gerhard79

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  1. Auf Grund der rasant steigenden Spritpreise wurde der Ausflug in Slowakei mit einem Tankstopp verbunden. Vor dem Spiel in Kráľová pri Senci war noch Zeit, die 120 Jahre alte Steinbrücke sowie die turmlose Kirche zu besichtigen. Im Štadión Sigotka fand schließlich das Spiel der IV. Liga Bratislava gegen FKM Karlova Ves statt, mit dessen Besuch ich diese Liga endlich komplettieren konnte. Mit einem Heimsieg sollte es diesmal aber nichts werden. Die Gäste, die ihre Spiele übrigens in Zohor austragen, waren zu stark und gewannen vor ca. 100 Zuschauern mit 2:0. Fotos
  2. Nach einem Ausflug in den Tierpark Haag waren an diesem Samstag Nachmittag nur noch etwa 30 km nach Schwertberg zurückzulegen. 200 Zuschauer kamen bei schönem Wetter zum ersten Heimspiel im Frühjahr und wurden nicht enttäuscht. Die Gastgeber konnten einen 2:0-Sieg feiern und sich ein wenig vom unteren Ende der Tabelle entfernen. Fotos
  3. Zum Auftakt der Rückrunde der oberösterreichischen Landesliga Ost gab es in Linz-Magdalena ein Unentschieden, wobei es für die mit Aufstiegsambitionen gestarteten Gäste aus St. Ulrich eher zwei verlorene Punkte sind. Fotos
  4. Das für Samstag angesetzte Spiel der II. Liga Mitte wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes in Lockenhaus kurzerhand auf Sonntag in Rattersdorf verschoben. Da hier nur selten gespielt wird, nutzte ich die Gelegenheit und gab diesem Spiel den Vorrang gegenüber dem Spiel in Tschurndorf. Zum meteorologischen Frühlingsbeginn gab es standesgemäß Sonnenschein und Temperaturen um die 15 Grad. Ein Rundgang durch den Ort gibt nicht viel her, aber immerhin die Wallfahrtskirche, die sich direkt hinter dem Sportplatz befindet, und ein Kugelbunker aus dem 2. Weltkrieg konnten besichtigt werden. 150 Zuschauer verfolgten eine unterhaltsame, aber relativ einseitige Partie, denn die Gäste aus Kobersdorf gaben den Ton an und fixierten bereits in der ersten halben Stunde mit drei Toren die Vorentscheidung. Nach der Pause wurden die 3 Punkte clever nach Hause gespielt, während der SC Lockenhaus die Frühjahrssaison mit einer schwachen Leistung verpatzte. Fotos
  5. Der Tabellenführer aus Weppersdorf startete fulminant in die Rückrunde der 1. Klasse Mitte und präsentierte sich in Torlaune. Die 120 Zuschauer bekamen bei frühlingshaften Temperaturen insgesamt 8 Treffer zu sehen. Da bekommt man Gusto auf das kommende Fußballfrühjahr! Fotos
  6. Neuhofen an der Ybbs wird auch "Wiege Österreichs" genannt, weil es 996 in der Ostarrichi-Urkunde erwähnt wurde. Heute befinden sich hier das Ostarrichi-Museum und zwei Fußballplätze. Die Union-Sportanlage wird vom heimischen Verein in der 2. Klasse Ybbstal bespielt, während der Kunstrasenplatz für Testspiele in der Saison-Vorbereitung zur Verfügung steht. Diesen nützten an diesem Mittwochabend die Teams aus Winklarn und Mank, die beide in der 1. Klasse tätig sind. Die Beginnzeit um 17 Uhr war sehr angenehm, denn auch Ende Februar konnten Fotos mit Tageslicht gemacht werden. Auch das Wetter war ein Traum - die Überreste der starken Schneefälle der Vorwoche waren zwar noch zu sehen, aber mit 14 Grad und Sonnenschein war es quasi der erste Frühlingstag in diesem Jahr. Auch das Spiel war recht gefällig und chancenreich. 5 Tore waren schließlich die Ausbeute, wobei die Fußballer aus Winklarn das bessere Ende für sich hatten. Emfehlen kann ich nicht nur einen Besuch auf den beiden Fußballplätzen, sondern auch einen Wiege Österreich Spaziergang, der rund um den Ort führt. Und das kleine, aber feine Ostarrichi-Museum ist auch einen Besuch wert. Fotos
