vincenzo

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  1. Vielen Dank für diese ausgezeichnete Leistung, Salzburg. Ein Spiel wie ein Harzer Roller. Stinkt bis zum Himmel, schmeckt aber grandios. <3
  2. Heftig! R.I.P.
  3. Ich kann auch nicht ganz verstehen wozu diese Aktion gut sein sollte, ist ja nicht so das unsere Mannschaft leistungsmäßig total am Boden ist. Gab schon schlimmere Phasen wo es eher "angebracht" gewesen wäre, aber nun gut... "Die Mannschaft zur Rede stellen"... Erinnert mich ein bissl an italienische Verhältnisse, da kommt sowas ja öfter vor. Vielleicht wollten sich einige Fans nur wichtig machen und ein bißchen für Schlagzeilen sorgen.
  4. Italiens Stadien sind ohnehin immer sehr schlecht besucht, daß is doch ein alter Hut. Zumindest was die letzten Jahre betrifft.
  5. Mich hat man wohl vergessen!! Forza Roma!!!
  6. Tolle Sache!! Darauf könnt ihr stolz sein!
  7. War heute in Udine beim Spiel gegen Siena, die Gastgeber hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen! Chancen hatten sie jedenfalls genug, aber es sollte halt nicht sein. Naja, was solls... Hauptsache die Roma hat Bologna vernichtet!! Juve kann sich schön langsam festhalten, im nächsten Spiel patzen sie sicher! (sagt mein Bauch ) Forza Roma!!!
  8. Ich hab mir das Spiel auch angesehen, war ziemlich spannend. Der Schiri war nur ein bißchen überfordert finde ich. Die Vienna hätte sich einen Sieg verdient! Come on Come on Blau-Gelb!!!
  9. Ich bin ungefähr 20 cm lang. Meine Funktion wird von beiden Geschlechtern genossen. Normalerweise findet man mich hängend, oder lose bäumelnd, immer bereit für sofortige Aktion. Ich schmücke mich mit einem Büschel kleiner Haare an einem Ende. Bei Gebrauch. werde ich fast immer, manchmal langsam manchmal schnell, in eine warme, fleischige und feuchte Öffnung geschoben. Dort werde ich hinein gestoßen und wieder herausgezogen immer und immer wieder, viele male in Folge, oft schnell und begleitet von windenden Körperbewegungen. Jeder der zuhört, wird sicher die rhytmischen pulsierenden Geräusche erkennen, die durch die gut geschmierten Bewegungen entstehen. Wenn ich schließlich herausgezogen werde, hinterlasse ich eine saftige,schaumige, klebrige weiße Substanz, von der etwas von der Außenseite der Öffnung und etwas von meinem langen glänzenden Schaft abgewischt werden muß. Nachdem alles erledigt ist und meine Reinigung durchgeführt wurde, kehre ich in meine frei hängende Ruhelage zurück, bereit für eine Sofortige neue Aktion. Ich hoffe, am Tag zwei oder dreimal in Aktion treten zu können, aber meist ist es viel seltener. Wer bin ich??? Wie du wahrscheinlich schon erraten hast, die Antwort des Rätsels ist nichts anderes als . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eine Zahnbürste!
  10. Ancona-Udinese 0:2 Empoli-Modena 1:1 Inter-Milan 1:1 Juventus-Bologna 3:1 Lazio-Chievo 2:1 Lecce-Brescia 2:2 Parma-Sampdoria 1:0 Perugia-Reggina 0:0 Siena-Roma 0:2
  11. Jawohl, endlich mal wieder ein Sieg!! Anscheinend hat der Hannes das richtige Mittel gefunden um die Mannschaft wachzurütteln!
  12. Chievo-Perugia 1:1 Empoli-Lazio 0:2 Milan-Lecce 3:0 Modena-Bologna 1:2 Parma-Siena 3:1 Reggina-Juventus 1:2 Roma-Ancona 3:0 Sampdoria-Brescia 2:1 Udinese-Inter 1:0
  13. Was anderes hab ich mir auch nicht erwartet!
  14. So machen Sie Ihren Verein zum Markenartikel. Der Weg vom finanziellen No-Name zum gefragten Top-Name Club. Funktion: Präsident von Puntigamer Sturm Graz, mehrfacher österreichischer Fussballmeister. Datum: 7. September 2001 Ort: “Projekt: Zukunft Innenstadt”, Fachtagung von InfrapoolVorerst einmal einen schönen, guten Nachmittag. Ihr seid wahrscheinlich schon lange in diesem Raum, seid schon gequält worden von anderen Leuten, ich will euch nicht quälen, ich mache meine Vorträge immer auf eine bisschen lockere Art und Weise. Ein bisschen erzähle ich Ihnen aus meinem Leben, aus meiner Erfahrung und danach kann man diskutieren, denn bei der Diskussion wird alles ganz anders, viel leichter. Also vorerst einmal einen schönen Dank, dass Sie mich eingeladen haben. Ich freue mich, ich möchte Ihnen einmal über Puntigamer Sturm Graz erzählen. Ich betone das extra, weil Puntigamer unser Hauptsponsor ist und ein wichtiger Geldgeber für den Verein, und deswegen muss man auch immer wieder Puntigamer Sturm Graz erwähnen. Wir haben einen namhaften guten Betrag erhalten. Ich weiß, hier sitzen Marketingprofis. Jetzt muss ich mich auch wieder mit meiner Qualität als Marketingmann, ich bin ja sozusagen ein Werbemann, habe ein Plakatierungsunternehmen in Österreich, über 5.000 Werbetafeln in Österreich stehen, beschäftige mich mit Großfirmen und lebe ganz gut davon. Das Hobby ist eigentlich Fußballpräsident bei Puntigamer Sturm Graz zu sein. Das mache ich ehrenamtlich, das möchte ich gleich vorwegnehmen, da ist kein Schilling zu verdienen, wenn auch manche Leute sagen, den Rolls-Royce hat er sich gekauft mit dem Sturm-Geld, über die Champions League, alles ein Blödsinn. Also, ich habe dieses Geld offen und ehrlich verdient, denn das Plakatgeschäft ist gutes Geschäft, wir leben gut, die Parteien sind freundlich mit uns, das machen die Wahlen, und von dem lebe ich – das wollte ich zur Einleitung sagen. Knapp vor neun Jahren habe ich Puntigamer Sturm Graz, damals haben sie nicht Puntigamer, sondern Stabil Fenster Sturm Graz geheißen, oder Raiffeisenkasse, das ist noch besser, ich muss meine ganzen Sponsoren von vorher auch noch wissen, übernommen. Sturm Graz war damals wirklich am Ende sozusagen. Wir haben vor 200 Zuschauern gespielt, ein Traditionsclub, zu dem die Steiermark aufschaut. Es war immer die Grube dieser Verein in der Steiermark, der die Arbeiter angezogen hat, die meisten Fans gehabt hat, mehr als der GAK, aber das ist halt gewachsen, da kann ich nichts dafür. Der Club ist 92 Jahre alt und vor neun Jahren habe ich diesen Club übernommen und da hat mich eben gebeten, vorher habe ich Eishockey gemacht. Ich habe im Sport schon vieles getätigt und habe auch im Eishockey sehr viel Erfolg gehabt. Ich bin zwar nicht Meister geworden, aber viermal Vizemeister und da hat man dann schon gesagt, dreimal Vize ist spitze, weil Meister ist nicht gelungen, da war ja der Westen und Kärnten sehr stark, das sind ja die Hochburgen vom Eishockey und der Steiermark ist es nicht gelungen. Aber dann bin ich eben zu Sturm gekommen und ich hatte immer eine Vision. Ich war als Kind ein Sturm-Anhänger. Durch meinem Vater bin ich sozusagen zur Grube, der Sturmplatz, mitgenommen worden und da bin ich auf einmal durch diese ganze Atmosphäre, das Ambiente, da bin ich einfach zum Sturm-Fan geworden. Und wir sind in der Steiermark ja nie etwas gewesen. Als junger Mensch, also vor neun Jahren oder vor 15 Jahren habe ich mir schon einmal gedacht, das kann doch nicht wahr sein, der Meistertitel geht immer nach Wien, Rapid, Austria, Sportclub oder Linz oder Salzburg. In der Steiermark gibt es keinen Fußball-Meister, das kann es nicht sein. Ich hatte immer die Vision, es muss mir gelingen den Meistertitel in die Steiermark zu holen. Ich bin mit dieser Einstellung in dieses Geschäft gegangen und habe gesagt, mir gelingt das, dass ich aus Sturm einmal einen