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Dr. Karl Irndorfer

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About Dr. Karl Irndorfer

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  1. Sie sind sicher kein Opfer der Nebelgranaten, dafür fragen Sie viel zu gut nach. Ich muss Ihnen sagen, dass ich sehr gerne mit Ihnen diskutiere. Das macht wirklich Sinn! Davon abgesehen: beanspruche ich nicht, Recht zu behalten. Darum würde es mich freuen, wenn Sie weiter Unstimmigkeiten, die Sie bei mir entdecken, posten. Nur so kann was besser werden. Gruß, Karl
  2. Wie kommen sie zu der Annahme, dass die Erfolge auf die Challenge 2008 zurückzuführen sind? Nachwuchs in Österreich ist nicht gleich Challenge 2008 (und ähnliche Programme) Da es offenbar keine Kontrollgruppe gegeben hat (im Evaluierungsbericht niemals erwähnt), konnte gar keine Abgrenzung zwischen Challenge 2008-Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern erfolgt sein. Diese Abgrenzung wäre aber notwendig, da sonst alle anderen Faktoren (z.B. Klubeigenes Training) mit in die Challenge 2008 einbezogen worden sind. Und die Behauptung ist ja, dass aufgrund der Challenge 2008 die Erfolge da sind: m.E. unseriös. Mutmaßlich veruntreute Fördermillion - daher mutmaßlich ineffizienter Mitteleinsatz Sie haben nur rein den Puntkteschnitt nach Siegen und Unentschieden errechnet. Dieser bezieht aber nicht das Leistungsniveau der Gegner mit ein (das, wie bereits gesagt, ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung der eigenen Leistungsstärke ist). Sie müssen sich die Formel für die Netto-Punkte (nach der sich die FIFA-Weltrangliste berechnet) besorgen, sich die einzelnen Variablen heraussuchen und ausrechnen. Dann kommen sie zu einem andere Ergebnis - Sie werden staunen.
  3. Den Nachwuchs hab ich nicht pausachl kritisiert (siehe oben). Die Challenge 2008 weist zuviele Ungereimtheiten und Fehler auf, als dass sie als erfolgreich gelten kann. Wo ich Ihnen zustimmen muss, ist der letzte Punkt: Der einzige Unterschied scheint hier zu sein, dass Sie geduldiger sind als ich ;-) (Auch wenn die Geduld aus oben genannten Gründen enden wollend sein muss - es ist hoch an der Zeit für Resultate des A-Teams)
  4. Wir sollten aber unser Anstrengungen so ausrichten, dass wir die anderen überholen, sonst hat es ja keinen Sinn. Darum werden sich auch die noch so kleinsten Fehler rächen. Und das Negieren derjenigen wird es unmöglich machen die anderen zu überholen.
  5. Das ist ein interssanter Einwand, allerdings: 2001, 2002, und 2003 und 2005 haben wir jeweils mehr Punkte/Spiel/Jahr erreicht als in den Jahren 2011 und 2012 (aus der FIFA-Weltrangliste errechnet). Daher nochmals: Die absolute Qualität der Spieler ist natürlich gesteigert worde, in Relation zu den anderen Nationen allerdings nicht. Und das ist der Punkt, denn die anderen Nationen haben auf höherem Niveau offenbar noch stärker zugelegt als wir. Anmerkung: Netto-Punkteberechnung/Spiel/Jahr nach der Formel, die der FIFA-Weltrgangliste zugrunde liegt.
  6. Wir haben uns 1998 für die WM in Frankreich qualifiziert. A-Team in Weltrangliste (Mai 1999): Platz 17, Rapid (1996) im Europacup-Finale, Sturm Graz (2000/01) zweite Gruppenphase Champions League. Wir waren nicht am Sand, ganz im Gegenteil.
  7. EM 2016 selbstverständlich. Verzeihung die Ungenauigkeiten in meinen Beiträgen.
  8. Eines noch, da PATriot87 in der Zwischezeit gepostet hat: Die absolute Qualität der Spieler wurde natürlich gesteigert. Entscheidend ist aber, ob die Steigerung in Relation zu den anderen Nationen ausreichend ist. Im Übrigen sind die Argumente der österreichischen Funktionäre genau die gleichen wie vor 12-13 Jahren: Wir machen alles, steigern uns, brauchen aber mehr Zeit. Alles recht und gut, aber wann sind wir nun so weit?