  7. Nur 10 Autominuten vom Stadion Slaski entfernt liegt die im März des Vorjahres eröffnete Arena Katowice. Problemlos konnte man mittels QR-Code den im Vorverkauf um 30 Zloty mitgebuchten Parkplatz direkt beim Stadion ansteuern. Das Ticket schlägt übrigens mit 55 Zloty zu Buche - alles in allem sind Stadionbesuche in Polen noch immer günstiger als im Westen. Es handelte sich heute nicht um ein Topspiel, befinden sich schließlich beide Teams in der unteren Tabellenhälfte der Ekstraklasa. Auswärtsfans waren offenbar entweder nicht erlaubt oder hatten kein Interesse, ihr Team zu unterstützen, jedenfalls blieb der Auswärtssektor leer. Auch im restlichen Stadion blieben weitere Sitzplätze frei. Bei der offiziellen Zuschauerzahl von 10594 sind wahrscheinlich die verkauften Abos mitgerechnet, die nicht der Kälte trotzen und das Spiel lieber im TV verfolgen wollten. Im Kühlschrank von Kattowitz begann es kurz nach Anpfiff leicht zu schneien. Das war auch dem Spielniveau nicht unbedingt zuträglich, denn nach dem frühen 1:0 der Hausherren waren Torchancen und gute Szenen eher Mangelware. So blieb es auch bei diesem knappem Sieg des GKS, und für mich ging es nach diesem aufregenden Wochenende im Schneegestöber vier Stunden zurück in die Heimat. Jan Furtok, Katowice-Legende und von 1988 bis 1995 Profi beim HSV und in Frankfurt, der 2024 viel zu früh (mit 62 Jahren) verstarb, wird übrigens bei jedem Heimspiel sowohl bei der Bekanntgabe der Aufstellung als auch in der 9. Minute gedacht. Auch die Nr. 9 wird ihm zu Ehren bis auf weiteres nicht vergeben. Fotos
  8. Ruch na Slaskim - während das eigene Stadion umgebaut wird, spielt Ruch Chorzow im für die zweithöchste Spielklasse eigentlich viel zu großen Stadion Slaski. Gegen Polonia Bytom waren beachtliche 20.000 Zuschauer ins 54.000 Leute fassende Oval gekommen. Die offizielle Zuschauerzahl gegen Slask Wroclaw wurde mit knapp über 17.000 angegeben. Voll wird das Stadion möglicherweise gegen Tabellenführer Wisla Krakow, mit denen Ruch eine langjährige, enge Fanfreundschaft pflegt. Auch an diesem Sonntag Nachmittag sah man viele rot-weiße Wisla-Schals auf der Tribüne. Die herrschenden Farben waren allerdings natürlich blau und weiß. Die Gegentribüne war ziemlich gut gefüllt, während der Rest des Stadions eher leer war. Pufferzonen also ausreichend vorhanden. Nur hinter einem Tor, hoch oben am 2. Rang, konnte man den aus Breslau mitgereisten Anhang erkennen. Es war übrigens nicht mein erster Besuch im Slaski. Im Oktober 2008, als es noch als fixes Nationalstadion des polnischen Verbands fungierte, fand eines der letzten Länderspiele hier statt, bevor 2009 der Rück- und Umbau begann: vor 48.000 Zuschauern gewann Polen gegen Tschechien 2:1. Für die EURO 2012 wurde das Slaski dennoch nicht rechtzeitig fertig und erst 2017 wieder eröffnet. Während man in Erinnerungen schwelgte, entwickelte sich ein fast dramatisches Spiel, in dem Ruch durch einen Strafstoß durch Michal Szewczyk 1:0 in Führung ging und das 2:0 vom VAR aberkannt wurde. Stattdessen drehten die Gäste das Spiel, und es stand plötzlich 1:2. Kurz vor Schluss verwandelte Szewczyk einen weiteren Elfmeter erst im Nachschuss und sicherte seinem Team den verdienten Punkt. Fotos