Meister mache. Natürlich braucht man dazu Leute und ich habe einen guten Freund, das ist der Heinz Schilcher, mit dem ich eigentlich groß geworden bin. Den habe ich angerufen und gesagt, so lieber Freund, ich übernehme Sturm, sie haben mich gebeten ich soll das machen, du musst mir helfen. Heinz Schilcher war ein ehemaliger Fußballer bei Amsterdam, dann in Frankreich und er hat auch in der Bundesliga gespielt, bei Sturm auch, war eigentlich schon weg vom Fußball, hat keine Ahnung mehr gehabt, weil er schon drei, vier Jahre nichts mehr zu tun hatte. Ich habe ihn wieder motiviert. So sind wir halt in dieses Geschäft gegangen und wie ich die ersten Bilanzen vorfand, waren einmal gleich sieben Millionen Schilling zu bezahlen für diese ganze sozusagen Offengebarung, was da Finanzschulden waren, Gehälter sind nicht bezahlt gewesen, Gebietskrankenkasse und und und, Veranstaltungskosten, also es war schrecklich. Man hat mir nur erzählt, ich brauche nur momentan zwei, drei Millionen hinlegen, das geht rüber und den Sturmplatz wird dann die Stadt Graz kaufen, denn da soll eine Wohnbaugenossenschaft dann diesen Platz erwerben und da kommen Häuser hin und es wird ein anderes Stadion irgendwo anders gebaut. Wahr ist, dass wir den Platz heute noch haben. Die Politiker haben viel geredet, aber ich war damals sehr gutgläubig und habe den Politikern ja sehr viel abgenommen. Da ich geschäftlich mit ihnen zu tun hatte, habe ich mir gedacht, es gibt ja doch in Graz ehrlichere Politiker, die ihr Wort halten. So bin ich angetreten und habe als Erstes die Schulden abbezahlt. Ich habe mir einmal die ganzen Spiele angeschaut, habe die Mannschaft durchforstet und bin draufgekommen, dass wir eigentlich sehr sehr alte Spieler haben, die nur auf das Geld aus sind und Leistungen sehr wenig. Sie waren bei jedem kleinen Weh-wehchen gleich verletzt oder krank. Wir haben aber eine sehr gute Jugendarbeit gehabt. Da haben wir gerade gegen den GAK eine Niederlage erlitten von 4 : 0, das tut natürlich in einem Derby sehr weh, weil im Stadtderby soll man ja immer der Hausherr sein, das ist nicht gelungen. Damals hat man mich halt gehänselt am GAK-Platz. 4 : 0 am GAK-Platz zu verlieren, das ist arg. Da bin ich am nächsten Tag in die Kabine und habe sozusagen diese halbe Mannschaft von alternden Stars einfach hinausgeworfen. Wir haben damals in der mittleren Play off gespielt und habe mir die jungen Spieler wie Haas, Wettl, Schopp, Neukirchner und wie sie halt heute alle heißen, einfach die Chance gegeben, da zu spielen und ich war schon der Meinung, dass wir es nicht schaffen, dass wir aufsteigen. Und ich glaube das war richtig. Mein Rappel auf Deutsch gesagt, am Sonntag in der Früh bin in die Kabine um neun Uhr oder zehn Uhr, das weiß ich noch ganz genau, habe ich die ganzen Alten eliminiert. Von dort an ging`s bergauf. Das ist unwahrscheinlich. Vielleicht hat das gefehlt, dass man den Spielern einmal sagen hat müssen die Meinung wie es läuft. Auf einmal haben wir die letzten fünf, sechs Runden die Punkte gemacht und sind vor dem GAK gewesen und sogar der LASK ist auch damals mit aufgestiegen in Linz und wir sind dann in der Bundesliga gewesen. So, dann haben wir uns einen anderen Trainer geholt, das war ja damals ein Jugoslawe – nicht Herr Ossi, das ist später gewesen. Ich habe den Herrn Djuricic geholt, die Spieler waren natürlich junge Spieler, aber noch nicht ausgebildet. Aber der Herr Djuricic hat eines zu Wege gebracht, er habt ihnen das Laufen gelernt. Ich habe schon meine Vorstellungen gehabt vom Marketing. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, die Sportler heute, wenn ich sie damals vergleiche, viele sind sehr unsicher. Meinen Spielern musste ich z.B. beibringen, das Grüßen musste ich ihnen lernen. Glauben Sie mir, das gibt es heute auch, dass Spieler dabei sind, aus Unsicherheit, die sehen dich von 30 m, dann auf einmal kommt er vorbei und tut den Kopf runter – will dich halt nicht sehen. Ich habe meinen Spielern dann einmal gesagt, „Burschen geht`s aufrecht“, wenn ihr jemanden seht. Wenn ihr ihn auf nicht kennt, sagt einfach „Grüß Gott“. „Grüß Gott“ ist ein Wort, das freundlich ist. So kommt man durch`s Leben. Und es waren einige Erziehungsbeispiele. Wir sind mit einem alten Bus gefahren, der ist ein paar Mal abgestorben während der Reise zu einen anderen Meisterschaftsspiel. Wir mussten aussteigen, die Spieler mussten den Bus schieben – bis der wieder angeht. Das ist alles passiert in Wien z.B. wenn man da in Urfahr fährt, also bei diesem Kreisverkehr fährt man da, bei der Austria Wien vor dem Spiel, also es waren gigantische Sachen. Und haben eigentlich so angefangen, das ganze Werkl zum Laufen. Ich habe dann natürlich durch meine Werbetätigkeit Sponsoren gekannt und bin zu den einzelnen Firmen hingegangen. Aber ich muss schon eines sagen, wenn man sozusagen niemand ist und du hast jetzt ein Produkt Sturm, na ja, was ist Sturm, nicht Rapid und nicht Austria, die waren ja die großen Könner. Jetzt tut man sich natürlich schon schwer. Und ich habe den Leuten immer gesagt, gebt`s mir eine Chance, macht`s was aus uns, also gebt`s mir ein Vertrauen, ich wette, mit dieser Mannschaft werde ich etwas. Ich glaube mit einer ehrlichen Basis und auch die Verträge, die wir gestaltet haben, auch Leistungsverträge. Ich habe nicht gesagt, so ich will jetzt 10 Millionen Schilling, einen Sponsorvertrag, habe einen gestaffelten Vertrag gemacht mit den Sponsoren – wenn wir 3. werden, 2., 1. oder diesen Bewerb oder das erreichen, dann gibt es Geld. Natürlich, diese Gelder waren dann schon höher sozusagen veranschlagt. So ist das eigentlich aufgebaut gewesen. Wir haben dann nach einem Jahr, wie dieser Trainer Djuricic war, einen Trainer gesucht, weil der doch vom spielerischen System nicht das drauf hatte, was ich mir vorgestellt hat und mein Freund Schilcher auch. Ich habe verhandelt damals mit dem Hansi Krankl ganz offen. Der ist dann aber zu Tirol gegangen, weil Tirol einfach viel mehr Geld geboten hat als wie wir. Damals ist Puntigamer eingestiegen, vorher war die Kronenzeitung bei uns, die Steirer Krone die hat den Sponsorvertrag gemacht. Sie kennen wahrscheinlich alle den Herrn Dichand. Er ist bekannt, ist ein Steirer, ein Grazer, ein Sturmanhänger, aber deshalb hat er die Sponserung nicht gemacht, sondern weil er gesagt hat, „ich vertraue dieser Mannschaft, ich setze da ein bisschen Geld hinein, es könnte was werden draus“. Und dann hat mein Freund, Heinz Schilcher eben eines Tages, wie wir den Trainer gesucht haben, französisch gesprochen. Ich kann nicht französisch, ich sag es ganz offen. Sag ich „mit wem sprichst du?“, sagt er „du suchst ja einen Trainer“, sag ich „ja“, und dann sagt er, „was ist wenn der Osim morgen kommt?