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[Spielerinfo] Ivan Ergic

12 Beiträge in diesem Thema

Ich hab die Spielerinfo vom alten ASB aktualisiert:

ergic_ivan_bp.jpg

Ivan Ergic

Geburt: 21. Januar 1981, Sibenik

Grösse: 1,86 m

Gewicht: 84 kg

Wohnort: Basel

Karriere: Perth Glory (1999/2000); FC Basel (seit Juni 2000)

Erfolge: Meister, Cupsieger und Qualifikation für die CL mit dem FC Basel (2002); australischer Nachwuchsspieler des Jahres (2000)

Ivans Ziel war es seit Kindheit Fussballprofi zu werden, doch das Schicksal türmte ihm grosse Hindernisse auf.

Als 10-Jähriger musste er mit seiner serbischstämmischen Familie aus dem kroatischen Teil des ehemaligen Jugoslawien nach Belgrad flüchten.

Dort besuchte er ein privates Fussballinternat.

Mit 15 Jahren kam der nächste Grosse Einschnitt in sein Leben und Ergic wähnte sein Fussballtraum in Gefahr.

Aus politisch wie wirtschaftlich bedingter Not emtschlossen sich seine Eltern zur Auswanderung.

"Als mein Vater gesagt hat, wir gehen nach Australien, hab ich gefragt: Wieso Australien? Da gibt es doch keinen Fussball!"

Ergic ging auf das Australian Institut of Sport in der Landeshauptstadt Canberra (seine Eltern lebten auf der anderen Seite des Kontinents! ).

Hier reifte Ergic so prächtig heran, dass ihn Perth Glory verpflichtete. Als 18-Jähriger bestritt er die erste Meisterschaftssaison seines Lebens gleich in der höchsten Spielklasse - und zwar so gut, dass er nach diesem einzigen Jahr im Clubfussball von ...Juventus Turin verpflichtet wurde!

Dazu aber später genaueres.

Nochmals zurück zu dem einen Meisterschaftsjahr...

Der damalige Modus der australischen Liga wollte es so, dass das erst klassierte Perth und der Zweite Wollogong einen Finalplatz ausspielten, worauf der Unterlegene gegen den Sieger des Play-offs zwischen dem Meisterschafts-Dritten und -Vierten eine zweite Chance auf den Finaleinzug erhielt.

Ergic verpasste verletzungshalber das Halbfinalhinspiel, welches die Wollongong Wolves mit 1:0 gewannen.

Im Rückspiel war es jedoch Ergic der sein Team mit dem Golden Goal in den Final schoss (Perth führte nach 90 min. mit 1:0)!

Die Wollongong Wolves qualifizierten sich gleichwohl über den besagten Umweg eines 2. Play-off-Halbfinals fur den Grand Final.

In der 1. Halbzeit des Finals erspielte sich Perth Glory einen 3:0 Vorsprung, doch Scott Chipperfield von den Wolves (Er spiel jetzt übrigens auch beim FC Basel ...ist aber leider schon etwas länger verletzt ) leitete in der 56. Minute mit seinem 1:3 den Umschwung ein. In der vorletzten Minute gelang den Wolves gar noch der Ausgleich.

Perth Glory unterlag dann im Penaltyschiessen mit 7:6....

Ivan Ergic wurde zum Nachwuchsspieler des Jahres gewählt, daraufhin rissen sich die Grossclub Europas um ihn!

Schliesslich wurde Ivan von Juventus Turin verpflichtet, mit einer 50% Beteiligung des FC Basels.

Juventus und Basel einigten sich darauf, dass Ergic für mindestens 2 Jahre an Basel ausgeliehen wird.

Unser Ex-Sportsdirektor war es, der den Deal ermöglichte (er war sehr begeistert von Ergic! ).

In letzter Minute Sprangen aber noch Geldgeber ab und Gigi Oeri aus dem Vortsand bezahlte die 50% aus ihrer Kasse (es waren glaube ich 1,6 Mio. €....also insgesamt 3,2 Mio. € für einen 19-Jährigen! ).

Ivan Ergic kam am Anfang nicht zu vielen Einsätzen....der Trainer wollte den Transfer eigentlich gar nicht und spielte am Anfang ein bisschen den "Trotzkopf", so gab er Ergic nur wenig Einsätze.

