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Monty Burns

Zellhofer raus ? Edlinger raus !!!

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In den folgenden Zeilen möchte ich Frustabbau betreiben, betreffend den Personen Zellhofer und Edlinger. Ich hoffe dass ihr trotz der beträchtlichen Länge die Geduld aufbringt, den Beitrag zu lesen da ich euch bitten würde, mir eure Meinung dann mitzuteilen. Mich würde nämlich interessieren, ob ich der einzige bin der gewisse Dinge so sieht oder ob es da eh mehrere gibt, die meine Ansichten vertreten.

Bevor es aber so weit ist möchte ich noch anmerken, dass ich Herrn Zellhofer als Trainer sehr schätze, allerdings muss er sich wohl auch selbst eingestehen, dass er von der Mentalität her nicht zum SK Rapid passt.

Denn obwohl er ein guter Freund unseres Erfolgstrainers Hickersberger ist, so unterscheiden sich die beiden in ihrer Art und Weise doch sehr. Während auf der einen Seite Hicke seelenruhig auf der Bank saß und nur dann laut wurde, wenn er das Gefühl hatte, dass seine Burschen benachteiligt wurden, so hat auf der anderen Seite Zellhofer ständig den Mund offen und schreit was das Zeug hält. Wenn man ihm das positiv auslegen möchte könnte man sagen, dass er sich am Spiel beteiligen möchte, doch ich persönlich interpretiere das als Unruhe stiften, was sich leider auch auf die Mannschaft überträgt.

Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mit seiner Entscheidung, Helge Payer zum Kapitän zu ernennen, sehr glücklich war und noch immer bin. Denn im Moment gibt es wohl keinen anderen Spieler in der Mannschaft der den Rapidgeist so gut verkörpert wie Helge. Er strahlt weiterhin die selbe Sicherheit aus wie man es von ihm gewohnt ist, allerdings lassen ihn seine Vorderleute des Öfteren ziemlich im Stich. Und das Helge einen riesigen Anteil am Titelgewinn hatte, brauche ich hier wohl nicht extra zu betonen.

In meiner Kritik geht es mir aber nicht darum, dass wir sowohl das Derby als auch unsere letzte Titelchance verloren haben. Es geht mir viel mehr darum, WIE dieses Ergebnis zustande gekommen ist.

Jeder der am Sonntag im Stadion oder vor den Fernsehgeräten das Match verfolgt hat konnte sehen, dass der Mannschaft sämtlicher Wille fehlte und das die Einstellung der meisten Spieler nicht akzeptabel war. Da war kein Kampfgeist und auch kein Wille zu spüren bzw. zu sehen.

Ein Derby zu verlieren ist für uns Rapidfans natürlich immer besonders schmerzhaft, aber dass wir uns gegen diese Niederlage nicht einmal irgendwie gewehrt haben macht das ganze noch tragischer. Natürlich müssen wir Fans uns auch bei der Nase nehmen, denn viele von uns schienen es nicht nötig zu haben, die Mannschaft lautstark bis zum bitteren Ende zu unterstützen. Auf der anderen Seite ist das aber natürlich auch verständlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, wie unsere Mannschaft aufgetreten ist. Dennoch würde ich alle Fans bitten, bei den nächsten Spielen unsere Rapid mit vollem Einsatz und lautstark zu unterstützen, dann wird es hoffentlich auch wieder mit der Leistung und vor allem mit dem Willen der Spieler wieder aufwärts gehen. Allerdings sei hier noch einmal betont, dass sich die Spieler über zu wenig Unterstützung beim Derby nicht beklagen dürfen, denn selbst nach dem wir in Rückstand geraten sind, haben wir die Fans der Veilchen in Grund und Boden gesungen (nicht dass wir darauf stolz sein dürfen, denn die „Fans“ der Veilchen sind für uns kein wirklicher Maßstab).

Dennoch bleibt die Frage zu klären, wo das Offensivspiel war, welches von Zellhofer angekündigt wurde, um gegen die Austria bestehen zu können. Die Worte „Wir suchen unser Heil in der Flucht nach vorne…“ klingen zwar gut, aber wenn sie nicht in die Tat umgesetzt werden und im Prinzip das genaue Gegenteil der Fall ist dann macht das schon nachdenklich.

Im Nachhinein ist man zwar immer klüger, aber es wäre vermutlich vernünftiger gewesen, die Austria mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, sprich aus einer gefestigten Abwehr heraus zum Erfolg zu kommen. Denn nachdem wir mit Bazina nur noch einen wirklichen Kreativspieler haben, wäre es vermutlich vernünftiger gewesen, sich auf die altbewährten Rapidtugenden wieder zu besinnen, die uns schon so viel Freude in der Vergangenheit bereitet haben. Damit meine ich kämpfen bis zum Umfallen und alles für die Farben geben, für die man auf dem Platz steht (Hier sei angemerkt, dass der eine oder andere Spieler gar nicht weiß was es bedeutet, für Rapid zu spielen. Rapid ist der geilste Klub der Welt und es sollte für jeden eine Ehre sein, grün – weiß zu tragen!).

