Heffridge "Inside everyone there´s a litte nut!" Geschrieben 15. Dezember 2025 An diesem Samstag haben wir schon vor längerer Zeit das Topspiel der Thüringenliga zwischen Wismut Gera und Wacker Nordhausen in unsere Pläne aufgenommen. Doch dieses Derby sollte kurzer Hand zwei Tage vor dem Termin abgesagt werden, weil die Stadt Gera aufgrund der Wetterlage alle Plätze der Stadt sperrte. Nun, es gibt für Mitte Dezember wohl kein besseres Wetter als tagelang keinen Niederschlag und Temperaturen über dem Gefrierpunkt, aber was soll´s, man muss diese Entscheidung akzeptieren und so ging es eben nicht nach Gera. Alternativen waren rar gesät, aber bei den Planungen für Gera fiel es uns auch auf, dass der VFC Plauen in der NOFV Oberliga Süd noch ein Heimspiel gegen den 1. FC Lok Stendal hatte. Nun ist das an Bayern grenzende Vogtland dafür bekannt, dass das Wetter dort oftmals den Fußballspielen einen Strich durch die Rechnung macht, aber selbst an diesem 13.12. war das Wetter in Plauen gut genug, um das erste Rückrundenspiel der Saison 2025/26 noch im Jahr 2025 austragen zu können. Zeitig in der Früh gab es für mich die Tagwache und noch vor sechs Uhr wurde mit Andi M. der erste Mitfahrer aufgesammelt. Martin und Andi St. sollten in der kommenden Stunde folgen und als schließlich das Tageslicht hereinbrach, befand man sich schon zu viert auf der Autobahn in Richtung Passau. Die Stunden vergehen kurzweilig und so erreichen wir Plauen gegen 11:30 Uhr, wodurch wir noch Zeit haben, einen Getränkemarkt aufzusuchen und eine Runde durch die Altstadt zu drehen. Danach geht es aber schon zum im Norden der Stadt befindlichen Vogtlandstadion. Das 10.500 Zuschauer fassende Stadion ist schon eine Perle, die man länger auf dem Zettel gehabt hat und man eigentlich auch schon zu Regionalligazeiten hätte machen können, zumal man dann auch einen guten Support im Auswärtsblock gehabt hätte. Das Stadion verfügt über eine zweigeteilte und überdachte Haupttribüne, über eine mächtige, aber nicht geöffnete Gegengerade und zwei Kurven. Diese Tribünen lassen das Herz eines jeden Fußballbegeisterten höher schlagen, ist das Vogtlandstadion doch keine moderne Arena und ein Spielort, wie er nach und nach in Europa verschwindet bzw. nur mehr in unterer Spielklassen zu sehen ist. Die beiden Kurven sind heute auch mit Fanlager beider Vereine gefüllt. Während Plauen in der heimischen Badkurve durch die Unterstützung der befreundeten Ultras aus Nordhausen auch zahlenmäßig gut vertreten ist, sind in der Gästekurve auch 20 Fans aus dem rund drei Stunden von hier entfernten Stendal mit von der Partie. Sie machten zwar keinen Ultra-Support, waren aber oldschool mit Megaphon, Fahnen und Transparenten unterwegs. Für die fünfte deutsche Spielklasse war das insgesamt mehr als in Ordnung. 475 Besucher sind heute ins Vogtlandstadion gekommen und die meisten von ihnen sind auf einen Heimsieg eingestellt, befindet sich der 1. FC Lok Stendal doch in der Abstiegszone der Liga. Der VFC Plauen befindet sich zwar im oberen Tabellendrittel, aber als Absteiger aus der Regionalliga hat man schon einen großen Rückstand auf den Tabellenführer aus Freital. Das von Schiedsrichter Jason Poser, der an der Linien von Benjamin Strebinger und der adretten Nora Dieckmann unterstützt wird, geleitete Spiel geht gleich mit einer Überraschung los, den Philipp-Maik Witte ist in der fünften Minute zur Stelle und sorgt für die Führung der Gäste. Bis zur Pause gibt es danach die Highlights abseits des Rasens. Dieses sind einerseits der Grill, wo in eine delikate Rostbratwurst investiert wird und anderseits die Choreos der Plauener Badkurve, die sich mit Fahnen, Spruchbändern und Pyrotechnik in Szene setzt. Hat man bis zur Pause gefährliche Chancen der Gastgeber vermisst, so bekommt man diese nach dem Seitenwechsel fast im Minutentakt präsentiert. Die Stendaler Defensive zeigt sich überfordert und so drehen die Tore von Martynets (52.) und Habermann Passionoto (58.) diese Partie. Als nach einen Tormannfehler Schaarschmidt in der 64.Minute auf 3:1 für Plauen stellt, ist alles dafür angerichtet, dass die drei Punkte im Vogtland bleiben. Stendal stabilisiert sich danach wieder, aber ein weiterer Treffer will nicht gelingen. Auf der Gegenseite sorgt Profis in der 82.Minute mit dem 4:1 für die endgültige Entscheidung und dieses Gegentor veranlasst die mitgereisten Stendaler dazu, dass sie ihren Support einstellen und ihre Fanutensilien einpacken. Nach dem Schlusspfiff verbschiedet sich die Stendaler Mannschaft dennoch artig von den Fans, ehe sich die Plauener Elf von ihrer Kurve jubelnd verabschiedet. Die Kurve zündet noch einmal Pyro, ehe alle Akteure in die Winterpause gehen. Die Stendaler Fans sind vom Klassenerhalt überzeugt und verabschieden sich von den Plauenern Besucher bis zur nächsten Saison. Danach geht es für sie auf die dreistündige Fahrt in den Norden Sachsen-Anhalts. Das klingt zwar weit, aber auf uns wartet eine über sechsstündige Rückreise, womit man mit den Stendaler-Fans gerne getauscht hätte. VFC Plauen - 1. FC Lok Stendal 4:1 (0:1) 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
schm25 Fanatischer Poster Geschrieben 17. Dezember 2025 Bericht #2 aus dem Vogtland. 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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