  9. Odra Opole pflegt eine Fan-Freundschaft mit Polonia Bytom. Das war aber nicht der Grund dafür, dieses Spiel zu besuchen, sondern einfach nur Zufall. Da das zuvor besuchte Testspiel in Opole schon zu Mittag stattfand, war genügend Zeit für die 100 km nach Bytom, und nach einem Tankstopp (keine Ahnung, wann ich zuletzt umgerechnet 1,25 € für den Liter E10 bezahlt habe) checkte ich im B&B Hotel Bytom ein. Von dort waren es ungefähr 40 Minuten Fußweg zu den Stadien des KS Polonia Bytom. Neben einer charmanten Plattenbau-Siedlung gab es zunächst das alte Stadion im. Edwarda Szymkowiaka, früher auch Hindenburg-Kampfbahn genannt, zu bewundern. Fußball gespielt wird dort schon länger nicht, und mittlerweile wurde es endgültig dem Verfall preisgegeben. 60000 Menschen fanden früher Platz auf den Tribünen der Betonschüssel. Gleich daneben steht das neue Sportzentrum von Polonia Bytom mit dem Nowy Stadion und Trainingsplätzen. Gerade erst war die neue Tribüne fertiggestellt worden, und somit steigt die Kapazität von 1000 Zuschauern auf das Doppelte. Ganz ausverkauft war das Stadion aber nicht, die offizielle Zuschauerzahl wurde mit 1600 angegeben. Dass es schon den ganzen Tag regnete, machte nichts, da auf Kunstrasen gespielt wird. Beide Tribünen machten ordentlich Stimmung, und der Pausenstand von 2:0 für Polonia war ganz nach dem Geschmack des Publikums. Nach der Pause drehte sich jedoch das Blatt, innerhalb weniger Minuten gelang den Gästen aus Lodz der Ausgleich, bevor kurz vor Schluss auch noch das 2:3 fiel. Im strömenden Regen und bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt marschierte ich zurück zum Hotel und freute mich auf eine warme Dusche, aber auch auf den Sonntag mit zwei richtig guten Partien. Fotos
  10. Nur 16 Stunden nach dem Zweitligaspiel gegen Pogon Siedlce trat ein Team des OKS Odra Opole gegen die zweite Mannschaft von Widzew Lodz zu einem Freundschaftsspiel an. Dieses Team - ich nenne es Odra Opole II - bestand aus Ersatzspielern der Kampfmannschaft, die gestern nicht zum Einsatz kamen, Spielern der zweiten Mannschaft sowie einem "Testspieler". Zur Pause wurde die ganze Mannschaft inkl. Torhüter gewechselt. Gespielt wurden aber jedenfalls 2 x 45 Minuten, auf dem C-Platz des Sportzentrums Boisko (Naturrasen) mit dreiköpfigem Schiedsrichterteam, welches dieses Spiel ganz professionell nahm und sogar mit Headsets auflief. Das Centrum Sportu Boisko befindet sich in Blickweite des Stadion Opolski und wird auf der Vereinsseite auch als Akademie bezeichnet. Tatsächlich trainieren und spielen hier alle Jugendmannschaften des OKS Odra Opole. Ein Rasenplatz mit einer größeren mobilen Tribüne (obok A), ein Kunstrasenplatz mit Mini-Tribüne (obok B) und ein Rasenplatz ohne jeglichen Tribünenausbau (obok C) stehen zur Verfügung. Am B-Platz fand übrigens parallel ein anderes Spiel statt, ich denke es spielte ein Nachwuchsteam (vielleicht die U19) des OKS Odra Opole. Fußball-Junkies hatten also die Möglichkeit, zwei Spiele gleichzeitig zu konsumieren. Viel mehr gibt es auch nicht zu sagen - Tore fielen erst nach der Pause, am Ende gewann die heimische Mannschaft das Testspiel 2:1. Für mich ging es 100 km weiter Richtung Süden, nach Bytom. Fotos
  11. Oppeln in Oberschlesien war das Ziel an diesem Freitag Anfang Februar. Die Entscheidung fiel gegen Ungarn, wo Kisvarda eine Option gewesen wäre, und schließlich für Polen, wo mit fünf Spielen das Maximum aus diesem Fußball-Wochenende herausgeholt werden konnte. Da die ca. fünfstündige Anreise bereits am Donnerstag erfolgte, blieb am Freitag ausreichend Zeit für Sightseeing in dieser sehenswerten Stadt an der Oder sowie für einen Besuch im Zoo, der mit Gorillas, Geparden und Giraffen auch einige Highlights zu bieten hat. Nach einer kurzen Siesta im Hotel Da Silva, das sich direkt neben dem im März 2025 eröffneten