“ Sag ich „na gut, wenn du den kriegst, dann brauchen wir nicht weiterreden“. Das Wunder geschah, Trainer Osim kam nach Graz und hat eigentlich diese Mannschaft übernommen. Ich habe gar nicht gewusst, dass der das schon sicher macht. Ich habe mir schon gedacht, der kommt her sich das anschauen. Aber Heinz hat das so eingebaut, dass der einfach gleich hingestellt wurde. Die Presse war da und auf einmal war der verpflichtet. Es war eigenartig. Der Krieg war damals in Sarajewo, er konnte nicht nach Haus, seine Frau war in Sarajewo und er war damals gerade beim Panathinaikos Athen. Dort hat er den Vertrag beendet, weil er einen damischen Präsidenten gehabt hat. Das hat er mir erzählt, jetzt hat er vielleicht auch einen, aber ein bisschen auf eine andere Art und Weise und so haben wir halt Osim bekommen. Ich kann mich noch gut erinnern, das erste Training das er geleitet hat, hat er gestanden und meine Spieler haben halt den Ball von hinten Strafraum immer nach vor geschossen. Und nach fünf Minuten hat er gesagt, „Heinz, was ist das?“ „Was spielen die?“ „Ja“, sagt er, „wir spielen schon jahrelang so“. „Ach, da muss ich gleich wieder gehen“ hat er gesagt. Wenn wir heute das alles zurückverfolgen, wie das ganze passiert ist, er ist ein Mann, der eigentlich trainiert nur mit dem Ball. Die Spieler dürfen nur mit dem Ball spielen. Also Kondition kriegen sie auf Grund des Laufens und da hat eben das System hineingebracht, von hinten nach vor herauszuspielen mit dem Ball. Ich glaube, wenn man heute zurückblickt, Sturm Graz, das kann ich ehrlich sagen, ich will jetzt nicht überheblich sein, aber ich bin überzeugt, dass Sturm Graz in Österreich die beste Mannschaft in der Technik ist. Vom technischen Fußball sind wir sicher allen anderen Mannschaften überlegen. Wenn es dann um das Kämpfen geht, das ist wieder eine andere Geschichte, oder wenn es um den Kopf geht, so wie wir eben voriges Jahr vielleicht im Champions League gespielt haben und in der Meisterschaft eigentlich nur Vierter geworden sind, hat es rein nur mit dem Kopf zu tun, einfach nur mit der Einstellung. Das hat mit dem fußballerischen Können nichts zu tun, das ist eine Einstellungssache. Aber Sturm Graz hat ja dann bewiesen eigentlich was sie geschafft haben. Aber jetzt muss ich noch nach vor gehen. Jahre davor, wie eben Osim gekommen ist und hat das ganze halt aufgebaut und trainiert und man hat gesehen, unsere jungen Spieler wie Schopp usw. die haben auf einmal alle ganz gut gespielt und es ist auf einmal eine ganz gute Mannschaft geworden. Dann natürlich, wenn es ein bisserl läuft, ich habe sehr viele Kunden in Wien, das ist mein Vorteil eigentlich als Präsident von Sturm, dass ich in der Werbebranche eben weiß, wo die Budgets sind, wer halt eine Bandenwerbung macht, wer andere Werbungen macht. Da bin ich halt einen Schritt voraus dem anderen gegenüber, weil ich mit der Werbung eben groß geworden bin und weiß schon, die machen jetzt ein Plakat, ja und ich mache eine Rundfunkwerbung, die haben für Sportsponsoring was über, die wollen hier Geld geben. So z.B., ich habe sehr groß mitgerittert damals gegen den österreichischen Schiverband, wo BMW eingestiegen ist dann beim ÖSV und da waren eigentlich die Karten ganz gut, die haben sich entschieden zwischen Fußball und Schifahren. Schifahren hat halt in Österreich auch einen großen Stellenwert, ist wichtig und die haben sich eben dann für das Schifahren entschieden. Aber es ist ja nicht aller Tage Abend denn es kommt ja wiederum eine Zeit, wo man dann wieder einen internationalen Sponsor anklopft. Ich bin jetzt dabei, einen ganz ganz großen Sponsor wieder an Land zu ziehen. Ich kann ja das ganz offen sagen. Das ist Jakob Suchard, Milka, das ist Phillip Morris der Konzern und wir sind schon in argen Verhandlungen. Also wenn man was werden will europaweit, dann braucht man Geld. Man muss halt ein bisschen etwas riskieren. Ohne Risiko geht nichts im Leben. Ich bin auch eingestiegen, ich sage Ihnen ganz offen und ehrlich, ich habe in diesen Verein bis vor zwei Jahren noch mit 20 Mio. S Sparkapital selbst gehaftet oder eingebracht, damit überhaupt etwas wird. Heute sage ich Ihnen ganz offen, habe ich kein Geld mehr drinnen, ich bin Gott sei Dank heraußen und würde mir überlegen, ob ich nochmals Geld geben würde, weil das ist halt schon ein Risikospiel das ganze Fußballgeschäft. Du bist doch abhängig von einzelnen Fußballern, ob er trifft oder nicht, da kann er noch so gut sein, die besten Spieler haben schon öfter Elfmeter verschossen und es ist halt ein Risiko. Wir werden jetzt auch ein neues Vereinsgesetz bekommen in Österreich, es ist schon in Ausarbeitung, eben bei der Regierung und da hoffe ich, dass die Vereine, Sie sind ja auch Vereine, was ich weiß, mit den Haftungen Gott sei Dank dezimiert werden, weil derzeit haftet ja jeder für den Verein für das gesamte Schuldvolumen. Die Riess-Passer bzw. der Innenminister, der die Vereinsbehörde ist, hat mir mitgeteilt, dass sie es jetzt so machen wollen, dass sie eine GesmbH sozusagen gründen, bis S 500.000,-- Einlage und für S 500.000,-- haftet dann der Präsident oder der Vorstand und was darübergeht, geht halt dann der Verein sozusagen in Konkurs, aber es kann nicht mehr sein, dass jeder einzelne, der dort einen Verein führt, dass auf einmal dann in Millionenhöhen, du wirst dann privat, du kannst dann dein Haus hergeben, alles was du dir erwirtschaftet hast oder zusammen-gebracht hat, musst du dann abliefern, weil du eben für diesen Verein gearbeitet hast. Das begrüße ich eigentlich. Das Negative daran ist wieder, dass sie die Eintrittskarten versteuern wollen, wenn jetzt die Leute ins Stadion kommen. Das Negative ist, weil die Leute mehr zahlen müssen, weil die MWSt. anfällt. Und es wird auch so sein, dass die Vereine ab einer Million Euro vom Finanzamt geprüft werden. So wie ein Betrieb, das ist im derzeitigen Vereinsgesetz inkludiert, es wird jetzt auch im Sportministerium ausgearbeitet. Man wird sehen, was dann kommt. Gut, jetzt gehen wir noch zu Sturm weiter. Das war jetzt so ein Nebeneinwurf, weil mir der jetzt gerade so eingefallen ist vom Vereinsgesetz. Wir haben dann eben mit Osim etwas erreicht, wir haben ein neues Stadion in Graz bekommen. Das hat sozusagen belebt. Ich bin ja eigentlich von der Stadt Graz ein bisschen enttäuscht, weil dort sind wirklich Politiker am Werk, die für die Stadt überhaupt nichts machen. Wenn ich mir heute die Stadt anschaue, dort sind nur Sprecherkönige, natürlich das ist ein Problem auch, das möchte ich vorweg nehmen, weil alle drei Parteien zu wenig haben, also die Freiheitlichen können nicht die Mehrheit haben, die ÖVP nicht und die Sozialisten haben sie auch nicht. Jetzt müssen sich immer diese drei Stadträte bzw. Vizebürgermeister und Bürgermeister zusammensetzen, wenn sie etwas machen wollen oder ein Kunsthaus bauen oder irgend etwas, dann müssen die mitmachen. Und wenn dann ein paar Leute so eine Bürgerinitiative aufstellen, dann wird halt der eine Politiker schwach und es fällt schon wieder alles in den Graben. Wir haben z.B. so ein Riesenproblem mit dem Trainingszentrum in Graz. Das Land Steiermark hat der Stadt Graz einen Grund um S 100 Mio. S geschenkt. Es ist in Grottenhof. Die Stadt Graz braucht das nur umwidmen von Acker auf Sportstätte. Da sind dann etwa 30 oder 50 Leute die dort ihre Jugenderlebnisse erlebt und weil sie den Hund äußerln geführt haben und jetzt haben sie geglaubt, es kommen dort viele Leute hin zu diesem Trainingszentrum und haben das geköpft sozusagen. Da war dann eine von der sozialistischen Partei dabei. Diese Dame hat das ganze Projekt geköpft. Die haben nicht einmal das Geschenk von S 100 Mio. genommen, haben uns dann gesagt, sie werden Grundstücke suchen. Die Stadtwerke in Graz hat ja Grundstücke und kaufen Grundstücke dazu. Da frage ich mich wirklich wirtschaftlich, was denken sich solche Politiker. Wie ich das gehört habe, habe ich gesagt, Burschen, und jetzt sage ich euch etwas: „Normal müsste ich jetzt hergehen und antreten bei der Gemeinde und euren Schwachsinn den Bürgern erzählen“. „Ihr gebt Geld her und müsst etwas kaufen, wenn ihr das geschenkt kriegt vom Land. Nur weil 50 Leute aufstehen und das nicht wollen.