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Dannyo

[Legenden] Argentinien

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TEIL 12 - ARGENTINIEN

Nicht umsonst gilt Argentinien schon immer als Fußball-Großmacht. Bereits in Zeiten als der Großteils des südamerikansichen Fußballflairs noch nicht mal anch Europa durchdrang, brachte Argentinien Weltklassefussballer hervor. Schon in den 30er-Jahren scheiterten die "Gauchos" teilweise knapp an der Erfüllung ihrer Träume, einem Weltmeistertitel. Dass dieser Traum dann 1978 im eigenen Land in Erfüllung ging, war umso schöner.

1978 wurde Argentinien durch ein 3:1 nach Verlängerung gegen Holland Weltmeister, acht Jahre später gewinnt Argentinien im Finale mit 3:2 gegen Deutschland. Mit Mario Kempes, später auch in Österreich tätig und Diego Maradona werden zwei Fußballlegenden geboren. Ganze 14mal konnte Argentinien zudem die Südamerika-Meisterschaft gewinnen. 20 Jahre nach dem letzten Weltmeistertitel geht Argentinien wieder als einer der Favoriten ins Rennen. Aus Kult-Gründen forderten Fans zuletzt das Idol Diego Armando Maradona nach dessen erfolgreicher (?) Erziehungskur als Spieler zur WM mitzunehmen und in der Schlussphase eines Spiels einzuwechseln...

Guillermo Stábile

8 Tore in 4 Spielen - damit wurde der Argentinier Guillermo Stábile der erste Torschützenkönig einer FIFA-Weltmeisterschaft. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass sein Team im Finale Uruguay unterlag. Stábile spielte in Argentinien für Huracán, war zudem als Legionär bei Genua, SSC Napoli und Red Star Paris erfolgreich. In die Geschichte ging Stábile außerdem als Trainer ein, denn er coachte 21 Jahre lang das argentinische Nationalteam. Stábile starb im Jahr 1966 im Alter von 60 Jahren.

Alfredo di Stefano

Er war Real Madrid. Der gebürtige Argentiner wurde mit Real achtmal Meister, gewann fünfmal den Europapokal der Landesmeister - und spielte für drei verschiedene Nationalteams. Zunächst für sein Heimatland Argentinien, für das er 7 Tore in 7 Spielen erzielte. Dann machte di Stefano einen vier Spiele dauernden Abstecher nach Kolumbien, ehe er in Spanien weiterspielte und für das rot-gelbe Nationalteam 23 Tore in 31 Spielen erzielte. Di Stefano wurde zweimal zu Europas Fußballer des Jahres gekürt und gilt auch heute noch als einer der besten Fußballer aller Zeiten.

Mario Kempes

In 43 Spielen für Argentinien erzielte Mario Kempes 20 Tore - und er machte sein team zum Weltmeister 1978. Der mittlerweile für ESPN arbeitende Kempes war mit sechs Toren Schützenkönig der WM 78 im eigenen Land, nahm insgesamt an drei WM-Endrunden teil. Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte Kempes beim FC Valencia, aber auch in Argentinien feierte er mit River Plate und ROsario Central Erfolge. Gegen Ende seiner Karriere verbrachte Mario Kempes ganze sechs Jahre in Österreich - länger als jeder andere Weltstar seiner Zeit. 32jährig wechselte er zur Vienna, spielte später zudem für St.Pölten und den Kremser SC. Der zweifache Torschützenkönig der spanischen Primera Division beendete seine aktive Karriere erst 1996 bei Pelita Jaya.

Daniel Passarella

Präzision und Kampfgeist wird in Argentinien durch den geradlinig agierenden Defensivmann Daniel Passarella verkörpert. Passarella war Teil der erfolgreichen WM-Elf von 1978, wobei er sogar den Anpfiff verzögerte: Passarella trug wegen einer Armverletzung einen Gips, der erst gesichert werden musste, um die Sicherheit der anderen Spieler zu gewährleisten. Nach zehnminütigem Hickhack wurde das Spiel doch mit Passarella angepfiffen. Der langjährige River Plate - Spieler galt bis zum Karrierehöhepunkt des Holländers Ronald Koeman als torgefährlichster bzw. vor dem gegnerischen Tor effektivster Abwehrspieler der Welt. Als Trainer des argentinischen Nationalteams fiel Passarella 1998 durch seine strengen Aussehensrichtlinien aus: Wenn sich einer seiner Spieler weigerte sich einen Kurzhaarschnitt zu verpassen, würde er zu Hause bleiben - selbst Gabriel Batistuta beugte sich dem Dress-Code.

