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Interview mit Markus Katzer

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Katzer: "Als wir Meister wurden, kamen mir die Tränen!"

Markus Katzer arbeitet bereits hart am Comeback, rechnet aber mit einem halben Jahr Pause

Wien - Markus Katzer wird sich den 14. Mai 2005 im Kalender rot angestrichen haben. Oder auch schwarz, denn es war der wahrscheinlich schwärzeste Tag in der noch jungen Karriere des Rapid-Verteidigers.

Im Duell mit Schlusslicht SW Bregenz machte Katzer in Minute 30 unliebsame, weil schmerzhafte Bekanntschaft mit Verteidiger Gudbrand Ensrud.

Bittere Folge des überharten Einsteigens war ein Kreuzbandriss für Katzer, und kein Elfmeter für Rapid. Das zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:0 führte.

Im Sport1-Interview spricht der grün-weiße Shooting-Star und ÖFB-Hoffnungsträger für die linke Abwehrseite über seine Verletzung, positive Gedanken und bittere Tränen.

Sport1: Heute vor zwei Wochen hast du dir das Kreuzband gerissen. Wie geht es dir 14 Tage nach dem Schnalzer, der dein Leben verändert hat?

Markus Katzer: Ich habe mich damit abgefunden, schaue wieder nach vorne. Die Operation ist Gott sei Dank sehr gut verlaufen, das ist das Wichtigste für mich. Ich muss positiv denken!

Sport1: Die erste Diagnose lautete auf Kreuz- und Seitenbandriss, mittlerweile hat sich herausgestellt, dass - unter Anführungszeichen - nur das Kreuzband gerissen ist, oder?

Katzer: Ja, das stimmt. Es bestand auch Verdacht auf Seitenbandriss, aber das ist nur eingerissen. Eigentlich ist es egal, denn es wäre sowieso vor dem Kreuzband geheilt. Ich muss jetzt meine Therapie machen und schauen, dass ich so schnell wie möglich wieder fit werde. Ein Richtwert sind bei einem Kreuzbandriss sechs Monate bis man wieder fit ist, danach richte ich mich. Alles was vorher ist, ist super, wenn es länger dauert, kann man auch nichts machen.

Sport1: Die Niedergeschlagenheit der ersten Tage ist positiver Aufbruchsstimmung gewichen. Wie schwer waren aber die ersten Tage für dich?

Katzer: In der ersten Phase war es für mich ein Wahnsinn. Ich hatte so komische Gefühle, wie noch nie zuvor. Dabei ist es mir im ersten Moment eigentlich verhältnismäßig gut gegangen. Am nächsten Tag, als sich die ganze Mannschaft das Spiel Pasching gegen Austria angeschaut hat, wo wir vor dem Fernseher Meister wurden, war ich traurig, sind mir die Tränen gekommen. Immer wieder und wieder. Mittlerweile habe ich mich aber damit abgefunden, dass es so ist, denn ich kann eh nichts machen.

Sport1: Mediziner sagen, dass man nach so einer schweren Verletzung meist stärker zurückkommt. Gibt dir das zusätzliche Kraft?

Katzer: Die Operationstechniken und die Formen der Therapie sind mittlerweile so fortschrittlich, dass man in der langen Pause so viele andere Sachen trainieren kann, dass man unter Umständen physisch, aber auch psychisch stärker zurückkommt. Wenn es so ist, dann freue ich mich schon auf mein Comeback.

Sport1: Gab es vom Bregenzer Gudbrand Ensrud, dem du deine Verletzung zu verdanken hast, eine Entschuldigung?

Katzer: Nein, überhaupt nicht! Es hätte mich gefreut, wenn er sich bei mir gemeldet hätte. Ein kurzer Anruf hätte genügt. Hat er aber leider nicht, kann man nichts machen!

Sport1: Du hast das 272. Wiener Derby von der Tribüne aus mitverfolgt. Was sagst du zum Spiel?

Katzer: Wir hätten es uns verdient, die Austria zu schlagen, aber wir haben ja noch die Möglichkeit im Cup-Finale diese Scharte auszuwetzen. Das Spiel an sich hat mir gut gefallen, auch wenn ich es durch meine Verletzung aus einem anderen Blickwinkel gesehen habe.

Sport1: Nach dem Schlusspfiff haben die Fans das Spielfeld gestürmt, um bei der Übergabe des Tellers dabei zu sein. Du wurdest, wie alle anderen Rapid-Spieler auch, auf die Bühne gerufen. Was war das für ein Gefühl?

Katzer: Es war auf jeden Fall einer der schönsten Tage in meinem Leben. Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt, das werde ich nicht vergessen. So etwas bleibt im Kopf hängen, diese Euphorie, die Freude. Das kann mir niemand mehr nehmen.

Das Gespräch führte Stephan Schwabl

www.sport1.at

:support: MARKUS KATZER! :clap:

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