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Vafluacht

Space Shuttle Columbia abgestürzt

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Das Shuttle ist verloren

Absturzursache völlig unklar.

17 Jahre nach der Challenger-Explosion haben die USA eine zweite Raumfähre bei einer Katastrophe verloren. Kurz vor der geplanten Landung ist die Columbia am Samstag mit sieben Menschen an Bord in mehrere Teile zerbrochen. Das Unglück geschah in rund 60.000 Metern Höhe.

"Das Shuttle ist verloren", sagte ein Beamter der Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas) dem Nachrichtensender CNN. Auf einem Fernseh-Video war zu sehen, wie der älteste Raumtransporter der NASA-Flotte über der texanischen Stadt Dallas zerbrach.

Warnung vor giftigen Wrackteilen

Die NASA warnte die Bevölkerung davor, sich irgendwelchen Trümmerteilen zu nähern. Sie könnten giftiges Material enthalten, sagte Sprecher James Hartsfield. Trümmerfunde sollten den Behörden gemeldet werden.

In der Umgebung von Dallas wurden Rettungs- und Bergungsmannschaften alarmiert.

Kontakt abgebrochen

Die Columbia war mit einer Geschwindigkeit von 20.100 km/h in einer Höhe unterwegs, die nach Aussagen von Experten für einfache Raketen unerreichbar ist.

Zuletzt hatte sich die Besatzung gegen 15.00 Uhr MEZ gemeldet, sagte ein NASA-Sprecher. Bis dahin habe es keine Hinweise auf Probleme gegeben.

Astronauten vermutlich tot

Das Shuttle sollte um 15.16 MEZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida nach 16 Tagen im All landen. Beim Auseinanderbrechen der Raumfähre kamen vermutlich alle sieben Astronauten ums Leben.

Es habe keine Chance für die Columbia gegeben notzulanden, sagte Kyle Herring von der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Anschlag "höchst unwahrscheinlich"

Unter den Astronauten befand sich auch der erste israelische Astronaut, Ilan Ramon. Ein US-Regierungsbeamter sagte, es sei "höchst unwahrscheinlich", dass es einen Zusammenhang des Unglücks mit Terrorismus gebe.

Aus Angst vor Anschlägen waren beim Start und bei der geplanten Landung in Cape Canaveral die bisher strengsten Sicherheitsvorkehrungen bei einer solchen Mission angeordnet worden.

US-Präsident George W. Bush kehrte unterdessen von seiner Residenz in Camp David nach Washington zurück. Er werde die Entwicklungen vom Weißen Haus aus verfolgen, sagte ein Sprecher.

Israel reagiert erschüttert

Israel hat mit Erschütterung auf den Absturz der Raumfähre Columbia reagiert. "Der Staat Israel und seine Bürger stehen in dieser schweren Stunde den Familien der Raumfahrer, der Familie von Ilan Ramon und dem amerikanischen Volk sowie seiner Regierung zur Seite", teilte das Büro des Ministerpräsidenten Ariel Scharon mit.

Erinnerung an "Challenger"

Die "Challenger"-Katastrophe am 28. Jänner 1986 war zuvor das schwerste Unglück der bemannten Raumfahrt gewesen. Sieben amerikanische Astronauten - zwei Frauen und fünf Männer - kamen ums Leben, als die US-Raumfähre "Challenger" unmittelbar nach dem Start explodierte und in Flammen aufging. Ursache waren Defekte an den Antriebsraketen.

Die Shuttle-Flotte hatte in den vergangenen Monaten viele technische Probleme gehabt. Starts waren mehrfach verschoben worden. Die Columbia sollte ursprünglich schon im Juli starten.

Eingefügtes Bild

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http://orf.at

Auf CNN wurde bereits über die Absturzursache spekuliert, möglicherweise war ein Bruch der Wärmeschutzfliesen beim Eintritt in die Erdamosphäre schuld.

Für die, die es interessiert: In 2 Minuten gibt´s in ORF2 eine ZIB-Sondersendung und auf CNN wird pausenlos darüber berichtet.

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