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Heffridge

[Bilder] TJ Malše Roudné - FC Slavia Karlovy Vary 1:1 (0:1) 4:2 n.E.

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Nach rund einer Stunde Fahrtzeit erreichen wir Budweis. Da noch etwas Zeit bleibt, wird das Leergut in einem Supermarkt zurückgegeben und gleich wieder vergoldet, denn mit diesem Erlös wird der heimische Biervorrat wieder um einige Sorten aufgestockt.

Danach sind es nur mehr weniger Kilometer um in den beschaulichen Vorort Roudné zu gelangen. Diesen muss man völlig durchqueren, um das Stadion am Südende des Ortes zu erreichen. Eigentlich befindet sich das moderne Kleinstadion, das nach einem Stromanbieter benannt ist, schon außerhalb des Ortes. Es wurde irgendwo im Nirgendwo platziert und daher stehen auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
 
In einem Spiel der viertklassigen Divize, skupina „A“, trifft der TJ Malše Roudné auf den FC Slavia Karlovy Vary, der seinerseits überlegener Tabellenführer ist und heute sogar in eigenen Meistertrikots aufläuft. Die Malše ist zu Deutsch die Maltsch und übrigens der Fluss, der sich durch den Ort schlängelt und in Budweis in die Moldau fließt. Da der Durst nach Wissen hungrig macht, genehmigen wir uns gleich nach dem Anstoß eine Klobasa, die auch diesmal wieder völlig überzeugen kann.
 
Das Spiel verläuft ziemlich ausgeglichen, jedoch gelingt es den Gästen per direkt verwandeltem Freistoß durch Kalina in der 27.Minute in Führung zu gehen. Bislang verläuft dieser Nachmittag nach der Papierform, doch in der Schlussphase wird der TJ Malše Roudné allmählich stärker und drängt auf den Ausgleich. Roudné! Roudné! (phonetisch: Raudnie) tönt es jetzt öfters von der Tribüne.
 
Nachdem der vermeintliche Ausgleich wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wird, geraten große Teile des Publikums in Rage, denn der Klassenerhalt ist noch nicht gesichert und Punkte wären heute sehr wichtig. So muss sich der Schiedsrichter Beschimpfungen gefallen lassen und der Linienrichter wird mit Wasser übergossen. Das Bier ist den Tschechen für solche Aktionen dann doch zu heilig.
Als dann tatsächlich der Ausgleich fällt, weicht der Jubel schnell dem Hass auf den Schiedsrichter, denn er berät sich kurz mit dem Linienrichter und wird währenddessen von der Roudné-Fanecke angepöbelt. Ein Spieler von Karlovy Vary steht fassungslos daneben und meint zum aufgebrachten Publikum sinngemäß übersetzt: „Was ist mich euch los? Das Tor zählt ja!“
 
Beim Stande von 1:1 wird abgepfiffen, wobei alle anderen Hopper, egal ob aus Deutschland oder Wien, schon längst den Platz verlassen haben. Wir bleiben natürlich und schauen uns noch das spannende Elfmeterschießen um den Bonuspunkt an. Roudné gewinnt dieses mit 4:2 und feiert dieses Punktgewinn ausgelassen, denn der Klassenerhalt ist dadurch so gut wie geschafft.

TJ Malše Roudné - FC Slavia Karlovy Vary 1:1 (0:1) 4:2 n.E.

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bearbeitet von Heffridge

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