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Schaffhausen - Basel

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Schaffhauser Nachrichten

Montag 15. November 2004, Sport

von Matthias Dubach

Im Vorfeld der Partie gab es einige Befürchtungen betreffend die Basler Fans, welche traditionellerweise in grosser Anzahl ihr Team an die Auswärtspartien begleiten. Besonders der gewaltbereite Teil der FCB-Anhänger gab Anlass zur Besorgnis. Die Bilder der Strassenschlachten in Zürich vor zwei Wochen waren noch in schlechter Erinnerung. Es wurde befürchtet, dass sich in Schaffhausen erneut solche unschönen Szenen wie nach der Partie FCS - Grasshoppers abspielen würden.

Wenig Probleme

Doch solche Mutmassungen erwiesen sich als Sturm im Wasserglas. Die Fans des FCB blieben trotz der Niederlage während und nach dem Spiel weit gehend ruhig. «Es gab keine grösseren Probleme, wir sind zufrieden mit dem Ablauf», gab Matthias Bührer, Sicherheitsverantwortlicher des FC Schaffhausen, am Abend bekannt. Einzig vor dem Stadion kam es noch vor dem Anpfiff zu kleineren Scharmützeln. «Da ging es den Hooligans nur darum, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken», beschreibt Bührer die Vorfälle. Anders als befürchtet mussten jedoch keine Basler Fans mangels Eintrittstickets vor den Eingangstoren abgewiesen werden. Kurz vor dem Anstoss antwortete der rot-blaue Anhang mit dem Abbrennen von Leuchtpetarden auf die gelungene Schiff-Choreografie der Schaffhauser Bierkurve. «Das Feuerwerkmaterial wurde vermutlich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag im Stadion versteckt», glaubt Matthias Bührer. Lobend äusserte sich der Sicherheitsverantwortliche über die neuen Netze hinter beiden Toren und die nochmals verstärkten Zäune rund ums Spielfeld. «Zum ersten Mal war das Sicherheitspersonal im Stadion auch mit Hunden ausgerüstet», spricht Bührer die abschreckende Wirkung der Vierbeiner an.

Während des Spiels zeigten die Supporter im Sektor 3 wenig Emotionen, die Stimmung hielt sich in Grenzen. Es war offensichtlich, dass die Partie beim Aufsteiger für die FCB-Fans lediglich eine Pflichtaufgabe darstellte. Deshalb hielt sich auch der Ärger über die Niederlage der eigenen Mannschaft in Grenzen, die Fans zogen nach der Partie relativ gesittet über die Steigstrasse Richtung Bahnhof.

Provokationen beim Bahnhof

Dort wurde der harte Kern der FCB-Fans, welche bekanntlich der rechtsextremen Szene nahe stehen, aus unerfindlichen Gründen von einer Gruppe Jugendlicher ausländischer Herkunft provoziert. Eine Jagd durch die Altstadt und eine Keilerei auf der Bahnhofstrasse waren die Folge dieser Provokation. Ansonsten blieb die Situation beim Bahnhof, anders als vor zwei Wochen, relativ ruhig.

Dies bestätigte auch Polizeisprecher Benno Schmid. «Die Lage um den Bahnhof war angespannt, sie geriet aber nicht in Gefahr zu eskalieren» lautete die Auskunft. Schmid zeigte sich erfreut über den Ablauf des Polizei-Grosseinsatzes. Dieser beinhaltete nicht nur die Hooligan-Problematik, auch mit dem Verkehr auf der Breite hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. «Die grosse Menge an Leuten konnten wir gut von der Breite runterleiten», erläuterte der Polizeisprecher.

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