revo

Der Verlust der europäischen Vormachtstellung

77 Beiträge in diesem Thema

Viel ist diskutiert worden vor dieser Weltmeisterschaft. Über Südafrika und über Afrika selbst. Die WM Afrikas sollte es werden, am besten mit einem Team vom Gastgeber-Kontinent im Finale sollte sie enden. Jetzt steht vor dem letzten Spieltag gerade einmal Ghana im Achtelfinale, so wie schon 2006, die Elfenbeinküste könnte sich noch dazu gesellen, sofern ein Fußballwunder am Freitag geschieht. Bekannte Zustände also was die CAF betrifft.

Viel wurde auch immer wieder über die mangelnde Qualität diverser Teilnehmer an Weltmeisterschaften gesprochen. Vor allem die Europäer, verwöhnt von diversen Europameisterschaften, hätten lieber den einen oder anderen Exoten weniger untergehen gesehen in den letzten Jahren. Doch gerade diese Europäer schwächeln 2010 in einem ungewohnten Ausmaß. 2006 kam noch mehr als jedes zweite Team im Achtelfinale aus Europa, und standen sogar zu 3/4 europäische Teams im Viertelfinale und nur Europäer im Halbfinale. Trotz der hohen Anzahl an Teilnehmern der UEFA war Europa 2006 bereits im Achtelfinale verhältnismäßig überrepräsentiert.

2002, als der Titelverteidiger ein letztes Mal gesetzt war, nahmen sogar 15 Mannschaften aus Europa an der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea teil, wieder qualifizierte sich mehr als die Hälfte für das Achtelfinale, neun um genau zu sein. Im Viertel- und Halbfinale hatte sich die Anzahl auf vier bzw. zwei jeweils halbiert (auch verursacht durch seltsame Schiedsrichterentscheidungen), dennoch war es immer noch eine leichte europäische Dominanz zu spüren, auch wenn der Titel verdient an Brasilien ging.

1998, erstmals mit 32 Teams, kann überhaupt als eine Stärkedemonstration Europas angesehen werden. Zehn von achtzehn Teams im Achtelfinale von der UEFA gestellt, wie 2006 mussten nur vier europäische Teams nach der Vorrunde nachhause fahren: Belgien, Spanien, Schottland und Österreich. Auch sechs von acht Teams im Viertelfinale und drei von vier im Halbfinale kamen aus Europa. Der Titel ging damals ebenfalls an Europa, Gastgeber Frankreich ließ dem Titelverteidiger Brasilien im Finale keine Chance.

1994 namen nur 24 Mannschaften an der Weltmeisterschaft teil, dennoch waren 13 europäische Teams am Start, mehr als jedes zweite Team in den USA kam damit aus Europa. Und auch damals wieder standen zehn europäische Teams im Achtelfinale. Obwohl sich sechs davon gegenseitig duellierten waren im Viertelfinale nur noch Vertreter der UEFA übrig geblieben, mit einer Ausnahme, dem späteren Weltmeister Brasilien, der im Achtelfinale den Gastgeber nach hause vor die Fernseher schickte.

Wer sich jetzt über die verhältnismäßig hohe Repräsentanz europäischer Mannschaften bei der WM auf dem nordamerikanischen Kontinent gewundert hat, dem sei gesagt, dass 1990 sogar 14 aus 22 Mannschaften aus Europa kamen, darunter auch wieder einmal Österreich. Im Achtelfinale standen, richtig, zehn europäische Mannschaften, nicht darunter war Österreich. Und während sich Kamerun ins Viertelfinale tanzte, so spielten sich die Europäer wieder fast alleine die Weltmeisterschaft unter sich aus. Sechs Mannschaften im Viertelfinale, drei im Halbfinale, nur Argentinien hatte etwas gegen die europäische Dominanz und schlich sich ins Finale ein, das jedoch gegen Beckenbauers Elf verloren ging.

1986, als das erste Mal ein Achtelfinale ausgespielt wurde, zeigte sich bereits das Bild, das die Jahrzehnte darauf folgen sollte (mit der minimalen Abweichung von 2002), zehn Teams aus Europa im Achtelfinale, fünf aus acht im Viertelfinale und drei aus vier im Halbfinale. 1982, 1978, etc. spielte man ein anderes System, jedoch auch damals war die UEFA die dominierende Fraktion im Weltfußball.

Will man ein Weltmeisterschaftsfinale ohne europäische Beteiligung finden, so muss man sehr weit zurückgehen, bis zur ersten Weltmeisterschaft nämlich. Damals, 1930, am 30. Juli, da standen sich das Gastgeberland Uruguay und der farbengleiche Nachbar Argentinien gegenüber. Da drehte Uruguay einen 1:2 Rückstand zur Pause noch in einen bejubelten 4:2 Heimerfolg vor fast 70.000 Zuschauern um. Und Europa musste zusehen, denn der letzte europäische Vertreter wurde im Halbfinale von Uruguay mit einem 6:1 aus dem Stadion entlassen. Und trotz dieser Niederlage für die Länder, die sich später unter dem Dach der UEFA zusammen finden sollten, war es der Anfang einer Dominanz im Weltfußball für Europa. Nie wieder sollten die Europäer in einem Finale unbeteiligt sein und keine Mannschaft des eigenen Kontinents beim Spielen über das Radio lauschen oder über den Fernseher bewundern können.

