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Moritz89

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  1. Danke für deine - ohne jegliche Ironie - ausführliche Antwort! Zu deinen Argumenten darf ich wie folgt Stellung nehmen: ORF-Artikel: Diese induktive Beweisführung (sprich von dem Einzelfall auf die Allgemeinheit zu schließen) halte ich für wenig zielführend. Ich glaube, wir können uns darauf einigen, dass für die Altersgruppe unter 30 - soweit keine Vorerkrankungen etc. vorhanden sein - die Wahrscheinlichkeit an COVID zu sterben, verschwindend gering ist. Impfung: Polio und Pocken ist ein anderes Kaliber in Bezug auf die Sterblichkeit als Corona. Der Vergleich hinkt da - meines Erachtens - ein wenig. Auch die moderne Wissenschaft ist nicht davor gefeit eine 100% (die gibt es sowieso nicht im Leben) zu gewährleisten. Siehe z.B. Schweinegrippe-Impfung - https://www.deutschlandfunk.de/schweinegrippe-narkolepsie-als-spaetfolge-der-impfung.676.de.html?dram:article_id=483838 . Auch aus diesem Grund halte ich das Argument "Auch wenn das persönliche Risiko nicht hoch ist, soll sich jeder aus Solidarität - weil das Risiko einer Nebenwirkung ebenso verschwindend gering ist - impfen lassen" für wenig geeignet. Wie ich schon ausgeführt habe halte ich das Argument "Für die Gesellschaft" gefährlich, da man dieses für allerlei "Schabernack" heranziehen kann. Wie du richtig schreibst: Du und ich haben unser Risiko abgewogen und uns impfen lassen. Wenn jemand in seiner persönlichen Risikoabschätzung (z.B. jung, keine Vorerkrankung etc.) zu einem anderen Ergebnis kommt, so sollte dies - ohne Wenn und Aber - akzeptiert werden. Natürlich kann ich dieser Person meine Argumente für eine Impfung vorbringen. Diese sollten aber nicht in "Volltrottel", "Sozialschädling", "du bist verantwortlich für tote Menschen", "wegen dir müssen wir leiden", "du kostest uns Unmengen an Geld" etc. bestehen. Zu den Mutationen habe ich das genau umgekehrt gehört (schnellere Anpassung aufgrund Impfung). Gibt es da diesbezüglich irgendwelche Studien? Eine Mutation ist aber auch das Normalste der Welt. Je ansteckender ein Virus wird, desto weniger gefährlich wird er (z.B. Schnupfen - hochansteckend, aber nicht gefährlich). Wir sind wohl alle zu kleinen Hobby-Virologen geworden :-) Beispiel Dänemark: Ich kann mich noch erinnern, dass Schweden - aufgrund der lockeren Maßnahmen - eine "Corona-Apokalypse" vorausgesagt wurde. Schweden steht - bitte korrigieren, falls ich falsch liege - von den Zahlen her um keinen Deut schlechter dar wie wir. Daher würde ich auch noch bei Dänemark "abwarten und Tee trinken", da das dänische "Experiment" gerade erst angepfiffen wurde. In eigener Sache: Ich bedanke mich bei allen mit denen eine zivilisierte Diskussion über das Thema möglich ist und die nicht gleich mit Kommentaren wie "Impfgegner", "dämlich", "sind verantwortlich für tote Menschen" etc. jegliche fruchtbare Diskussion "dem Erdboden gleichmachen" und die "Fronten" dadurch weiter verhärten. Die Fronten sind sowieso - derzeit - fast schon in Stahl gegossen, wenn ich an Aussagen aus meinem Bekanntenkreis wie "Gott sei Dank lassen sich alle meine Freunde impfen, ansonsten hätte ich da "ausmisten" müssen" heranziehe. Der Fußball ist einer der wenigen Bastionen, wo noch alle Gesellschaftsschichten zusammenkommen und man sich daher - Gott sei Dank! - nicht nur in seiner (Twitter, Facebook)-Blase bewegt. Man ist daher schon zwangsläufig mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert, mit denen man sich auseinandersetzen muss (was nichts Schlechtes ist!). Solange diese Auseinandersetzung im gegenseitigen Respekt und Wertschätzung geführt wird, kann man ja durchaus geteilter Meinung sein. Niemand - und schon gar nicht ich - hat die Wahrheit gepachtet und ich halte jegliche zivilisierte Diskussion auch für eine Bereicherung für mich selber, da die andere Person sicherlich etwas weiß oder einen Blickwinkel hat, den ich nicht habe, und ich daher "gscheida" aus der Diskussion hervorgehen kann, als ich vorher war.