Zu Beginn der Meistersaison 2001/2002 spielte Ergic aber so gut, dass er nicht mehr um ihn herum kam.

Ivans Lieblingsposition wäre eigentlich direkt hinter den Spitzen, aber da beim FC Basel auf dieser Position Hakan Yakin gesetzt ist, musste er sich auf der rechten Seite zurechtfinden.

Mit seiner robusten Körperbau, seiner ausgezeichneten Technik und Schnelligkeit brachte er das Stadion oftmals zum raunen, wenn er einer seiner berühmten Rushes über das ganze Feld ansetzte ......und dann hin und wieder mit einem Hammertor abschloss!

Im der Defensivarbeit hat er sich aber noch zu Verbessern.

Ergic verletzte sich im Champions-League Qualifikationsspiel gegen Celtic Glasgow und war dann etwas länger verletzt...gegen Valencia zuhause spielte er dann sein 1. CL-Spiel......und wie! Ergic schoss beide Tore zum 2:2!

Im darauffolgenden Meisterschaftsspiel in Genf gegen Servette schoss wiederum er den 1:0 Siegestreffer.

eine Woche später traf Ergic gegen den FC Zürich beim 5:3 Sieg 2 mal und war Mann des Abends, ua. wegen eines Hammertores aus 25 m direkt (aber wirklich direkt! ) ins Lattenkreuz!!!

Nun hagelt es wieder Gerüchte, Juventus wolle ihn zu 100% verpflichten....

::::::::::[AKTUALISIERUNG]:::::::::::

Seit dem Champions League Spiel letzte Saison hat Ivan Ergic kein Spiel mehr bestritten! Ivan hatte Probleme mit den Adduktoren und erkrankte zudem dann noch am Pfeifferschen Drüsenfieber. Es ging ihm so schlecht dass er gar ans Aufhören dachte. Immer wieder wurde er durch die Krankheit im Aufbau zurückgeworfen. Die Fans standen aber immer hinter ihm und in jedem Spiel wurde sein Name lautstark skandiert, um zu zeigen dass man noch an ihn glaubt.

Mittlerweile hat er die Krankheit überwunden und steht nun kurz vor einem Einsatz im Nachwuchs. Die Wahrscheinlichkeit dass er diese Saison noch zu einem Teileinsatz bei der 1. Mannschaft kommt ist grosser als auch schon.

Ganz Basel hofft dass Ivan Ergic zur neuen Saison und vorallem für die CL-Quali wieder mittun kann.

IVAN ERGIC!!! :clap:

gegen Celtic Glasgow

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gegen Valencia

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gegen Liverpool

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gegen Manchester United

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bearbeitet von Genki7

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Nach 1 1/2 Jahren kam Ergic am 22. Mai 2004 wieder zu einem Einsatz!

Ivan Ergic wurde in der 84. Minute beim letzten Meisterschaftsspiel unter bombastischem Applaus eingewechselt. Es war dies wohl einer der lautesten Momente im St.Jakob Park diese Saison! Schon beim Einlaufen war das Stadion nicht mehr zu halten, bis zur Einwechslung hallten Ivan Ergic Sprechchöre durchs Stadion.

IVAN ERGIC!!! :clap:

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bearbeitet von Genki7

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Ivan konnte seit meinem letzten Eintrag dann doch nicht mehr spielen, es sah fast schon so aus als würde er wirklich nie mehr spielen.

doch jetzt diese meldung:

19.11.2004 16:00

Ergic Comeback im Frühling

(ms) Basel - Rund zwei Jahre ist Ivan Ergic für den FC Basel nicht mehr auf dem Rasen gestanden. Das Pfeifferische Drüsenfieber, Operationen und eine Depression haben den Mittelfeldspieler geplagt. Auf die Rückrunde im Frühling soll er nun sein Comeback feiern können. Das teilt der FC Basel heute mit.

Quelle: basilisk.ch

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Ivan Ergic (unten) bei seinem 2. Tor in der Champions League gegen Valencia (2-2)!