Stadion Opolski (offiziell hat ein polnisches Reisebüro die Namensrechte) befindet, war es auch schon an der Zeit, das Ticket für das Abendspiel zu besorgen und dem kleinen Fanshop einen Besuch abzustatten. Der Fan-Ansturm hielt sich in Grenzen - im Schnitt kommen in dieser Saison zwischen 3000 und 5000 Zuschauer zu den Heimspielen, Ausnahmen: 8000 gegen Ruch Chorzow und 10000 gegen Slask Wroclaw - heute sollten es lediglich 2731 Anhänger sein (Gästefans Fehlanzeige). Sowohl Spielniveau als auch Stimmung waren ok, aber nicht berauschend - das geht in Polen auch besser. Immerhin ließ das Heimteam die Zuschauer einmal jubeln, überholte den Ligakonkurrenten aus Siedlce mit dem knappen 1:0 in der Tabelle und liegt nun auf Platz 12 der 18er Liga. Äußerst angenehm war der Rückweg zum Hotel, für den man nur einmal umfallen musste. Außerdem gab es für den nächsten Tag um die Mittagszeit die Aussicht auf ein Testspiel am nur 500 m entfernten Trainingsgelände. Fotos
  12. Neben dem Jugend- und Familienhotel (kurz JUFA) Fürstenfeld befindet sich ein Kunstrasenplatz, der gerne von den Amateurvereinen der Umgebung für Vorbereitungsspiele genutzt wird. Nach dem Spiel in Steinbrunn kam ich rechtzeitig am JUFA-Parkplatz an und hatte noch Zeit für einen Spaziergang ins Zentrum. Zum Spiel um 16:30 Uhr war etwas mehr Publikum anwesend als in Steinbrunn, sogar eine kleine Kantine hatte geöffnet. Da für Bier und Wurstsemmeln eher Hotelpreise aufgerufen wurden, nahm ich Abstand von dieser Art der Verpflegung. Das Spiel war ganz unterhaltsam, allein die Tore fehlten, zumindest in der ersten Halbzeit. Nach der Pause konnte jedes Team einmal anschreiben, und so trennte man sich nach 90 Minuten sportlich fair 1:1. Fotos
  13. Mitte Jänner beginnt auch für viele Amateurvereine bereits die Vorbereitung auf die Frühjahrssaison, und so sind die meisten Kunstrasenplätze gut frequentiert. Für mich an diesem Samstag die Gelegenheit, zwei fehlende Plätze zu besuchen. Auch Dauerfrost und eisiger Wind hindern mich und ein paar weitere Interessierte nicht, um 12 Uhr dem SV Gloggnitz und dem SC Oberpullendorf beim Anstoß zuzuschauen. Auf einigen Stellen außerhalb der Seitenlinien könnte man nebenbei eislaufen, grundsätzlich ist der Platz aber gut von Schnee und Eis geräumt. Wenn man den Parkplatz gut wählt, kann man nach der obligatorischen Fotorunde das Spiel auch vom kälte- und windgeschützten Auto aus beobachten. Ich ertrage die 3 Minusgrade, die sich wie -13°C anfühlen, bis zur Pause und flüchte zur zweiten Halbzeit ins warme Auto. Respekt an die Akteure, die ein torreiches Spiel abliefern und sich am Schluss freundschaftlich 4:4 trennen. Fotos
  14. Die Sonne ging gerade unter, als ein Parkplatz vor dem Stadio Omero Tognon in Fontafredda, westlich von Pordenone, gefunden wurde. Nach dem sonnigen Tag kühlte es jetzt auf Temperaturen um den Gefrierpunkt ab und verwandelte das Stadion zu einer Kühltruhe. 500 Zuschauer trotzten den Verhältnissen und wohnten diesem Flutlichtspiel der Serie C bei. Ein Tor pro Halbzeit reichte den Bellunesi für einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg. Mit vielen schönen Erinnerungen an dieses Wochenende wurde schließlich wieder die Heimat angesteuert und während der 6-stündigen Heimfahrt bereits Pläne für das weitere Jahr geschmiedet. Fotos
