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ÖFB Legionäre Gesamtübersicht

318 Beiträge in diesem Thema

Edit: Martin Pusic hat nun mit dem heimischen Mattersburg auch einen Verein gefunden.

Edit: Ismael Tajouri spielt nun für die libysche Nationalmannschaft (hat ein Spiel für das A-Team im September 2018 gemacht), scheint also auch noch die libysche Staatsbürgerschaft zu haben, gilt jedenfalls ab nun als Fußball-Libyer.

Edit: Dejan Stojanovic hat die mazedonische Staatbürgerschaft zurückgegeben, ist nun (wieder) Österreicher auch im Sinne des Fußballs.

Edit: Jonas Auer, der bei Slavia Prag ohnehin nie auf dem Spielbericht stand, wurde in die zweite tschechische Liga verliehen (Zivkov), wird hier vorerst nicht weiter verfolgt.

bearbeitet von Lampard

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Österreichische Fußballlegionäre

Bilanz Herbst 2018

 

Die Herbstmeisterschaften, sowie die gesamte Meisterschaften in Norwegen, Südkorea und den USA sind beendet, daher ist es Zeit für die halbjährliche Bilanz.

Anmerkung: Ich verfolge nur Legionäre in den Top-25-A-Ligen und (verkürzt) in den Top-10-B-Ligen in Europa (nach der UEFA-5-Jahreswertung, Stand Ende Dezember 2018) sowie in Top-5-A-Ligen anderer Kontinentalverbände nach der dortigen Champions League-Berechnung. Nicht umfasst in meiner Aufstellung sind daher A-Ligen wie in Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Mazedonien, Litauen, oder auch Indien und Singapur und in Zukunft Südafrika, und B-Ligen wie in den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien, Kroatien, Zypern oder Schottland, oder schwächere erste, zweite, dritte oder noch tiefere Ligen, wo Österreicher spielen. Nicht berücksichtigt werden vierte Torhüter und Spieler, die eindeutig den B- oder Juniorenteams zugeordnet sind.

 

Neben der nationalen Meisterschaft kommen auch Champions League (CL) und Europa League (EL) in meine Bilanz, die nationalen Cupwettbewerbe nicht.

Der Klammerausdruck neben dem Land des jeweiligen Vereins der Legionäre zeigt den Rang in der UEFA-Fünfjahreswertung und damit die Stärke der Liga in Europa an. Österreichs Bundesliga ist dort immer noch hervorragender 12.

Von den 61 Legionären mit A-Kader-Verträgen in ersten Ligen kamen in der Herbstmeisterschaft 2018 55 zum Einsatz, das sind um 5 mehr als im Frühjahr 2018 (und gleich viele wie in der Rekord-Halbsaison im Herbst 2017). 25 von ihnen und somit 45 Prozent spielen allerdings in (noch konkurrenzfähigen) schwächeren Ligen als es die österreichische ist (von den außereuropäischen Ligen, wo Österreicher spielen, sind wohl alle schwächer).

 

In der Herbstsaison 2018 nicht zum Einsatz kamen Markus Suttner (Brighton), Georg Teigl (Augsburg), Lukas Jäger (Nürnberg), Arnel Jakupovic (Empoli), und die Dreier-Torhüter Michael Langer (Schalke) und David Stemmer (Anorthosis).

 

Die im Herbst 2018 eingesetzten 49 Feldspieler haben 55 Tore geschossen. Führender der “Torschützenliste” ist Royer mit 10 Toren alleine seit Juni vor Arnautovic mit 5, sowie Gorgon und Haring mit 4.

Folgend die Bilanz der 55 eingesetzten Spieler:

 

Christian Fuchs (32), Leicester City, England (2.): In seiner vierten und wohl letzten Saison in Leicester hat der Linksverteidiger, über Jahre einer der besten österreichischen Legionäre, leider seinen Stammplatz verloren, wie es sich schon in der vergangenen Saison abzeichnete (sein Ersatzmann wurde mittlerweile englischer Teamspieler). Somit kam er in der Meisterschaft nur in einer von 20 Runden (über die ganze Distanz) zum Einsatz. Er lässt eben in dieser Saison eine tolle Zeit beim Meister 2016 ausklingen. Leicester, im Vorjahr 9., ist heuer bisher (ohne viel Fuchs-Beitrag) 8.

 

Sebastian Prödl (31), FC Watford, England (2.): Im Nationalteam noch sehr gefragt, hat der Innenverteidiger leider ebenfalls in seiner vierte Saison bei dem Verein seinen Stammplatz verloren. Er wurde überhaupt nur 1x ein- und dann wegen Verletzung gleich wieder ausgewechselt. Das warf ihn weiter zurück. Nun scheint er wieder fit zu werden, aber nach wie vor sogar auf der Tribüne sitzen zu müssen. Eventuell wird er sich nach Veränderung umsehen müssen. Watford ist bisher (ohne viel Prödl-Beitrag) guter 9. (Vorjahr 14.).

 

Marko Arnautovic (29), West Ham United, England (2.): Österreichs auffälligster Fußballer ist derzeit sicher auch einer der besten – und der einzige Österreicher, der heuer in der PL regelmäßig spielt. Wenn er nicht verletzt ist, ist er in seiner zweiten Saison ein wichtiger Leistungsträger bei den Londonern. In den bisher 20 Runden spielte er 14x, immer von Beginn an, spielte 5x durch, wurde 9x ausgewechselt (oft wegen Verletzung), und fehlte ansonsten auch nur verletzt. Und er schoss immerhin 5 Tore. West Ham spielt aber insgesamt als bisheriger 11. (Vorjahr 13.) unter den Erwartungen. Wie immer gibt es einige Transfergerüchte um Arnautovic.

 

David Alaba (26), Bayern München, Deutschland (3.): Für Österreichs erfolgreichsten Fußballer gehen bald die Superlativen aus. Seit 2011 ist er durchgehend Stammspieler beim deutschen Meister, und gerade mal im besten Fußballeralter. Man könnte höchstens sagen, dass er nicht ganz auf seinem Zenit spielt wie vor zwei oder drei Jahren, und dass sein Verein heuer nach langer Zeit zur Halbzeit der Saison nur Zweiter ist. Heuer wieder durchgehend als Linksverteidiger eingesetzt, spielte er in allen 17 Begegnungen, davon 15x von Beginn an, 12x durch, wurde 3x aus- und 2x eingewechselt. Damit ist seine Einsatzstatistik sogar besser als in den letzten Jahren. Und er schoss wieder 1 Tor. In der CL (Bayern Gruppensieger) spielte er in 5 der 6 Begegnungen durch. Auf Vereinsebene ist er nach wie vor unser Top-Legionär.