Ivan Ergic! :clap:

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Ivan Ergic trat an die Oeffentlichkeit

Erstmals nach seiner monatelangen Erkrankung trat Ivan Ergic am Freitag an die Öffentlichkeit. Der Mittelfeldspieler des FC Basel hofft, im Januar 2005 vollumfänglich das Training mit seinem Teamkollegen aufnehmen zu können.

Seit Juni 2004 und bis vor drei Wochen befand sich Ergic bei Franz Müller-Spahn, dem Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel, in stationärer Behandlung. «Ergic leidet unter einer depressiven Symptomatik, einer Erkrankung, welche bei rund 15 Prozent der Bevölkerung auftritt», erklärte der Fachmann an einem Treffen mit einigen Journalisten in Basel.

Ivan Ergic sucht nach Erklärungen: «Ich kam als 19-jähriger in ein fremdes Land mit einer mir unbekannten Sprache und einer anderen Mentalität. Ich setzte mich sportlich selber unter Druck, denn ich bin ein Perfektionist. Später kam eine Adduktorenverletzung mit anschliessender Operation dazu. Und als ich am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte, fiel ich vollends in ein Loch.» Jetzt aber sieht er sich als «freier, gefestigter Mann mit neuem

Lebensmut».

Prognosen oder fest definierte Hoffnungen, wann Ergic wieder spielen kann, wurden nicht definiert.

Quelle: fcb.ch

bearbeitet von Genki7

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Ergic zurück beim FCB und im Leben

- Blick vom 24.01.2005

Basel-Trainer Christian Gross (50) schmunzelte gestern, als er mit BLICK über das Comeback von Ivan Ergic (23) beim 4:1 im Test gegen Wil sprach. 700 Bebbi-Fans hatten am Samstag vor der Abreise ins Camp dem Mittelfeldpuncher zugejubelt - und wären vor Freude fast auf den Platz gestürmt, als Ergic in der 70. Minute eingewechselt wurde.

Ivan ist zurück. Zurück im Team, zurück im Leben. Das australisch-serbische Supertalent scheint auf bestem Weg, seine Depressionen, die ihn fast ein Jahr lang quälten, zu überwinden.

Beim gestrigen Morgentraining regnete es zwar vor den Toren Antalyas - aber für Ergic schien die Sonne. «Ja, es geht mir gut, ich fühle mich gut», sagt dieser. Und ein Lächeln huscht über sein Gesicht.

Noch am Samstag hatte Ivan im Teambus Champagner offeriert. Nicht für seine Leistung, sondern weil er am Freitag 24 Jahre alt geworden war.

Happy End einer langen, nachdenklich stimmenden Story?

«Noch bin ich nicht am Ziel», meint Ergic. «Aber es geht Schritt für Schritt vorwärts.» Mitte November trat er in die Öffentlichkeit, um über seine Depressionen zu informieren. In der Winterpause tankte er mit seiner Freundin Edita (21) in Australien zwei Wochen lang Sonne und Kraft. Heute hat der 187-cm-Hüne noch «vier Kilo zu viel auf den Rippen», aber er spürt, wie Tempo und Gefühl in sein Spiel zurückkommen. Gross: «Er hatte schon ein paar technisch wunderbare Szenen.»

Ergic schluckt immer noch täglich Anti-Depressiva-Medikamente. Und er telefoniert regelmässig mit seinem behandelnden Arzt, Professor Müller-Spahn. Unter Druck fühlt er sich nicht mehr, er sieht alles viel gelassener als noch im Mai 2004, als er bei der FCB-Meisterfeier ein paar Minuten spielte - und fast umkippte vor Angst. «Wenn du im Kopf frei bist, ist alles viel einfacher.»

Ergic wird seine Einsätze steigern. Die Uefa-Cup-Spiele gegen Lille Mitte Februar kommen noch zu früh. Aber ab März wird er in der Super League wieder auftauchen. Mit freiem Kopf. Und stärker als je zuvor.

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Heute schoss Ivan Ergic in einem Testspiel das 2:0 gegen Yverdon den Tabellenführer der Challenge League (2. höchste Liga)!!!