Dazu wäre es vermutlich vernünftig gewesen, einen defensiv starken Spieler wie den von mir hochgeschätzten Korsos aufzustellen. Korsos, welcher unter Hickersberger zu Recht einen Stammplatz hatte, scheint bei Zellhofer komplett abgemeldet zu sein. Für mich ist es allerdings vollkommen unverständlich, dass man auf einen Mann verzichtet, der immer 110% für seinen Verein gibt (auch damals schon beim SK Sturm) und kämpft ,bis er nicht mehr kann. Herr Zellhofer sollte sich fragen, ob er es sich tatsächlich leisten kann, auf so einen Mann zu verzichten. Es kann natürlich auch sein, dass Korsos nicht fit war. Aber seine Einwechslung gegen den GAK beim Stand von 1:3 in der 84. Minute war ein Witz. Außerdem habe ich gelesen, dass Zellhofer von vornherein schon behauptet hat, dass Korsos bei ihm nur sehr selten zum Zug kommen wird. Ich finde es sehr seltsam, wenn ein Trainer sich schon die Meinung über einen Spieler gebildet hat ohne mit ihm vorher gearbeitet zu haben. Ich weiß auch, dass Korsos unter den Rapidfans nicht immer Freunde hatte, aber in letzter Zeit hatte er sich auch in die Herzen der Westtribüne spielen können, was die „Gorgy Korsos“ – Rufe bewiesen haben. Daher würde ich vorschlagen, dass Herr Zellhofer seine Einstellung gegenüber Korsos noch einmal überdenken sollte.

Weiters finde ich im generellen Herrn Zellhofers Auswechslungspolitik geradezu lächerlich. Gegen den GAK bringt er in der 84. Minute beim Stand von 1:3 zwei Neue, gegen sie Austria wechselte er zwar früher aber auch erst beim Stand von 0:2. Auf Kontinuität zu setzen ist zwar sehr lobenswert, aber in gewissen Situationen wenig sinnvoll. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass Zellhofer sich nie früher wechseln traut, da er sonst Angst hat, dass ihm dies als Schwäche ausgelegt wird. Aber ich denke dass es sehr wichtig für einen Trainer ist, dass er sich selbst eingestehen kann, dass er in gewissen Situationen einen Fehler begangen hat und diesen durch Auswechslungen bzw. durch taktische Umstellungen korrigiert.

Es ist zwar für Herrn Zellhofer definitiv nicht leicht, aber manche Fehler muss er sich wohl selbst eingestehen. Denn eine Niederlage am Mittwoch im Cup würde wohl bedeuten, dass so mancher Rapidfan die Geduld mit dem neuen Coach verliert. Denn wir verlangen ja nichts Unmögliches von ihm, wir (oder ich zumindest) möchten nur eine Rapidelf sehen welche 100% für die Farben geben, die vielen von uns so viel bedeuten.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass es auch unter Trainer Hickersberger am Anfang nicht nach Wunsch gelaufen ist, aber bei ihm hatte ich zumindest immer das Gefühl, dass er etwas bewirken kann. Ich weiß zwar, dass jetzt viele Rapidfans mit mir nicht einer Meinung sein werden, aber ich denke, dass Walter Schachner die bessere Lösung für Rapid gewesen wäre. Denn Schachner war bereits in Favoriten sehr erfolgreich und weiß einfach schon Bescheid, was in Wien auf ihn zukommt.

Um das Thema „Zellhofer“ zu einem Ende zu bringen möchte ich noch anmerken: Trotz meiner Kritik bin ich der Meinung, dass man ihn (vorläufig) weiterhin in Ruhe arbeiten lassen sollte und ich hoffe, dass er aus der einen oder anderen Kritik (welche hoffentlich von höheren Positionen im Verein kommen werden ) lernen wird und dass es ihm gelingt, aus unserer Rapid wieder eine Mannschaft zu machen, auf die wir stolz sein können, selbst bei einer Niederlage. Deshalb wünsche ich ihm (und natürlich auch uns Rapidfans), dass er bald erfolgreich sein wird. Auch würde ich mir wünschen dass er dem Beispiel seines Vorgängers folgt und vermehrt auf die Jugend setzt. Aber man wird sehen, was die Zukunft bringt. Auf alle Fälle wünsche ich ihm alles Gute!