 

Stefan Ilsanker (29), RB Leipzig, Deutschland (3.): Der verlässliche defensive Mittelfeldspieler spielt nun schon seine vierte Saison in Leipzig. Nicht immer von Beginn an eingesetzt, ist er doch nach wie vor eine wertvolle Stütze der roten Bullen. Er spielte in 13 der 17 Begegnungen (1x rotgesperrt), 7x von Beginn an, 6x durch, wurde nur 1x ausgewechselt, musste aber 6x von der Bank kommen, dabei wurde er 1x gleich ausgeschlossen. In den 6 Spielen der EL spielte er 5x von Beginn an, wurde je 1x aus- und eingewechselt, wobei Leipzig allerdings schon ausschied. Der Verein ist heuer als 4. auf CL-Kurs (im Vorjahr nur 6.). Auf seiner Position bleibt Ilsanker einer der besten Österreicher.

 

Konrad Laimer (21), RB Leipzig, Deutschland (3.): In seiner zweiten Saison in Leipzig unterliegt der Salzburger weiter oft der Rotation, kam aber doch auf eine befriedigende Einsatzstatistik. Meist zentral oder rechts defensiv im Mittelfeld eingesetzt, kam er auf 13 Einsätze in 17 Runden, spielte aber nur 1x durch, wurde 5x aus- und 7x eingewechselt. In der EL spielte er hingegen alle 6 Spiele durch. Man hat den Eindruck, dass er ein wenig stagniert und Potential nach oben hat, aber das ist Jammern auf recht hohem Niveau.

 

Marcel Sabitzer (24), RB Leipzig, Deutschland (3.): Ebenfalls schon die vierte Saison in Leipzig, ist der flexibel einsetzbare Offensivspieler fraglos weiterhin eine Stammkraft. Er spielte in 15 der 17 Runden, davon 12x von Beginn an, spielte 9x durch, wurde nur 3x aus- und 2x eingewechselt, fehlte nur verletzt oder gelbgesperrt. Nur seine Torerfolge sind heuer mit bisher 2 noch mager. In der EL spielte er in 5 der 6 Spiele, 3x von Beginn an, 2x durch, wurde 1x aus- und 2x eingewechselt, blieb ohne Torerfolg. Im Verein hält er über Jahre ein hohes Niveau.

 

Pavao Pervan (31), VfL Wolfsburg, Deutschland (3.): In höherem Fußballeralter in seiner ersten Legionärssaison vom LASK gekommen, war es klar, dass er als zweiter Keeper engagiert wurde. Somit spielte er auch nur in der zweiten von 17 Runden 1x durch, als der Stammtormann verletzt war, saß ansonsten immer auf der Bank. Ohne viel Hilfe des serbisch-stämmigen Tormanns ist Wolfsburg heuer guter 5. (Vorjahr 16.).

 

Florian Grillitsch (23), TSG Hoffenheim, Deutschland (3.): Der Wechsel zum Vorjahres-Dritten, mit dem er heuer allerdings bisher nur auf Rang 7 liegt, war für den Mittelfeldspieler sicherlich ein Aufstieg. Und er war zunächst auch klarer Stammspieler, bevor es, auch wegen einer Verletzung, etwas schlechter lief. Insgesamt kam er aber doch auf 14 Einsätze in 17 Runden, 1x von Beginn an, spielte 8 davon durch, wurde 4x ausgewechselt und kam 2x von der Bank. Zwei Runden lang war er verletzt. In der CL, wo man allerdings als Gruppenletzter ausschied, spielte er 5 Begegnungen von Beginn an, 3x durch, wurde 2x aus- und 1x eingewechselt und schoss 1 Tor. Insgesamt eine solide Saison des Niederösterreichers mit weiterem Verbesserungspotential, ist angeblich sogar im Blickfeld englischer Spitzenteams.

 

Stefan Posch (21), TSG Hoffenheim, Deutschland (3.): Der talentierte Innenverteidiger, seit 4 Jahren bei dem Verein in Baden-Württemberg, und das zweite Jahr im A-Kader, hatte es heuer schwer, wurde in über der Hälfte der 17 Spiele nicht berücksichtigt. Vor der Saison verletzt, kam er auf 7 Einsätze, immer von Beginn an, spielte 6x durch (davon immerhin die letzten 3 Runden), wurde nur 1x ausgewechselt. In der CL spielte er 2 der 6 Spiele durch. Es scheint, dass er sich wieder ins Team spielt und seine Karriere doch keinen wirklichen Knick erleidet, wie es zeitweise aussah.

 

Valentino Lazaro (22), Hertha BSC, Deutschland (3.): Nach einem Jahr Leihe im Sommer fix verpflichtet, hat sich der in Graz geborene, in Berlin (nach einer Umstellung) hauptsächlich als rechter Verteidiger eingesetzte Defensivspieler auf der rechten Seite als eine absolute Stammkraft erwiesen. Er spielte alle Spiele durch, hat in den 17 Runden keine einzige Minute versäumt (als einer von 2 Bundesliga-Legionären) und mauserte sich damit zu einem der besten österreichischen Legionäre. Im Vorjahr 10., ist Hertha (mit höheren Zielen) heuer bisher 8. Es wundert nicht, dass es um Lazaro Transfergerüchte (Milan?) gibt.

 

Julian Baumgartlinger (30), Bayer Leverkusen, Deutschland (3.): Der Nationalteam-Kapitän hatte in seiner schon dritten Saison in Leverkusen lange Zeit einiges Pech und fiel die ersten 9 Runden aus. Danach wurde er auch nicht in jedem Spiel eingesetzt und kam somit nur auf 5 Einsätze in 17 Runden, 4x von Beginn an, wobei er da immer durchspielte (1x Kapitän war) und 1x eingewechselt wurde. Der Verein, im Vorjahr 5., ist bisher nur enttäuschender 9. In der EL (aufgestiegen) spielte Baumgartlinger in 3 der 6 Spiele, 2x von Beginn an und durch, 1x eingetauscht. Grundsätzlich sollte der Defensivmann in Leverkusen weiter gefragt sein und endlich Stammspieler werden können.

 

Aleksandar Dragovic (27), Bayer Leverkusen, Deutschland (3.): An sich schon seit Sommer 2016 in Leverkusen, ist eine Leihe im letzten Jahr zu Leicester eher schief gegangen. Trotzdem wollte der Wiener noch einmal in der deutschen Liga durchstarten. Es ist ihm zumindest besser als befürchtet gelungen. In den 17 Runden kam er zu 11 Einsätzen, 10 davon von Beginn an, wobei er immerhin 9x durchspielte, je 1x aus- (verletzt) und eingewechselt wurde, nur in der Mitte der Hinrunde öfters mal auf der Ersatzbank saß. Und er schoss sogar 2 Tore. In der EL machte er alle 6 Spiele von Beginn an, spielte 5x durch, wurde 1x ausgewechselt. Seine Leistungen sind nicht immer stabil, er ist jedoch wieder ein Faktor bei dem Verein.