Telegramm

Yverdon-Sports - FC Basel 0:2 (0:1)

Stadion Municipal

SR: Studer

ca. 1480 Zuschauer

Tore: 17. Rossi 0:1, 85. Ergic 0:2

FCB: Zubi, Ph. Degen, Zwyssig, Müller, Kléber (46. Zanni), Sterjovski (85. Diren), Huggel, Chipperfield (85. Schlauri), Rossi (64. Ergic), D. Degen, Gimenez (46. Carignano)

:clap::clap::clap:

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ivan ergic hatte in der zwischenzeit schon ein paar teileinsätze in der meisterschaft.

heute kam er in einer tv-sendung zu einem tiefgründigem interview. er sprach sich gegen den kommerz im fussballgeschäft aus und forderte dass der fussball vom kommerz unabhängiger werden sollte!

sehr erstaunlich auch wie gut deutsch er in der kurzen zeit gelernt hat. beim letzten spiel im stadion gab es sogar ein interview im basler dialekt :eek::super:

ivan wir lieben dich!!! :clap:

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dieser zeitungsartikel gehört auch hier rein!

Ivan Ergic: Streiter für eine bessere Welt

10. April 2005, NZZ am Sonntag

Streiter für eine bessere Welt

Das Leben nach der Klinik: FCB-Spieler Ivan Ergic kämpft nach der Depression um den Wiedereinstieg. Von Christine Steffen

Vor dem Uefa-Cup-Rückspiel des FC Basel in Lille erlaubte sich Ivan Ergic einen Scherz. Er rief seinen Mitspieler Philipp Degen an, gab sich als französischen Journalisten aus und befragte ihn zu allerlei Details wie zum Beispiel der Prämie im Fall eines Sieges. Damit auch seine Mannschaftskollegen mitlachen konnten, stellte Ergic den Lautsprecher des Telefons ein. Das Interview - in Englisch mit französischem Akzent geführt - war so professionell, dass Degen Ergic erst auf die Schliche kam, als dieser heraus platzte. «Es braucht einen im Team, der die andern zum Lachen bringt», sagt der Urheber des Spasses. Ausgerechnet derjenige sorgt im FCB für humoristische Einlagen, dessen psychische Verfassung noch vor kurzer Zeit prekär war.

«Nahe am Wahnsinn»

Vor zehn Monaten erweiterte sich die lange Krankheitsgeschichte des talentierten Mittelfeldspielers, der im Champions-League-Jahr des FCB zu den herausragenden Figuren gehört hatte, um ein leidvolles Kapitel: Er suchte - nach verschiedenen Verletzungen und dem Pfeifferschen Drüsenfieber - die Psychiatrische Universitätsklinik Basel auf und liess sich mehrere Monate stationär behandeln. Die Diagnose lautete auf Depression. Ergic bezeichnet seinen damaligen Zustand als «nahe am Wahnsinn».

Im November meldete sich 24-Jährige an einer Medienkonferenz zurück: Er hatte die Klinik verlassen und das Training wieder aufgenommen. Seither arbeitet der Australier, der mit seinen Eltern als Bub aus dem Kriegsgebiet in Jugoslawien um den halben Erdball geflüchtet war, hartnäckig am Wiedereinstieg. Er kam dreimal bei Meisterschaftsspielen zu Kurzeinsätzen und war am Mittwoch im Testspiel gegen Wohlen während der ganzen Spieldauer im Einsatz. Für lange Einsätze in Ernstkämpfen sind die körperlichen Defizite noch zu gross. Ergic, der «kaum mehr den Willen zum Leben hatte» und mit dem Gang in die Klinik eingestand, dass er Hilfe braucht, ist auf dem Weg zurück in den Spitzensport, wo Schwäche keinen Platz hat und nur der Sieg zählt.

Wie bringt er die Welten zusammen? Die Klinik-Welt, die ihn sehr berührte, weil er sensible Menschen angetroffen habe, welche die Fähigkeit besässen, die Dinge vertiefter zu betrachten. Solche, die spürten, wie hart es sei, in dieser Gesellschaft zu leben. «Die Leute dort sind herrlich», sagt Ergic. Auf der anderen Seite steht die Business- Welt mit dem grossen Geld und den Akteuren, deren Horizont oft kaum über Ball und Lifestyle hinausgeht. Keiner der Teamkollegen hat sich nach der Krankheit erkundigt. Ergic schreibt es der Unsicherheit zu.

