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Vafluacht

X-Prize entschieden!

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10-Millionen-Dollar-Preis gewonnen

"SpaceShipOne": Beim zweiten Rekordversuch binnen einer Woche flog Pilot Brian Binnie fast bis ins All

Washington - Das kalifornische Raketenflugzeug "SpaceShipOne" hat das acht Jahre lange Rennen um ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar (8,2 Millionen Euro) gewonnen. Beim zweiten Rekordversuch innerhalb einer Woche flog Pilot Brian Binnie am Montag in eine Höhe von 112 Kilometer fast bis ins All. Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Radarmessungen, noch bevor Binnie nach dem rund 90 Minuten langen Flug sicher zum kalifornischen Wüstenflughafen Mojave zurückgekehrt war.

Um den derzeit renommiertesten Preis in der Raumfahrtindustrie, den 1996 ausgelobten "Ansari X-Prize", haben 26 Teams aus sieben Ländern gekämpft. Die Initiatoren wollen mit dem Preisgeld die Tür zum Weltraumtourismus und zur kommerziellen Nutzung des Weltalls öffnen.

Fast ausschließlich privat finanziert

"SpaceShipOne" ist ein ausschließlich privat finanziertes Raumflugzeug. Hinter dem Projekt stehen der Luftfahrtpionier Burt Rutan (60) und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (51). Luftfahrtenthusiast Allen hat nach US-Medienberichten das Projekt mit 25 Millionen Dollar gefördert. Bei den Rekordflügen sei es dem Team nicht um das Preisgeld gegangen, sagte Rutans Bruder Dick dem US-Nachrichtensender CNN. "Es ist nicht das Geld. Es ist der Erfolg, ein neues Kapitel in der Raumfahrt zu öffnen."

Das kalifornische Mojave Aerospace Ventures Team legte den zweiten Rekordflug absichtlich auf den 47. Jahrestag des Starts des ersten Sputnik-Satelliten ins All. Wie am Mittwoch vergangener Woche verfolgten kurz nach Sonnenaufgang wieder mehrere tausend Schaulustige vor der gewalten Naturkulisse in der Mojave-Wüste den zweiten Rekordversuch.

14 Kilometer hochgeschleppt

Trotz des Erfolges in der Vorwoche wechselte das "SpaceShipOne"- Team für den entscheidenden Flug den Piloten aus. Am Montag übernahm Testpilot Brian Binnie das Kommando. Der 51-Jährige war der erste Pilot, der mit einem privat finanzierten Flugzeug am 17. Dezember vergangenen Jahres Überschallgeschwindigkeit erreichte. Nach Mike Melvill ist Binnie der zweite zivile Pilot, der sich jetzt Astronaut nennen darf. Binnie flog sogar noch neun Kilometer höher als Melvill am vergangenen Mittwoch.

Im Huckepack-Verfahren wurde "SpaceShipOne" vom Transportflugzeug "White Knight" bis in eine Höhe von etwas mehr als 14 Kilometer geschleppt. Dann koppelte Binnie ab und startete rund 90 Sekunden lang die Raketentriebwerke. Mit dreifacher Schallgeschwindigkeit und einem senkrechten Kondensstreifen am Himmel raste er dann bis an den Rand des Orbits. Wenige Minuten später trat Binnie mit einem kurzen Grollen am Horizont wieder in die Erdatmosphäre ein. Nach dem Gewinn des Preises beginnt für "SpaceShipOne" die kommerzielle Nutzung. Der britische Milliardär und Fluglinien-Mogul will ab 2007 an Bord eines modifizierten Flugzeugtyps die ersten Weltraumtouristen in den Orbit befördern.

derstandard.at

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