“ So kann es nicht gehen. Und das ist halt leider Gottes weil bei gewissen Städten oder Ortschaften einfach die Politik versagt. Ich traue mir das ganz offen sagen, wir haben halt zu viele Beamte bei den Politikern, weil ein guter Geschäftsmann geht heute nicht mehr in die Politik. Ich habe dem Jörg Haider auch schon einmal gesagt: „Hör zu, nur weil du ein reicher Mann bist, dürfen die Politiker nichts verdienen?“ Mit S 60.000,-- die sie heute verdienen, das verdienen Sie auch als Manager vom Tourismusverband oder von irgendwo und ein guter Politiker mit S 60.000,--, die müssen ja was leisten, müssen Tag und Nacht hier sein, muss jedem die Hand schütteln, das würde ich in meinem Leben nie machen. Ich sage es ganz offen, die gehören auch ordentlich bezahlt, da gehören Wirtschaftsmanager hin und nicht irgend welche Beamte, weil sie jetzt von der Gewerkschaft gefördert werden oder von der Handelskammer oder wie die alle nur heißen. Also ich bin wirklich von der Stadt Graz sehr enttäuscht, weil dort nichts weitergeht. Ich muss eines sagen, in Linz, ich kenne den Bürgermeister da, der ist in Ordnung, der hat etwas zusammengebracht. Wenn man die Stadt vor zehn Jahren anschaut, jetzt habe ich mein Geschäft fast 25 Jahre, 30 Jahre, ich bin wirklich in Österreich sehr viel herumgekommen, weil ich Grundstücke gemietet habe für unsere Werbeflächen und ich sehe ja die Städte, was geworden ist daraus. Also da muss ich sagen, Graz ist ja wirklich katastrophal. Dass da jetzt vielleicht was entsteht, da sind alle anderen Städte in Österreich meiner Meinung nach viel besser als wir in Graz. Wenn ich unsere Innenstadt in Graz anschau, da muss ich leider als Grazer über Graz immer negativ reden, weil da sich nichts bewegt. Sturm muss Meister werden, damit die Menschen in die Innenstadt kommen. So ist das. Ehrlich, da geht nichts. Da stellen sie ein Würstlstandl nach dem anderen auf, dann lassen`s die Bettler hinein, und schrecklich sag ich Ihnen. Aber das ist halt einmal so. Und da müsste man halt einen Manager haben, der eben vielleicht meiner Meinung nach sich traut den Politikern oder demjenigen stadt-regierenden Beamten einmal die Meinung zu sagen – du pass auf, so geht es nicht weiter. In Linz geht`s und in Graz hoffe ich, da ist ja nächstes Jahr die Wahl, dass sich da vielleicht etwas anderes tut, vielleicht wird eine Partei stärker, die andere schwächer und dann trauen sich vielleicht gewisse Politiker, wir haben ja einen Wirtschaftsmann in Graz, den Nagl, wobei der selbst ein großes Geschäft in der Innenstadt hat, der könnte ja auch etwas bewegen. Ideen hat er. Ich weiß, er kommt nur nicht durch, weil dann sagt wieder der Freiheitliche aus Neid, weil der die Idee gehabt hat, sagt er nein. So weit sind wir heute. Die arbeiten nicht im Sinn der Bürger sondern nur auf sich selber schaun`s, dass er gut dasteht vor der Presse. So wird halt viel kaputt gemacht. Und wer sagt mir, dass das nicht so ist. Also in meinem Verein, das sage ich ihnen ganz offen, da rede nur ich und sonst niemand. Weil das kannst du nicht machen, das ist so. Es geht nicht anders. Wir haben wohl einen Vorstand mit neun Leuten. Ich habe gesagt „Burschen, laut Vereinsgesetz brauch ich euch, aber ihr braucht keinen Schilling hergeben, ihr braucht nicht haften, ich unterschreibe euch das, aber reden tu nur ich, ihr könnt bei den Sitzungen dabei sein, ich mach etwa im Jahr nur eine.“ Es geht nicht anders. Glauben Sie mir das, es geht nicht, weil wenn ich mit neun rede, dann haben wir acht verschiedene Meinungen und keine Ahnung großteils, wirklich, keine Ahnung. Und wenn ich zu einem sage, wir müssen jetzt einen Spieler kaufen um S 20 Mio. und der Mann verdient, ist ein Finanzbeamter, hat wahrscheinlich S 20.000,-- Gehalt, ja, das geht nicht, das übersteigt ja seinen Horizont. Wie soll der sagen, ja, was kaufen, der verdient dann im Jahr S 6 Mio. netto so ein Spieler. Da kommt ja der Neid, jössas, ich hab müssen lernen, studieren und der tut ja nur Balltreten, was der verdient. Na ja, das ist die Wahrheit. Jetzt habe ich mir gleich das angewöhnt, Burschen ihr könnt dabei sein, kriegt´s alle einen schönen Anzug, kriegt´s eine schöne Reise, kriegt´s neue Schuhe, also ihr seid mein Vorstand, machen wir ein Gruppenfoto. Aber es geht nicht anders. Aber ab und zu weiß ich schon, dass gewisse hinter meinem Rücken immer schimpfen, na das macht er falsch. Sicher mache ich auch Fehler, um Gottes Willen, wo gearbeitet wird, fallen Späne. Alles kann man nicht richtig machen, aber ich versuche dann wieder das mit Sponsoren auszugleichen, wenn uns dort ein Minus passiert. Und jetzt warten ja schon so viele Leute „Mein Gott wann haut`s den Kartnig auf die Gosch`s“ auf Deutsch gesagt oder wann fällt er um, wann ist er mit Schulden da. In Wien gehen die Gerüchte, Sturm hat kein Geld mehr. Am liebsten möchte ich meine ganze Finanzgebarung herzeigen, damit die Leute wissen, dass wir nach wie vor noch Geld haben, weil ich klug denke und gescheit einkaufe und gescheit verkaufe. Wir haben heute noch Gott sei Dank S 100 Mio. Cash liegen. Wir haben S 200 Mio. im Vorjahr verdient, wir waren dreimal in der Champions League. Das erste Jahr haben wir so ausgenützt, dass wir unsere Schulden zurückgezahlt haben. Wir haben S 25 Mio. oder S 30 Mio. Schulden gehabt. Da ist uns dann die Raiffeisenkasse ein bisschen entgegen gekommen. Da sind sie mit den Zinssätzen herunter- gefahren, weil sie bei uns Sponsorverträge gemacht haben. Das haben wir dann in Form von Werbung ausgeglichen und wir sind schuldenfrei geworden und haben sozusagen im Vorjahr oder heuer ein Plus gehabt von über S 240 Mio. und heute haben wir noch S 100 Mio., die sind Kriegskasse. Wir bauen uns ein Trainingszentrum und habe natürlich in die Mannschaft investieren müssen. Das haben Sie aus den Medien wahrscheinlich eh schon erfahren. Wenn man dann eine alternde Mannschaft hat und sie haben viel erreicht wie unsere Spieler, dann ist eine gewisse Sättigung vorhanden. Was kann ich noch erreichen bei Sturm, jetzt bin ich im Europacup gewesen, dreimal Champions League gespielt, Europacupsieger kann man nicht werden, weil die finanziellen Mittel einfach fehlen. Wenn ich denke, dass die Budgets von Manchester United S 2,5 Mrd. im Jahr betragen. Und Valentia hat ein Budget von S 1,2 Mrd. und Bayern München S 2,2 Mrd. Ich habe das beobachtet, ich bin in diese Fanshops gegangen von diesen Clubs. Z.B. Manchester United um 9.00 Uhr in der Früh, da mache ich mit Ihnen eine Wette, wenn ich beobachte die SCS in Vösendorf und den Manchestershop, da waren mehr Leute bei Manchester als bei der SCS beim Eingang. Die stellen sich in Schlangen