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Rapid Manager Kuhn: "Wir machen die Stars"

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Wien (pte/13.09.2005/08:00) - Rapid spielt morgen, Mittwoch in der Champions League gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München Pressetext bat den Manager von Rapid Wien, Werner Kuhn, zum Gespräch und plauderte über seine Rapid Vergangenheit, den Wirtschaftsfaktor Rapid und die Pläne, die die Hütteldorfer zur langfristigen Nr. 1 in Österreich machen sollen.

pressetext: Herr Kuhn, warum und seit wann sind sie Rapidler?

Kuhn: Ich bin seit dem siebenten Lebensjahr ein Grün-Weißer und durch die Schule dazugekommen, da die meisten bei uns Rapidler waren.

pressetext: Den Champions League-Einzug haben Sie sicher erhofft. Haben Sie damit auch gerechnet?

Kuhn: Ich bin besonders stolz, dass es die Mannschaft bereits zum zweiten Mal geschafft hat. Ich habe es wirklich sehr gehofft und war dann natürlich überglücklich. Die Erfahrungen, die wir vor neun Jahren gemacht haben, konnten wir für dieses Mal speziell auch im Marketing verwenden. Es ist traumhaft, vor allem als ich dann die Auslosung und die attraktiven Gegner gesehen habe. Es war einfach ein Traumlos.

pressetext: Gibt es schon konkrete Pläne, wie die Einnahmen der Champions League verwendet werden?

Kuhn: Der Schwerpunkt liegt in erster Linie nicht in der Mannschaft, sondern in einer nachhaltigen Verbesserung der Infrastruktur. Wir werden in eine neue Kraftkammer, die Akademie und die Jugendarbeit investieren, um langfristig für Rapid den Erfolg zu sichern. Außerdem liegt unser Augenmerk auf einer Verbesserung des Service Bereichs, was unseren Fans zu Gute kommt.

pressetext: Es gab immer wieder Gerüchte, dass das Hanappi Stadion ausgebaut wird. Gibt es derzeit konkrete Pläne dafür?

Kuhn: Diese Pläne gibt es und sie werden hauptsächlich die Südtribüne betreffen. Es muss ein Ziel für uns sein, dass die Verweildauer im Stadion angenehmer und somit verlängert wird. Man darf nicht vergessen, dass unsere VIP Plätze hoffnungslos ausverkauft sind und 80 Proezent der VIP-Einnahmen in den Jugendbereich direkt investiert werden. Da wird der Hebel aus unserer Sicht anzulegen sein.

pressetext: War es aus Ihrer Sicht nicht notwendig, den Kader vor der Champions League noch einmal an ein bis zwei Positionen zu verbessern? Besteht nicht die Gefahr, dass die Mannschaft an der Doppelbelastung zerbricht?

Kuhn: Die sportliche Leitung unter Josef Hickersberger und Peter Schöttel hat signalisiert, dass man mit dem derzeitigen Kader zufrieden ist und an keine Erweiterung denkt. Außerdem kommen bald die Langzeitverletzten wieder zurück in den Kader. Ein weiterer Faktor ist, dass es sich die Mannschaft verdient hat, die Früchte ihrer Arbeit zu ernten.

pressetext: Eine internationale Studie besagt, dass nur jene Vereine langfristig überleben können, die den Anteil der Lohnzahlungen am Gesamtumsatz reduzieren. Wie sieht es hier bei Rapid aus?

Kuhn: Das ist absolut richtig und auch bei Rapid der Fall. Wir haben in den letzten Jahren die Gehälter reduziert und agieren nach dem Prinzip: wir kaufen keine Stars, sondern wir entwickeln welche. In unserem Kader stehen 16 Spieler, die in Jugend- oder Nationalmannschaften bereits gespielt haben, was ein gutes Zeichen für unsere Arbeit ist.

pressetext: Wie sehen Sie die Situation im österreichischen Klubfußball? Inwiefern profitiert Rapid z.B. vom Einstieg Red Bulls oder von der Euro 2008?

Kuhn: Es profitiert der gesamte österreichische Fußball. Der Einstieg von Red Bull hat einen Zuschauerboom ausgelöst. Auch Red Bull hat nach jahrelanger Verweigerung erkannt, dass unter den Fans die Markenbindung zu Ihrem Verein und auch zu den zugehörigen Produkten riesengroß ist. Der Einstieg als Sponsor ist daher als guter Steigbügel zu sehen. Auch durch den Wiedereinstieg des ORF durch den Erwerb der CL Fernsehrechte sieht man, dass der Fußball in Österreich mehr zieht, als je zuvor.

pressetext: Ist nach der Euro 2008 ein Loch zu erwarten?

Kuhn: Nein, das denke ich nicht. Erstens werden die Fans von den neuen EM Stadien profitieren. Man denke nur an die verbesserte Infrastruktur. Zweitens sind die Sponsoren auf das nationale Interesse fokussiert und daher ist es auch nicht zu erwarten, dass nach der Euro die Sponsoringaktivitäten nachlasssen sollten. Deswegen investieren wir in Zukunft viel in die Infrastruktur rund um Rapid, um diese Entwicklung mitzutragen.

pressetext: Rapid hat eindeutig das größte Zuschauerpotenzial in Österreich. Ist das Maximum erreicht oder will man mehr?

Kuhn: Wir wollen erreichen, dass jedes Rapid Heimspiel ausverkauft ist. Die Eintrittskarten für die Rapid Spiele sollen Mangelware werden. Unsere Marketingaktivitäten sind in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Gerade erst vor zwei Wochen haben wir die neue Kampagne "Festung St. Hanappi" gestartet. Wir sind ein schlummender Riese. Bei den Bestellungen für die Champions League Tickets haben wir gesehen, dass aus ganz Österreich Karten gekauft wurden.

pressetext: Josef Hickersberger hat einen Vertrag bis 2006. Wird schon wegen einer Vertragsverlängerung verhandelt? Kann sich Rapid eine Doppeltätigkeit Rapid und Nationaltrainer Hickersberger vorstellen?

Kuhn: Es besteht beiderseitiges Einvernehmen, dass der Vertrag für beide Seiten zufrieden stellend ist. Wir sind uns der Situation bewusst, wollen uns jetzt aber auf die kommenden Aufgaben konzentrieren und sehen daher keinen konkreten Handlungsbedarf. Bezüglich Nationaltrainer muss klar gesagt werden, dass eine Tätigkeit als Rapid Trainer den ganzen Tag ausfüllt. Das weiß jeder Trainer, der jemals bei Rapid gearbeitet hat. (Ende)

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