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Interview mit Zlatko Junuzovic

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Wien - Zlatko Junuzovic gehört zu den Shooting-Stars der Saison. Der Youngster hat sich beim GAK einen Stammplatz erkämpft.

Auch Teamchef Josef Hickersberger ist auf den Offensiv-Spieler aufmerksam geworden und hat ihn zum zweiten Mal in seinen Kader berufen.

Drei Grazer Kollegen begrüßt

Dort kann der gebürtige Bosnier jetzt drei Kollegen vom Stadtrivalen Sturm begrüßen und ihnen erklären, wie es läuft.

Im Sport1-Interview erzählt der "rote Teufel", warum das "zweite Mal" leichter ist und das Spiel gegen Kroatien für ihn einen besonderen Reiz ausmacht.

Auch mit Kritik am "österreichischen System" und der Wiener Austria wird nicht gespart.

Sport1: Wie fühlst du dich im Teamquartier?

Zlatko Junuzovic: Es ist eine große Ehre, dass ich nach so einer harten Saison jetzt im Teamkader dabei bin. Es ist eine Genugtuung für die Arbeit während der Saison. Ich werde mein Bestes geben, werde mich voll hineinsteigern und versuchen, meine beste Leistung abzurufen.

Sport1: Ist es angenehm, dass so viele Debütanten dabei sind und du viele Gleichgesinnte um dich weißt?

Junuzovic: Es ist eine große Hilfe für mich, dass viele Junge dabei sind, die ich bereits aus meiner Unter-21-Zeit oder die ich aus Graz von Sturm kenne. Es sind viele dabei mit denen ich mich ungezwungen unterhalten kann. So lebt man sich wesentlich schneller ein.

Sport1: Was ist der Unterschied zum ersten Mal als du beim Team warst?

Junuzovic: Ich weiß jetzt schon, wie alles abläuft, kann schon auf eine kleine Erfahrung zurückblicken. Die Nervosität vor einem Spiel und die Aufregung im Teamkader zu sein, ist wie beim ersten Mal. Aber es fällt mir jetzt wesentlich leichter als beim Debüt.

Sport1: Du hast im Angriff ziemliche Konkurrenz bekommen. Stört dich das oder ist das zusätzlicher Ansporn?

Junuzovic: Natürlich spornt das an. Aber ich fühle mich ohnehin nicht als echter Stürmer, sondern eher als Mittelfeldspieler. Aber eigentlich ist es mir egal, wo ich eingesetzt werde, ob ganz vorne oder weiter hinten. Ich kann in der Offensivabteilung nahezu alle Positionen spielen. Da habe ich keine Probleme damit. Aber natürlich bin ich zusätzlich motiviert, da im Frühjahr so viele regelmäßig getroffen haben.

Sport1: Wie siehst du deine Entwicklung in den letzten Jahren?

Junuzovic: Es war schwer beim GAK in die Mannschaft zu rutschen. Ich habe viel Glück gehabt. Da sich viele Mitspieler verletzt haben bin ich zu viel Spielpraxis gekommen. Dann merkt man sofort, dass man immer besser ins Spiel findet und sich in der Mannschaft immer besser einlebt. Damit werden automatisch die Leistungen sofort besser. Das habe ich im Herbst alles hautnah erlebt und im Frühjahr haben wir dann als Mannschaft eine kleine Krise durchlebt, obwohl es bei mir persönlich nicht so schlecht gelaufen ist. Ich habe meine Leitungen erbracht.

Sport1: Das neue Gesicht der Nationalmannschaft ist auch eine Folge der wirtschaftlichen Probleme bei den Vereinen. Merkst du das?

Junuzovic: Natürlich merken wir junge Spieler das. Das ist einer der größten Fehler im österreichischen Fußball, dass zu wenig auf junge Spieler gesetzt wird. Immer wird erst auf Junge zurückgegriffen, wenn es viele Verletzte gibt oder ein Verein finanziell arg angeschlagen ist. Das ist ein krasser Fehler des Systems. Da müssten die Klubs schon lange umdenken. Ganz schlimm finde ich, wie das bei der Wiener Austria abläuft. Da kommt mit Ausnahme von Roli Linz kein Talent zum Zug. Da spielen alle Hoffnungsträger bei den Amateuren und bekommen keine Chance, sich in der Kampfmannschaft zu behaupten. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Sport1: Wie sieht es beim GAK aus? Sind die Turbulenzen rund um die Lizenzierung ausgestanden?

Junuzovic: Darüber mache ich mir keine großen Gedanken. Wir haben bisher zwei Neuzugänge. Ich hoffe und glaube fest daran, dass ich meinen Stammplatz verteidigen werde, werde meine Leistungen bringen und da ist es mir eher egal, wer kommt oder geht. Wichtig ist, dass wir ab 12. Juni, wenn die Vorbereitung beginnt, wieder zu einem verschworenen Team zusammenwachsen.

Sport1: Ist das Spiel gegen Kroatien für dich emotionell ein besonderes Spiel?

Junuzovic: Natürlich ist Kroatien für mich mit wenigen anderen Nationen zu vergleichen. Weil das war ja fast mein Heimatland, weil wir waren früher ja zusammen als Jugoslawien auf der Landkarte. Ich bin zwar gebürtiger Bosnier, spreche aber auch ihre Sprache und das macht vor so einem Match natürlich einen gewissen Reiz aus.

Das Gespräch führte Peter Rietzler

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