an. Die machen wahnsinnig Geschäft dort mit dem Markenartikel Manchester. Das ist etwas, wo wir nie mit können. Wir sind ein kleines Land mit 8 Mio. Menschen, wie wollen wir heute mit diesen riesigen Nationen Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich, England, .... die haben so viel Geld, die kriegen allein aus dem TV-Pool so viel Geld. Da können wir nicht mit. Wir kriegen vom Fernsehen S 6 Mio. bis S 7 Mio. und die kriegen dort S 500 Mio. Dann die Privatsponsoren, da zahlt Nike, der Ausstatter schon S 500 Mio. Die machen einen Umsatz von S 1 Mrd. mit Fanartikeln, mit der Billigware. Das müssen Sie sich anschauen einmal. Die machen irrsinnige Umsätze. Und wir als nobody – wir waren der Hecht im Karpfenteich – wir haben gegen Galata Sarai gespielt, Monaco wird vom Fürsten mit S 500 Mio. gesponsert ohne dass irgend etwas daraufsteht. Der hat ein Stadion gebaut. Das ist eine andere Welt. Da können wir nicht mittun. Wenn es Journalisten gibt oder wenn andere sagen ihr müsst da dabei sein, wenn wir da nur mitspielen können und gegen solche Clubs überhaupt antreten können, ist das für Österreich ein Renommee. Ich habe das erlebt, selbst wie ich bei der UEFA war, bei der Auslosung in Genf oder in Monte Carlo, da sind wir dahergekommen. Und jeder hat gesagt – na gut, Graz, ich sage Ihnen ehrlich, so eine gute Werbung wie Graz durch Sturm Graz hatte, das haben sie in letzter Zeit überhaupt nie gehabt. Da nützen Ihnen die Inserate, Plakate, Hörfunk und was setzt du denn dann die paar Schillinge Werbebudget, was setzt du denn da ein. In Italien machen sie ein bisschen Werbung und in Deutschland, denn die Inserate, die Vierfärber, kosten ja nicht wenig Geld, also bist mit deinem Werbebudget schon gleich am Ende. Und wenn du einen Sportverein hast, der erfolgreich war oder ist so wie Sturm Graz, dann war das für die Stadt schon was. Ich bin oft zum Bürgermeister gegangen zu meine ganzen Faschingspapperl. Sie sind mir deshalb nicht böse, und da habe ich gesagt, „Burschen ihr wisst ja gar nicht, was wir euch gebracht haben. Ich will jetzt aber kein Geld.“ Immer wenn man etwas sagt, dann glauben sie, ich will Geld haben. Ich sagte: „Ich will nichts, aber ihr sollt das einmal anerkennen. Ihr baut uns ein Stadion für 15.000 Leute, 30.000 könnten wir brauchen. Jetzt kriegen wir kein Stadion. Wir werden die Europameisterschaft im Jahr 2000 auch kriegen. Da bin ich so sicher wie das Amen im Gebet, weil die Schweiz ein guter Partner ist. UEFA und FIFA sitzt auch dort. Ich bin überzeugt, dass die das kriegen und ich hoffe, dass in Linz etwas passiert, weil das Stadion nicht schlecht ist, dass der Bürgermeister was macht und der ist auch willig, der traut sich in ein Risiko. Wir haben einen Top-Landesrat, das ist der Hirschmann. Im Land sind wir gut vertreten. Da sind Leute, die ziehen etwas durch, ein Beyerl, die Klassnig, Hirschmann, die machen etwas. Aber in der Stadt da sind wir irgendwo. Ich weiß nicht, die muss man wieder aufwecken. Und ich habe ihnen gesagt, was Sturm erreicht hat, vom Werbewert. Wir sind in Kanada, wir waren auf der ganzen Welt präsent mit Graz. Glauben Sie mir, es gibt noch einen berühmten oder interessanten Club in der Champions League, das war Rosenborg Trondheim. Wenn sich einer ein bisschen mit Fußball oder Sport interessiert, dann fragt er, „wo ist das?, wer ist das?“. Das machen die Leute. Rosenborg, da schaut man, aha, norwegischer Club. Die sind jetzt das 7. Mal in der Champions League, arbeiten ohne Ausländer, nur mit norwegischen Spielern, haben Schulen, Hallen, Fußballhalle usw. und das geht durch die Welt. Trondheim ist berühmt geworden. Und wenn wir des öfteren in der Champions League spielen oder andere Städte, wenn Innsbruck das Glück hat morgen vielleicht hineinzukommen, werden auch die einen Aufschwung haben. Nur Innsbruck hat den Vorteil, weil sie schon eine Olympiade hatten. Da haben sie schon eine andere Werbung gehabt. Wien ist eine Großstadt, das ist etwas ganz anderes. Graz ist eigentlich nur eine Stadt, wo man vorbeifährt. Da steigt keiner aus, denn da bist du schon im Süden. Die deutschen Gastarbeiter, die da gefahren sind, jetzt fahren sie ja schon anders, jetzt fahren sie über Kärnten, über den Tunnel und bei Graz steigt niemand aus. Die haben es natürlich etwas schwerer. So haben wir durch unsere sportlichen Erfolge schon eine Werbung gebracht, die meiner Meinung nach Millionen wert war. Aber ich habe immer gesagt „brauchen wir nichts, tut`s uns vielleicht sportlich unterstützen, schaut`s dass ihr ein neues Stadion kriegt und dann werden wir weiter schauen“. Aber, eben zu Sturm Graz. Dass wir sehr erfolgreich waren, meine Vision sozusagen aufgegangen ist, die ich mir eingebildet habe. Und darauf bin ich eigentlich sehr stolz, ich bin der erste Präsident in der Steiermark, der den ersten Fußballmeister in die Steiermark gebracht hat – ich gehe sozusagen in die Geschichte ein. Auch wenn ich nicht mehr leben sollte, die Leute reden vom Kartnig, der ist der erste Präsident, der Meister geworden ist mit einem steirischen Grund, das freut mich. Die Zeit ist halt jetzt eine andere Sache, wie lange werde ich das ganze noch machen, es ist aufreibend, weil die heutige gesetzlich mit diesen Spielern zu arbeiten. Sie wissen, wenn heute ein Spieler einen Vertrag abschließt, nach drei Jahren ist er dann automatisch frei und du kriegst keine Ablösesumme und das ist sehr schwierig. Du investierst heute, die Gehälter von solchen Spielern belaufen sich bei uns, ich kann jetzt nur von Graz reden, wir sind von S 2,5 Mio. bis 6 bis 7 Mio. S Nettogagen. Das hat sich einfach so entwickelt. Wenn du heute keine gute Mannschaft hast, dann wirst du im Bewerb nichts. In diesem Jahr habe ich S 130 Mio. investiert, damit wir wieder eine junge Mannschaft haben. Denen habe ich lange Verträge gegeben, drei bis fünf Jahresverträge und ich bin überzeugt, sie können mich einmal anreden drauf, ich mache mit Ihnen eine Wette. In einem Jahr ist Sturm eine Top-Mannschaft mit diesem Trainer. Denn die Mannschaft braucht natürlich bei 13, 14 neuen Leuten, die müssen sich erst finden. Das bedarf einer Zeit. Jetzt darf man nicht sagen, die werden eh nichts – das bedarf einer Zeit, bis die ganze Mannschaft zusammenspielt. Leider Gottes ist das in Wien, beim Onkel Stronach, der ein wirklich braver Mensch ist, Wirtschaftskapitän Nr. 1, hat in den Fußball mindestens S 300 Mio. hergeschenkt, das kann ich ganz offen und ehrlich sagen, das ist wirklich verschenkt. Er hat nichts bekommen, aber er hat es wirklich hergeschenkt. Leider fehlt ihm die Geduld, aber eines hat er auch, - dass er keine Ahnung von diesem Geschäft hat. Er glaubt immer, man kann sich das erkaufen. Das geht nicht, im Sport kannst du dir nichts erkaufen. Schauen Sie Real Madrid hat jetzt zwei Top-Spieler, einen Figo, den Raul und den Zidane und es funktioniert nicht. Zidane und Figo sind zwei Weltklassespieler. Der eine kostet S 900 Mio., der andere über eine Mrd. und es funktioniert nicht. Das kann man sich nicht erkaufen, das muss alles passen. Es müssen sich die Frauen privat verstehen, glauben Sie mir das, das ist auch wichtig. Man muss selbst im Privatleben auf die Spieler eingehen, das