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LowFive

[CD-REVIEW] I Am X

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I Am X - Kiss + Swallow

I Am X, das ist Chris Corner, Sänger der englischen Trip-Hop-Band Sneaker Pimps,

veröffentlichet das erste Soloalbum namens "Kiss and Swallow",

vorerst nur in Österreich auf acute-music/edel.

Die Sneaker Pimps ihrerseits - noch immer ein Geheimtipp im Musikbusiness -

waren einstmals mit Sängerin Kelly Dayton mit dem Lied "6Underground"

international sehr erfolgreich.

Kelly stieg aus der Band, Chris Corner übernahm die Vocals;

Das zweite album, "Splinter", sehr düster, melancholisch und klaustrophobisch,

fällt in England durch alle Kritiken, ist aber vor allem in Mittel- und Osteuropa

sehr erfolgreich.

Darauf folgt "Bloodsport", weitaus elektronischer, die Single "Sick" wird ein

Mikro-Hit in Österreich, stark supportet von FM4. Seitdem: Finanzielle Probleme

in der Band, ein fast-Split und ein Pseudo-Abschiedskonzert am letztjährigen Nuke-Festival.

Im letzten Dezember wird der Entschluss gefasst: Ein Soloalbum muss her.

Ein Sneaker Pimps-Fan wird im ersten Eindruck einmal durchatmen,

es gibt kaum Gitarren mehr, dafür elektronische Beats garniert mit Bassläufen

und viel synthetischen Gefiepe, nur die Stimme ist bekannt.

Das erste Lied "Kiss +Swallow" durfte man schon beim letztjährigen Auftritt der Sneaker

Pimps in Wien hören; ein dumpfer Beat, ein ganz ordentlicher Refrain

("Echo, Echo/A kick in the head to kill the hollow"), befasst sich inhaltlich mit

der Vergänglichkeit der Fun-Generation, deren ganzes Leben am Wochenende

stattfindet. Mit Abstand der eingängigste Song auf dem Album.

Tanzbar ist das hypnotische (aber auch monotone) "Sailor", auf das dann das

düstere "Naked but Safe" folgt.

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Auf "Simple Girl" scheinen dann doch kurz die Sneaker Pimps durch,

sehr sanft und melancholisch, der gelungenste Track auf dem Album.

Sehr Sneaker Pimps-like ist auch "I Like Pretending", der durch schöne Moll-Akkorde

und weiblichen Backing-Vocals besticht

Die erste Single "Your Joy Is My Low" ist wieder etwas aufgeweckter,

durchzogen von einem sehr schweren Rhythmus, und einer sehr

klassisch-poppigen Hookline; auch durchaus anhörenswert.

Den zwei Tekkno-Stampfern "You stick it in me (Life? Question!)" und "Skin Vision"

könnte man durchaus auch auf einem Rave begegnen,

wobei letzteres wieder zu den besseren Liedern auf dem Album gehört.

Mit dem ebenfalls schon auf dem letzten Sneaker Pimps-Konzert gespielten

Liebes-Schnulzen-Anti-Kriegs-Song "Missile" ist Chris Corner ein wunderschön

kitschiges und poppiges Lied, dessen leichte Melodie den schwereren Text

("So you came like a missile/Falling on my head with the black sky/

Think you're giving but you're taking my life away") übertönt.

Ebenfalls sehr melodisch kommt auch der letzte Track

"Heatwave".

LICk_SEQUENCEcopy.jpg

Fazit:

Ein fast zu elektronisches Album, für die Hälfte der Songs wünscht man sich eine

andere Instrumentalisation (Gitarre/Bass/Schlagzeug hätten vielen davon gut getan!).

Das Songmaterial und die Vocals sind - wie immer bei den Sneaker Pimps - sehr gut,

leider sind sich die Lieder zu ähnlich, es stechen nur wenige (positiv) heraus.

Die leichte Enttäuschung mag sich aber auch in der allzu großen Erwartungshaltung ergründen.

Alles in Allem vielleicht auf LSD besser zu genießen,

oder auch als F*ckmusik gut zu gebrauchen...

macht:

6/10 Punkten

bearbeitet von LowFive

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