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Funkmaster

Interview mit Ronnie Brunmayr

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Wien - Ein Spieler im Kader des SK Sturm brennt besonders auf die neue Saison: Ronald Brunmayr!

Im Vorjahr als großer Hoffnungsträger für die Angriffsreihe vom Lokalrivalen GAK verpflichtet, fiel der ehemalige Torschützenkönig beinahe die komplette Saison verletzungsbedingt aus.

Nun will der 29-Jährige wieder aus der Versenkung auftauchen und sich - inzwischen beinahe vollständig genesen - zurück ins Rampenlicht der breiten Öffentlichkeit schießen.

Sport1: Die letzte Horror-Saison ist für den SK Sturm gerade noch gut ausgegangen. Mit welchem Gefühl gehst Du in die neue Spielzeit?

Ronald Brunmayr: Wir wollen es im Vergleich zum letzten Jahr besser machen. Wenn man einmal hinten drinnen steckt, ist es nicht leicht wieder raus zu kommen. Deswegen wird das Hauptaugenmerk auf dem Saison-Start liegen. Wir wollen gleich in der ersten Runde gegen Mattersburg den ersten Sieg einfahren. Denn, wenn man dem nachläuft, ist es schwierig.

Sport1: Wie groß war eigentlich der Anteil von Trainer Petrovic am Klassenerhalt?

Brunmayr: Sehr groß! Nach dem Wechsel von Gress zu ihm hat er es nicht leicht gehabt, denn er hat im Prinzip eine tote Mannschaft übernommen. Was wir beim Gress trainiert haben... Da war nicht mehr viel vorhanden. Trotzdem hat Petrovic wieder die Lust bei uns geweckt, eine Mannschaft geformt und immer mehr seine Philosophie durchgesetzt. Er ist mehr ein Fußballer, liebt das Kombinationsspiel. Das ist im Abstiegskampf oft nicht gefragt gewesen. Heuer wird seine Handschrift viel mehr zum Tragen kommen. Er ist wirklich ein super Trainer, ich kann nur das Beste von ihm sagen!

Sport1: Was Du über Gress ja nicht sagen kannst, da ist ja alles schief gelaufen, oder...?

Brunmayr: Wenn Du ihn schon als Typ gesehen hast, er ist in den 70ern stecken geblieben. Da erübrigt sich alles andere. Wenn du von den Trainings-Methoden bis zum Lebensstil 30 Jahre hinterher bist, kann man in der heutigen Zeit keinen Erfolg mehr haben.

Sport1: In der Vorsaison hast Du persönlich mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Siehst Du die neue Spielzeit als Deine erste echte Sturm-Saison?

Brunmayr: Mehr oder weniger. Nachdem ich letzte Saison sieben Monate verletzt war, kann man sagen, dass es die erste echte Saison wird. Wobei ich zum Schluss vom Frühjahr sicher auch meinen Beitrag dazu geleistet habe, dass wir in der Liga verblieben sind. Von dem her habe ich mich da auch schon als Sturm-Spieler gefühlt. Aber ich gehe mit anderen Voraussetzungen in die Saison als letztes Jahr.

Sport1: Ist Dein Leidensweg nun vorbei, bist Du wieder völlig fit?

Brunmayr: Von diesem einen abgerissenen mittleren Muskel im Oberschenkel ist bei mir nicht mehr viel über, deswegen zwickt's bei mir nach der Vorbereitung vielleicht ein bisschen mehr. Man merkt schneller, dass man müde wird. Aber im Großen und Ganzen bin ich wieder so hergestellt, wie es früher war.

Sport1: Welche persönlichen Ziele setzt Du Dir für die neue Saison?

Brunmayr: Ich will gute Leistungen bringen, dann kommen Tore und Assists von selbst. Vorrangig ist aber, dass wir als intakte Sturm-Mannschaft auftreten.

Sport1: Andersrum gefragt: Wie viele Tore traust Du Dir zu?

Brunmayr: Ich habe immer gesagt, dass ich für zehn bis 15 Tore gut bin, wenn ich eine volle Saison spielen kann. Da muss aber alles passen.

Sport1: Letzte Saison war bei Sturm die Chancenauswertung ein großes Manko. Viel lag auf den Schultern von Mario Haas.

Brunmayr: Mario hat letztes Jahr zehn Tore geschossen, also nicht so eine schlechte Saison gehabt, wie es hingestellt wurde. Wir haben nur 39 Tore geschossen, 19 davon haben Haas und Rojas beigesteuert. Es ist natürlich zu wenig, wenn es auf zwei Schultern verteilt ist. Ich hoffe, dass ich mich da einklinken kann und meinen Beitrag dazu leiste, dass wir nicht so ausrechenbar sind.

Sport1: Hinter Dir und Haas gibt es im Sturm-Angriff mit Rabihou und Rauter nur noch zwei Youngsters. Reicht das für eine lange Saison aus?

Brunmayr: Vor allem Rabihou hat seine Klasse bereits beweisen, war mehr oder weniger Stammspieler. Es ist immer gut, junge, bissige Spieler auf der Bank zu haben, wenn?s bei einem von uns Zwei nicht so läuft. Sie sind auch gut genug, mal einige Partien hintereinander von Anfang an zu spielen. Wir haben ja auch noch Klaus Salmutter. Offensiv sind wir gut bestückt. Da mache ich mir keine Sorgen.

Sport1: Sturm setzt vermehrt auf die Jugend. Hintergrund ist die wohl triste Finanz-Situation. Belastet diese die Mannschaft?

Brunmayr: Nein, eigentlich nicht. Der Weg ist vom Verein so vorgeben. Und die Jungen sind ja fürs Mannschaftsklima auch erfrischend.

Sport1: Während es für Dich in Deinem ersten Sturm-Jahr nicht so gut lief, haben Deine Ex-Kollegen vom GAK das Double geholt. Hast Du den Wechsel jemals bereut?

Brunmayr: Nein, überhaupt nicht! Ich habe beim GAK keine Freude mehr am Fußballspielen gehabt. Und diese ist trotz der Verletzung bei Sturm wieder zurückgekommen. Beim GAK hätte ich nicht mehr länger spielen wollen, da sind rundherum zu viele Sachen vorgefallen. Wenn man seinen Beruf nicht mehr mit Freude ausübt, ist es besser einen Wechsel zu machen.

Sport1: Siehst Du Comeback-Möglichkeiten im Nationalteam?

Brunmayr: Das ist weit weg. Mit Wallner, Linz, Kollmann und Haas ist der Angriff für österreichische Verhältnisse ganz gut besetzt. Ich muss erst wieder im Verein Leistungen bringen.

Sport1: Zum Abschluss eine Prognose: Wo wird Sturm in dieser Saison landen?

Brunmayr: Realistisch ist ein Platz zwischen fünf und sieben. Es gibt in der Liga eine Zweiklassengesellschaft: Die ersten vier mit GAK, Austria, Pasching und Rapid. Die anderen Sechs werden gegen den Abstieg spielen. Da ist in der Leistungsdichte kein großer Unterschied. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk auf dem Start, um gleich einmal im gesicherten Mittelfeld zu sein.

sport1.at

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