[Spielerinfo] - Gardar Gunnlaugsson


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Daten und Fakten

Name: Gardar Gunnlaugsson

Nationalität: Island

Geburtsdatum: 24.04.1983

Stammposition: Sturm

Größe: 183cm

Gewicht: 77 kg

Momentaner Verein: LASK Linz

Bisherige Vereine: Íþróttabandalag Akraness, Valur Reykjavík, Dunfermline Athletic, IFK Norrköping, ZSKA Sofia, LASK Linz

Vertrag bis: bis Sommer mit Option für weitere zwei Jahre

Seine bisherige Karriere

Gardar Gunnlaugsson stammt aus einer fußballverrückten Familie, in der sich von Anfang an alles um Fußball drehte. Gardar hatte beinahe keine andere Wahl als Profi-Fußballer zu werden, denn mit den beiden älteren Zwillingsbrüdern Arnar und Bjarki, die es beide zu vielen Einsätzen im isländischen Nationalteam gebracht haben, spielte er schon als kleiner Bub auf den Straßen seiner Heimatstadt Akranes. Stadt ist vielleicht ein wenig übertrieben, denn insgesamt leben nur etwa 6500 Menschen in Gardar Gunnlaugssons Heimatort, der sich im Westen von Island befindet. Alle drei Brüder fingen naturgemäß bei dem Heimatverein Íþróttabandalag Akraness im Nachwuchs zu spielen an, wobei Gardar, der um einiges jünger als seine Zwillingsbrüder ist, nie mit den beiden in einer Mannschaft spielen sollte. Akranes hat für isländische Verhältnisse eine sehr gute Nachwuchsarbeit, von der Gardar und seine Brüder profitieren konnten, da diese absolut notwendig ist, um mit den Klubs aus Reykjavik mitspielen zu können. In den 50er-, 70er- und 90er-Jahren war IA Akranes sehr erfolgreich und konnte so im Laufe der Vereinsgeschichte 18 Meistertitel erspielen, wobei der Verein 2001 das letzte Mal ganz oben an der Tabelle stand.

Genau in diesem Jahr debütierte auch Gardar mit 18 Jahren bei seinem Verein, nachdem er schon in diversen Nachwuchsnationalmannschaften zum Zug kam. Zunächst blieb es nur bei einem Einsatz, aber schon in der kommenden Saison sollte er regelmäßig zum Zug kommen. 2002 kam er bereits in 16 von 18 Spielen von Beginn an zum Einsatz und erzielte auch seine ersten beiden Tore als Profi. Zwei Saisontreffer sind aber auch für einen 19-jährigen nicht wirklich berauschend, sodass er in der nächsten Saison um seinen Stammplatz kämpfen musste und einige Male erst von der Bank in die Partie kam. Der Verein landete 2002 ebenfalls am etwas enttäuschendem 5. Platz. 2003 war kein einfaches Jahr für Gardar, denn wie oben angekündigt musste er zum ersten Mal um seinen Stammplatz kämpfen. Von 18 Meisterschaftspartien absolvierte er acht Spiele von Beginn an, kam neun Mal als Joker und wurde ein weiteres Mal überhaupt nicht eingewechselt. Obwohl er weniger Spielzeit als in der vergangenen Saison hatte, erzielte er immerhin drei Treffer. Für einen Stammplatz in der kommenden Saison konnte er sich aber mit dieser Trefferquote auch nicht empfehlen, sodass er Anfang 2004 seinen Stammverein verließ und zu Valur Reykjavik wechselte, um mehr Spielpraxis zu bekommen.

Valur Reykjavik ist ein Traditionsverein in Island, der insgesamt 20 Mal die isländische Meisterschaft holen konnte und acht Mal den Pokal gewann. 2003 befand sich der Verein allerdings in einer sportlichen Krise und stieg als Tabellenletzter in die zweite isländische Spielklasse ab. Um den Wiederaufstieg zu schaffen holte der Klub einige erfolgversprechende Spieler, unter denen sich eben auch Gardar Gunnlaugsson befand. Da Gardar allerdings nicht von Beginn der Saison dabei war, sondern erst nach einigen Spieltagen wechselte, musste er sich erst in die Mannschaft integrieren und sich durch gute Leistungen empfehlen. Die beiden Stammstürmer trafen in der zweiten Liga am laufenden Band, sodass er es im ersten Jahr nur auf 11 Einsätze brachte, wobei er meistens als Joker ins Spiel kam. Für ihn persönlich lief es nicht besonders toll, denn er erzielte bei diesen Einsätzen keinen einzigen Treffer. Immerhin gelang aber seinem Verein der Aufstieg in die erste Liga.

