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Der große Sport1-Teamspieler-Check für die EM 2008

2 Beiträge in diesem Thema

Wien - Die WM in Deutschland findet ohne Österreich statt. Seit dem Wochenende ein trauriges Faktum, an das wir uns schleunigst gewöhnen müssen.

"Ab sofort gilt die volle Konzentration der Vorbereitung auf die Heim-EM 2008", lautet die neue Parole des ÖFB.

Logisch, denn bis zum Eröffnungsspiels des Turnier bestreitet das ÖFB-Team als Gastgeber nur mehr Freundschaftsspiele - in der Praxis zählen dazu auch die letzten drei Pflichtspiele der WM-Qualifikation.

Beginn einer neuen Ära

Für das österreichische Nationalteam ist dies eine historische Situation, der Beginn einer neuen Ära und gleichzeitig eine Zäsur.

Teile der aktuellen Stammelf werden 2008 nämlich kein Thema mehr sein. Es gilt jüngere Spieler an die große Aufgabe heranzuführen. Egal, ob der Teamchef weiter Hans Krankl heißt oder nicht.

"Interessant, ob Junge die Qualität haben"

"Es wird interessant zu sehen, ob sich die Jungen mit der Qualität der älteren Spieler messen können. Ich fürchte nicht gleich", hält Krankl jedoch nichts von einem zu kräftigen Einschnitt in seinen aktuellen Kader.

Einige aktuelle Führungsspieler bzw. Stammkräfte im für die EM idealen Alter wie Stranzl, Aufhauser, Pogatetz oder Ivanschitz werden also vorerst weiter das Gerippe der rot-weiß-roten Auswahl stellen.

Sport1 analysiert die Kandidaten für Krankl - ihr aktuelles Standing und ihre Zukunfts-Perspektiven.

DIE AUSLAUFMODELLE:

 

Roland Kirchler (Jahrgang 1970/18 Länderspieler/ 5 Tore): Leitete in der Woche vor dem Schottland-Test die Rücktrittswelle ein. Fühlt sich ob seiner Achillessehnen-Probleme nicht mehr fit genug für englische Wochen. Geht als versierter Techniker ab.

 

Didi Kühbauer (1971/55/5): Der Leitwolf verlässt das ÖFB-Rudel. "Ich habe immer alles gegeben für Österreich. In der Zukunft habe ich keinen Platz mehr, ich wäre einem Jungen im Weg", erklärt "Don Didi". Hinterlässt nicht nur als Stimmungskanone eine Lücke. Krankl ist voll des Lobes: "Gott sei Dank haben wir zwei Sturschädel uns noch einmal zusammen gerauft gehabt."

 

Ivica Vastic (1969/46/12): Der letzte 60er Jahrgang, der den ÖFB-Dress trug. Schottland war aller Voraussicht nach die Abschiedsvorstellung der verdienstvollen Offensivkraft. Eine nochmalige Einberufung des nunmehrigen Zweitliga-Kickers (bald 36) wäre auch ein falsches Signal im Hinblick auf 2008.

FÜR 2008 FRAGLICHE ROUTINIERS:

 

Toni Ehmann (1972/13/0): Wird im Dezember 33. Zählt zu den absoluten Führungsspielern und besten Innenverteidigern des Landes. Kündigte bei Sport1 bereits an, auch im Falle des Scheiterns in der WM-Qualifikation im Nationalteam bleiben zu wollen. Solange die Leistung stimmt, wird Krankl nicht auf ihn verzichten.

 

Martin Hiden (1973/32/1): Für den Pechvogel des Jahres gilt Ähnliches wie für Ehmann. Findet er nach seinem Kreuzbandriss wieder zu alter Form, gehört er wohl weiter zum Stamm-Personal.

 

Mario Haas (1974/40/7): "Mario hat viel Kritik über sich ergehen lassen müssen, mich aber nie enttäuscht", stärkt Krankl dem Stürmer den Rücken. Das Fragezeichen hinter der Fortsetzung seiner Teamkarriere ist jedoch sein Engagement in Japan. Wird er sich die Reisestrapazen für Freundschaftsspiele antun?

 

Christian Mayrleb (1972/29/6): Ein Wackel-Kandidat. Hinter Haas Krankls Nummer 2 im Angriff. Ist bereits 33. Nur schwer vorstellbar, dass "MacMoarlie" 2008 noch ein Thema ist. Die Frage sei erlaubt, ob es Sinn macht, den Oberösterreicher zu forcieren, solange er in Salzburg nicht in Topform ist.