  2. Danke für eure Antworten! Zu euren Argumenten: - Das Risiko für mich persönlich an COVID zu sterben ist laut diesem Calculator von Oxford 1:250 000 (also "verschwindend gering", so wie die Risiken einer Impfung) - Dieses "Ich trage Verantwortung für die Gesellschaft"-Argument halte ich für gefährlich, da es - in einer freien Gesellschaft - nicht sein kann, dass ein Druck aufgebaut wird sich gegen eine Krankheit impfen zu lassen, wenn das persönliches Risiko "verschwindend gering" ist. Mit dem Argument "Für die Gesellschaft" kann ich übrigens in weiterer Folge sehr vieles "anstellen". - Wenn jemand meint, dass "Ungeimpfte" nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben sollen, weil sie "meine" Gesundheit gefährden, dann ist das ungefähr so, als ob ich in ein Raucherlokal gehen würde und alle auffordern würde mit dem Rauchen aufzuhören, um "meine" Gesundheit zu schützen. Ich weiß, dass hat niemand behauptet, aber nur falls jemandem dieses Argument schon in den Kopf geschwirrt ist. - Ich merke, wie sehr die Leute bei diesem Thema von 0 auf 100 sind und vermeinen auf der - aus ihrer Sicht - richtigen Seite zu stehen und ich verstehe einfach nicht, warum die Leute - auf jeder Seite - sich derart emotionalisieren lassen. Man merkt auch am verwendeten Vokabular ("Bekämpfung", dem Virus "den Gar ausmachen") und wie man die andere Seite bezeichnet ("Intelligenzfrage", "Volltrottel" etc.), dass man sich offenbar in einem Krieg wähnt mit dem Ergebnis, dass alle die nicht auf meiner "Frontlinie" stehen keine Mitbürger mehr sind, sondern Feinde, die bekämpft/überzeugt werden müssen. Und das macht mich sehr nachdenklich. Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass wenn wir uns nicht so spalten und emotionalisieren lassen würden, viele Maßnahmen (wie die jetzige 2G-Regelung bei Freiluftveranstaltungen) nicht getroffen werden würden. Der gute, alte Machiavelli und sein "teile und herrsche" hat halt bis heute keinerlei an Gültigkeit verloren.
  3. Dürfte noch genug freie Termine fpr den 1.10. geben: https://0044covidtest.com/products/day-2-oc Kannst dich dann bei CounterKreuzi bedanken
  4. Das mein erstes Posting zu diesem Thema wird, hätte ich mir auch nicht gedacht, aber sei's drum. Ich habe mich letztens mit einem Bekannten aus einem osteuropäischen Land unterhalten und ihn gefragt, wie die "Impfgschicht" bei ihnen gehandhabt wird. Das Ergebnis war, dass die Frage "Bist du geimpft?" bei ihnen ungefähr in die Kategorie "Was gab's heute zum Essen?" fällt. Und den einzigen Grund, den ich finden konnte, warum die so gelassen sind, ist, dass die jahrzehntelang das Spiel "Wer ist hier der Klassenfeind?" spielen durften und deshalb keine Lust haben sich jetzt aufgrund der Frage "Bist du geimpft?" wiederum in Gute und Böse spalten zu lassen. Warum fällt bei uns diese Frage in die Kategorie "Bist du für uns oder gegen uns?", egal wo (Familie, Freunde, RAPID) man sich bewegt? Kann mir das jemand erklären? Welche Kraft der Anmaßung wurde einem verliehen, wenn jemand sein persönliches Risiko (z.B. mit Hilfe von https://qcovid.org/Calculation) einschätzt und dann den Schluss zieht, dass er sich nicht impfen lassen möchte, diese Entscheidung per se in Frage zu stellen oder ihn gar als Impfgegner, Sozialschädling oder was weiß ich zu bezeichnen? Ich würde mir diese gewisse - mit Betonung auf gewisse (ohne den fatalistischen Anteil) - osteuropäische Gelassenheit auch für unsere Gesellschaft wünschen. PS: Ich bin zwar kein Anhänger davon seinen Impfstatus vor die Brust zu hängen, aber für die Stärke meines Arguments: Geimpft.
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