  15. Am Sonntag musste - noch bei leichten Minusgraden - eine Strecke von etwa 80 km durch das Suganertal bewältigt werden, um das erste Ziel des Tages zu erreichen: Bassano del Grappa. Dabei wurde die Region Trentino verlassen und die Grenze nach Venetien überquert. Gute zwei Stunden kann man in der Stadt verbringen, die für ihre alte Holzbrücke Ponte degli Alpini bekannt ist, ohne dass es langweilig wird. Ein kostenloses Grappa-Museum kann dort auch besichtigt werden, allerdings verzichtet man besser auf eine Verkostung des hochprozentigen Tresterbrandes, wenn man als Autofahrer eingeteilt ist. Einige Kilometer weiter südlich, Richtung Padua, liegt der kleine Ort San Martino di Lupari. Eine Stunde vor dem Anpfiff am Parkplatz vor dem Stadio Comunale Gianni Casée, Heimstätte des Luparense FC, angekommen, war auch hier noch genug Zeit für eine Besichtigungsrunde. Dann wurde ein Ticket für 12 € gelöst und die Haupttribüne betreten. Nach der obligatorischen Trauerminute für Crans Montana konnte diese Serie D-Partie beginnen. Nach 10 Minuten ein Schockmoment - der 19-jährige Adriese-Stürmer Matteo Camerotto ging ohne Fremdeinwirkung im Mittelfeld zu Boden und griff sich an die Brust. Zum Glück kam rasch ein Notarzt zu Hilfe, und nach wenigen Minuten konnte der Spieler, auf zwei Betreuer gestützt, das Spielfeld verlassen. Ich hoffe, dem jungen Mann geht es mittlerweile wieder gut! Camerottos Mitspieler waren offenbar noch mit den Gedanken bei diesem Zwischenfall, denn eine Minute später fiel das 1:0 für Luparense. Die Wölfe machten in der Folge weiter Druck und gingen nach zwei weiteren Toren mit einer klaren 3:0-Führung in die Pause. In der 2. Halbzeit gelang schließlich noch das 4:0, und das heimische Team konnte den bisher höchsten Saisonerfolg fixieren. An Treviso vorbei ging es zum letzten Programmpunkt des Wochenendes, nach Fontanafredda, wo die Dolomiti Bellunesi ihre Heimspiele austragen. Fotos
  16. Das Fußballjahr 2026 begann, wie das Vorjahr, mit einem Wochenende in Italien, um genau zu sein in der nördlichsten Region des Landes, in Trentino-Südtirol. Nachdem die Anreise bereits am Freitag erfolgte und mit Brixen die drittgrößte und eine der ältesten Städte Südtirols besucht wurde, blieb vor dem Anpfiff der heutigen Samstagspartie um 14:30 Uhr noch ausreichend Zeit für einen langen Stadtrundgang in Trient. Bei Kaiserwetter konnte dann pünktlich das Stadio Briamasco betreten werden, bei dem dank des Kunstrasens auch schlechte Witterungsverhältnisse kein Problem wären. Vor dem Anstoß gab es eine Trauerminute für die Opfer der fürchterlichen Brandkatastrophe in Crans Montana, die auch die Leben einiger junger Italiener forderte. Dass der Sport nach solchen schlimmen Ereignissen in den Hintergrund tritt, ist klar. Die Stimmung im Stadion war dementsprechend gedrückt und die Fangesänge eher dezent. Fußball gespielt wird natürlich trotzdem, und in der Serie C geht's doch um etwas - so kämpft der AC Trento um die Plätze im oberen Tabellendrittel. Nach der "plangemäßen" Führung der Gastgeber in der 29. Minute gelang den Gästen kurz nach der Pause der überraschende Ausgleich. Erst in den Schlussminuten erzielte das Heimteam noch zwei entscheidende Tore, und so konnte diese Partie schwer verdient 3:1 gewonnen werden. Dass Fußball übrigens nicht die Sportart Nr. 1 in Trient ist, liegt daran, dass die Stadt einen äußerst erfolgreichen Volleyball-Verein hat, der in den letzten Jahren sogar einer der erfolgreichsten Italiens und Europas ist (Sieger der Serie A, Championsleague-Sieger...). Der Zufall wollte es, dass nach dem Fußballspiel im Stadio Briamasco in der ca. 45 Minuten Fußweg entfernten BTS Arena das Volleyball-Spiel von Trentino Volley gegen AS Lube Civitanova besucht werden konnte, das in der ausverkauften Halle vor 4000 Zuschauern ebenfalls mit einem Heimsieg endete. Fotos