 

Markus Schopp (1974/54/6): Bleibt natürlich Stammspieler, ist ja auch im Hinblick auf die Heim-EURO nach Österreich zurückgekehrt. Zu beobachten wird seine Formkurve bei steigendem Alter sein. 2008 ist er bereits 34 Jahre alt.

 

Martin Amerhauser (1974/11/3): Wird im Sommer 2008 ebenfalls 34. Zuletzt war er kein Stammspieler. Mittelfristig ein Wackelkandidat.

HÄUPTLINGE, DIE 2008 FIXGRÖSSEN SEIN SOLLEN:

 

Helge Payer (1979/7/0): Zurzeit die klare Nummer 1 im ÖFB-Tor, nicht zuletzt dank seiner herausragenden Leistungen in den Spielen gegen Wales und im Gehäuse von Rapid. Auch menschlich ein wichtiger Faktor. Aber die Konkurrenz schläft nicht - gerade auf der Position des Goalies.

 

Emanuel Pogatetz (1983/17/1): Seit geraumer Zeit nicht aus der Krankl-Elf wegzudenken. Zurzeit auch einer der wenigen Legionäre. Kommt er in Middlesborough regelmäßig zum Einsatz, wird er sich weiter in die richtige Richtung entwickeln. Braucht noch mehr Erfahrung, ist aber auf einem sehr guten Weg.

 

Martin Stranzl (1980/26/2): Gefragter Allrounder des VfB Stuttgart. Zurzeit sicher der beste Fremdarbeiter im ÖFB-Team - wobei dies natürlich kein großes Kunststück ist. Man merkt, dass er den Druck internationaler Aufgaben aus der Deutschen Bundesliga gewöhnt ist, tritt selbstbewusst auf. Eine absolute Fixgröße.

 

Rene Aufhauser (1976/27/3): Krankls Lieblingsschüler! Darf "Johann K." bleiben, hat er weiter ein Stammplatz-Abo im defensiven Mittelfeld. Rechtfertigt dies (meist) auch mit guten Leistungen.

 

Andreas Ivanschitz (1983/15/2): Der Hoffnungsträger schlechthin. Geht ausgezeichnet mit der Rolle als Kapitän um, wird immer mehr zum Sprachrohr der Mannschaft. Auf dem Feld für sein Potenzial noch zu sehr mit Licht und Schatten. Ein gelungenes Auslands-Engagement brächte ihn noch einmal enorm weiter.

AKTUELL GUTE PERSPEKTIVEN:

 

Andreas Schranz (1979/4/0): Zurzeit die Nummer 2 im ÖFB-Team, will aber in Payers Abwesesenheit seine Chance nützen. In Chorzow gut, aber unglücklich. Beim GAK konstant stark.

 

Ernst Dospel (1976/19/0): Seit langer Zeit fixes Kadermitglied, zurzeit aber ein wenig im Formtief. Ließ sich zuletzt von Standfest den Rang ablaufen. Als Austria-Kapitän aber bereit, Verantwortung zu übernehmen.

 

Mario Hieblinger (1977/11/0): Klammheimlich schraubte der Niederösterreicher seine Länderspiel-Bilanz auf 11 Einsätze, auch als Erstliga-Kicker hielt im Krankl die Treue. Rechtfertigte dies in Polen nicht hundertprozentig. Muss sich erst fix etablieren, zuvor aber den Stammplatz beim GAK verteidigen.

 

Andi Ibertsberger (1982/3/1): Der Blondschopf ist am Sprung. Das Stahlbad der 2. Deutschen Bundesliga tut dem Freiburg-Legionär sicher gut. Hat tolle Anlagen, wird in Zukunft sicher mehr Chancen bekommen.

 

Joachim Standfest (1980/8/1): Der Steirer war nicht unbedingt der Gewinner von Chorzow. Krankl bemängelt seine fehlende internationale Erfahrung. Füllt die rechte Abwehrrolle normal aber sehr offensivstark aus, bleibt daher weiter am Ball.

 

Markus Katzer (1979/6/0): Der nächste Pechvogel von Rapid. Gerade als sich der "Schwiegersohn" im Nationalteam etabliert hatte, riss das Kreuzband. Hat sicher einen Bonus, muss sich aber 2006 nach Genesung mit Leistung beweisen.

