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Vafluacht

Neuer UEFA-Generalsekretär im Amt

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Olsson tritt bei der Uefa in große Fußstapfen

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Nyon - Seit dem Neujahrstag ist Lars-Christer Olsson offiziell im Amt.

Der 53-jährige Schwede ist neuer Generaldirektor der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und Nachfolger des gebürtigen Regensburgers Gerhard Aigner (60), der nach 34-jähriger Tätigkeit für den europäischen Fußball-Dachverband zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist.

Wichtige Weichen gestellt

Olsson, der bei den Europacup-Auslosungen Mitte Dezember in Nyon erstmals ins Rampenlicht rückte, tritt in große Fußstapfen. Aigner hat in seiner Amtszeit als Chef der Uefa-Administration Maßstäbe gesetzt, wichtige Weichen gestellt und das internationale Ansehen der Uefa in Zusammenarbeit mit Präsident Lennart Johansson gestärkt.

"Die größte Herausforderung für mich ist es, die Fußball-Familie zusammenzuhalten. Wir müssen eine Gruppe bleiben", sagte Olsson.

Uefa modernisiert

Aigner hat ein bestelltes Haus hinterlassen, die Uefa in den letzten Jahren durch wichtige Reformen modernisiert und professionalisiert, richtungweisende Weichen gestellt. Allerdings konnte auch der Deutsche nicht alle Probleme lösen.

Die Klubs, allen voran die in der "G14" zusammengeschlossenen 18 Top-Vereine, fordern immer mehr Mitspracherecht. Aigner und die Uefa hatten bereits vor Jahren die Gefahr einer Abspaltung der namhaften Mannschaften erkannt und die Dotierung der Champions League deutlich angehoben.

"Wilde" Europaliga abgewendet

Damit wurde die Gründung einer "wilden" Europaliga abgewendet. Doch die Klubs geben keine Ruhe, sie wollen ernst genommen werden und mehr Einfluss haben.

Der Aigner-Nachfolger sieht in der "G14" eine reine Interessengemeinschaft. Als Verhandlungspartner erkennt die Uefa das Europäische Klub-Forum mit 102 Vereinen unter Vorsitz von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge an, der gleichzeitig auch "Vize" der "G14" ist. "Wir arbeiten nur mit dem Klub-Forum zusammen", sagte Olsson.

Politik der kleinen Schritte

Der 53-Jährige, im Vergleich zu Aigner von kleinerer Statur und vom Naturell her eher ruhiger veranlagt, legt sein Hauptaugenmerk auf die Politik der kleinen Schritte. Revolutionäre Änderungen dürfte es mit ihm kaum geben. Allerdings liegt ihm ebenso wie seinem Vorgänger ein solides Wirtschaften der Klubs am Herzen.

Viele Klubs haben lange Zeit deutlich über ihre Verhältnisse gelebt und tun dies teilweise immer noch. Ein europaweites Lizenzierungsverfahren, das auch vor ganz großen Namen nicht zurückschreckt, soll helfen, schwarze Schafe auszusortieren. Ob allerdings Vereine wie Real Madrid, der FC Barcelona, der AS Rom oder Lazio Rom den Ausschluss vom Europacup zu befürchten haben, muss in letzter Konsequenz bezweifelt werden.

Gefahren drohen

Olsson sieht deutlich die Gefahren, die dem europäischen Spitzen-Fußball drohen: "Einige Klubs haben zu viel Geld, andere zu wenig. Die Spieler haben ihren Vorteil daraus gezogen. Das größte Problem ist die Tatsache, dass die Kluft zwischen den reichen Klubs und dem Rest auch innerhalb der Ligen größer geworden ist."

Der Schwede fordert die Klubs auf, den Solidaritäts-Gedanken endlich mit Leben zu erfüllen: Viele Vereine sprechen von Solidarität, können das Wort aber selbst nicht buchstabieren."

Viele ausländische Spieler

Der neue "chief executive" der Uefa kann auch die Sorgen der Deutschen nachvollziehen. Dort ist der Anteil ausländischer Spieler auf mittlerweile 67 Prozent angestiegen.

Die europäische Fußball-Konföderation überlegt, neue Regeln einzuführen, wonach die Mannschaften auf ein Minimum von Spielern aus dem eigenen Nachwuchsbereich zurückgreifen müssen. Dies ist aber noch Zukunftsmusik.

Annäherung an die Fifa

Den Prozess der Annäherung zum Weltverband Fifa will Olsson fortsetzen. Nach heftigen Meinungsverschiedenheiten haben Johansson und Fifa-Boss Joseph Blatter inzwischen wieder Frieden geschlossen.

Beim Thema Doping will die Uefa eng mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zusammenarbeiten. "Bei der Europameisterschaft wird es Tests außerhalb der Turnierspiele geben, und das ist erst der erste Schritt", erklärte Olsson.

© sport1.at

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