Interview mit Christian Mayrleb


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Wien - Tore schießen ist Christian Mayrlebs Sache nicht.

Aber nur auf den zweiten Blick, denn auf den ersten hat der Pasching-Stürmer 21 Treffer auf seinem Konto.

Und führt damit die Liste der erfolgreichsten Schützen an, mit vier Toren Vorsprung auf seinen Nachfolger bei der Wiener Austria, Sigurd Rushfeldt.

Sieben Mal hat "Moarli", wie der 32-Jährige von Mitspielern gerufen wird, alleine gegen Schlusslicht Bregenz in dieser Saison getroffen.

Gegen GAK und Rapid steht noch die Null

Jedoch gegen die Konkurrenz im Kampf um den Titel will es nicht so recht klappen für Christian Mayrleb.

In den Duellen mit Rapid und GAK steht noch immer die Null, gegen Ex-Klub Austria hat der Torjäger einmal ins Schwarze getroffen.

Sind die Verteidiger der Kontrahenten zu stark, ist Mayrleb zu schwach? Warum klappt es ausgerechnet gegen jene Gegner, die ebenfalls meisterliche Ambitionen hegen, nicht?

Im Sport1-Interview spricht die wandelnde Tor-Garantie des FC Pasching über das packende Meisterschafts-Finale, Paschings Chancen, das Theater um Trainer Georg Zellhofer und sein Wunsch nach der Torjäger-Krone.

Sport1: Im Moment liegt der FC Pasching hinter Austria und Rapid auf Rang drei. Warum wird Pasching am Ende Meister?

Christian Mayrleb: Es ist im Moment schwer zu sagen, denn es sind ja noch einige Runden zu spielen. Wir haben aber alle Möglichkeiten, unsere Auslosung ist nicht so schlecht. Wenn ich zum Beispiel die Austria hernehme, die müssen noch zwei Mal gegen den GAK und zwei Mal gegen uns spielen. Alles ist möglich, von den ersten vier Teams kann jedes Meister werden.

Sport1: Inwieweit ist es für euch ein Vorteil, dass ihr zwar Meister werden wollt, im Gegensatz zu Austria aber nicht müsst?

Mayrleb: Das ist natürlich ein großer Vorteil für uns. Die Austria muss mit diesem Kader Meister werden, der zweite Platz interessiert dort nicht. Auch Rapid und GAK bekommen vom Umfeld viel Druck. Uns hat niemand auf der Rechnung gehabt, der dritte Platz war das Höchste der Gefühle, was man uns zugetraut hat.

Sport1: Zuletzt gab es Niederlagen gegen GAK und Rapid. Fehlen euch am Ende die sogenannten "Big Points"?

Mayrleb: In der Vergangenheit haben wir im Frühjahr immer gegen die sogenannten Großen gepunktet und uns gegen die kleineren Teams schwer getan und viele Zähler liegen gelassen. Jetzt ist es genau umgekehrt, aber abgerechnet wird am Schluss und dann werden wir schauen.

Sport1: Auslosung und der harte Winter wollen es so, dass ihr noch zwei Mal gegen die Wiener Austria, die gegen Pasching in dieser Saison noch keinen Punkt geholt hat, antreten müsst oder in eurem Fall dürft. Ein Vorteil im Titelrennen?

Mayrleb: Ich hoffe wir bleiben auch in den zwei verbleibenden Spielen Austrias Angstgegner. In Wien wäre ein Punkt eine Sensation, auch wenn wir das letzte Duell im Horr-Stadion gewonnen haben. Vor heimischer Kulisse stellen wir natürlich höher Ansprüche an uns, da wollen wir auch die Austria schlagen.

Sport1: Trainer Zellhofer wird seit längerem mit einem Wechsel nach Wien-Favoriten in Verbindung gebracht. Sind diese Liebesg'schichten und Heiratssachen störend für die Mannschaft?

Mayrleb: Momentan ist es für uns kein Thema, wir beschäftigen uns kaum damit. Das ganze Hin und Her lässt die Mannschaft eher kalt. Ich habe gehört, dass er sich bis 30. April entscheiden muss und das wird er schlussendlich auch.

Sport1: Du stehst in der ewigen Torschützenliste vor Stürmern wie Polster, Pfeifenberger oder Ogris, hast aber noch nie die Torjäger-Krone gewonnen. Heuer sieht es aber sehr gut für dich aus, oder?

Mayrleb: Als Stürmer wird man an der Anzahl der Tore gemessen, deshalb hat der Titel des Torschützenkönigs eine sehr große Bedeutung für mich. Wenn man am Schluss der Saison ganz oben steht, vielleicht noch mit dem Meisterteller in der Hand, wäre es natürlich eine Belohnung, das I-Tüpfelchen.

Sport1: Ein Blick auf die Statistik verrät, dass du gegen Bregenz und Co. am laufenden Band triffst, gegen die Meister-Konkurrenz aber erst einmal getroffen hast. Woran liegt das?

Mayrleb: Schwer zu sagen! Gegen den GAK sind wir zuletzt zu keiner Torchance gekommen, da wurden wir an die Wand gespielt. In diesem Spiel hat die gesamte Mannschaft einen schwarzen Tag gehabt. Wenn wir einen guten Tag erwischen, kann ich auch gegen Austria oder Rapid ein Tor schießen.

Sport1: Salzburg will nach dem Einstieg von Red Bull ab der kommenden Saison ein Wörtchen um den Titel mitreden. Fürchtest du durch den Einstieg von Großkonzernen einen Rückfall ins Mittelmaß für den FC Pasching?

Mayrleb: Es war ja jetzt schon so, dass einige Vereine mehr Budget als Pasching haben. Deshalb wird sich an der Situation nicht unbedingt viel ändern. Wir werden auch in Zukunft eine sehr gute Truppe haben und auch in Zukunft um die ersten vier Plätze mitspielen. Egal, ob Red Bull bei Salzburg oder IMG beim GAK einsteigt.

www.sport1.at

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