Wien 1911

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Über Wien 1911

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  1. Normalerweise beteilige ich mich hier nicht an der diskussion, sondern belasse es beim lesen. zum "problem ost" verspüre ich aber schon den drang etwas zu schreiben. besonders, weil mir wie vielen anderen auch die ost, aber insbesondere die austria zu unterstützen, am herzen liegt. eins möchte ich noch klarstellen, ich bin weder ein großer insider, noch ein fanklubmitglied und sehe mich auch nicht als ultra. ich bin einer dieser klassischen "normalos" auf der ost. dennoch singe ich zu 90% mit und unterstütze die austria wo ich kann. ich finds irgendwie schade was wir aus der tribüne rausholen, wir haben hier die größte fantribüne österreichs und schaffen es als erfolgreichster klub österreichs nichtmal ansatzweise ihr potenzial abzurufen. nichtmal die derbies waren wirklich berauschend. die einzigen spiele, wo wir, meistens, unser potenzial abrufen können sind el-spiele. die probleme sind leider hausgemacht und werden so schnell auch nicht gelöst werden. denn dazu müssten die führenden fcs bereit sein kompromisse einzugehen und von ihrer starren ansicht von support abrücken. generell müsste mal eine gewisse kritikfähigkeit einkehren. stattdessen wird man als kritiker a) ignoriert b) (im internet) als internettroll abgestempelt oder c) (ganz beliebt) darauf verwiesen, im stadion das gespräch zu suchen wo man d) mundtot gemacht wird. zu b) : ist die meinung im internet leicht weniger wert als im stadion? es ist und bleibt eine kritische meinung nun zu den problemen: - als fanklubloser (kann natürlich sein dass es in wirklichkeit ganz anders ist) bekommt man nicht das gefühl dass die ost eine einheit ist. die fanatics ziehen zusammen mit ust ihr ding durch statt dass sie alle miteinbeziehen. von seiten der kleineren fanklubs kommt auch kein wirklicher impuls sich da jetzt mehr beteiligen zu wollen. stattdessen kochen alle brav ihr eigens süppchen. identifikation mit der kurve gleich 0. - UST: ich kenne die gegenargumente, "wir wollen keine politik im stadion und deswegen ist es uns egal, solange sie es für sich behalten", "ust war in letzter zeit eh nicht mehr aktiv", mag alles stimmen aber es ist fakt, dass dieser fanklub uns stark ins buchstäblich rechte licht rückt und der außendarstellung unserer tribüne und des ganzen vereins mit seiner bloßen existenz massiv schadet. es gibt genug leute, die sich damit nicht asoziieren lassen wollen und deswegen auf andere tribünen abwandern, oder es sich zumindest überlegen. - auswahl der chants: klar kann man bei ~ 2500 fans nie alle zufrieden stellen. aber ich kenne viele, mich eingeschlossen, die mit den liedern (sowohl zeitpunkt als auch inhalt) mehr als unglücklich sind. irgendwann vergeht einem die lust mitzusingen, wenn zum 50. mal "austria ist meine liebe..." angestimmt wird. zumindest mir kommts bei diesem, und ein paar anderen trällerliedern hoch. stimmung machens auch keine. ich bin kein fan von dauerbeschimpfungen, aber meiner erfahrung nach ziehen beschimpfungen am häufigsten. gerade die seitentribünen lassen sich für sowas viel schneller motivieren als für die meisten anderen lieder. - die preispolitik der austria tut leider ihr übriges. ich halte den punkt bewusst klein, weil viele NUR der austria die schuld geben um von den eigentlichen und größeren problem anzulenken. klar könnte man mit billigeren tickets mehr fans anlocken, aber einen großen unterschied würde das wohl nicht machen. ich habe meine hoffnung auf eine selbstläuterung, solange sich an den hierarchien nichts ändert, aufgegeben. meine hoffnung ist, dass uns äußere einflüsse (der ubahn bau, generell mehr stadiongeher) in die karten spielen und dass der generationenwechsel der aktuell im gang ist, frischen wind bringt.