 

Ronald Gercaliu (1986/1/0): Das Juwel! Halb Europa hat bereits ein Auge auf den Linksverteidiger von Sturm geworfen. Das Debüt des gebürtigen Albaners verlief mit dem Ausrutscher vor dem 0:1 denkbar unglücklich. Bei seinem Talent wird der Youngster aber sicher seinen Weg machen. Mangels Erfahrung ist aber auch Geduld gefragt.

 

Bozo Kovacevic (1979/6/0): Zurzeit meist Einspringer, wenn ein Spieler ausfällt. Von einem Stammplatz ist er weit entfernt. Ist noch den Beweis schuldig, von seinem Potenzial her unbedingt ins Team zu gehören.

 

Markus Kiesenebner (1979/7/1): Ein heißer Kandidat auf den Kühbauer-Job im defensiven Mittelfeld. Das Fragezeichen hinter dem kampfstarken und schussgewaltigen Blondschopf ist jedoch seine Einsatzzeit bei der Austria. Ohne Stammplatz wird's auch bei Krankl eng.

 

Jürgen Säumel (1984/1/0): Sagt "Kiesi" ab sofort den Kampf an. Bei Sturm schon seit über einem Jahr Kapitän ist der ehrgeizige Steirer, der in wenigen Tagen seinen 21. Geburtstag feiert, zu den ganz heißen, rot-weiß-roten Zukunftsaktien zu zählen.

 

Roland Kollmann (1976/11/4): Wenn fit, fixes Kadermitglied. Zurzeit plagt den GAK-Stürmer allerdings die Seuche, eine Verletzung folgt auf die andere. Aber mit begnadeten Goalgettern ist Österreich zurzeit ja bekanntlich nicht gesegnet.

 

Roland Linz (1982/10/2): "Wenn er so auf sich aufmerksam macht wie in Chorzow, hat er immer eine Chance", sprach der Teamchef in der Freude darüber, einen in Form befindlichen Stürmer gefunden zu haben. Ob uns eines Tages wirklich ganz Europa um ihn beneidet...?

 

Muhammet Akagündüz (1978/4/1): Schnell, wendig, talentiert - den Nachweis, auf internationaler Ebene eine Hilfe zu sein, blieb der Rapid-Angreifer bis dato aber schuldig.

 

Sanel Kuljic (1977/2/0): In der Liga der Österreicher mit der besten Torquote, schon in der abgelaufenen Erstliga-Saison ein Kanonier. Ihm fehlt jedoch jegliche internationale Erfahrung. Der Mann mit dem nicht zu leugnenden Torriecher wird langsam an höhere Aufgaben herangeführt.

IN DER WARTESCHLEIFE:

 

Thomas Mandl (1979/13/0): Als Notnagel mit in Polen und Aserbaidschan. Kämpft bei der Admira mit unbändigem Ehrgeiz um ein dauerhaftes Team-Comeback. Wirkt dabei übermotiviert. Bis jetzt in dieser Saison noch nicht auf früherem Leistungs-Level angelangt.

 

Alex Manninger (1977/18/0): Seine Pleiten- Pech- und Pannen-Serie im ÖFB-Trikot letzten Herbst ist noch nicht vergessen. Muss erst einmal in der Liga Leistung bringen.

 

Jürgen Macho (1977/2/0): Etabliert sich der Wiener dauerhaft bei Kaiserslautern in der Deutschen Bundesliga, wird er schwer zu übersehen sein.

 

Ferdinand Feldhofer (1979/4/0): Seit Jahren im erweiterten Kreis. Mal dabei, mal nicht. Meist Ersatz. Muss sich mit guten Leistungen in Tirol noch mehr aufdrängen.

 

Patrick Pircher (1982/2/0): Zweifelsohne ein Talent, aber ob Vereine wie Bregenz und nun die Admira seiner Entwicklung förderlich sind. In der Südstadt qualifiziert man sich kaum für höhere, internationale Aufgaben.

 

Paul Scharner (1980/10/0): Krankl sollte die Vergangenheit ruhen lassen und sich ernsthafte Gedanken über den "Wikinger" machen. Ist bei Brann Bergen nicht aus der Stammelf wegzudenken und entdeckte in dieser Saison sogar Torgefahr - hält bereits bei 6 Saison-Treffern.