  17. Wenn man im Juni einen Aufenthalt in Madrid Anfang Dezember, also ein halbes Jahr später, plant und dementsprechend für das lange Wochenende einen Flug bucht, kann man freilich nicht vorhersagen, welche Spiele man besuchen wird können. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass entweder Atletico oder Real ein Heimspiel haben würde, war doch relativ groß. Schließlich spuckte der Spielplan der spanischen Liga den 15-fachen Champions League Sieger (bzw. Gewinner des Europapokals der Landesmeister), 36-fachen spanischen Meister, 20-fachen Sieger der Copa del Rey usw. als Option aus. Über Real Madrid braucht man nicht viel erzählen. Spieler wie Alfredo di Stefano, Hugo Sanchez, Raul, Zinedine Zidane oder Cristiano Ronaldo wurden hier zu Legenden, aktuell heißen die Stars Mbappe, Thouameni, Fran Garcia, Valverde, Bellingham oder Vinicius Jr. Das Estadio Santiago Bernabeu (heute offiziell nur noch Bernabeu genannt) wurde 1947 fertiggestellt. Die aktuelle Kapazität liegt bei 83.000, früher (1955) waren es unglaubliche 125.000 Menschen, die Platz fanden. Um ebenso unvorstellbare 1,2 Milliarden Euro wird das Stadion seit 2019 umgebaut und modernisiert. Neue Außenfassade aus Stahllamellen, verschließbares Dach, einziehbarer Rasen (Hypogäum), neue Tiefgarage und 360° Videowand sind einige Elemente der Renovierung, von dem das meiste schon erfolgreich abgeschlossen. Die Königlichen können es sich leisten, immerhin sind sie mit rund einer Milliarde Euro Einnahmen (2023/24) der reichste Verein der Welt. Mehr als 200 Millionen Euro werden jedes Jahr bei den Heimspielen eingenommen - kein Wunder, die Ticketpreise beginnen bei 75 Euro. Gar nicht königlich spielte Real an diesem Abend. Zwar kontrollierte man die Partie, kam aber kaum zu Torchancen. Und im Umschaltspiel konnten die Gäste aus Vigo immer wieder Nadelstiche setzen. So kam es, wie es kommen musste. Kurz nach der Pause brachte Swedberg die Außenseiter in Führung. Das weiße Ballett drückte zwar in der Folge auf den Ausgleich, verlor aber nach einigen unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen die Nerven und - durch Ausschluss - drei Spieler. Es begann mit Gelb-Rot für Fran Garcia (Foul) und endete mit glatt roten Karten für Carreras und Endrick. Kurz vor Schluss spielte Celta de Vigo noch einen Konter eiskalt zu Ende und gewann schließlich überraschend, aber nicht unverdient 2:0. Bei Real Madrid ist Feuer unter dem Dach, da man nun als Zweiter der spanischen Liga schon 4 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Barca hat, und Trainer Xabi Alonso ist angezählt. Auch für mich als langjähriger Stadionbesucher war dieser Abend jedenfalls ein besonderer, unvergesslicher - und wahrscheinlich krönender Höhepunkt des Fußballjahres 2025. Ein wenig freut man sich schon auf die Winterpause, wobei die Vorfreude auf das Fußball- und Reisejahr 2026 noch größer ist (und da ist bisher nur eins fix: die WM wird definitiv nur im TV angeschaut)! Fotos
  18. Knapp 9000 Zuschauer kamen ins Estadio Butarque zum Spitzenspiel der Segunda Division. Der Club Deportivo Leganes traf dabei auf den Cordoba Club de Futbol. Das Stadion ist relativ neu, wurde 1998 eröffnet. Der Heimverein, gegründet 1928, blickt da auf eine weit längere Geschichte zurück. In der höchsten Spielklasse konnte man sich nie wirklich etablieren, so spielte man bisher hauptsächlich in der Segunda Division oder in der Segunda B. Auch nach dem Aufstieg in LaLiga 2024 ging es nach der Saison 2024/25 gleich wieder hinunter in LaLiga2. Kameruns Rekordtorschütze im Nationalteam, Samuel Eto'o, begann zwar seine Karriere bei der zweiten Mannschaft von Real Madrid, gab sein Profidebut allerdings 1997 als Leihspieler des CD Leganes. Erwähnenswert ist noch das Maskottchen "Super Pepino", die Super-Gurke. Auch Super Pepino konnte nichts am 0:0 ändern. Nach dem Spiel ging es für mich ins Zentrum von Madrid. Fotos