ist also so eine Psychologie das ganze Geschäft. Du musst mit jedem nett reden, du musst auf die Wünsche der Spieler eingehen. Oft denk ich mir ich bin wie ein Psychologe, ich bin wie ein Pfarrer, ich hol den Bischof Krenn her: „rede ein bisschen mit denen“. Es ist nicht einfach, glauben Sie mir, solche Spieler zu handeln, das ist alles sehr sehr schwer. Es sind alle Stars und manchmal fragt man sich, wie lange tut man sich das an, wenn man das heute ohne irgendeiner finanziellen Aufwendung macht. Die werden alle Millionäre, die Trainer sind alle reich, die Manager werden reich und unsereiner macht das eigentlich als Hobby, nur weil man eben das aus Liebe macht. Und mit einer gewissen Zeit hört sich die Liebe auf. Man sagt, jetzt möchte man auch einmal etwas herausholen. Hoffentlich, wenn es jetzt einmal ein neues Gesetz gibt, müsste ich gut bezahlt werden wie ein Top-Manager, dann bekäme ich vielleicht ein bisschen etwas zurück. Aber zur Ihrer Sache, weil Sie ja vom Marketing, von der Stadt kommen, ich würde Ihnen empfehlen, schauen Sie, dass Sie einen guten Sportverein machen, die ein bisschen hinaufkommen und macht`s dann eine Meisterfeier, wie wir das in Graz gemacht haben. Die haben über 100.000 Leute in der Stadt gehabt, also in der Umgebung. Wir haben einmal angekündigt, die Medien müssen mitspielen, das muss ich gleich vorwegnehmen. Die haben das zwei Wochen lang gepusht und so viele Menschen habe ich noch nie in der Stadt gesehen. Der Bürgermeister ist zu mir gekommen und hat gesagt: „Du, so viele Leute hat nur im 45er Jahr einer gehabt.“ Das war ein Wahnsinn. Was sich da getan hat. Und dann habe ich auch viele Briefe bekommen von den einzelnen Gastronomen, dass das Fest sehr freundlich abgelaufen ist und viel Freude gewesen ist. Die haben die größten Umsätze, die sie je erlebt haben, an diesem Tag gemacht. Wir haben eine Musikveranstaltung gemacht, wir haben um 13.00 Uhr Nachmittag schon begonnen, das Spiel hat erst um 16.00 Uhr begonnen. Wir haben in der Innenstadt mit Musikgruppen begonnen zum Spielen, denn das Stadion war ja schon ausverkauft. Ein großes Video war aufgestellt, haben die gesamte Strecke von Liebenau bis zum Hauptplatz, wo der Bürgermeister dann den Empfang gegeben hat, - er tut gerne empfangen, Geld kriegen wir eh keines, - aber ist wurscht, ich lasse ihm diese Werbung, die soll er haben, ein bisschen eine Freude soll ein Mensch auch haben, wenn einer Meister wird. Wir haben die ganze Stadt beflaggt. Jedes Geschäft wurde mit schwarz-weißen Dressen oder Accessoires geschmückt. Das haben wir selbst investiert. Wie ich das Geld bekommen habe, muss ich Ihnen natürlich auch erzählen. Ich bin einfach hergegangen und habe mir gedacht, das letzte Spiel, da kann man ruhig wenn jemand dabei sein will, wenn jemand Meister wird, habe einfach die Kartenpreise erhöht und somit habe ich mir diese ganze Meisterfeier und diese Fahnen, finanziert. Aber die Leute haben das bezahlt, es hat sich keiner aufgeregt. Glauben Sie mir das. Die Fahnen wurden uns gestohlen. Es hat sich niemand aufgeregt. Die Leute, wenn Sie Freude sehen, dann zahlen sie es eh. Und ich kann auch ganz offen sagen, meine Eintrittspreise im Stadion sind die teuersten von Österreich. Weil ich sage immer, wenn ich euch etwas biete, dann möchte ich auch von euch, dass ihr etwas bezahlt. Wenn Sie heute in das Opernhaus gehen und den Pavarotti hören, müssen Sie auch mehr zahlen als bei einem anderen Sänger. Und wir sind halt in Österreich meiner Meinung nach eine sehr gute Mannschaft. Ich biete etwas. Da sollen auch die Leute etwas zahlen. Ich muss Ihnen sagen, wir sind ein Club, wo die Arbeiter herauskommen. Die gehen, da gibt es kein Problem, dass einer sagt: „Mein Gott ihr seid viel teurer als der GAK oder wie in Wien“. Wir machen das jetzt vier oder fünf Jahre. Ich sage Ihnen ehrlich, die Leute haben sich noch nie beschwert, weil wir die teuersten in Österreich sind. Und bei dieser Meisterfeier habe ich den doppelten Preis verlangt und die haben sich gefreut. Die haben einen Wimpel bekommen, dann haben sie einen Sitzpolster gekriegt mit den Unterschriften der Spieler drauf. Das war ein Souvenir, dann haben sie sich Autogramme geholt. Das stört die Leute nicht. Wenn du ihnen ein kleines Zuckerl gibst, dann bezahlen sie eh. Und wenn du heute etwas in der Innenstadt machen willst – wir haben schon viele Initiativen in Graz gemacht mit Firmen, aber es ist halt sehr schwer, weil bei uns in Graz die Firmen nicht in der Innenstadt sind, sondern die wandern alle aus. Es werden einfach große Parks gemacht und bei uns die Innenstadt, die müsste halt schon mehr Initiative zeigen und mehr Veranstaltungen machen. Jetzt haben wir das erste Mal, was ich so mitbekomme, weil ich mich ja auch beschäftige, was kann man aus Graz machen, wo kann man mehr den Hebel ansetzen, ein Go-Kart-Rennen gehabt. Da wollte die Stadt Graz auch schon wieder nein sagen, macht es nicht. Aber ich glaube, mit Veranstaltungen kann man in einer Innenstadt sehr sehr viel bewegen. Man muss die Leute hinbringen. Und dann sieht der eine etwas im Schaufenster und kauft das. Die Gastronomie oder man kommt hinein. Es gibt Leute, die kennen nicht einmal die Innenstadt, weil sie gar nicht hineinkommen, weil sie außerhalb der Stadt einkaufen. Man muss glaube ich, die Innenstadt beleben. Nicht nur mit Inserat, die Inserate alleine sind es nicht. Ich glaube mit Veranstaltungen ist das beste, wenn man irgend welche Events macht. Events bringen Leute, so wie wir jetzt ein Jazzfestival in Graz haben. Das ist sehr gut angekommen, nur leider Gottes auf einem Platz, wo nur 3.000 Leute Platz haben oder 2.000. Das ist zu klein, man müsste einen Platz finden, wo mehr Leute kommen. Es kämen viel mehr Leute. In Österreich tut sich eh viel, aber es könnte z.B. noch mehr sein. Es ist halt nicht immer so leicht, man möchte gerne etwas machen, aber die Herrn Politiker verhindern das. Mit diesem Problem haben auch Sie zu leben, da bin ich überzeugt. Es gibt genügend Leute, die gute Ideen haben, aber sie können es dann nicht durchführen, weil vielleicht der Politiker das nicht von sich aus macht, er möchte die Werbung haben, das war seine Idee. Das gescheiteste, das ich Ihnen raten kann, verkaufen Sie ihm die Idee, wenn er das Geld gibt für die Werbung, für die Finanzierung. Das ist das beste. Ich mache das oft mit unseren Leuten. Ich sage, machen wir eine Pressekonferenz, kommst dazu. Jetzt ist aber das Problem, dass heute die Journalisten im Fernsehen die Politiker nicht mehr fotografieren und filmen. Da gibt es Weisung vom ORF. Glauben Sie mir das. Ich erlebe das ja tagtäglich. Da kommen Veranstalter zu mir, ich soll dorthin kommen. Ich sage, warum soll ich zu Ihnen kommen – ja, dann kommt man ins Fernsehen. Ich sage, kommt nicht der Herr Landesrat. Nein, da kommen sie nicht. Seitenblicke kommt nur, wenn sie kommen. Jetzt können Sie sich vorstellen, wo ich überall hinrennen müsste, nur weil überall eine Veranstaltung im Fernsehen ist. Vielleicht haben Sie Sportler am Werk, die Sie dorthin bringen, die dann bei dieser Veranstaltung sind. Mit Events glaube ich, können Sie die Innenstadt beleben und mit Autogrammstunden, ja, Stadtfeste gibt