Osvaldo Ardiles

Von 1969 bis 1991 dauerte die aktive Karriere des langjährigen England-Legionärs und Kult-Stars Osvaldo Ardiles, genannt "Ossie". Und zwischendurch wurde der Mittelfeldspieler sogar Weltmeister (1978). Der heutige in Marbella lebende Ardiles ist schwerst anglophil und besitzt auch heute noch ein Haus nahe London. In seiner aktiven Karriere spielte er unter anderem für die Tottenham Hotspurs, Blackburn, Swindon, aber auch Paris St. Germain. Später wurde Ardiles Trainer in England, Mexiko, Japan, Kroatien, Saudi-Arabien und schließlich Argentinien.

Diego Maradona

Maradona war womöglich der beste, sicher jedoch der schillerndste Fußballer aller Zeiten. Geboren wurde er am 30.Oktober 1960 in einem Aussenbezirk von Buenos Aires, wo er auch zehnjährig beim Kicken auf der Strasse entdeckt wurde. Bereits im Alter von 15 Jahren spielte Maradona in der Kampfmannschaft der Argentinos Juniors, ehe er kurz danach zu "seinen" Boca Juniors wechselte. Schon 16jährig debütierte Maradona im argentinischen Team und glänzte im Alter von 18 Jahren bei der Jugendweltmeisterschaft 1978. Maradona nahm danach an vier aufeinander folgenden Weltmeisterschaften teil, wobei er jedoch vorallem 1986 herausstach. Maradona wurde Weltmeister und war der eindeutige Star des Turniers. Große Bekanntheit erlangte Maradonas Hand-Tor, die er später als die "Hand Gottes" bezeichnete.

Der kleine Maradona absolvierte 94 Länderspiele für Argentinien und erzielte dabei 34 Tore. Nach Batistuta erzielte er für das argentinische Team die zweitmeisten Treffer. Maradona spielte in Europa für den FC Barcelona und SSC Napoli, kehrte später wieder als Funktionär, Vize-Präsident und Fan zu den Boca Juniors zurück. Zweimal wurde Diego zum Weltfußballer des Jahres gewählt, einem zu Europas Fußballer des Jahres. 2000 wurde er durch Fans bei einer FIFA-Abstimmung zum besten Fußballer des Jahrhunderts gewählt.

Privat stand Maradona desöfteren in den Schlagzeilen - Drogenmissbrauch, Alkoholexzesse, Scheidungen, einen unehelichen Sohn in Neapel, den er nicht akzeptiert - aber auch als Sportkommentator, Schauspieler oder Showmoderator.

Claudio Caniggia

Im Jahr 2004 beendete mit Claudio Caniggia einer der besten Dribbler aller Zeiten seine Karriere. Der argentinische Angreifer spielte in seiner Karriere für River Plate, Hellas Verona, Atalanta Bergamo, AS Roma, Benfica Lissabon, die Boca Juniors, Dundee FC und die Glasgow Rangers, ehe er 2004 im Katar seine Karriere ausklingen ließ. Caniggia ist einer der besten Freunde von Diego Maradona und nahm an drei Weltmeisterschaften teil. Bekannt wurde Caniggia unter anderem durch einen Konterangriff, bei dem er dreimal hintereinander von Kameruns Abwehrspielern gefoult wurde ohne dabei umzufallen - jedes dieser Fouls würde heute eine rote Karte nach sich ziehen.

Gabriel Batistuta

Gabriel Batistuta, der "Erzengel Gabriel", ist Argentiniens Top-Scorer mit 56 Toren aus 78 Spielen. Auch er nahm an den drei Endrunden von 1994 bis 2002 teil, beendete danach seine Karriere. Auf Klubebene spielte der Angreifer unter anderem für River Plate, die Boca Juniors, Fiorentina, AS Roma, Inter Mailand und zuletzt für Al-Arabi im Katar, wo er in 18 Spielen 25 Tore machte und somit seine Karriere beendete. Batistuta wurde Torschützenkönig bei der Copy America, in der italienischen Liga und sozusagen auch im Nationalteam Argentiniens - ein Weltmeistertitel blieb ihm jedoch wie vielen anderen Argentiniern seiner Generation verwährt...

© austriansoccerboard.at

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