  19. Zu Ehren des 110-fachen spanischen Teamspielers Fernando Torres wurde das Stadion in der Madrider Vorstadt Fuenlabrada nach dem berühmtesten Sohn der Stadt benannt. El Niño spielte für Atletico Madrid, Liverpool, Chelsea und Milan, nie aber für den Verein seiner Geburtsstadt. Der CF Fuenlabrada spielte während seiner Karriere auch jahrelang nur in der Segunda B, ehe 2018/19 der einmalige Aufstieg in die Segunda Division gelang. Mittlerweile ist man wieder zwei Klassen tiefer in der Segunda Federacion Grupo 5 angekommen. Für die Anstoßzeit um 12 Uhr war ich sehr dankbar, war es doch ein langer Samstag, und am Sonntag stand auch noch einiges am Programm. Die Gäste aus der Region Kastilien-la Mancha waren jedenfalls gleich munter überraschten mit der frühen Führung. Nach der Pause konnten die Gastgeber jedoch das Spiel drehen und gewannen am Schluss 2:1. Fotos
  20. Im kleinen Estadio Asociacion de Vecinos de Orcasitas traf der Racing Madrid FC auf Kunstrasen auf den CF Pozuelo de Alarcon. Weil sich die Parkplatzsuche schwierig gestaltete und mir dann der Ticketverkäufer ein halb zerrissenes Ticket in die Hand drücken wollte und ich mit ihm diskutieren musste, dass er mir eine neue, fein säuberlich abgetrennte Eintrittskarte aushändigt, verpasste ich fast den Einlauf der Teams. Schließlich gelang aber noch ein schönes Foto von den Unparteiischen mit den beiden Kapitänen, bevor die Partie bei ca. 10 Grad angepfiffen wurde. Das entscheidende Tor gelang bereits in der 4. Minute, und die Gäste sollten dieses Ergebnis auch über die Zeit bringen. Das lag hauptsächlich daran, dass sich aus dem Fußballspiel kurz vor und nach der Pause eine Härteschlacht entwickelte, bei der die Gastgeber die Nerven und vier (4!) Spieler durch rote Karten verloren. Der junge Schiedsrichter wird vom Heimverein nach Schlusspfiff wohl nicht auf ein Bier eingeladen worden sein. Dieses genehmigte ich mir dafür eine halbe Stunde später im Hotel südlich von Madrid und ließ den Tag mit vier Spielen in Madrid Revue passieren. Fotos
  21. Rechtzeitig konnte ich vor dem Estadio Santo Domingo einparken. Bei guten Lichtverhältnissen wurden noch Fotos gemacht und der Fanshop besucht. Auf Grund der günstigen geografischen Lage wird es im Großraum Madrid auch im Dezember erst gegen 18:30 Uhr dunkel. Man kam also auch in den Genuss eines schönen Sonnenuntergangs. Knapp 2000 Zuschauer, davon etwa 100 aus dem 400 km entfernten Elda, sahen ein relativ unspektakuläres 1:1. Anders als 2009, als Real Madrid in der Copa del Rey 4:0 aus dem Stadion geschossen wurde. Wenig später gelang auch der Aufstieg in die Segunda Division - die besten Jahre der Agrupacion Deportiva Alcorcon. Es gab Pläne, das Santo Domingo von 5000 auf 7000 Plätze zu erweitern und alle Tribünen zu überdachen, diese wurden allerdings wieder verworfen, weil der Verein wieder in die drittklassige Primera Federacion abgestiegen ist. Zur Zeit finden Renovierungsarbeiten statt, allerdings entstehen hier - wie es mittlerweile fast überall zum "guten Ton" gehört - mehrere VIP-Bereiche in den Stadionecken. Der lange Tag war für mich noch nicht vorbei - es ging noch einmal zurück nach Madrid, wo um 20:30 Uhr das Abendspiel der Tercera Division angepfiffen wurde. Fotos