es auch schon genügend. Das macht bei uns jetzt die Kronen Zeitung, das nimmt auch schon überhand. In Linz gibt es jetzt auch ein Stadtfest. Aber es ist halt alles ein bisschen zu wenig. Die Straßenmusiker wollten sie auch verbieten. Das finde ich eigentlich lächerlich, weil ich finde eine Straßenmusik in der Herrengasse belebt. Die Leute wollen gern etwas hören. Da sind gute Musikgruppen, die hörst du oft nicht einmal in einem Konzert, so gute Leute spielen dort. Aber es gibt eben Leute die sich immer wieder aufregen, aber das ist eh eine Randgruppe eine kleine. Vor diesen Leuten gehen halt gewisse Politiker immer wieder in die Knie und haben Angst, dass er den nicht wählt, weil vielleicht fehlen ihm zur Wahl fünf Stimmen und dann wird halt etwas sozusagen unterdrückt oder nicht genehmigt. Aber jetzt möchte ich noch ganz zu Sturm kommen noch einmal. Um Sturm Graz, meine Herrschaften, wenn Sie vielleicht einmal, weil Sie kommen ja aus allen Teilen aus Österreich, brauchen Sie sich, solange ich am Werk bin, keine Sorgen machen. Ich bin ein guter Wirtschaftsmann, ich kann den Schilling dreimal umdrehen, aber ich bin auch ein risikofreudiger Mann. Das sag ich auch. Und wenn ich weiß heute, ich brauche Spieler, dann muss ich sie kaufen. Sicherlich kann man bei einem Spieler, wenn man ihn kauft, weil das ja die Ware ist, das wichtigste ist immer die Ware und die Ware sind die Spieler und wenn ein Spieler nicht funktioniert. Ich habe heute so einen lustigen Satz gehabt, den mir mein Trainer gesagt hat einmal: Da haben wir so einen alten Bus gehabt, die Spieler mussten raus gehen, schieben. Und jetzt bin ich hergegangen, jetzt kaufen wir einen neuen Bus, bin nach Spanien geflogen, habe wirklich den schönsten Bus, modernsten Bus, mit Fernsehen, mit Tonanlagen, ....., wie in einem Jumbojet schaut es da drinnen aus, Schlafsesseln, breiten Sitz, gekauft und habe dann der Mannschaft den Bus präsentiert und habe gesagt: „Schaun`s Trainer, jetzt brauchen sie nicht mehr schieben, jetzt haben`s endlich einen schöneren Bus“. Sagt er: „Präsident ja, aber Bus kann nicht spielen.“ Also das können Sie dann auch haben. Unser Trainer ist halt einmal ein sehr großer Philosoph, aber sie brauchen das. Sie brauchen einen Bus, sie brauchen das gesamte Marketing, sie brauchen schöne Dressen. Wir haben z.B. jetzt neue Dressen, orange Dressen, wir sind von schwarz-weiß weggegangen, haben uns getraut in eine kräftige Farbe zu gehen. Sie glauben ja nicht, was wir verkaufen. Die Leute stellen sich bei uns an in den Fanshops, das ist unwahrscheinlich. Wir verkaufen für österreichische Verhältnisse, in Österreich ist das sehr viel bitte, ein Klinsmann hat 80.000 Dressen verkauft, also in Deutschland mit seinem Leiberl. Wir verkaufen in Österreich 20.000, das ist gigantisch. Ich bin überzeugt, Rapid hat das nicht verkauft. Wir haben Puma als Sponsor, dass wir in dieser Richtung wirklich sehr gut drauf sind. Wir haben eine gute Ware. Ich sage Ihnen, Sturm Graz ist heute in Markenzeichen geworden, sicherlich durch meine Beziehung zum ORF und zur Presse. Ich trau mir der Presse auch alles sagen, wenn sie einmal einen Blödsinn schreiben, ruf ich ihn an und sag, du lieber Freund, tu richtig recherchieren, denn diese Lügen brauchst du nicht. Denn die News und wie die Zeitungen alle heißen, tun gerne dazudichten. Die Wiener bauen ja die auf, weil Wien, Wien, nur du allein. Aber okay, Wien ist wichtig, weil die Generaldirektoren dort sitzen und das Geld kommt doch von Wien, denn das ist der Wasserkopf. Da muss man halt immer richtig umgehen mit den Leuten. Aber der Presse muss man geradlinig entgegenkommen. Ich bin ein Mensch, wo ich sage, ich habe keine Angst, vor niemandem, mir kann keiner etwas tun. Ich sage meine Meinung, das was ich mir denke und ich bin mit meiner Art und Weise gut gefahren. Ich habe sozusagen keine Probleme, mit niemandem, ob das rot, schwarz oder blau ist, das ist völlig wurscht. So meine Herrschaften, jetzt habe ich euch ein bisschen etwas erzählt und vielleicht habt Ihr Interesse, mich zu fragen. Ihr könnt mich ruhig ein bisschen ausfragen, ich stehe für alles zur Verfügung. Fragen: Was für ein Budget hat Sturm Graz? Sturm Graz, in Wahrheit haben wir S 92 Mio. ohne Europacup und mit Europacup haben wir gehabt in diesem Jahr, weil wir das eingespielt haben, fast S 300 Mio. S 200 Mio. haben wir eingespielt, dann kommen noch kleine Sponsorbeiträge, Mitgliedsbeiträge. Auf einmal, wenn es läuft, werden die Mitgliedsbeiträge, da schenken sie dir ja Geld, statt S 1.000,-- Mitgliedsgeld sagt einer fünf. Es gibt solche Leute, da zahlen sie mehr ein oder Hunderter und viel Kleinvieh macht auch Mist. Also S 300 Mio. haben wir heuer Budget gehabt. Was ist für ein Eintritt bei einem normalen Meisterschaftspiel? Sie müssen rechnen, die teuerste Karte kostet S 550,-- und die billigste, jetzt lasse ich die Kinderkarte weg und Studentenkarte, S 250,--. Gibt es da keine Richtlinien, in jeder Liga gibt`s Linien? Nein, das lasse ich mir gar nicht vorschreiben. Wenn ich eine teure Mannschaft habe. Ich lasse mir nicht von der Liga vorschreiben, welche Preise ich mache. Nein, das geht nicht. Das ist ein Künstlergeschäft. Wenn Sie gute Spieler haben, die wollen Geld, denn wenn er nicht zu dir kommt, geht er woanders hin. In Deutschland und woanders kriegt er das Geld. Jetzt verdienen die einen anderen Level. Jetzt muss ich natürlich dem Spieler mehr zahlen, ich muss ja das Geld einnehmen. Ich weiß, was ich an Werbegeld einnehme, ich weiß was ich an Mitgliedsbeiträgen kriege und was krieg ich jetzt von den Zuschauern. Da muss ich das auch rechnen. Wir haben ein Drittel ca. Zuschauereinnahmen. Zwischen S 40 Mio. und S 50 Mio. auch S 30 Mio. Das bewegt sich. Wir haben einen VIP-Club, den wir gut betreuen. Sind da die Fernsehgelder auch schon dabei oder nur Eintrittsgelder? Eintrittskarten, das Fernsehgeld ist in der Werbung drinnen. Der Hauptsponsor Max Mobil, das geht nicht, das lasse ich mir nicht vorschreiben. Die Gehälter sind von Künstlern, werden immer teurer. Der eine lizenziert den anderen rauf. Schauen´s her, der Matthäus ist zu Rapid kommen wegen S 35 Mio. für drei Jahre netto. Natürlich das hat die Bank Austria wahrscheinlich wieder übernommen oder irgendwer. Die tun sich alle leicht. Ich kann in der Steiermark mit solchen Geldern nicht rechnen. Fehlmeinung gegenüber Frank Stronach? Vollkommen richtig. Ja, gebe ich zu. Schauen Sie, Frank Stronach, ist ganz kurz zu erklären: Der Frank Stronach wurde uns vorgestellt in Baden im Casino und er ist reingekommen, war auch so ein Auditorium, ein riesiger Saal, die Bundesliga ist dort gesessen, ich bin mit meinem Manager gewesen, habe schon einmal gehört von diesem Frank Stronach. Er ist ein Steirer, aus Weitz, ist ausgewandert nach Kanada und hat dort ein Imperium aufgebaut. Dann sitzt er vorne und sagt auf einmal: „Burschen, alle kriegt ihr von mir S 10 Mio. pro Jahr pro Club, wenn ihr im Jahr 2003 oder 2005 aus dem ORF-Vertrag aussteigt. Ich habe mir gedacht, das ist klasse. Jetzt haben wir noch fünf Jahre bis dorthin. Das sind S 50 Mio. Da habe ich zum Heinz gesagt, „das ist unwahrscheinlich, da kommt der reiche Onkel aus Amerika“. Der