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Saisonvorschau Kurier 15.07.03

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Dienstag, 15.07.2003 SPORT KURIER 21

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von Rainer Fleckl

und Christoph Geiler

Die Bundesliga ist wieder am Ball, ab Mittwoch rollt die Kugel. Grund genug also für einen launigen Doppelpass zwischen Sein und Schein, zwischen Wirklichkeit und Utopie. Eine Vorschau mit Augenzwinkern, zehn Prognosen mit halbernstem Hintergrund und einem kräftigen Schuss Ironie.

AUSTRIA Weil Vize Rudas nach dem Erreichen der Champions League die Telefon-Verbindung zum Big Boss kappt, findet auch Trainer Löw „keinen Draht mehr zu Frank.“ Bei der Präsentation von Nachfolger Matthäus stellt sich der Magnat den wütenden Fans: „Wollt ihr mit den Hühnern pecken oder mit den Adlern kreisen?“ Der erste große Krach der Saison findet jedoch schon lange vorher statt: Ersatz-Tormann Mandl will vor dem Transferschluss am 31. August zu Sturm wechseln, bekommt aber keine Freigabe, damit wenigstens auf der Bank ein Österreicher sitzt.

GAK Walter Schachner pocht auf einen Champions-League-Startplatz, obwohl der GAK die Saison nur an fünfter Stelle abschließt. Begründung: Laut Schoko-Tabelle und unter Berücksichtigung Schachner'scher Koeffizienten der letzten Jahrzehnte ist der GAK Meister.

SALZBURG Der Scheich ist nur ein Märchen aus 1001 Nacht. Als finanzieller Krisen-Manager wird Ex-FC-Tirol-Guru Hochstaffl engagiert. Dessen erster Trainer-Coup: Ein Spanier namens Pedro Ben Jamin Ali Baba Hammou M. Tarik Rosillo, laut Lebenslauf ehemaliger Co-Trainer von Sacchi, Trapattoni, Daum, Völler und Hitzfeld. Libero Szewczyk, 38, der seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen schon vor drei Jahren beenden wollte, absolviert alle 36 Spiele und hängt wieder einmal eine Saison an.

RAPID Nach 9 Siegen in 9 Spielen (Torverhältnis 21:3) warnt Hickersberger noch immer vor dem Abstieg: „Das Schiff ist leck, wir haben gehörigen Tiefgang und steuern durch unruhige Gewässer.“ Teamstürmer Wallner nennt Sturm-Boss Kartnig eine „Schnapsnase“ und wird vom Ethikkomitee der Bundesliga zur Zahlung von 10.000 Euro verdonnert.

PASCHING Dem gallischen Dorf geht der Zaubertrank aus, Miraculix Zellhofer sieht nach den UI-Cup-Abenteuerreisen die Konzentration gestört. Erst im zweiten Viertel läuft es besser, unter anderem, weil Regisseur Atalay darauf verzichtet, vor dem entscheidenden Pass auch noch die Eckfahne zu umspielen. Libero Baur kehrt im Winter nach Tirol zurück, Goalgetter Glieder triftt nicht mehr, Mayrleb nur gegen Austria.

STURM Weil auch das Alter von Filip de Wilde (39) nicht vor Torheiten schützt, holt Kartnig noch im Herbst einen fünften Tormann. Wegen Säumel und Sallmutter hat Kartnig den Liga-Start verschieben lassen, beide kommen bis Herbst auf 30 Minuten Einsatz, weil Trainer Gress auf Haas als Quoten-Österreicher setzt. Nach einigen krassen Niederlagen muss auch Gress weichen. Kartnig telefoniert mit Guus Hiddink, fährt zu Frank Stronach und bittet ihn um finanzielle Unterstützung: „Ich habe den besten Trainer der Welt an der Angel.“ Stronach borgt Kartnig nur den Privatjet („red amal mit dem, nicht?“) und gibt Austria-Sportchef Kronsteiner den Auftrag: „Hol' mir diesen Gas Heudonk"“

ADMIRA Als sich die Fan-Proteste gegen den neuen Namen („Admira - wir Polen“, pardon: „wir Niederösterreicher“) gelegt haben, schließt Jung-Manager Trupp Kooperationsverträge mit Legia Warschau und Widzew Lodz. Erfolgstrainer Rachimow gewinnt erneut bei Austria, Stronach ordnet eine große Rückholaktion an. Iwan, Ledwon und Parapatits feiern ihr Comeback in Favoriten, im Gegenzug werden Wagner, Janocko und Dundee in die Südstadt abgeschoben. Allein für den Transfer von Parapatits zahlt Stronach ein Vermittlungshonorar von 240.000 Euro. Vorher erklärt er in einem doppelseitigen Zeitungs-Inserat: „Es gibt keine schlechten Arbeiter. Es gibt nur schlechte Manager.“

KÄRNTEN Dank seiner guten Kontakte nach Nahost holt Jörg Haider zwei irakische Teamspieler. Der Transfer von Al Saadi Gadaffi (AC Perugia) scheitert hingegen an den Ablöseforderungen der Italiener. Coach Haubitz, der seinen Job bei der Wohngesellschaft „Schöne Heimat“ nach 27 Jahren aufgegeben hat, fliegt als zweiter Trainer nach van Acker und plant fünf Jahre bezahlten Urlaub.

BREGENZ Präsident Grill sitzt neuerdings als Co-Trainer auf der Bank. Van Acker zieht nach drei Niederlagen in Serie vom Felde, Nachfolger wird der nächste holländische Zauberer, nämlich Nico van Zoghel, Assistenz-Trainer von NAC Breda. Lawaree hat es satt, „wie eine Ware angeboten zu werden.“ Ein Transfer zu Rapid scheitert an der überhöhten Ablöseforderung von 10.000 Euro.

MATTERSBURG Der ehemalige Publikumsmagnet Mattersburg verlangt für ein Stehplatzabo 260 Euro, vergrämt 8900 treueste Fans und kratzt mit Admira (im Vorjahr 999 zahlende Zuschauer) an der 1000er-Schallmauer. Die Stahlrohr-Zusatztribünen verrosten. Im August gesellen sich zu Kühbauer und Mandreko die ehemaligen Rapid-Spaßmacher Marasek und Barisic. Eine Daltons-Bande macht die Mattersburger Innenstadt unsicher, Ernst Dokupil reitet als Lucky Luke zum Comeback.

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