[Spielerinfo] - Matej Mavric


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Quelle: kicker.de

DATEN UND FAKTEN

Name: Matej Mavric

Nationalität: Slowenien

Geburtsdatum: 29.01.1979

Stammposition: Innenverteidiger

Größe: 186cm

Gewicht: 83kg

Momentaner Verein: Kapfenberg

Bisherige Vereine: NK Piran, Primorje, Gorica, Molde, Tus Koblenz

Länderspiele: 33

Länderspieltore: 1

Vor zwei Wochen gab Kapfenberg die Verpflichtung des slowenischen Teamspielers Matej Mavric bakannt. Der Innenverteidiger, der kommendes Saison gemeinsam mit Milan Fukal das Abwehrzentrum bilden wird, unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Nehmen wir die Karriere des WM-Teilnehmers einmal genauer unter die Lupe und sehen uns seine Stärken und Schwächen an.

SEINE LEHRJAHRE

Mavric wurde am 29.01.1979 in Koper geboren, einer Stadt mit etwa 50000 Einwohnern, die im heutigen Slowenien liegt. Er spielte im Nachwuchs von NK Piran, einem Verein der lange Zeit in der zweiten slowenischen Liga beheimatet war. Als Matej soweit war, dass er mit 18 Jahren stark genug für die Kampfmannschaft war, stieg der Klub jedoch in die Drittklassigkeit ab und Mavric suchte sich eine bessere Alternative, die er schließlich bei NK Primorje fand.

NK Primorje spielte damals in der ersten Liga und Mavric schaffte es erstaunlich schnell, sich einen Fixplatz in der Innenverteidgung zu erarbeiten. Erarbeiten ist übrigens das richtige Wort, denn schon damals lebte sein Spiel weniger von der feinen Klinge, sondern mehr von harter Arbeit, Einsatzfreude und Kompromisslosigkeit. In den ersten beiden Jahren lief es für den jungen Abwehrspieler ganz gut, dann kam allerdings eine kleine Verletzung dazwischen, nach der er sich nicht mehr in die Stammelf zurückspielen konnte.

Er wechselte zu Beginn der Saison 2000/2001 zu ND Gorica, einem Verein aus der Grenzstadt Nova Gorica, der ein paar Jahre zuvor immerhin slowenischer Meister wurde und seit der Gründung der slowenischen Liga immer erstklassig war. Bei Gorica war die Konkurrenz noch größer als bei seinem Ex-Verein und in der ersten Saison hatte Mavric gerade sieben Einsätze, wobei er sechs Mal von Beginn an spielte. Er schoss aber immerhin gleich ein Kopfballtor nach einer Standardsituation. Tore schießt Mavric überhaupt viele, was aber daran liegt, dass der Slowene bei den meisten seiner Vereine für die Elfmeter zuständig war.

VOM LEHRBUBEN ZUM MEISTER

Schon in der zweiten Saison war Mavric in der Innenverteidigung fix gesetzt und in den nächsten drei Jahren absolvierte er 89 Meisterschaftsspiele. Während er in der vergangenen Saison beim Pokalsieg seiner Mannschaft noch nicht eingesetzt wurde, konnte er schon in seiner ersten Saison als Stammspieler diesen Erfolg wiederholen, wobei er diesmal gleich eine der Schlüsselfiguren war und auch in schwierigen Phasen hinten die Nerven behielt. Mavric erntete von der Presse und den Fans großes Lob und wurde im Sommer 2002 sogar in das slowenische Nationalteam einberufen. Er debütierte bei einem Freundschaftsspiel gegen Italien, musste dann allerdings bis 2005 auf seine nächste Einberufung warten, obwohl er bei Gorica weiterhin gute und konstante Leistungen brachte. In der Saison 2003/04 erlebte er seinen bisherigen Höhepunkt, denn nach den Cupsiegen konnte er endlich auch über einen Meisterschaftsgewinn jubeln. ND Gorica gewann in einem wahren Meisterschaftsfinish mit nur einem Punkt Vorsprung vor Olimpija Ljubljana und NK Maribor die slowenische Meisterschaft. Mavric hatte in seinem Heimatland somit alles gewonnen und war bereit für seine erste Auslandsstation.