2005 wendete sich das Blatt, denn im Laufe der Saison schaffte es Gardar vom Joker zum Stammspieler. Er durfte insgesamt 11 Mal von Beginn an spielen, wurde 6 Mal eingewechselt und erzielte acht Treffer, wobei er insbesondere am Ende der Saison starke Leistungen zeigte, sodass der schottische Verein Dunfermline auf ihn aufmerksam wurde und sich seine Dienste für die kommende Saison sicherte. Das Abenteuer Schottland kann man aber getrost abhaken, denn nach nur einem Einsatz als Joker wechselte der Isländer nach einem halben Jahr wieder zu Velur zurück, wo er immerhin an seine Leistungen anschließen konnte und in den verbleibenden 10 Meisterschaftsspielen 6 Treffer erzielte.

Im Sommer 2006 versuchte er abermals den Sprung in das Ausland, wobei es dieses Mal besser laufen sollte. Er heuerte bei IFK Norrköpig an, einem Team das zwischen 1943 und 1963 die schwedische Liga dominierte, aber seit 2003 nur noch in der Superettan, der zweiten Liga, spielte. Bei seinem neuen Klub lebte Gardar so richtig auf, war von Beginn an im Sturm unbestritten und erzielte in den verbleibenden 14 Meisterschafsspielen 10 Treffer. Nächste Saison sollte noch besser verlaufen und bis heute ist diese Saison der Höhepunkt in Gunnlaugssons Karriere. IFK Norrköping schaffte den Wiederaufstieg in Liga 1 und Gunnlaugssson erzielte in 27 Partien 18 Treffer, was zum Torschützenkönig in der zweiten schwedischen Liga reichte. Besonders gut harmonierte der Isländer übrigens mit dem Brasilianer Daniel Bamberg, der als kleiner, schneller Spieler öfters über die Seiten kam und Gardar gut mit dem letzten Pass in Szene setzen konnte. Selbst in der zweiten schwedischen Liga fallen Torschützenkönige auf und bekommen zahlreiche Anfragen. Gunnlaugsson nahm schließlich ein Angebot aus Bulgarien von ZSKA Sofia an, eine Entscheidung, die er im Nachhinein so sicher nicht noch einmal getroffen hätte. In 18 Monaten wurde er lediglich fünf Mal als Joker eingewechselt, schoss keinen Treffer und bekam sein Gehalt zu spät, oder gar nicht. Gardar war mit der Situation nicht glücklich, wollte unbedingt wechseln und löste seinen Vertrag auf. Beim LASK unterschrieb er einen Vertrag bis zum Saisonende, wobei der Verein die Möglichkeit hat im Anschluss eine Option auf weitere zwei Jahre zu ziehen.

Seine Stärken und Schwächen

Kraft vergleicht Gunnlaugsson mit Roman Wallner und auch wenn die beiden ein paar Gemeinsamkeiten haben, sollten sich die Fans alles andere als eine Wallner-Kopie erwarten. Gemeinsam haben die beiden Stürmer, dass sich beide im Strafraum am Wohlsten fühlen und Instinktfußballer sind. Gunnlaugsson weiß wo er stehen muss und wenn er in Form ist, dann scheint er die Abpraller magisch anzuziehen. Der Isländer ist zwar mit seinen 1.83m kein Riese, aber er ist, wie es sich für einen Skandinavier gehört, stark in der Luft und er erzielte einige seiner bisherigen Tore per Kopf. Gardar bewegt sich viel, ist alles andere als ein fauler Stürmer, aber er ist wirklich nicht der Schnellste und wer hofft, dass er den Turbo zünden wird und die Verteidiger überlaufen kann, der wird sich wahrscheinlich täuschen, denn der Isländer hat keinen schnellen Antritt. Gunnlaugsson wird ebenfalls keine spektakulären Solos aus dem Hut zaubern, denn auch technisch ist er eher durchschnittlich. Seine Stärken liegen eindeutig im Abschluss, er braucht unbedingt Spieler, die ihn in Szene setzen können. Das Vertragsmodel ist wie auf den Isländer zugeschnitten und man muss den Vereinsverantwortlich zu diesem Konstrukt gratulieren, denn im schlimmsten Fall kündigt man nach sechs Monaten die Zusammenarbeit und man hat nichts verloren, da der Isländer auch nicht Unsummen an Gehalt kosten wird. Motiviert wird Gardar aber sicher bis in die Haarspitzen sein, denn sollte es nach Sofia auch in Linz nicht klappen, geht es wohl wieder nach Skandinavien zurück.

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Postinho

danke, informativ, der ein oder andere tippfehler mit dabei, aber das ist egal.

alles ganz nett - nur leider wartet man vergeblich auf einen absatz bzgl seiner frau.

Danke für den Artikel!

Seine Frau wird sich bei den Heimspielen absofort das Zebrakostüm überziehen :finger2:

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