 30 Länderspiele (11 Länderspieltore) für Portugal und gilt als einer der besten Techniker der Welt. Der Name "Ronaldo" ist in Portugal sehr selten und ist Ex-US-Präsident Ronald Reagan nachempfunden, der der Lieblingsschauspieler von Cristianos Vater war.

Ronaldo ist als neben seines großen fußballerischen Könnens auch eine wichtige Webremarionette für große Sportfirmen wie Nike. An einer Weltmeisterschaft nahm Cristiano Ronaldo bisher noch nicht teil, was sich jedoch 2006 ändern wird. Bisher konnte man ihn auf der großen internationalen Bühne nur bei der Euro 2004 beobachten, wo er allerdings zu den besten Portugiesen zählte und bereits 19jährig zeigte, dass er großen Aufgaben gewachsen ist.

© by austriansoccerboard.at

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