 

Ramazan Özcan (34), Bayer Leverkusen, Deutschland (3.): Nun schon die dritte Saison in Leverkusen engagiert, und nach wie vor als Nummer 2, spielte er wenigstens in den ersten beiden der 17 Runden, da der Stammkeeper verletzt war. Die ihm zugedachte Rolle scheint der geborene Vorarlberger offenbar für die letzte Phase seiner Karriere akzeptiert zu haben.

 

Marco Friedl (20), Werder Bremen (Leihe), Deutschland (3.): Seit Januar 2018 (bis Sommer 2019) von Bayern München hierher verliehen, um Spielpraxis zu sammeln, kämpft das Tiroler Talent, das seit 2008 in München fußballerisch aufgewachsen ist, um den Anschluss. Leider verbrachte der Verteidiger die meiste Zeit auf der Ersatzbank. Er wurde in 3 von 17 Runden eingesetzt, 2x von Beginn an, spielte 1x durch, wurde je 1x aus- und eingewechselt. Das ist eine schlechtere Bilanz als im Frühjahr. Obwohl ihn der Trainer anscheinend mag, ist er von einem Durchbruch weit entfernt.

 

Martin Harnik (31), Werder Bremen, Deutschland (3.): Im Spätsommer/Herbst seiner Karriere kehrt der Stürmer also zu dem Verein zurück, bei dem ihm der Durchbruch seines erfolgreichen Fußballer-Profilebens gelang (von 2007 bis 2009). In drei Runden verletzt, kam er in den 17 Spielen insgesamt zu einer ordentlichen Anzahl an Einsätzen, nämlich zu 10. 6x spielte er von Beginn an, allerdings nur 1x durch, wurde 5x ausgewechselt und kam 4x von der Bank. Dabei schoss er 2 Tore. Seine Rolle zwischen Spielfeld und Bank wird er wohl beibehalten. Bremen macht als 10. (Vorjahr 11.) kaum Fortschritte.

 

Florian Kainz (26), Werder Bremen, Deutschland (3.): In seiner schon dritten Saison in Bremen wollte dem auch im Blickfeld des Nationalteams stehende Mittelfeldspieler der endgültige Durchbruch in die Stammelf glücken. In der ersten Hälfte der Herbstsaison sah es auch gut aus, doch dann wechselte der Steirer doch immer mehr auf die Ersatzbank, wurde bisweilen sogar nicht im Kader berücksichtigt. So kam er nur auf 8 Einsätze in 17 Runden, 5x von Beginn an, wurde jedes Mal ausgewechselt, und er kam 3x von der Bank. Damit hat sich die Bilanz gegenüber dem Frühjahr sogar verschlechtert. Er scheint bisweilen immer noch ein Fremdkörper zu sein.

 

Philipp Linhart (22), SC Freiburg, Deutschland (3.): In seinem zweiten Jahr in Frankfurt nach Leihe von Real Madrid fix verpflichtet, schien der Verein also Vertrauen zu dem Innenverteidiger zu finden, aber die Einsatzstatistik gibt das nicht wieder. Er kam nur auf 8 Einsätze in 17 Runden, davon sogar nur 1x von Beginn an, wobei er ausgetauscht wurde. 7 x kam er von der Bank. Freiburg ist nach Rang 15 im Vorjahr heuer bisher zumindest 11. Für den Niederösterreicher wird es aber schwer werden, seiner Karriere Auftrieb zu verleihen.

 

Phillipp Mwene (24), FSV Mainz 05, Deutschland (3.): Vom Zweitligaabsteiger Kaiserslautern zum Bundesligist Mainz – ein toller Aufstieg für den Rechtsverteidiger aus Wien. Nach einer Anlaufzeit schien er sich an die erste Elf heranzuarbeiten, bevor ihn eine langwierige Knieprellung zurückwarf. So kam er auf nur 6 Einsätze in 17 Runden, 2 davon von Beginn an und durchgespielt, bei 4 Einwechslungen. Wenn er die Verletzung überwindet, kann es noch etwas werden mit ihm. Mainz ist heuer bisher 12., nach Platz 15 im Vorjahr.

 

Karim Onisiwo (26), FSV Mainz 05, Deutschland (3.): Seit Beginn des Jahres 2016 bereits in Mainz, war der überall im Sturm einsetzbare Stürmer aus Wien nie viel mehr als ein Edeljoker. Das gilt auch für heuer. Er kam auf 12 Einsätze in 17 Runden, immerhin 4 von Beginn an, wobei er 1x durchspielte und 3x ausgewechselt wurde. 8 x musste er von der Bank kommen. Und er schoss 2 Tore. Offenbar wird er über die derzeitige Rolle, zumindest in Deutschland, nicht hinauskommen, was man aber auch als Jammern auf hohem Niveau bezeichnen könnte.

 

Guido Burgstaller (29), Schalke 04, Deutschland (3.): Genau zwei Jahre ist der Kärntner nun auf Schalke, und der Mittelstürmer ist nach wie vor meist in der Stammelf der Gelsenkirchener zu finden, somit gehört er weiter zu den den Top-Legionären. Allerdings litt auch er unter der schwachen Gesamtperformance Schalkes in der Meisterschaft – nur 13. nach dem Vizemeister-Titel in der vergangenen Saison. Er kam auf 14 Einsätze in 17 Runden, fehlte nur in den letzten 3 wegen einer Verletzung. 9 x spielte er von Beginn an, spielte 6x durch, wurde 3x aus- und 5x eingewechselt. Er schoss heuer bisher nur 2 Tore. In den 6 Spielen der CL spielte er 4x, 1x von Beginn an und durchgespielt und 3x eingewechselt, und er schoss 1 Tor (Schalke stieg immerhin ins Achtelfinale auf). Vielleicht nicht ganz so erfolgreich wie letztes Jahr, aber er spielt weiter auf hohem Niveau.

 

Alessandro Schöpf (24), Schalke 04, Deutschland (3.): Gleich lang engagiert wie Burgstaller, hat er sich in den zwei Jahren nicht ganz so gut durchsetzen können, aber der rechte Mittelfeldspieler, der offensiv fast universell einsetzbar ist, ist doch etabliert und ein wichtiges Mitglied im Kader von Schalke. Er spielte in 13 der 17 Begegnungen, immerhin 9x durch, wurde 2x aus- und 4x eingewechselt. Er schoss 1 Tor. In der CL spielte er in 4 der 6 Spielte, 3x von Beginn an und durch, wurde 1x eingewechselt und schoss 1 Tor. Er gehört sicher zu den besten Legionären im Mittelfeld.

 

Kevin Stöger (25), Fortuna Düsseldorf, Deutschland (3.): Der Mittelfeldspieler galt mal als eines der größten Talente Österreichs. Nach Abstieg in die 2. Liga, erreichte er in der vergangenen Saison mit Düsseldorf wieder den Aufstieg in die Erste Bundesliga. Hier saß er in der ersten Saisonhälfte mehr auf der Bank, aber er kämpfte sich in der zweiten Saisonhälfte zum Stammspieler hoch. So kam er auf 11 Einsätze in 17 Runden, 10 von Beginn an, spielte 8x durch, wurde nur 2x aus- und 1x eingewechselt. Und er schoss 2 Tore. Er hat sicher noch Potential für mehr. Auch der Verein liegt als Aufsteiger als 14. auf einem befriedigenden Platz.

