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Alpenbummerl
Robert S schrieb vor 43 Minuten:

Oder noch viel grundlegender, die kleinen Skigebiete in der vor Jahrzehnten Kinder das Skifahren gelernt haben gibt es auf Grund der schneeärmeren Winter entweder gar nicht mehr oder sind nur sehr sporadisch offen, die großen Skigebiete sind für die durchschnittliche Familie nicht mehr als ein paar Tage im Jahr erschwinglich, in den Tourismusorten herrscht Landflucht unter den Jungen, die Lücken werden mit noch mehr Saisoniers als früher gefüllt (d.h. weniger Kinder in diesen Orten), ...

Und dort, wo noch wirklich Talente gefördert werden, gibt es noch andere Probleme. Schau Mal wer die landeskaiser sind bzw. Bestimmen, wo was gefahren wird. Nur leichte Hänge und flach. Technik wenig nötig. Dazu muss auch die FIS Mal einschreiten. Die fahren schon bei landescuprennen mit FIS Norm Ski. Hast dir nicht, hast keine Chance. Und du brauchst pro Disziplin min. 2 Paar. Was einer kostet, kann ich jetzt nicht mehr genau sagen. Vor 10-15 Jahren waren es deutlich über 1200 pro Paar mit Bindung. Dazu Service usw. Zeig mir eine Familie, wo man sich das so locker leisten kann. Dazu den Anzug , Schuhe (min flex 110-130, eher mehr bei dann knapp 700-1000 Euro das Paar), usw. Nimmst das raus bzw. Reglementiert das ganze, bist bei der Hälfte. Das muss aber die FIS machen, denn sonst haben unsere dann später einen enormen Nachteil. Dazu wird kaum noch frei fahren trainiert. Nur noch Technik und Stangen. Die haben wenig Gefühl für Gleichgewicht usw. Zu meiner Zeit wurde viel frei, Buckel Piste oder Tiefschnee gefahren, im das Gleichgewicht zu trainieren. Und dann kommen die kaderrichtlinien, die teilweise viel zu Stur ausgelegt werden. Es gab Talente, die waren in einer Disziplin schon startberechtigt im Weltcup und hatten keine zweite bis dahin. Früher gab es Allrounder, 2 Disziplinen Fahrer und 3 Disziplinen Fahrer und ein paar Spezialisten. Das ergab Probleme und es wurde stur auf mindestens 2 Disziplinen gesetzt, bis auf wenige Ausnahmen. Das hat vielen den Kader Status gekostet. Anstatt die Stärke Disziplin zu fördern und bei dem fehlenden anzusetzen, wurde aussortiert. Dann haben sich viele verletzt und auf einmal hast ein Loch. Hirschbühel war da ein Beispiel. Der war schon raus, hatte aufgegeben (Slalomfahrer mit Mangel im RTL). Dann kam Pfeifer zurück, wir hatten ein slalomloch, es gab eine Art Casting der ehemaligen und auf einmal war er wieder drin. Frag Mal, wie viele von den wirklich guten da schon die Schnauze voll hatten? 

Ich kann auch nicht sagen, was richtig ist, aber eines weiß ich. Regeln brauchts, aber zu Stur sollte man nicht auf diese beharren. Diese Strukturen aus Zeiten des wunderteams haben beinahe 2 Generationen zerstört und nachhaltigen Schaden angerichtet. Nicht nur bei Athleten, auch bei Trainern. 

bearbeitet von chris843

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