«Ich musste eine Entscheidung treffen», sagt er, «entweder akzeptiere ich die Bedingungen, oder ich höre auf.» Er akzeptiert - weil Fussballer immer noch «der beste aller Beruf ist» und die Krankheit ihn emotional in einer Art reifen liess, die ihm einen anderen Umgang mit dem Druck ermögliche.

Wie man sich das vorstellen müsse? Ergic senkt den Kopf, wie immer, wenn er nachdenkt, und streicht die Haare so glatt, dass sie anliegen wie ein Helm. Zum Beispiel der Autoritätenkomplex: Die sozialistische Gesellschaft im ehemaligen Jugoslawien sei von Autoritäten wie konservativen Eltern und strengen Lehrern geprägt gewesen. Der Versuch, alle Forderungen perfekt zu erfüllen, hätte ihn überfordert und erschöpft. «Jetzt bin ich freier. Ich habe gelernt, mir nicht mehr ständig Sorgen zu machen», sagt er. Ein Verdienst auch der Verhaltenstherapie, die ihn, der früher Mühe gehabt habe, vor Leuten zu sprechen, Tricks gelehrt habe, mit derartigen Situationen umzugehen.

Ergic spricht mit bemerkenswerter Offenheit über die Depression; er tut dies bewusst. «Ich will durch mein Beispiel zeigen, dass sich nicht schämen soll, wer psychisch krank ist», sagt er. Sein Engagement - von jugendlichem Einsatz getragen - geht aber noch weiter: Er interessiert sich für die Wurzel des Übels, die Gründe, «warum wir daran sind, eine Antidepressiva-Gesellschaft» zu werden. Man hört dem Sportler zu und staunt: Nicht nur hat er in kurzer Zeit zu einem auffallend differenzierten Deutsch gefunden; seine Analyse ist so schonungslos wie überlegt, und das Engagement kommt von Herzen. Wenn er den «Sozialdarwinismus» kritisiert, schiebt er immer wieder ein verstärkendes «wissen Sie» ein, und wenn er bedauert, dass sich der Mensch immer höheren Ansprüchen anpassen müsse, lässt er erkennen, dass er seinen Lieblingsautor Marx genau gelesen hat. Auf diesem Gebiet wenigstens hat er in der Kabine einen Gesprächspartner gefunden: Mit Ökonom Marco Zwyssig lasse sich schön über wirtschaftliche Fragen diskutieren.

Furchtlos und bescheiden

Auch wenn die grosse Revolution im Sinn Ivan Ergic' wäre - vorwärts geht es im Moment mit kleinen Schritten. «Ich bin glücklich, dass ich wieder funktionieren kann, und froh, bei der Mannschaft zu sein», sagt er. Neben der Furchtlosigkeit, die ihn die Dinge benennen lässt, hat ihn die Krankheit Bescheidenheit gelehrt. Was er sich wünscht: wieder mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen und die Geduld, auf Fortschritte zu warten. Wenn es gelänge, das alte Niveau zu erreichen, fände er das «phantastisch». Seinen im Sommer auslaufenden Vertrag will Ergic verlängern, weil er dem Verein, der ihn in schweren Zeiten unterstützte, etwas zurückgeben möchte. Und wenn es nicht mehr klappt mit dem Fussball? «Dann lasse ich mich umschulen», sagt er. Es tönt nicht, als würde ihm das Angst machen.

bearbeitet von Genki7

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Wie steht es jetzt um ihm ? Wie hoch wäre zurzeit seine ablöse summe einzuschätzen ?

der vertrag läuft diesen sommer aus. er wird wie er selber sagt wieder bei basel verlängern.

Seinen im Sommer auslaufenden Vertrag will Ergic verlängern, weil er dem Verein, der ihn in schweren Zeiten unterstützte, etwas zurückgeben möchte.

er hatte bisher erst kurzeinsätze und ist physisch noch nicht auf der höhe um 90 minuten zu spielen. er ist absoluter publikumsliebling, kau auszudenken was hier abgeht wenn er wieder zu seiner form findet... nach seinem ersten tor wird man das stadion wohl neu aufbauen müssen :D

IMG_8254.jpg

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