 

Kevin Danso (20), FC Augsburg, Deutschland (3.): Seit März 2017 in den A-Kader der Augsburger aufgestiegen, schien er sich hochgelobt als Bundesligaspieler zu etablieren und spielte sogar schon in der Nationalmannschaft. Doch in dieser Saison konnte er sich auf seiner Position in der Innenverteidigung nicht durchsetzen. Er spielte 5x in 17 Runden, 2x von Beginn an und durch (in den letzten 2 Runden), wurde 3x eingewechselt. Augsburg scheint ihn aber weiter zu schätzen. Der Verein kämpft heuer als 15. wieder gegen den Abstieg (Vorjahr 12.).

 

Michael Gregoritsch (24), FC Augsburg, Deutschland (3.): Der immer noch junge, talentierte Stürmer (meist hängende Spitze) ist in seiner zweiten Saison in Augsburg Stammspieler, seine Leistung scheint jedoch nicht so gut zu sein wie in der vergangenen Saison, was ja auch für den Verein gilt. Er spielte in 16 der 17 Runden, 14x von Beginn an, aber nur 6x durch, wurde 8x aus- und 2x eingewechselt. Und der Goalgetter des Vereins in der letzten Saison schoss heuer bisher nur 3 Tore. Der Steirer gehört sicher zu den besten österreichischen Stürmern, aber er muss weiter Leistung bringen.

 

Martin Hinteregger (26), FC Augsburg, Deutschland (3.): Wohl weiter die Nummer 1 unter den österreichischen Innenverteidigern, ist der Kärntner in seinem dritten Jahr unumstrittene Führungspersönlichkeit in Augsburg. Er spielte in den ersten 15 der 17 Runden durch, bevor er in der folgenden Runde wegen Verletzung ausgetauscht wurde und in der letzten fehlte. Er machte auch wieder 2 Tore. An ihm liegt es wohl nur wenig, dass Augsburg zuletzt zurückfiel.

 

Kevin Wimmer (26), Hannover 96 (Leihe), Deutschland (3.): In drei Jahren in England, konnte sich der Oberösterreicher, der in Köln seinen persönlichen Aufstieg erlebt hatte, nicht so recht durchsetzen, sodass er nun von Stoke nach Hannover verliehen wurde. Doch nach 5 Runden verlor der Innenverteidiger sogar hier seinen Stammplatz. So kam er auf 11 Einsätze in 17 Runden, 8x von Beginn an, spielte da immerhin immer durch, und kam 3x von der Bank (und wurde selbst da 1x wieder ausgetauscht). Gerade in der zweiten Herbstsaison-Hälfte wurde er wenig eingesetzt, und sein Verein kämpft als 17. (Vorjahr 13.) hart gegen den Abstieg. Es könnte leider weiter bergab gehen für Wimmer.

 

Georg Margreitter (30), FC Nürnberg, Deutschland (3.): In seiner dritten Saison in Nürnberg spielt der routinierte Verteidiger nun erstmals in der Ersten Deutschen Bundesliga. Er blieb dort unumstrittener Stammspieler und spielte alle 17 Runden ohne Auswechslung durch, als einer von nur 2 österreichischen Bundesliga-Legionären. In den letzten 4 Runden war er sogar Kapitän. Und er schoss 1 Tor. Er bringt also eine tolle Leistung in dieser Saison., aber es reicht bisher nicht für die Mannschaft insgesamt, die Nürnberger sind 18. und Letzter.

 

Darko Bodul (29), Jenissei Krasnojarsk, Russland (6.): In der bereits dritten Saison in Russland ist der Stürmer zum sibirischen Aufsteiger gewechselt. Insgesamt ist er dort allerdings weniger erfolgreich als in Perm. In den bisher 17 Runden kam er nur 10x zum Einsatz (vor allem am Beginn der Saison, bevor seine Spielminuten-Bilanz immer schwächer wurde), davon 7x von Beginn an, er spielte 3x durch, wurde 4x aus- und 3x eingewechselt. Und er blieb leider ohne Torerfolg. Sein Team ist noch dazu abgeschlagener Letzter. Insgesamt hält sich Bodul immer noch gut, da er in der starken russischen Liga spielt, aber es scheint in seiner Karriere nun bergab zu gehen.

 

Maximilian Wöber (20), Ajax Amsterdam, Niederlande (11.): Die zweite Saison für den jungen Verteidiger beim niederländischen Vizemeister, der auch heuer auf Rang 2 liegt. Im Prinzip läuft die Saison wie die erste – er bekommt seine Einsätze, aber eher wenn ein Mitspieler verletzt ist oder als Einwechselspieler, verbringt viel Zeit auf der Bank. Er wurde in 8 der 17 Meisterschaftsspiele eingesetzt, 4x von Beginn an, spielte nur 1x durch, wurde 3x aus- und 4x eingetauscht. In den 12 Spielen der CL (Quali und Gruppe, Ajax weiter ins Achtelfinale aufgestiegen) spielte er 6x, 4x von Beginn an, 2x durch, wurde je 1x ausgewechselt und auch ausgeschlossen, kam 2x von der Bank. Er ist noch zu inkonstant.

 

Armin Mujakic (23), Atromitos Athen, Griechenland (13.): Der Stürmer, der es vom Amateurteam Rapids in der Regionalliga in die griechische Super League geschafft hat, weil ihn Trainer Canadi von früher her offenbar schätzte, hat seine Chance angesichts des sportlichen Sprungs relativ gut genutzt. Er kam in 11 der bisher 14 Spiele zum Einsatz, 3x von Beginn an, wurde allerdings jedes Mal ausgetauscht und kam 8x als Einwechselspieler. Tor hat er leider noch keines geschossen. In den 2 Spielen der EL Quali, nach denen Atromitos gleich ausschied, spielte er 1x von Beginn an und wurde aus- sowie 1x eingetauscht. Aber er hat sicher die Chance sich weiter zu entwickeln. Atromitos, im Vorjahr 4., liegt heuer bisher sogar auf dem hervorragenden 3. Rang.

 

Emanuel Sakic (27), Atromitos Athen, Griechenland (13.): Der Defensivspieler, den Canadi schon im Januar geholt hatte, hat in dieser Saison voll eingeschlagen. Er stand in allen 14 Meisterschaftsspielen in der Startelf, spielte 12x durch, und wurde nur in 2 Spielen (in den letzten Minuten) ausgetauscht. Und er schoss sogar ein Tor. In den 2 EL-Spielen kam er einmal zum Einsatz und wurde ausgetauscht. Wenn man die relative Stärke der Liga und des Klubs berücksichtigt, gehört dieser eher wenig bekannte in Wien geborene Ex-Altacher sicher zu den bemerkenswerten Legionären in dieser Saison.

