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DiMilan

Anti Krocha Fred

136 posts in this topic

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ja ... lasst uns mal ein wenig über unsere braungebrannten, kapperl balancierenden und seltsam herumhupfende "krocha" reden

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Die Invasion der Neonkappen

Eine der größten Leistungen der 90er-Jahre war es, die ärgste Verirrung der 80er-Jahre aus dem Straßenbild vertrieben zu haben: den Farbton Neon. Insofern sollte es zur Sorge nötigen, dass knallpink, schreigelb und brüllgrün wieder im Trend ist.

Die Anzeichen dafür haben Sie sicher schon gesehen: Diese Jugendlichen in der U-Bahn, die grelle Baseballkappen auf ihrem vorne kurz, hinten lang (kurz: Vokuhila) façonnierten Haar tragen, den Lautsprechern ihrer Mobiltelefone winselnde Obertonfolgen entlocken und sich in einer Art Patois aus Floridsdorfer und Anatolischer Mundart verständigen.

Woher kommt das? Und wie heißt es? Die Weiten des Internet fördern eine erstaunliche Erkenntnis zu Tage: Wien hat eine jugendkulturelle Bewegung namens „Krocha“ geschaffen. Das stammt von „krachen“ und bezeichnet Jünglinge, die nach Besuch eines Bräunungsstudios auf eher rüpelhafte Weise Tanzlokale besuchen. Zum Beispiel „in die Nachtschichteinekrochen“.

Der ideologische Überbau dieser Bewegung ist noch etwas diffus. In besagtem Austro-Pidgin verfasste Stellungnahmen im Internet lassen eine solide Verweigerung des bildungsbürgerlichen Ethos sowie eine damit korrespondierende Betonung des Lustprinzips vermuten. Das Tragen der „Kafiya“ (vulgo „Palästinensertuch“ oder „Arafats Putzfetzen“) wiederum weist auf eine gewisse Nonchalance gegenüber dem Antisemitismus hin. Bedenklich, aber auch bei Vertretern elitärerer Bildungsschichten zu vermerken, wovon sich jeder überzeugen kann, der dieser Tage über den Wiener Naschmarkt promeniert.

Neon, Vokuhila, Pali-Tuch: Warum kommt bloß das Schlimmste der 80er-Jahre zurück? Viel schöner wäre doch ein Revival der „Muppet Show“ . Denn der einzige, dem knallgrün steht, ist und bleibt Kermit.

quelle: die presse

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Ein Kommentar unter dem Artikel :

Genial

Lieber Oliver Grimm, ich muss meinen Vorgängern leider widersprechen, denn obwohl man jetzt nicht mehr mit Kappe in die Nachtschicht einekrochn kann, hat weder das eine noch das andere Niveau, oder zumindest nicht mehr als ein Apfel - wobei ein Apfel noch geschmack hat.

Ich habe das unendliche Vergnügen jeden Morgen mit solchen Neandertalern die Fahrt zur Schule anzutreten.

Einmal habe ich so einen gefragt ob er bitte die geschmackvolle Musik etwas leiser drehen könne. Da hat er mich angeschaut als wäre ich ein Außerirdischer, bis es ihm einer seiner Kollegen in seine Muttersprache übersetzte. Kurz: es hat ihn nicht gejuckt, dass er nicht alleine im Bus ist

:lol:

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Ich bin echt fasziniert. Diese G'stalten (wie auch in dem anderen Thread zum Thema erwähnt und dort auch mit Bildmaterial untermauert) gibt's also wirklich?

Ich mein, das sind ganz sicher ned nur irgendwelche Freaks, die sich nur zu Parodie-Zwecken im Fasching irgendwas Braunes ins G'sicht schmieren und sich dann in irgendwelchen In-Schuppen mit bizarrem G'schau von Kameras ablichten lassen?

Jaja ich weiß, es sollte einen nichts mehr wundern, aber ich bin ja schon a bissl aus dem Alter raus und damals (90er) hab' ich nächtens zwar viele "interessante" Leute getroffen (und war auf meine Art und Weise vermutlich auch für manche Leut' strange :D), aber sowas halt dann auch wieder ned....

Hat denen eigentlich schon mal irgendwer dargelegt, dass "krachen" zumindest bis in die späten 70er (auch) in der Wiener Umgangssprache "sterben" bedeutete? :=

Hochinteressant, wirklich...

Edited by neuron

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Krachen in früheren Zeiten kenn ich nur in den Bedeutungen "Drogenentzug" und "leere Brieftasche" (in Verbindung mit Kaisersemmel).

Palästinensertuch war in den späten 70ern auch sehr in (ja, ich hatte auch eins, in rot, und es endete als Lampenschirm bei einer Freundin), die Bedeutung hierzulande, wenn überhaupt, war pro Palästina ohne explizites contra.

v.p.s.

_pantera_

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