schenkt uns S 50 Mio. auf nichts und das hat er gesagt, nur war mir diese Sache, ich sage Ihnen ehrlich, ich musste Geld immer schwer erarbeiten, ich musste immer eine Leistung bringen. Mir hat noch nie einer Geld geschenkt, wirklich, noch nie. Ich musste immer eine Gegenleistung bringen, eine Werbung oder irgendwelche andere Dinge. Aber dass einer kommt und sagt, jetzt schenke ich euch S 50 Mio., das war für mich unglaubwürdig. Es hat sich ja dann herausgestellt, dass es ja nicht so war. Dann sind Juristen gekommen für ihn und haben mit den Vereinen Salzburg, Innsbruck und wie sie alle heißen. Ich sage Ihnen gleich, wer kein Geld genommen hat, das war Rapid, das war der LASK, das war Sturm und ich glaube, dann sind wir schon aus. Und er hat sich dann natürlich auch den Präsidenten auch erwerben wollen. Er hat sich sozusagen diesen Einstand erkauft. Wir haben aber einen Vertrag gehabt mit der ISBR und der ORF wieder mit der ISBR. Wir haben einen vermittelnden Makler gehabt in Deutschland, der uns die Fernsehrechte verkauft. Weil es ist ja doch Monopol, Fernsehen haben wir in Österreich, das gefällt mir nicht ganz gut, das sage ich ganz ehrlich, aber es ist nur einmal der ORF. Die ISBR ist eine Münchner deutsche Agentur die verkauft uns die Fernsehrechte, hat aber der ORF sozusagen zugeschlagen, zahlt dafür S 120 Mio. an die ISBR und wir kriegen davon S 100 Mio., S 20 Mio. ist Provision für diese Leute. Und wir hätten sollen dort aussteigen. Eines weiß ich, dass halt ohne ORF werbemäßig in Österreich, da kann ruhig ein Privatfernsehen kommen, meine Herrschaften, glaubt es mir, die haben nicht die Reichweite. Ich bin überzeugt davon, dass das Privatfernsehen nie diese Reichweite haben wird wie ein ORF. Wenn sie auch jetzt einmal ein bisschen auftreten, aber das wird`s nicht spielen. Somit habe ich sozusagen gegen Stronach, wie gesagt, ich tu nicht mit, ich wähle ihn auch nicht zum Präsidenten. Natürlich schaukelt sich das ganze ja hoch. Dann kommen die Medien, dann die Herren Politiker. Sie wollen eine große Weltkugel bauen. Da will ich nicht in der Öffentlichkeit erzählen, was da dann gelaufen ist. Die Leute, die dem Stronach schön tun, in Wahrheit haben sie ihn gehasst wie die Pest. Aber eines muss ich jetzt ehrlich sagen, er hat das Geld wirklich hergeschenkt. Jeder Verein hat das Geld gekriegt trotz Verträgen mit Anwälten, aber er war ein Gentleman und hat gesagt, lasst das. Innsbruck hat er S 50 Mio. geschenkt, Salzburg hat S 50 Mio. gekriegt, der GAK S 45 Mio., Admira S 20 Mio. Also er hat summa summarum, bevor er in das Engagement Austria Wien eingestiegen ist, das dem Magnakonzern auch im Jahr ca. S 200 Mio. kostet, hat er S 300 Mio. verschenkt. Und ich habe ihn inzwischen kennen gelernt. Er ist ein ganz korrekter Mann. Als Bundesligapräsident verhält er sich wirklich sehr neutral. Auch die Kontroversen die wir gehabt haben, sind ausgeräumt. Ich muss Ihnen sagen, es kann sogar einmal sein, dass Magna von Sturm gesponsert wird. Sie sind sehr erfolgreich in Ihrem Beruf und sind dann eingestiegen mit Sturm Graz jetzt beispielsweise. Stellen Sie sich bitte einmal vor, wären Sie auch eingestiegen in diese viele Arbeit, wenn Sie jetzt die Sekretärin in Ihrem eigenen Job wären, und dann am Abend um 19.00 Uhr zu einer Sitzung gehen müssten. Wie motiviert man dann jemanden zu sagen, die macht das auch noch mit und das machst du auch noch mit. Wie kommt die dazu. Ja, ich kann es Ihnen schon sagen, so war es nicht. Mein Sohn ist jetzt in der Firma. Ich musste auch meinen Sohn heranziehen, dass er meine Firma überhaupt führt. Ich habe damals schon sehr viel getan und ich gebe mehr Zeit für Sturm aus als für meine eigene Firma. Ich bin auch ganz ehrlich, Sturm bringt mir etwas geschäftlich. Die Zugänge, die ich heute habe, habe ich vorher nie gehabt. Ich habe damals den Vranitzky anrufen können, heute kann ich den Schüssel anrufen, es ist wurscht wer. Ich kann den Arbeitgeber, den Präsident von Deutschland anrufen, der ist auf einmal da. Das habe ich als Kartnig nicht gehabt, aber als Präsident. Ich lege darauf keinen Wert. Ein Titel ohne Mittel ist nichts wert sage ich immer. Aber es ist so. Sturm hat mir doch einiges ermöglicht und ich stehe auch dazu. Meine Geschäfte gehen auch besser. Ich habe heute Zutritt zu Firmen, ich komme heute zur Anbotslegung, wo ich sonst nie dazukomme. Das sage ich ganz offen. Und da gibt es leider in Österreich Präsidenten, die streiten das immer ab. Es bringt auch etwas und deshalb habe ich den Einsatz. Und wenn du das gut machst, kannst du noch mehr daraus machen. Grundlage, das war der Idealismus? Idealismus war die Grundlage. Weil ich gesagt habe, das muss ich erreichen, das gibt es nicht, dass die Wiener immer der Meister werden. In der Steiermark gibt es das nicht. Darauf habe ich hingearbeitet. Auf der anderen Seite könnten Sie wahrscheinlich nicht Ihr eigener Sekretär sein. Sie sind einfach ein Macher – schließlich und endlich ein Macher, der seine Sache macht, der weiß, wo er hingehört. Ich habe Visionen und ziehe sie durch. Dann sage ich das geht schon. Was glauben Sie, wie viele Menschen zu mir gekommen sind mit Ideen – tolle Ideen, aber sie können sie nicht durchziehen. Sie müssen es machen, Sie müssen es durchbringen. Sie würden sagen ich mache es oder ich lasse es. Davor muss ich eines kurz erwähnen. Da gibt es einen Schiort in Österreich, Ischgl. Vor diesen Leuten ziehe ich den Hut bitte, die machen das sensationell. Wirklich, was die alles bewegen, das ist grandios. Und wenn ich andere Schiorte, nehmen wir bei uns Schladming, habe ich sogar gebracht einen Hotelier aus Ischgl, er hätte nur ein Grundstück geschenkt bekommen von der Gemeinde und er hätte ein Hotel gebaut. Denn Schladming lebt und fällt mit der Hotellerie. Das haben wir dort nicht. Der hätte eines gebaut. Der Bürgermeister war nicht imstande ein Grundstück zu bekommen. Und in Ischgl, wenn Sie heute schauen, dort ist etwas los. Ich schwöre Ihnen, da werden Umsätze gemacht. Dort feiert die ganze Stadt. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Und da geht es bis Mai fast. Tolle Hotels, tolle Schipisten, also das ist wirklich ein Schiort. Ich bin kein Schifahrer, aber ich gehe gerne hin, weil dort ist immer Halli-Galli. Welche Gesellschaftsform hat Ihr Unternehmen und sind Sie ein Diktator? Diktator klingt immer gut, aber wenn einer anschafft, ist er immer ein Diktator. Es ist klar, dass ich meine Firma aufgebaut habe. Ich sage Ihnen ganz offen, ich habe eine Pleite auch schon einmal hinter mir gehabt. Es ist nichts dabei, ich stehe dazu. Ich habe auch schon einen Konkurs hinter mir gehabt und habe den mit 100 % bezahlen müssen. Ich habe alles zurückbezahlt. Ich habe alle möglichen Höhen und Tiefen in meinem Leben miterlebt. Ich stehe auch dazu und bin wieder zum Kunden gegangen und habe gesagt: „Burschen, ich habe keinen betrogen, geben Sie mir die Chance, ich möchte für euch gut arbeiten von dem großen Werbekuchen nur ein Stückerl herunterschneiden. Und wenn mir jeder ein Stückerl gibt, dann kann man gut leben, das ist im Fremdenverkehr auch so.
  15. Wenn wir jetzt Zuhause gegen Mattersburg nicht gewinnen können wirds wirklich kritisch!