 

Srdjan Spiridonovic (25), Panionios Athen, Griechenland (13.): Der Wiener mit serbischen Wurzeln spielt nun die zweite Saison bei diesem Athener Mittelständler und ist gut etabliert. Er spielte in 11 der 14 Runden (3x hintereinander fehlte er aus unbekannten Gründen), und zwar immer von Beginn an, spielte 6x durch und wurde 5x ausgewechselt. Tor schoss der Stürmer allerdings leider keines in dieser Saison. Panionios, im Vorjahr 7, liegt heuer auf dem etwas enttäuschenden 10. Rang. Insgesamt eine solide Leistung von Spiridonovic.

 

Marvin Egho (24), Randers FC, Dänemark (14.): Der geborene Wiener, der sich in Österreich nicht so recht durchsetzen konnte, dann in der Slowakei Meister wurde, ist nun in der stärkeren dänischen Liga angekommen. Nach schwierigem Start wurde der Stürmer gegen Ende der Herbstsaison Stammspieler des heuer als derzeit 6. erfolgreichen Klub (im Vorjahr als Vorletzter nur nach Relegation nicht abgestiegen). Insgesamt spielte er in den für ihn möglichen 14 Runden 13x, 9x von Beginn an, in den letzten 4 Runden durch, wurde davor 5x aus- und 4x eingewechselt. Und er schoss 3 Tore. Egho scheint sich eingelebt zu haben.

 

Thorsten Schick (28), Young Boys Bern, Schweiz (15.): Der steirische defensive Mittelfeldspieler behält auch in seiner nun schon dritten Saison beim Schweizer Meister, der die heurige Saison noch stärker dominiert als die vergangene, seine Rolle als eine Art Joker bei. Insgesamt ist seine Einsatzstatistik aber doch mager, mit 11 Einsätzen in 18 Runden, davon 4 von Beginn an, wobei er 2x durchspielte und 2x ausgewechselt wurde. 7 x kam er von der Bank. In den 8 Spielen der CL kam er nur zu 2 Einsätzen, spielte 1x durch und wurde 1x eingewechselt (YB schied als Gruppenletzter aus). Aber immerhin, er ist beim mit Abstand besten Schweizer Team und scheint dort eben seine Rolle gefunden zu haben.

 

Dejan Stojanovic (25), FC St. Gallen, Schweiz (15.): Der mazedonisch-stämmige Tormann hat sich endgültig für die österreichische Staatsbürgerschaft entschieden und gilt damit natürlich wieder als österreichischer Legionär. Beim Schweizer Mittelständler, wo er seit Sommer 2016 spielt, ist er seit einiger Zeit Stammkeeper, spielte in 17 der 18 Runden durch, fehlte nur in der letzten Runde krankheitsbedingt. Auch in den 2 Quali-Spielen für die EL (ausgeschieden) spielte er durch. St. Gallen ist heuer bisher 6., war im Vorjahr 5. Er ist wohl nicht schlechter als Teamtormann Lindner.

 

Peter Tschernegg (26), FC St. Gallen, Schweiz (15.): Das zweite Jahr in St. Gallen läuft für den Mittelfeldspieler nicht so gut. Er verlor seinen früheren Stammplatz, spielte nur in 7 der 18 Runden, davon 4x von Beginn an, nur 1x durch, wurde 3x aus- und 3x eingewechselt. Im Finish der Herbstrunde war er dazu noch verletzt. In der EL-Quali spielte er gar nicht. Die Karriere des Steirers steckt also ein wenig in der Sackgasse.

 

Marc Janko (35), FC Lugano, Schweiz (15.): Der heuer nun älteste Legionär, der es sogar wieder ins Nationalteam geschafft hat, spielt in seiner ersten ganzen Saison in Lugano eine noch kleinere Rolle als im ersten Halbjahr. Zu Beginn und zum Ende der Herbstsaison war verletzt, dazwischen fast immer auf der Bank. Nur in 6 der 18 Runden kam er zum Einsatz, gar nur 1x von Beginn an, wurde ausgewechselt, und 5x eingetauscht. Tor schoss er keines. Lugano ist, wie im Vorjahr, nur 8. Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass wohl im Sommer, zumindest in der Schweiz, Jankos Karriere beendet wird.

 

Marco Djuricin (26), Grashopper Club Zürich, Schweiz (15.): Der Stürmer ist nun das zweite Jahr in Zürich, die Grashoppers haben ihn nach einer Leihe im ersten Jahr ganz von Salzburg verpflichtet. Leider lief es für ihn persönlich nur im ersten Drittel der Meisterschaft gut, danach wurde er schwer verletzt. So kam er nur in 9 der 18 Runden zum Einsatz, 8x von Beginn an, spielte 6x durch, wurde 2x aus- und 1x eingewechselt. Und er schoss 3 Tore. Der Verein ist noch dazu wie im Vorjahr nur 9. und Vorletzter und kämpft gegen den Abstieg. Der Wiener hat aber immer noch die Chance, seine Karriere voranzubringen.

 

Raphael Holzhauser (25), Grashopper Club Zürich, Schweiz (15.): Der Mittelfeldspieler, schon früher in der deutschen Bundesliga, versucht in der Schweiz seine Legionärs-Karriere wiederzubeleben. Er war auch durchgehend Stammspieler, spielte in 14 der 18 Runden von Beginn an, fehlte nur in den letzten 3 Runden wegen Verletzung und wegen einer Gelbsperre. Aber seine Leistungen waren sehr durchwachsen. Er spielte nur 6x durch und wurde 8x ausgewechselt. Und er schoss 2 Tore. Auch wenn man sich die Situation des Vereins ansieht, scheint es sportlich für ihn nicht besser zu laufen als zuvor bei Austria Wien.

 

Heinz Lindner (28), Grashopper Club Zürich, Schweiz (15.): Der Teamtormann ist auch in der zweiten Saison absoluter Stammspieler bei den Grashoppers, obwohl es sportlich nicht so gut lief. Er spielte alle 18 bisherigen Partien durch. Mit 34 erhielt er bisher allerdings die zweitmeisten Tore, fast zwei pro Spiel, in der Liga (ex aequo mit Stojanovic!). Er bleibt zumindest einer der besten österreichischen Tormänner, auch wenn er Schwächen hat, die er wohl nicht mehr ausmerzen wird.