  22. Im Madrider Stadtteil Moscardo, der wiederum im Bezirk Usera liegt, befindet sich das Estadio Roman Valero, benannt nach dem erfolgreichen Präsidenten des CD Colonia Moscardo in den 1960er und 70er Jahren. Unter ihm erlebte der Verein seine goldene Zeit, in der man sogar in die zweite Liga aufsteigen und an der Copa del Rey teilnehmen konnte. Das Stadion wurde aus diesem Grund ausgebaut, bot Platz für 12000 Zuschauer und war seinerzeit nach den Stadien von Real, Atletico und Rayo Vallecano die viertgrößte Spielstätte in Madrid. Heute noch ist CD Colonia bekannt für die gute Nachwuchsarbeit, das A-Team spielt immerhin in der viertklassigen Segunda Federacion. Das Stadion fasst heute nur noch 5000 Zuschauer und hat einen Kunstrasenplatz bekommen. Das Spiel war auf eher mäßigem Niveau, es fielen bis zum Schluss keine Tore, und so machte es nichts, dass ich mich bereits gegen Mitte der zweiten Halbzeit auf den Weg ins 20 Minuten entfernte Alcorcon machte, wo das nächste Spiel auf dem Programm stand. Fotos
  23. Das Fußballjahr 2025 ist noch nicht zu Ende, und so begab ich mich früh morgens am Nikolotag zum Flughafen, um pünktlich um 7 Uhr Richtung Spanien abzuheben. Drei ruhige Flugstunden später - danke, Iberia - konnte ich bereits das Flughafengebäude des Terminal 4 verlassen. Wenig später saß ich im gebuchten Mietauto und war am Weg nach Alcala de Henares, etwa 30 km östlich, wo um 12 Uhr die Damenmannschaften von Atletico Madrid und Sevilla aufeinander treffen sollten. Vor dem Spiel war bei etwa 12 Grad noch ausreichend Zeit für einen Rundgang um das Stadion, wo ein sehr professionelles Umfeld für Atleticos Damenteam und den Nachwuchs geschaffen worden ist. Auch der Fanshop ist sehr gut ausgestattet und weihnachtlich dekoriert. Knapp 1000 Zuschauer verfolgten dann mit mir die unterhaltsame Partie, bei der die Außenseiter aus Sevilla wie aus heiterem Himmel in Führung gingen und vor der Pause sogar auf 2:0 erhöhten. Die Gastgeber hatten viele Chancen, konnten das Spiel aber nicht komplett drehen. Am Ende stand es 2:2 Unentschieden, mit dem die Damen aus Sevilla naturgemäß eher zufrieden sein konnten als die Tabellen-Vierten aus Madrid. Das historische Zentrum der Stadt Alacala de Henares mit der 1499 gegründeten Universität, einer ältesten Europas, zählt übrigens zum UNESCO Welterbe. Dieses wurde erst am spielfreien Montag besichtigt, da es unmittelbar nach dem Damenspiel nach Madrid zum nächsten Spiel des Tages nach Madrid ging. Fotos
  24. Spitzenspiel in der 4. Liga West - der FC Nitra ließ den Gastgebern im Futbalovy stadion keine Chance und gewann 4:0. Von den 350 Zuschauern waren mindestens 100 aus dem 45 km entfernten Nitra angereist und sorgten für Stimmung. Für kulinarische Genüsse war die Kantine mit Pivo, Langos und Klobasa verantwortlich. Weil das Spiel, wie die meisten anderen Partien, bereits um 13:30 Uhr angepfiffen worden war und die Anreise aus Wien doch 2,5 Stunden dauerte, musste die Stadtbesichtigung nach dem Schlusspfiff stattfinden. Mit seinem großen Hauptplatz, mehreren Kirchen und vor allem der alten Burg kann Levice (deutsch Lewenz) durchaus überzeugen. Fotos
  25. Der FK Lamač fertigte den SK Vrakuna am heimischen Platz, der wunderbar von Plattenbauten umrahmt ist, bei Nieselregen klar mit 6:2 ab. Nicht mehr als 100 Zuschauer kamen zu diesem Spiel - mehr wären auch bei schönerem Wetter nicht gekommen. Da sparte man sich gleich Kassier und Eintrittskarten, und man setzte voll auf den Bierkonsum in der Kantine. Fotos