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Aufstiegsaspirant Aachen in Nöten

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Frankfurt/Wien - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gegen Daniel Gomez vom Zweitliga-Tabellenführer Alemannia Aachen ein Verfahren wegen Doping-Vergehens eingeleitet. Wie DFB-Pressesprecher Harald Stenger am Montag mitteilte, ist in einer A-Probe, die nach der Partie am 9. November 2003 gegen Arminia Bielefeld (2:0) bei Gomez genommen wurde, Methylprednisolon nachgewiesen worden.

Behandlung bei Arzt von Ex-Klub

Der 24-jährige Franzose hatte sich, ohne Aachen zu informieren, wegen Leistenbeschwerden beim Arzt seines Ex-Clubs Virton behandeln lassen. Erst zu Saisonbeginn war Gomez vom belgischen Zweitligisten zur Alemannia gewechselt. Er wurde inzwischen suspendiert, der Klub strebt laut Aussage des Präsidenten die sofortige Trennung an. Der Wirkstoff Methylprednisolon gehört der Gruppe der Glukokostereoide an, der nicht intramuskulär verabreicht werden darf, wie das laut DFB in dem betreffenden Fall geschehen ist.

Gomez und Aachen haben dem DFB bereits mitgeteilt, dass sie auf die Öffnung der B-Probe verzichten - ein Schuldeingeständnis. Arminia Bielefeld hat das Recht, innerhalb von 48 Stunden Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen. "Davon werden wir mit Sicherheit Gebrauch machen", kündigte der Geschäftsführer de Bielefelder an. "Wir rechnen mit einer 2:0-Wertung für Bielefeld und einer Geldstrafe für den Verein", sagte Alemannia-Chef Heinrichs. Bis zum 8. Dezember könnte auch der 1. FC Nürnberg seine 0:1-Niederlage in Aachen am 24. November beeinspruchen. In diesem Spiel war Gomez ebenfalls im Einsatz und schoss gar das Siegestor. Allerdings müsste in diesem Fall die andauernde Wirkung des verbotenen Mittels bis zur fraglichen Partie nachgewiesen werden.

Schlechte Zeiten

Im schlimmsten Fall könnte die Alemannia also sechs Punkte am Grünen Tisch verlieren - ein herber Rückschlag für den Aufstiegsaspiranten von Trainer Jörg Berger, der den Absturz auf Rang acht zur Folge hätte. Als ob der Verein nicht schon genug Probleme hätte. Beim besagten Match gegen Nürnberg war es zu massiven Zuschauerausschreitungen gekommen, Gäste-Trainer Wolfgang Wolf wurde von einem Wurfgeschoß getroffen. Ein Antrag der Nürnberger beim DFB auf Neuansetzung an neutralem Ort läuft bereits. Auch eine Geldstrafe oder gar eine Platzsperre gegen Aachen steht im Raum.

Quelle: der standard

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