 

Emir Dilaver (27), Dinamo Zagreb, Kroatien (17.): Der Verteidiger, seit Jahren in eher schwächeren Ligen unterwegs, ist heuer beim kroatischen Meister, der auch heuer wieder klar voran liegt, bei einem relativ starken Team gelandet. Was seine Einsätze betrifft, hatte er ein Auf und Ab, fehlte vor allem dann, wenn er leider verletzt war. So kam er auf nur 8 Einsätze in 18 Runden, aber immer von Beginn an, spielte 7x durch und wurde 1x ausgewechselt. In der CL-Quali, wo man in der letzten Runde ausschied, spielte er dafür in allen 8 Spielen durch, in den folgenden 6 Spielen der EL machte er 4 der 6 Partien von Beginn an, spielte 3x durch und wurde 1x ausgewechselt (Zagreb klar aufgestiegen). Wenn nicht verletzt, scheint er ein guter, unterschätzter Legionär zu sein.

 

Alexander Gorgon (30), HNK Rijeka, Kroatien (17.): Der mittlerweile routinierte Offensivspieler spielt nun schon seine dritte Saison beim vorjährigen Vizemeister, der heuer mit einem Spiel Rückstand knapp am 3. Platz liegt. Der Wiener ist nach wie vor unumstrittener Stammspieler, der in 16 von bisher 17 Runden von Beginn an spielte, davon 9x durch, er wurde 7x aus- und 1x eingewechselt. Seit der 11. Runde ist er Kapitän. Und er schoss bisher 4 Tore. In den 2 Spielen der EL-Quali (ausgeschieden) spielte er auch durch und schoss 1 Tor. Es gibt Gerüchte, dass er den Verein im Winter verlassen könnte, bevor sein Vertrag im Sommer ausläuft.

 

Mario Pavelic (25), HNK Rijeka, Kroatien (17.): Der im Sommer von Rapid neu gekommene Rechtsverteidiger war anfangs meist in der Startelf, doch gegen Ende der Herbstsaison rückt er leider stärker auf die Ersatzbank. Insgesamt kam er auf 9 Einsätze in 17 Runden, immerhin immer von Beginn an, spielte 8x durch und wurde nur 1x ausgewechselt. Und er machte 1 Tor. Die zwei Spiele in der EL-Quali absolvierte er auch von Beginn an, wurde 1x ausgewechselt. Hoffentlich kann er sich im Frühjahr wieder durchsetzen.

 

Mario L. Vojkovic (23), NK Rudes, Kroatien (17.): Dieser weitgehend unbekannte Österreicher mit kroatischen Wurzeln, der schon im Alter von 12 Jahren von Klagenfurt nach Kroatien umzog, hat es heuer zu einem A-Liga-Team geschafft, wenn auch zu einem, das heuer als 10. und Letzter (Vorjahr 8.) der absolute Prügelknabe ist. Aber immerhin spielte er in 16 von 18 Runden, 13x von Beginn an, 10x durch, wurde je 3x aus- und eingewechselt, und schoss 1 Tor.

 

Daniel Sikorski (31), Nea Salamis, Zypern (18.): In seinem zweiten Jahr in Zypern wechselte der „Weltenbummler“ zu diesem Klub nach Famagusta. Aber fußballerisch hat es sich für ihn kaum ausgezahlt, da er immer nur eingewechselt wurde, das immerhin 12x in 14 Runden, aber nie in der Startelf stand. Und er schoss als Stürmer auch kein Tor. Der Klub (im Vorjahr nur 7.) ist derzeit mit Platz 5 auf Kurs ins obere Playoff. Sikorski ist jedoch ein wenig im Out.

 

Armin Gremsl (24), Doxa Katokopias, Zypern (18.): Die zweite Saison für den Tormann bei dem Verein aus einem Vorort Nikosias, und er ist auch heuer Stammtormann. Er spielte in 13 der bisherigen 14 Runde durch. Auf dem Niveau eines zyprischen Mittelständlers, und so schlecht ist das auch nicht, bringt er offenbar gute Leistungen. Der Verein, im Vorjahr 9., ist mit Rang 8 leider wieder auf Kurs unteres Playoff.

 

Nils Zatl (26), Doxa Katokopias, Zypern (18.): Auch der niederösterreichische Stürmer spielt seine zweite Saison bei Katokopias, und auch er ist weitgehend Stammspieler. In 11 der 14 Begegnungen spielte er von Beginn an, davon 6x durch, wurde 5x ausgewechselt und kam 3x von der Bank. Mit dem Toreschießen klappt es heuer nicht so gut, er hat erst 2x getroffen. Ansonsten gilt für ihn ähnliches wie für Gremsl.

 

Daniel Bachmann (24), Kilmarnock FC (Leihe), Schottland (20.): Diese (zweite) Leihe zu einem schottischen Klub (von Watford) ist die wohl letzte Chance für den Tormann, sich auf der britischen Insel zu behaupten und vielleicht doch noch in der PL eine Rolle zu spielen. Doch auch bei dem Verein aus einem Glasgower Vorort brauchte er viel Geduld, bevor er seine Chance bekam. Erst ab der 13. Runde spielte er, somit kam er auf 9 durchgespielte Partien in für ihn möglichen 20 Runden. Dabei soll er allerdings überzeugt haben. Der Verein, im Vorjahr 5., liegt auf dem hervorragenden 3. Platz.

 

Peter Haring (25), Hearts of Midlothian, Schottland (20.): Der Burgenländer wagte den Sprung aus der zweiten österreichischen Liga (Ried) zu diesem Traditionsklub, und er hat voll eingeschlagen. Er spielte in 19 der 21 Begegnungen (fehlte in zwei Runden nur wegen Verletzung), immer von Beginn an, spielte 17x durch, wurde nur in den letzten 2 Runden ausgewechselt. Und er schoss auch 4 Tore. Die Hearts sind momentan 5. (Vorjahr 6.). Das Schottland-Abenteuer scheint sich voll auszuzahlen.

 

Samuel Sahin-Radlinger (26), SK Brann Bergen, Norwegen (23.): In der deutschen Bundesliga bei Hannover nicht zum Zug gekommen, wurde er in die schwache norwegische Liga verliehen, von wo aber schon so mancher Spieler Karriere machte. Der Tormann kam auch in den ersten 22 Runden durchgehend zum Einsatz, bevor ihn eine Knieverletzung bis zum Ende der Meisterschaft nach 30 Runden zurückwarf. Der Verein, im Vorjahr 5., schaffte als 3. die EL-Qualifikation. Brann wird eine Kaufoption nicht nutzen, offenbar muss der Oberösterreicher zu Hannover (ohne realistische Einsatzchancen) zurückkehren.

 

David Stec (24), Pogon Stettin, Polen (25.): Die erste Legionärs-Station führt den Wiener in die an sich recht schwache polnische Liga. Bald in der Stammelf, gab es dann doch Rückschläge für den Rechtsverteidiger. In 20 Runden wurde er 13x eingesetzt, 9x von Beginn an, er spielte 7x durch, wurde 2x aus- und 4x eingewechselt. Pogon, im Vorjahr 11., ist heuer als 5. immerhin auf Playoff-Kurs. Wie weit diese Verpflichtung den Ex-St.Pöltner weiterbringt, bleibt abzuwarten.