  9. Ich gebe Ihnen bei allen Argumenten recht. Allerdings: Meine Kritik richtet sich nicht gegen den österreichischen Nachwuchs. Zum einen funktioniert alles, was in der Breite und im Nachwuchs passiert relativ gut. Je mehr es zur Spitze geht oder mehr Professionalisierung (u.a. Challenge 2008) gefragt ist, desto schlechter wird es. Der Nachwuchs ist auch nicht von der Challenge 2008 allein abhängig, sondern von vielen anderen Faktoren, die wie bereits gesagt, gut funktionieren (Akademien usw.). Wenn die Schweiz bereits MItte der 90er Jahre ihren Nachwuchs professionalisiert hat, dann haben sich bei ihr nach 9-10 Jahren die ersten messbaren Erfolge eingestellt (2004 erfolgreich für EM qualifiziert, dann ausser 2012 für wieder jedes weiter Großereignis qualifiziert). Der "österreichische Weg" wurde 1999/2000 ins Leben gerufen. Das ist jetzt 13 Jahre her. Demnach hätten wir uns bei gleicher Qualität bereits 2010 oder zumindest 2012 qualifizieren müssen. Und ob wir in den kommenden Jahren die Qualifikationshürden geschafft werden, bleibt mit Spannung abzuwarten. Überdies: 2014 wird die Teilnehmerzahl bei der EM auf 24 erhöht. Das bedeutet, dass bei 53 gemeldeten Verbänden der UEFA fast jedes zweite Land qualifiziert sein wird. Und spätestens dann wird es ohnehin keine Ausreden mehr geben.
  10. "Auf die anderen Vorwürfe werde ich zu einem geeigneten Zeitpunkt eingehen" natürlich ;-)
  11. Die von mir zitierten Punkte sind korrekt und betreffen eben maßgebliche Bereich. Wie Prof Mester trotzdem zu den positiven Schlußfolgerungen kommen konnte, ist damit zweifelsohne in Frage zu stellen. Darüber hinaus: Die wichtigste Zielvereinbarung der Challenge 2008 lautet übrigens nach ÖFB-eigener Vorgabe: „kontinuierliche und erfolgreiche Teilnahmen an EM- und WM-Endrunden mit der A-Nationalmannschaft“ (ÖFB: Challenge 2008 Endbericht, S. 8.) Vielleicht hab ich da aber auch was nicht mitbekommen in den letzten 15 Jahren (abgesehen von der automstischen Qualifikation als Austragungsland 2008). Ich bin der Meinung, dass der ganze Aufwand nur dann Sinn macht, wenn dieses Ziel auch einmal erreicht wird. Und einzugstehen, dass das schlussendlich auch der Anspruch ist, davor schrecken sie ja offensichtlich zurück. Wären diese Programme nämlich so erfolgreich, dann dürften die Verantwortlichen mit diesem Anspruch ja kein Problem haben. Und zu den vergleichbaren Nationen, die es angeblich nicht gibt: Die Schweiz hat sich für 4 der letzten 5 Großereignisse mit der Nationalmannschaft erfolgreich qualifiziert, ist momentan Führende der Gruppe E und weist in der UEFA-5-Jahreswertung kontinuierlich bessere Werte als Österreich auf. Wir warten offenbar darauf, dass die Teilnehmerzahl bei der EM erhöht wird und ein Klub einen Lauf hat. Und Schwarzgeld gibt es im österreichischen Fußball offenbar ja gar nicht mehr. Interessant. Herr Prechtl (Anm. Präsident Oberösterreichischer Fußballverband) hat am 27.01.2013 (Kurier, Oberösterreich Ausgabe) noch was ganz anderes gesagt: "Ich muss zugeben, dass wir die Sache mit dem Schwarzgeld noch nicht im Griff haben". Auf die anderen Vorwürfe werde ich zu einem geeignten Zeitpunkt Stellung eingehen.
  12. Sollte heute jemand wider Erwarten um Mitternacht Zuhause sein: ich gebe in der ZIB24 auf ORF1 ein Interview. Gruß, Karl
  13. Portugal ist sehr interessant, jeodch ist es wie gesagt die Gesamtheit aller Faktoren. Wenn nun Dänemark (das wie gesagt ein Spezialfall ist) erwähnt wurde, dann deswegen, weil nur zwei Parameter abweichen, hinsichtlich Ligastrukturen, Zuseherzahlen, Budgets usw aber fast identisch und erfolgreicher ist. Portugal "streut" da viel zu extrem, obwohl natürlich auch erfolgreicher.
  14. @raumplaner: Es freut mich, dass hier eine Diskussion ensteht. Gleich vorneweg: Schweden war in der Tat ein ganz enger Kandidat. Im Untersuchungszeitraum sind jedoch andere Parameter zu stark abgewichen. Dabei muss man bedenken, dass es die Gesamtheit der Faktoren ist und nicht ein einzelner. Bezüglich Dänemark: Dieses Land ist insofern interessant, als dass es um ein Drittel weniger Einwohner als Österreich hat, aber trotzdem im Untersuchungszeitraum von mehr als 10 Jahren kontinuierlich vor Österreich platziert war. Die Einwohnerzahl hat dabei grundsätzlich einen äußerst signifikannten Einfluss auf das sportliche Leistungsniveau. Weiters interessant dahingehend ist auch, dass beide Nationen (SUI/DAN) nicht nur im Fußball, sondern auch in allen anderen Mannschaftssport deutlich stärker sind als wir. Ausführlich dazu in der Diss nachzulesen. Einwohnerdichte schied als Faktor aus. Gruß, Karl Irndorfer
  15. [email protected]: Portugal stimmt bei keinem einzigen der relevanten Parametern (Einwohnerzahl, Wohlstand, Marktgröße) mit Österreich überein und ist hinsichtlich struktureller oder sportökonomischer Faktoren mit uns schlichtweg nicht vergleichbar. LG, Karl Irndorfer
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