[Bilder] Ungarn - Georgien 1:0


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Sieben Jahre nach der Eröffnung war es endlich an der Zeit, ein Spiel im "neuen" Nationalstadion Ungarns zu besuchen. Die Puskas Arena wurde in den 2010er Jahren um umgerechnet mindestens 500 Mio. Euro an Stelle des legendären Nepstadions errichtet und 2019 schließlich eröffnet. Es war ein Prestigeprojekt des damaligen Ministerpräsidenten Viktor Orban und der ungarischen Regierung, finanziert hauptsächlich aus Steuergeldern und vom Staatshaushalt.

Neben den Heimspielen der ungarischen Nationalmannschaft fanden vier Spiele der Europameisterschaft 2021 (darunter ein Achtelfinale), das Europa League Finale 2023 und das Champions League Finale 2026 in der 67.155 Zuschauer fassenden Arena statt.

Nach der problemlosen Anreise am Freitag Nachmittag - die 40 km lange Baustelle zwischen Tatabanya und Budapest zum Glück ohne größeren Stau bewältigt - wurde im gebuchten Hotel eingecheckt und sofort weiter gefahren zur Arena Mall, wo das Auto geparkt wurde, weil ohnehin alle Straßen um die ca. 10 Gehminuten entfernte Puskas Arena schon Stunden vor dem Anpfiff gesperrt waren. Da noch ausreichend Zeit blieb, bis es dunkel wurde, machte ich mich bei noch angenehmen 20 Grad und strahlend blauem Himmel auf den Weg zum Varosliget (Stadtwäldchen), wo sich auch der Hösök Tere (Heldenplatz) und das moderne Ethnografische Museum in unmittelbarer Nähe befinden.

Bei Betreten der beeindruckenden Arena fragt man sich, ob auch in Wien jemals so ein Nationalstadion stehen wird. Aber das ist ein anderes Thema! Heute standen die Farben rot-weiß-grün im Vordergrund. Kurz vor  Anpfiff um 20:45 Uhr füllte sich die Arena, und spätestens bei der inoffiziellen Hymne "Nelküled" (Ohne dich) waren die Fans auf Betriebstemperatur. 52.870 war schließlich die offizielle Zuschauerzahl, was angesichts der aktuellen Leistungen des Nationalteams beachtlich ist. In der WM-Qualifikation war man gescheitert, und in die Nations League startete man mit einer 0:1-Niederlage gegen die Ukraine und einem 0:0 in Nordirland.

Auch gegen Georgien taten sich die Spieler von Teamchef Marco Rossi mit Kapitän Szoboszlai schwer. Milos Kerkez sollte in der 35. Minute das einzige Tor in einer Partie ohne große Höhepunkte erzielen. Die Georgier, bei denen der Sturm-Spieler Otar Kiteishvili im Mittelfeld Regie führte, spielten teilweise gefällig mit, konnten aber ihre wenigen Chancen nicht nützen. So blieb es beim viel umjubelten 1:0-Erfolg der Ungarn, die sich damit noch Hoffnungen auf einen Aufstieg in die A-Liga machen können.

Fotos

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bearbeitet von gerhard79

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