 

Richard Windbichler (27), Ulsan Hyundai, Südkorea (3. AFC): Die zweite Saison in Ulsan verlief für den verlässlichen Wiener Innenverteidiger fast spiegelgleich wie die erste. Wieder war er die meiste Zeit Stammspieler, fehlte nur in relativ wenigen Spielen, davon 2x wegen Rotsperre. In 28 der 38 Runden (einschließlich Meister-Playoff) wurde er eingesetzt, davon 26x von Beginn an, wobei er 25x durchspielte und 1x eben ausgeschlossen wurde. 2x kam er von der Bank. Und er machte 1 Tor. Als 3. (Vorjahr nur 4.) erreichte man die CL-Qualifikation über die Meisterschaft, sodass es nicht so störte, dass man in dieser Saison das Cupfinale verlor. Windbichler kündigte an, den Klub nach den zwei durchaus erfolgreichen Jahren zu verlassen.

 

Daniel Royer (28), Red Bulls New York, USA (2. CONCACAF): Die zweite volle Saison in New York (von 2 ½) war für den Stürmer die erfolgreichste in den USA. Er kam in 33 der 38 Meisterschaftsspiele (einschließlich Playoff) zum Einsatz, davon 28x von Beginn an, spielte 11x durch, wurde 16x ausgewechselt und auch 1x ausgeschlossen, und er musste nur 5x von der Bank kommen. Mit 13 geschossenen Toren bewirbt er sich um die Torschützenkrone der Legionäre (wird nach dem Frühjahr 2019 gewertet). Und er gewann mit seinem Klub den Grunddurchgang der MLS und erreichte immerhin das Halbfinale der Playoffs (Vorjahr nur Viertelfinale). Er dürfte ein weiteres Jahr bei den Bullen bleiben.

 

(Roland Putsche (27), Cape Town City, Südafrika (nur noch 6. CAF): Südafrikas Liga ist gegenüber Beginn der Saison aus den Top 5 in Afrika rausgefallen, daher nur kurz zu seinem 3. Jahr in Kapstadt: In 14 Begegnungen spielte er 12x, 11x von Beginn an, 10x durch, wurde je 1x aus- und eingewechselt, der Verein ist momentan 10.)

 

Von den 26 Legionären im Blickfeld der führenden 10 Zweiten Ligen (laut UEFA-Rangliste) spielten im Herbst 2018 22 Österreicher, das sind gleich viele wie im Frühjahr 2018. Nicht zum Einsatz kamen Christoph Schösswendter (U. Berlin), Sascha Horvath (Dresden), Markus Pavic (Sochaux) und Tanju Kayhan (Adana Demirspor, dauerverletzt). Die Zahl hinter dem Verein bedeutet hier dessen Rang in der Meisterschaft:

Andreas Weimann (27), Bristol City (11.), ENG: Leider in der PL nicht mehr gefragt, stellt der Ex-Teamspieler in der zweithöchsten englischen Spielklasse doch seinen Mann. Im Sommer hierher gewechselt, ist er fast durchgehend in der ersten Elf gefragt. In 24 der bisherigen 25 Begegnungen eingesetzt, spielte er 21x von Beginn an, 12x durch, wurde 9x aus- und nur 3x eingewechselt. Er schoss 5 Tore, allerdings in den ersten 5 Runden, seine Formkurve scheint nach unten zu gehen.

Moritz Bauer (26), Stoke City (12.), ENG: Shootingstar Star im Nationalteam, entschied sich der staatsbürgerschaftsmäßig von der Schweiz nach Österreich gewechselte rechte Defensivspieler nach dem Abstieg aus der PL bei Stoke zu bleiben. Er spielte in den ersten 2 Runden durch, wurde dann noch 1x eingewechselt, aber wurde seither sogar kaum noch für den Kader berücksichtigt. Er sollte im Jänner wohl versuchen zu wechseln.

Louis Schaub (24), FC Köln (2.), DE: Seine erste Legionärs-Saison bei dem Bundesliga-Absteiger verläuft erfolgreich. Der offensive Mittelfeldspieler ist Stammkraft, fehlte nur 2x krankheitsbedingt. Er kam in 16 der 18 Runden zum Einsatz, 15x von Beginn an, spielte 9x durch, wurde 6x ausgetauscht und musste nur 1x von der Bank kommen. Und er schoss 2 Tore. So kann es weitergehen.

Christopher Trimmel (31), Union Berlin (4.), DE: Bereits die fünfte Saison für den Rechtsverteidiger in Berlin, und er ist bei der Union mittlerweile eine Institution geworden und heuer Kapitän der Mannschaft. Er spielte in 17 der 18 Runden, immer von Beginn an und durch! In den Medien bei uns wenig präsent, könnte man ihn aber als besten Zweitliga-Legionär bezeichnen.

Robert Zulj (26), Union Berlin (Leihe) (4.), DE: Bei Hoffenheim klappte es nicht so, daher wurde der offensive Mittelfeldspieler wieder in die zweite Liga, nach Berlin, verliehen. Hier spielte er immerhin 15x in für ihn möglichen 16 Runden, 8x von Beginn an, 5x durch, wurde 3x aus- und 7x eingewechselt. Er schoss (nur) 1 Tor. Es dürfte wieder leicht aufwärts gehen mit ihm.

Mathias Honsak (22), Holstein Kiel (Leihe) (5.), DE: Der Linksaußen gilt als Talent und wurde von RB Salzburg nach Kiel verliehen. Zunächst war er Stammspieler, bevor ihn eine Verletzung für 4 Spiele auf die Tribüne verbannte, danach kam er von der Bank. Gesamt kam er auf 13 Einsätze in 18 Runden, 7x von Beginn an, er spielte 3x durch, wurde 4x aus- und 6x eingewechselt. Er schoss 2 Tore. Die Bilanz ist durchaus herzeigbar.

Nikola Dovedan (24), FC Heidenheim (6.), DE: Der meist als hängende Spitze spielende Niederösterreicher gehört fraglos zu den besten Österreichern in der 2. Liga (sein Vertrag wurde kürzlich bis 2023 verlängert). Er spielte in allen 18 Runden, 17x von Beginn an, 14x durch, wurde nur 3x aus- und 1x eingewechselt. Und er schoss 5 Tore. Sein Verein ist mit ihm überraschend erfolgreich. Er könnte zu höherem berufen werden.

Lukas Hinterseer (27), VfL Bochum (8.), DE: Das zweite Jahr in Bochum, läuft die Saison für den Mittelstürmer, zumindest persönlich, hervorragend. Er stand in allen 18 Runden in der Stammformation, davon spielte er gleich 15x durch, wurde nur 3x ausgewechselt, ein toller Wert für einen Stürmer. Und er schoss gleich 11 Tore, ist damit Zweiter in der Torschützenliste der Liga. Wenn er so weiter macht, könnte er wieder ein Fall für das Nationalteam werden.

