Malefiz Amateur Geschrieben vor 1 Stunde Einseitiges Unterliga-Match mit klarem Favoritensieg. Auf den NAC-Platz gehe ich gerne. Auch wenn es so finster und kalt ist wie gestern. Der in den Hang gebaute Platz hat eine feine dörfliche Atmosphäre, die über so manche Schwäche der Protagonisten auf dem Kunstrasen hinweghilft. Gestern hatten wir ein abendliches Flutlicht-Spiel und das machte die Stimmung dann wieder komplett. Eigenartiger Weise schienen mehr Anhänger der Gäste den Weg auf die Sportanlage gefunden zu haben, heimische Fan-Devotionalien sind mir jedenfalls keine aufgefallen. Auch Support gab es für die Gastmannschaft mehr als für den NAC, immer wieder wurden gute Aktionen beklatscht und die Tore bejubelt. Nicht dass es beim Spiel der Heimmannschaft viel zu bejubeln gegeben hätte, aber ein paar Aufmunterungen hätten die Jungs am Platz schon verdient gehabt. Ich persönlich bin zu Fuß hin marschiert, mit den Öffis reist man aber am Besten mit dem 38A an (Station Fernsprechamt Heiligenstadt). Bei der Anreise per KFZ empfiehlt es sich, in der Hammerschmidtgasse zu parken, auf der Grinzingerstraße sind Parkmöglichkeiten nämlich Mangelware. Es gibt auf der Rückseite auch einen eigenen Eingang. Mit € 9.- Eintritt liegt man im durchschnittlichen Liga-Bereich. Das große Bier schlägt mit satten € 5.- zu Buche (€ 2.- Bechereinsatz), dafür wird man mit Schladminger Bier verwöhnt – ein Unikum in der Liga. Pommes und andere Kleinspeisen werden frisch frittiert, was einen köstlichen Geruch durch die Gegend wehen ließ – gottseidank hatte ich schon zu Abend gegessen, sonst hätte ich der fettigen Versuchung wohl nicht widerstehen können. Die Anlage besteht aus zwei Kunstrasen- und einigen Tennisplätzen. Die Garderoben für Spieler und Schiris sind in einem niedrigen Gebäude zwischen den Tennis- und den Fußballplätzen untergebracht, Kantine und Toiletten residieren in Stahlcontainern. Von einer natürlichen Hangtribüne mit vier Reihen Schalensitzen hat man guten Blick auf das Spielfeld, einzig ein Flutlichtmast stört etwas. Ich schaffte es aber leicht, diesen gedanklich auszublenden. Das Spiel war eine klare Angelegenheit für die Gäste. Mannswörth war sowohl schneller im Kopf als auch auf den Beinen und ließ den Spielfluss immer in Richtung NAC-Tor laufen. Rasch waren in den Minuten 8 und 11 zwei Tore gefallen, womit das Spiel dann eigentlich auch schon entschieden war. Danach brachte Trainer Kral mit einem Wechsel etwas mehr Stabilität in die Defensive. Außerdem schaltete Mannswörth einen Gang zurück, womit dann auch der NAC am Spiel teilnehmen durfte. Richtig gefährlich wurde man gegen die gut stehenden Niederösterreicher aber nicht, meist endeten die Angriffsbemühungen nach erzwungenen Ballverlusten im gegnerischen Halbfeld. Trotzdem gab man sich nicht auf und mühte sich weiter um ein gutes Spiel. Nach einer halben Stunde Langeweile ging es dann in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff und einem weiteren Wechsel sah man eine deutlich ambitionierte NAC-Mannschaft, die wie im ersten Durchgang gegen die taktisch und im Zusammenspiel besser agierenden Gäste kaum Chancen vorfanden. Im Gegenteil kassierte man in der 62. Minute das 0:3 und kurz vor Schluss sogar noch das vierte Gegentor. Danach beendete der nicht vor übergroße Herausforderungen gestellte Schiedsrichter Heinzl das Match. Er hatte in dieser durchaus fair geführten Partie nicht viel zu pfeifen gehabt und war mit gerade einmal zwei gelben Karten ausgekommen. Auch wenn mich das Match jetzt nicht übermäßig erwärmt hatte, so habe ich den Besuch am NAC-Platz wieder einmal genossen. Die einzigartige Atmosphäre hätte sich ein paar Besucher mehr als die anwesenden rd. 100 Zuschauer verdient gehabt. Angesichts der eher matten Leistungen der Mannschaft verstehe ich die Zurückhaltung der Supporters aber ein wenig. Da könnte durchaus mehr drinnen sein, Ex-Präsident Nettig hätte sich darüber nicht gefreut. 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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