MAVRIC WECHSELT INS AUSLAND

Bei Molde kam der 1.86m große Innenverteidiger im ersten halben Jahr immerhin sieben Mal zum Einsatz und spielte sich langsam aber sicher in die erste Mannschaft. Schon in seiner zweiten Saison war er Stammspieler und bildete mit dem kopfballstarken Schweden Marcus Andreassen die Innenverteidigung. Molde spielte gegen den Abstieg und konnte sich erst nach einem Relegationsspiel in der obersten Liga halten. Mavric, der auch in Norwegen die Elfmeter sicher verwandelte, zeigte wie in Slowenien gute Leistungen in der Abwehr, wobei Andreassen sicher nicht der ideale Partner für ihn war, da er neben sich eher einen spielerisch starken Innenverteidiger braucht, der für den Spielaufbau zuständig ist. Bereits ein Jahr später stieg Molde als Tabellenletzter in die zweite norwegische Liga ab und Mavric sehnte sich nach einer Veränderung. Er unterschrieb bei TuS Koblenz und kickte fortan in der zweiten deutschen Bundesliga.

Zunächst war Mavric leihweise für ein halbes Jahr in Deutschland und der Slowene hoffte, dass er seinen Aufenthalt in Rheinland-Pfalz verlängern kann, da er nicht in der zweiten norwegischen Bundesliga spielen wollte. Die beiden Vereine einigten sich nach längeren Verhandlungen auf eine Ablösesumme von 100.000€ und Mavric konnte sich schnell in die Herzen der Fans spielen. Zusammen mit Branimir Bajic, der von Partizan Belgrad nach Koblenz kam, bildete er ein tolles Innenverteidiger-Duo, das mitentscheidend war, dass der Verein zunächst nicht in die dritte Liga abstieg. Bajic war ein besserer Partner für Mavric, da der Bosnier ein spielerisch starker Innenverteidiger war, der sich um den Spielaufbau kümmerte, während Mavric sozusagen die Drecksarbeit erledigte. Der Bosnier wechselte jedoch ein Saison vor Mavric den Verein und spielt momentan bei Denizlispor. Mit dem eingespielten Duo in der Innenverteidigung hätte Koblenz wohl eine größere Chance auf den Klassenerhalt gehabt. So aber stieg der Verein vergangene Saison in die dritte Liga ab, wobei insbesondere eine miserable Hinrunde an dem Fiasko schuld war. An Mavric ist es noch am wenigsten gelegen, denn der Slowene kämpfte bis zum Schluss und zeigte weiterhin größtenteils gute Leistungen, sodass die Koblenz-Fans seinen Abgang wirklich bedauern. Zusammen mit Milan Fukal wird er ab der kommenden Saison die Innenverteidigung von Kapfenberg bilden.

SEINE STÄRKEN UND SCHWÄCHEN

Ich glaube, dass man mit den Mitteln, die Kapfenberg zur Verfügung stehen, kaum einen besseren Mann holen kann. Mavric ist ein Vorzeigeprofi, der sowohl am, als auch abseits des Platzes seinen Beruf lebt und immer 100 Prozent gibt. Er ist ein typischer Abwehrchef, der für das Grobe zuständig ist und hinten ordentlich aufräumen kann. Seine technischen Fähigkeiten sind jedoch begrenzt und er ist sicher nicht der schnellste Spieler. Bei Augsburg wurde er in der letzten Saison manchmal rechts in der Viererkette eingesetzt, was aber komplett schwachsinnig ist, weil er, wie oben erwähnt, relativ langsam ist und auch nicht wirklich gut Flanken schlagen kann. Ich denke, dass er im Abwehrzentrum mit Fukal gut harmonieren wird und dass die beiden in der Innenverteidigung ein starkes Duo bilden werden. In der Qualifikation zur WM 2010 kam er immerhin drei Mal zum Einsatz und zeigte insbesondere gegen Polen und Tschechien gute Leistungen, die ihm einen Platz im WM Kader Sloweniens eingebracht haben. Auch im Nationalteam gilt Mavric als Teamplayer, der seine eigenen Interessen nach hinten reihen kann und auch als Ersatzspieler für gute Stimmung sorgt.

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