Patrick Möschl (25), Dynamo Dresden (10.), DE: Leider verläuft die zweite Saison in Dresden für den Salzburger auch nicht besser als die erste. Er kam auf ganze 3 Einsätze in 18 Runden, 1x von Beginn an und ausgewechselt, 2x von der Bank. Der Rechtsaußen war obendrein ab der 12. Runde durchgehend verletzt. Eine sehr schwierige Phase für ihn.

Lukas Gugganig (23), Greuther Fürth (11.), DE: Schon die dritte Saison bei Fürth ist der defensive Mittelfeldspieler weiter eine unumstrittene Stammkraft. Der Kärntner spielte in 15 der 18 Begegnungen (1x gelbgesperrt), immer von Beginn an, 10x durch, und wurde 5x ausgewechselt. Und er schoss auch 2 Tore. Er hält ein gutes Niveau und sollte vielleicht einmal die Chance bekommen sich weiter zu entwickeln.

Dominik Wydra (24), Erzgebirge Aue (12.), DE: Die zweite Saison in Aue verläuft für den meist als defensiven Mittelfeldspieler eingesetzten Wiener ebenso wenig ideal wie die im Frühjahr die erste, da er mehr Zeit auf der Ersatzbank statt am Spielfeld verbringen musste. In den 18 Runden kam er nur auf 7 Einsätze, davon 3 von Beginn an, 2x durchgespielt und 1x aus- sowie 4x eingewechselt. Man kann für ihn nur hoffen, dass es bald besser läuft.

Manuel Prietl (27), Arminia Bielefeld (14.), DE: Schon die dritte Saison in Bielefeld, scheint sich der defensive Mittelfeldspieler hier ausgesprochen wohl zu fühlen. Er stand in allen 18 Spielen in der Anfangself, spielte 12x durch und wurde 6x ausgewechselt. Und er schoss 3 Tore. Gegenüber der tollen letzten Saison erlebt sein Verein einen Rückschlag, aber an dem Steirer scheint das nicht zu liegen.

Stefan Kulovits (35), SV Sandhausen (15.), DE: Mit dieser sechsten Saison ist der defensive Mittelfeldspieler heuer der längst dienende Legionär beim selben Verein, der heuer hart gegen den Abstieg spielt. Erstmals kam er aber nicht so häufig zum Einsatz, nämlich nur in 5 der 18 Spiele (dann aber als Kapitän), spielte 3x durch, wurde 2x ausgewechselt. Vielleicht neigt sich seine Karriere dem Ende entgegen.

Christian Gartner (24), MSV Duisburg, (16.), DE: Der Burgenländer galt als eines der größten Talente, spielt nun seit Beginn dieses Kalenderjahres beim heurigen Abstiegskandidaten Duisburg, und kam nur auf 2 Einwechslungen zu Beginn der Saison, wobei er einen Kreuzbandeinriss erlitt und wieder die gesamte Herbstsaison ausfiel. Hoffentlich erfängt er sich noch einmal.

Konstantin Kerschbaumer (26), FC Ingolstadt (18.), DE: Der im Sommer neu gekommene Niederösterreicher ist noch der erfolgreichste der 3 österreichischen Legionäre beim überraschend und enttäuschend Tabellenletzten. Er hat in 17 der 18 Runden gespielt, 16x von Beginn an, wobei der Mittelfeldspieler gleich 14x durchspielte, nur 2x aus- und 1x eingewechselt wurde und 2 Tore schoss. An ihm liegt die schlechte Leistung des Vereins wohl eher weniger.

Marco Knaller (31), FC Ingolstadt (18.), DE: In der zweiten Saison endlich zunächst zur Nr. 1 aufgestiegen, spielte der Tormann nur die ersten 9 der 18 Runden (durch), konnte nicht überzeugen und wanderte ab Runde 10 auf die Ersatzbank und ab Runde 15 sogar auf die Tribüne. Er kann wohl auch diesen Klub abschreiben, wie es aussieht.

Thorsten Röcher (27), FC Ingolstadt (18.), DE: Die erste Auslandssaison lief für den Niederösterreicher, der von Sturm gekommen war, persönlich bis auf die letzten Runden nicht so schlecht. Er spielte in 14 der 18 Runden, 10x von Beginn an, 4x durch, wurde 4x ausgetauscht und leider auch 1x ausgeschlossen, kam 4x von der Bank, fehlte 1x gesperrt. Er schoss nur 2 Tore und leidet sicher auch unter der Gesamtsituation der Bayern.

Erwin Hoffer (31), KFCO Beerschot (3. in Periode 1, 1. in Periode 2), BEL: Der Stürmer hängt eine zweite Saison in der zweiten belgischen Liga an, und das wenigstens mittelmäßig erfolgreich. In den 20 Runden des komplizierten Meisterschaftssystems kam er zu 15 Einsätzen, 7x von Beginn an, spielte 3x durch, wurde 4x aus- und 8x eingewechselt. Er schoss nur 1 mageres Tor. Mehr ist für ihn wohl nicht mehr drinnen.

Rubin Okotie (31), KFCO Beerschot, (3. in P1, 1. in P2), BEL: Sein Verbleib bei dem Verein aus dem Antwerpener Stadtteil Wilrijk war nach dem verpatzten Frühjahr überraschend. Er kam aber auch heuer nur bis Runde 11 von 20 6x zum Einsatz, 2x von Beginn und und ausgewechselt, 4x von der Bank, danach nicht mehr. Und er schoss als Stürmer auch kein Tor. Die Karriere des Ex-Teamstürmers geht weiter steil bergab.

Yasin Pehlivan (29), Genclerbirligi (1.), TUR: In der zweiten türkischen Liga, und noch dazu beim Tabellenführer, ist der Ex-Teamspieler heuer wieder ein wenig im Blickfeld, umso mehr als der defensive Mittelfeldspieler absoluter Stammspieler ist. Er spielte in allen 17 Begegnungen von Anfang an, 15x durch, wurde nur 1x ausgetauscht und auch 1x ausgeschlossen. Es könnte noch ein ordentlicher letzter Abschnitt seiner Karriere werden.

Eren Keles (24), Adanaspor (11.), TUR: Der geborene Wiener, zuletzt bei St. Pölten, sucht seine Chance in der zweiten türkischen Liga. Die Statistik des Offensivspielers ist nicht so schlecht: 12 Einsätze in 17 Runden, 8x von Beginn an, 6x durchgespielt, 2x aus- und 4x eingewechselt, und 4 geschossene Tore.

Muhamed Ildiz (27), Giresunspor (13.), TUR: Zuletzt nur noch bei schwächeren Vereinen dieser Liga unterwegs, landete er im Sommer hier. In den für ihn möglichen 15 Runden spielte der Mittelfeldspieler 9x, 1x durch, wurde je 4x aus- und eingewechselt und schoss 1 Tor. In den letzten 2 Runden suspendiert, weil der Verein offenbar den Kader reduzieren musste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bearbeitet von Lampard

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