Wo ich nun bei meinem zweiten Thema wäre, welches nicht so lange werden wird. Denn was die Transferpolitik von Herrn Edlinger betrifft, fällt mir nur ein Wort ein, welches mit „sch“ beginnt. Die Abgänge von Hofmann und Ivanschitz (wobei der Abgang von Ivanschitz nicht so schmerzt, da er vor allem in der Championsleague durch seine Zweikampfschwäche bewiesen hat, dass er definitiv nicht zu den besten Talenten Europas gehört) durch die Verpflichtung von Bazina zu kompensieren ist geradezu lächerlich. Bazina ist ohne Zweifel der wahrscheinlich beste Fußballer Österreichs momentan, aber ein oder zwei neue mehr wären sicherlich nicht schlecht gewesen. Und ich spreche nicht davon, dass man noch den einen oder anderen Star geholt haben sollte, sondern noch zwei oder drei junge Spieler (so wie es Ivanschitz und Hofmann damals unter Hickersberger waren) auf welche man dann kontinuierlich aufbauen kann. Denn im Moment ist das Angriffsspiel zu leicht für den Gegner auszurechnen. Wenn man nämlich Bazina aus dem Spiel nimmt, welcher kreative Spieler bleibt dann noch übrig? Martinez etwa? Ich glaube nicht, denn obwohl er immer behauptet hat, genauso gut zu sein wie Ivanschitz oder Hofmann, so hat er in letzter Zeit leider das Gegenteil bewiesen. Und Dollinger ist auch nur darauf bedacht, sich selbst in Szene zu setzten anstatt mannschaftsdienlich zu agieren. Genau das ist es nämlich, was Rapid jetzt braucht: Sie müssen am Feld wieder eine Einheit werden, denn wenn der Star die Mannschaft ist, dann wird es für den Gegner extrem schwer. Wobei so nebenbei erwähnt es auch noch möglich gewesen wäre, Mujiri (ablösefrei, wenn man der Presse glauben schenken darf) von Sturm zu verpflichten auch kein schlechter Zug gewesen wäre, aber was solls. Es ist zu spät, um dem ganzen nachzutrauern.

Alles in allem denke ich, dass es für Rapid wohl besser wäre, wenn Edlinger bald einmal ersetzt werden würden, damit man dann wieder mit vollem Elan in eine erfolgreiche Zukunft starten kann.

Denn sein Versprechen, dass wir trotz der Abgänge von Hofmann und Ivanschitz, konkurrenzfähig in Bezug auf den Titel sein werden, hat er definitiv nicht gehalten. Und das liegt nicht nur am Mangel von Kreativspielern, sondern auch an der Tatsache dass unsere Stürmer zu harmlos agieren. Kincl bemüht sich zwar, aber das ist meistens zu wenig. Leider besitzt er nicht die Technik, um im Kampf Mann gegen Mann zu bestehen. Aber zumindest bemüht er sich. Akagündüz ist zwar schnell, aber das wars auch schon. Nein, Blödsinn, noch was kann er gut: Als Schwalbenkönig ist er der geborene Elfmeterschinder. So, das wars aber jetzt. Denn die meiste Zeit trottet er gelangweilt am Feld herum und verliert dennoch sehr viele Laufduelle trotz seiner Schnelligkeit. Die Pässe, welche er von Zeit zu Zeit versucht an den Mann zu bringen, landen meistens beim Gegner oder im Out, was aber auch zur Folge hat, dass der Gegner den Ball bekommt. Über Roman Kienast möchte ich nicht allzu viele Worte verlieren. Er ist zwar noch jung und machte das eine oder andere wichtige Tor, aber ansonsten fehlt ihm alles was ein Stürmer braucht. Er ist nicht schnell, nicht zweikampfstark und trotz seiner Größe gewinnt er kaum ein Kopfballduell. Ich denke nicht dass er jemals in der Lage sein wird, ein Torjäger zu werden, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Bleibt nur noch Axel Lawaree, der momentan leider verletzt ist. Ihm haben wir es ohne Zweifel zu verdanken, dass wir letzte Saison jene Erfolge feiern durften die uns so glücklich machten. Dennoch bleibt anzumerken, dass er davor nicht traf und seit dem auch relativ selten den Ball im Netz unterbrachte. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Axel unser bester Stürmer ist. Manche mögen jetzt sicher behaupten, dass auch Bazina ein Stürmer ist. Ja, aber wenn wir ihn als Stürmer (oder auch hängende Spitze) aufstellen, wer ist dann für den kreativen Teil im Mittelfeld zuständig? Scheint irgendwie ein Teufelskreis zu sein, oder? Daher würde ich es sehr begrüßen, bald jemand anderen an Stelle von Edlinger im Verein zu sehen. Jemanden, der etwas von Fußball versteht und der weiß, dass man von Zeit zu Zeit etwas investieren muss, damit man vorne an der Spitze mitspielen kann. Aber als ehemaliger Finanzminister sitzt er natürlich auf dem Geld. Er scheut aber nicht davor zurück darüber nachzudenken, ob man die Tribünen in unserem St. Hanappi nicht umbenennen sollte, um mehr Sponsorengelder aufzutreiben. Aber Gott sei Dank ist er von dieser Idee wieder abgewichen, denn wir sind kein Verein wie Red Bull oder Magna welche ihre Identität des Geldes wegen verlieren. Denn genau diese Identität und Tradition zeichnet uns Rapidler aus. Und damit basta! Bleibt nur noch zu sagen: Edlinger raus!

Nachtragend sei noch anzumerken, dass mir die Leistungen von zwei jungen Spielern beim Derby sehr gut gefallen haben, nämlich jene von Garics und Kavlak.

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