 

Gernot Sick (1978/2/0): Verletzungen werfen den GAK-Spieler immer wieder zurück. Besonders bitter die aktuelle - jetzt, wo er gerade endgültig einen Stammplatz erkämpft hatte. In Topform immer ein Thema für Krankl.

 

Stefan Kulovits (1983/1/0): Durfte im Frühjahr beim Turnier auf Zypern Länderspiel-Luft schnuppern, ist zurzeit aber mit Kreuzbandriss außer Gefecht. Muss sich sobald fit erst bei Rapid beweisen. Ins Team ist es noch ein langer und steiniger Weg.

 

Michael Mörz (1980/0/0): Fiebert seit vielen Monaten einer Nationalteam-Berufung entgegen, nun ist es soweit: Wurde von Krankl für Aserbaidschan nachnominiert. Der kleinwüchsige Kreativling in Diensten von Mattersburg ist sicher den einen oder anderen Versuch wert.

 

Matthias Dollinger (1979/7/0): Einer der Verlierer des Jahres 2005. Bis vor einem Jahr fix im Kader, fiel er noch im GAK-Dress das komplette Frühjahr aus und hat nun bei Rapid keinen Stammplatz. Ein Team-Comeback des einstigen "Beckham für Arme" (O-Ton Krankl) scheint in weiter Ferne.

 

 

 

Sebastian Martinez (1977/2/0)

Yüksel Sariyar (1979/1/1)

Thomas Pichlmann (1981/2/0):

Der Rapidler und die beiden Paschinger debütierten ebenfalls beim Turnier auf Zypern. Über das Trio sagt Krankl: "Sie sind alle in einem guten Alter. Das allein reicht aber nicht. Es ist eine Frage der Qualität, der internationale Vergleich ist hart." Soll heißen: Alle drei werden ihre Chance bekommen und müssen sich freischwimmen.

 

Roman Wallner (1982/19/5): Neben Linz der zweite Stürmer, um den uns einmal Europa beneiden wird. Ob Krankl den Spruch bereut? Während "Roligol" zurzeit der Strahlemann im Team ist, versauert Wallner sogar in der Südstadt auf der Bank. Krankl hält ihm aber alle Türen offen: "Ich hoffe, dass er in Form kommt. Es ist nicht so, dass man solch einen Spieler fallen lässt. Anscheinend stimmt es bei der Admira aber nicht so. Vielleicht wird es unter dem neuen Trainer besser."

U21-SPIELER, MIT CHANCE AUF BALDIGE BEFÖRDERUNG:

 

Andreas Lasnik (1983/0/0): Die Entdeckung der Saison. Krankl hat den Namen des Austrianers bereits im Zusammenhang mit dem A-Team in den Mund genommen. Spielt er bei der Austria weiter stark, erscheint gar ein Debüt in dieser Saison möglich. Dann wäre sein Wechsel von Ried zu den Veilchen die richtige Strategie gewesen. Schon im Sommer sagte der Steirer: "Über Wien kommt man schneller ins Team."

 

Thomas Prager (1985/0/0): Der mit Abstand talentierteste Kicker im U21-Jahrgang. Sein Problem ist, dass er bei Heerenveen (noch) keinen Stammplatz hat. Sollte dem selbstbewussten Mittelfeldspieler aber in Holland der Durchbruch gelingen, kann es auch im ÖFB-Team schnell gehen.

DAS GROSSE FRAGEZEICHEN

 

Steffen Hofmann (1980/0/0): Darf er, oder darf er nicht? Der bald 25-Jährige wäre natürlich in Hinblick auf die Heim-EM eine große Bereicherung. Sollte bei seinem Potenzial bis zum Jahr 2008 eigentlich auch als Legionär seine Brötchen verdienen und damit noch mehr internationale Erfahrung gesammelt haben. Bleibt alleine zu hoffen, dass der ÖFB das Wechsel-Schlamassel noch hinbiegt

www.sport1.at

Interssanter Artikel, wie ich finde. Auch interessant, welche Antikicker unter Krankl schon im Team gespielt haben... :betrunken:

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und ich habs noch immer nicht geschafft, das is das eigentlich traurigste an dem ganzen :nervoes::D

ontopic: hab mir den artikel gestan scho durchglesen, find na auch ganz interessant, nur wie schon im EM2008 Thread glaub ich gibts da noch viele "unbekannte" die wahrscheinlich dazustossen, denke nicht, dass bei deutschland vor 6 monaten jemand einen sinkiewicz oder janssen auf der liste hatte

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