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LowFive

[CD-REVIEW] The Cure

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The Cure

The Cure sind frisch aus der Gruft zurück.

Große Töne wurden im Vorfeld der Veröffentlichung gespuckt, der einzige Fixpunkt

im The Cure-Gefüge, Ober-Gruftlord Robert Smith, sprach von dem am meisten

Cure-mäßigen Album der Geschichte, und wer dieses Album nicht mag, könne the Cure

nicht mögen.

Für den Produzentenjob wurde Ross Robinson engagiert, was erstmal überrascht,

denn alle Alben wurden von Smith höchtpersönlich produziert und außerdem

ist Robinson bekannt für seine New-Metal Schützlinge Limp Bizkit und Korn.

Smith bgründete die Wahl damit, dass Robinson schon mit der Musik von The Cure

aufgewachsen sein, und so einen objektiveren Zugang habe als er selbst.

Man habe sich geeinigt und hatte eine tolle Zusammenarbeit, hieß es zuletzt.

Was zusätzlich noch die Erwartungen herunterschrauben lässt, sind die eher

missglückten Techno-Kooperationen (z.B. "A Forest" mit Blank&Jones) in letzter

Zeit, genau wie die eher schlechten Draufgaben zu den Greatest Hits.

Beim ersten Reinhören, das Album ist genauso finster wie alle anderen, aber dabei

nicht poppig, sondern verzerrt und lärmend.

Der Einstieg in den Schatten heißt "Lost" ("I can't find myself"), der sich hypnotisch

steigert und mit dem pochenden Rhythmus sich schlussendlich in einem

Noisegewitter verliert. (Robert Smith kann übrigens noch immer nicht richtig singen,

aber wen stört das?). Die Traurigkeit wird volley in "Labyrinth" übernommen,

das schon eher an klassische Cure-Lieder anknüpft. Auf jeden Fall hörenswert!

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Bei "Before Three" mag noch ein wenig Frohsinn aufgekommen, die Melancholie

erreicht ihren Höhepunkt dann auf "Anniversary", und gerade da zeigt sich die Brillianz

von The Cure; auch produktionstechnisch wurde hier ganz Arbeit geleistet (Die

Melodie wird von einem Synth-Xylophon getragen, immer wieder mischt sich Lärm

darunter, der sich dann aber in Harmonie auflöst).

Auf "Us Or Them" wird wieder mehr gerockt, recht monoton plätscherns skandiert

Smith "Get my f*cking world out of your head". Auch ein sehr guter Song, wieder

etwas fröhlicher ist "Taking Off", das teilweise fast nach Zwan klingt.

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Die Therapie gegen Glücksgefühl

und wenig Haare

Auf dem 10Minuten Groover "The Promise" wird wieder so richtig gelärmt;

Die Single "The End Of The World" ist ebenso ein gutes Stück, in dem es - wie öfter -

um Beziehungsproblemchen geht. Dabei kommt man einem gewöhnlichen

Rocksong recht nahe, vielleicht auch, weil auch Dur-Akkorde vorkommen.

Fazit

Wenn diese Cure-Album die Band ausmacht, darf man sich getrost darauf einlassen,

auch wenn die Eintönigkeit von Smiths' Stimme manchmal auf die Nerven gehen mag,

sind die Songs doch sehr gut geschrieben und exzellent produziert.

8/10 Punkte

bearbeitet von LowFive

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