Hier ist die Kernaussage des aktuellen Kurier-Interviews mit Rapid-Mittelfeldspieler Lukas Grgic – sachlich, direkt und ohne Beschönigung:
1. Fehlender Teamgeist im Herbst
Grgic sagt offen, dass Rapid in der vergangenen Herbst-Halbserie kein „eingeschworener Haufen“ war – also keine geschlossene, starke Einheit. Das lag laut ihm weniger an einzelnen Personen, sondern vielmehr daran, dass es nach einer Reihe von Niederlagen schwerer ist, als Team zusammenzuwachsen.
2. Neuer Trainer, neue Struktur
Mit Johannes Hoff Thorup sieht Grgic einen klaren Strategiewechsel: Der neue Coach arbeitet sehr strukturiert, taktisch diszipliniert und nutzt viele Video-Analysen. Grgic zeigt sich motiviert und sieht den Neustart durchaus positiv.
3. Persönliche Probleme und Fitness
Grgic spricht sehr ehrlich über seine eigenen Schwierigkeiten:
Viele krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle im letzten Jahr,
unter anderem eine Zahn-Entzündung, die erst spät entdeckt wurde,
sowie eine längere Viruskrankheit im Sommer.
Er betont, dass er jetzt physisch wieder fit sein will, weil er ohne Fitness für Rapid nur begrenzte Wirkung entfaltet.
4. Rolle im Team & System
Im neuen 4-3-3 sieht er Chancen, sich als Solo-Sechser zu etablieren. Er betont, dass er jeden Tag Vollgas gibt und sich „empfehlen“ will – auch im Hinblick auf seinen auslaufenden Vertrag.
5. Selbstkritik & Lagebewusstsein
Grgic kritisiert sich selbst scharf für seine Leistungen im Herbst, sagt aber auch, dass er sich davon nicht aus der Ruhe bringen lässt. Insgesamt herrscht Einsicht, dass sowohl individuelle Leistung als auch Teamleistung besser werden müssen.