Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Vafluacht

FIFA Presidential Award für das irakische Team

1 Beitrag in diesem Thema

FIFA ehrt Irak - Stange: "Gute Nachrichten für die Welt"

FIFA-Chef Joseph Blatter spricht Bernd Stange (Bilde) höchstes Lob aus

Basel - Mit der Auszeichnung der irakischen Nationalelf mit dem Presidential Award hat die FIFA bei der Weltfußball-Gala 2003 auch ein klares politisches Signal gesetzt. Der Fußball hat die Diktatur von Saddam Hussein überlebt, jetzt will das neue irakische Nationalteam den Sprung zur WM 2006 nach Deutschland schaffen.

"Nach vielen Jahren schlechter Nachrichten aus dem Irak - drei Kriege, ein zwölfjähriges Embargo, sterbende Kinder - bietet der Fußball eine große Chance, gute Nachrichten in die Welt zu tragen", sagte der deutsche Trainer Bernd Stange, der seit November 2002 die irakische Mannschaft betreut.

"In Bagdad kann man überhaupt nicht Fußball spielen"

Der 55-Jährige hatte die einst umstrittene Mission noch unter dem Fußball-Präsidenten Udai Hussein, inzwischen toter Sohn des Diktators, angetreten. Sofort nach dem Krieg war der Ex-Auswahlcoach der DDR wieder nach Bagdad gereist und hatte mit dem Wiederaufbau des Teams begonnen.

"In Bagdad kann man überhaupt nicht Fußball spielen, weder Länderspiele noch eine Meisterschaft, und man kann auch keine Freundschaftsspiele bestreiten. Wir haben es versucht, aber es gab Gewalt und Schießereien, wir mussten aufhören", berichtete er.

Trainingslager der Iraker in Deutschland

Unterstützung bekam der Sachse vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), der ein Trainingslager der Iraker in Deutschland finanzierte. "Das war so wichtig für uns, in die Welt zu gehen und unter normalen Bedingungen zu trainieren und zu spielen.

Wer im Irak den Platz gesehen hatte, ohne Duschen, ohne Physiotherapie, ohne irgendetwas, der wundert sich, wie wir eigentlich das Ziel WM anstreben können." Nun wünscht Stange dem irakischen Volk "nichts mehr als Frieden und dass wir dem Land den Fußball wieder zurückbringen können".

Mannschaft in Bagdad eine Macht

In der Qualifikation für die WM 2006 muss sich der Irak mit Usbekistan, Palästina mit dem Österreicher Alfred Riedl als neuem Teamchef und Taiwan auseinander setzen. Zunächst wird die Stange-Elf nur auswärts antreten. "Wir hoffen natürlich wie alle Menschen in der Welt, dass sich die Situation im Irak irgendwann einmal beruhigt, dass die irakischen Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, um auch wieder Fußball zu spielen.

In Bagdad ist die Mannschaft eine Macht, so hoffen wir auf die zweite Jahreshälfte, um dann wieder die Spiele dort austragen zu können", erklärte der Trainer.

Führende asiatischen Fußball-Nationen

FIFA-Chef Joseph Blatter hatte Stange höchstes Lob ausgesprochen. Für den einstigen Jenaer eine zusätzliche Motivation: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir diese Runde mühelos überstehen." Der Irak gilt als eine der führenden asiatischen Fußball-Nationen, nahm 1986 schon einmal an einer WM-Endrunde teil.

2003 wurde sie zur Asien-Mannschaft des Jahres gewählt. "Der Fußball bietet eben die Möglichkeit, auch mit Leidenschaft, mit Engagement, mit wenig Geld etwas zu erreichen", so Stange. Ein irakischer Nationalspieler verdiene rund 200 Dollar (164 Euro) pro Monat, 80 Dollar (65,4 Euro) mehr als ein irakischer Polizist.

sport1.at

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0

  • Folge uns auf Facebook

  • Partnerlinks

  • Unsere Sponsoren und Partnerseiten

  • Wer ist Online

    Keine registrierten Benutzer online.