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Pinturicchio

Vieri-Brüder haben einen Traum

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Bestimmt haben sich einige italienische Fans verwundert die Augen gerieben, als sie vor kurzem feststellen mussten, dass in der australischen Nationalmannschaft ein Mann mit Namen Vieri spielt. Es ist ja kein Geheimnis, dass der italienische Star-Stürmer Christian Vieri in Sydney aufgewachsen ist. Allerdings war es nicht Christian, der bei den letzten beiden Länderspielen für die Australier auf dem Platz stand, sondern sein jüngerer Bruder Max.

Debüt gegen die Türkei

Während sich sein Bruder Christian mit der italienischen Nationalmannschaft auf die UEFA EURO 2004™ vorbereitet, gab Max beim Freundschaftsspiel gegen die Türkei seinen Einstand in der australischen Nationalmannschaft. Am Freitag feierte er mit der Auswahl von "Down Under" auch den Sieg im FIFA-Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel gegen Neuseeland.

Familiengeschichte

Christian wurde in Bologna geboren, doch seine Familie wanderte nach Australien aus, als er drei Jahre alt war. Sein Vater Roberto, von dem er seinen Spitznamen "Bobo" hat, war ein weit gereister Mittelfeldspieler. In den späten 60ern und zu Beginn der 70er spielte er bei Bologna FC, AS Roma, UC Sampdoria und Juventus. Dann wechselte er nach Australien, wo er bis zum Ende seiner Karriere als Spielertrainer für Sydney Marconi tätig war. Max wurde 1978 in Sydney geboren.

Auf den Spuren des Bruders

In seiner Jugend kehrte Christian nach Italien zurück, mit dem Traum, dort einmal Profi-Fußballer zu werden. 1991 feierte er im Trikot von Torino Calcio sein Debüt in der Serie A und spielte anschließend bei Pisa Calcio, US Ravenna, AC Venezia, Juventus, Club Atlético de Madrid und S.S. Lazio, ehe er zum FC Internazionale wechselte. Max wandelte für einige Zeit auf den Spuren seines Bruders und begann seine Karriere bei Juventus, schaffte dort aber nie den Sprung in die erste Mannschaft und verdient nun sein Geld beim SSC Napoli in der Serie B.

"Große Gelegenheit"

Während Christian mit seinen 22 Toren in 40 Länderspielen zu einem absoluten Leistungsträger für Italien geworden ist, spielte Max nie für Italien und war so frei für die Auswahl Australiens. "Dies ist eine große Gelegenheit für mich", erzählte der kleine Vieri. "Die Berufung hat mich begeistert. Wenn ich für Australien gut spiele, hilft das hoffentlich meiner Karriere."

Keine schwierige Entscheidung

"Es wäre schwierig für mich gewesen, in der italienischen Nationalmannschaft zu spielen. Sie haben einige der besten Stürmer der Welt, als dann das Angebot von Australien kam, war es nicht schwer, das anzunehmen. Ich bin ein Australier. Ich wurde hier geboren und bin stolz darauf, ein Socceroo zu sein."

"Halb-Italiener"

Auch wenn er sich nun voll auf die italienische Nationalmannschaft konzentriert, hat Christian nicht vergessen, wo er aufgewachsen ist. "Ich fühle mich noch immer wie ein Australier", sagte Vieri, der ein großer Kricket-Fan ist und ein Seafood-Restaurant in Darling Harbour/Australien eröffnet hat. "Ich bin in Australien aufgewachsen und ging dort zur Schule, also fühle ich mich als halber Italiener und halber Australier."

"Wir können gewinnen"

Bei der EURO 2004™ will er aber seine italienische Seite zeigen und Christian ist sich sicher, dass seine Mannschaft unter Trainer Giovanni Trapattoni zu etwas Großem fähig ist. "Wir haben in der Qualifikation sehr gut gespielt und bewiesen, dass wir zu den Favoriten auf den Turniersieg gehören", meint er. "Wir sind eine verschworene Gemeinschaft, wir haben Spaß zusammen und sind alle sehr konzentriert. Ich glaube, wir können gewinnen."

Einzigartiges Aufeinandertreffen

Wenn sich die Socceroos für die WM in Deutschland qualifizieren sollten, könnten Max und Christian Vieri die ersten Brüder werden, die bei einer WM-Endrunde gegeneinander spielen. "Es wäre fantastisch, in Deutschland gegen ihn zu spielen", meinte Max. Wenn Italien die gute Form über die EM hinaus bis zum Ende der WM-Qualifikation halten kann, könnte dieser Traum 2006 wahr werden.

uefa.com

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