Kenner der Fußballgeschichte werden mir jetzt wohl widersprechen wollen, 1950 in Brasilien, im Estádio Municipal do Maracanã, da war doch etwas. An die 200.000 Zuschauer sollen damals doch anwesend gewesen sein, als der heute 83-jährige Alcides Edgardo Ghiggia den Ball zum 2:1 für Uruguay über die Linie beförderte und den Außenseiter zum Weltmeister machte. Richtig, totalmente correcto, aber es war damals kein richtiges Finale. Zum Finale wurde es nur zufällig, da die Auslosung der Vierer-Endrunde dieses Begnung für den letzten Spieltag vorsah. Ein richtiges Finale war es also nicht, parallel spielten nämlich zwei weitere Mannschaften ein schon bedeutungsloses Spiel. Es handelte sich dabei, wie sollte es anders sein, um zwei Mannschaften aus Europa, Schweden und Spanien.

Und 2010? Da droht alles anders zu werden, eine richtige Blamage könnte auf Europa zukommen. Von den bisher zwölf qualifizierten Achtelfinalisten kommen nur vier aus Europa und diese treffen im Achtelfinale auch noch jeweils aufeinander. Bei den ausstehenden zwei Gruppen ist Portugal auf gutem Weg sich zu qualifizieren, allerdings droht ein weiteres europäisches Duell gegen Spanien oder die Schweiz, die sich noch beide qualifizieren können. Im besten Fall werden also sieben europäische Mannschaften im Achtelfinale stehen, so wenige wie noch nie seit der Einführung des Achtelfinale. Gibt es morgen einen GAFU (Größter Anzunehmenen Fußball-Unfall), dann stößt keine weitere Mannschaft der UEFA ins Achtelfinale vor. Denn theoretisch kann die Elfenbeinküste noch Portugal überholen und können Chile und Honduras die Europäer zum sofortigen Flugticketkauf zwingen. Anzunehmen ist jedoch, dass Portugal auch bei einer Niederlage gegen Brasilien ins Achtelfinale aufsteigt und zumindest einer aus Spanien und der Schweiz ebenfalls weiter kommt.

Fest steht auf jeden Fall, dass ein Semifinalist nicht aus Europa kommen wird, denn Uruguay und Südkorea bzw. USA und Ghana spielen sich untereinander den ersten Halbfinalplatz für Kapstadt aus. Und dann wären da noch die bisher überzeugenden Brasilianer, die im Viertelfinale des linken Flügels auf den einzigen verbliebenen Vertreter Europas treffen würden, sofern sie nicht selbst im Achtelfinale gegen den zweiten der Chile/Spanien/Schweiz-Gruppe untergehen. Und im rechten Flügel? Da dürfen sich Deutschland und England gegenseitig eliminieren um dann auf den Sieger aus Argentinien und Mexiko zu treffen. Vor allem Diegos Mannen konnten bisher starke Leistungen bieten und alle drei Gruppenspiele gewinnen, das wäre sicherlich keine leichte Aufgabe für den europäischen Vertreter, wer auch immer sich durchsetzen würde. Und dann bliebe vielleicht noch ein inneriberisches Duell im Achtelfinale und den anschließenden Aufstieg ins Halbfinale gegen einen nicht-europäischen Vertreter, denn weder Paraguay noch Japan spielen seit neuesten bei der UEFA mit.

Natürlich ist die WM noch nicht zu Ende gespielt und am Ende kann alles ganz anders kommen als man denkt. Von einem europäischen Finale bis zu einer Verbannung Europas zur Zuschauerrolle bereits in den Halbfinalen ist noch alles möglich. Eins scheint sich jedoch abzuzeichnen, die Dominanz des europäischen Fußballs auf der internationalen Bühne der Weltmeisterschaften ist geschwächt. Am Profitieren davon ist Amerika. Zwei von drei Vertretern der CONCACAF stehen bereits im Achtelfinale, Honduras hat immerhin am letzten Spieltag noch theoretische Chancen. Aus der CONMEBOL könnte sich Chile noch verabschieden, Uruguay, Brasilien, Argentinien und Paraguay sind bereits für die nächste Runde qualifiziert, sollte Brasilien morgen nicht gegen Portugal verlieren, dann sogar alle vier als Gruppensieger. Chile bräuchte für den Aufstieg und den Gruppensieg im letzten Spiel gegen Spanien nur einen Punkt. Richtig, eine Watsche für die UEFA bahnt sich an.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und 98, 2002 und 2006 wurden die Südamerikaner hergewatscht, einzig Brasilien konnte da die Ehre der CONMEBOL retten.

Es werden einfach die Niveauunterschiede zwischen den Spitzenteams und den restlichen Mannschaften bei einer WM immer kleiner, genau das selbe was sich auch seit Jahren im Clubfussball abzeichnet. Und klarerweise profitieren davon Länder die mehr oder weniger mittlerweile einen garantierten Startplatz in ihren Kontinentalverbänden haben (Mexiko, USA, Japan, Südkorea, usw.) natürlich am meisten, einfach da der Grossteil der Spieler dieser Teams schon Weltmeisterschaftserfahrungen haben und auch in Europa spielen. In diese Kategorie würden, wenn sie sichs nicht jedesmal selbst schwer machen würden, ebenfalls auch Kamerun und Nigeria fallen. In Südamerika schafft man es zumeist mit einer halbwegs vernünftigen Quali ebenfalls problemlos zur WM, da Venezuela, Bolivien und Peru seit Jahren einfach zu schwach sind um ernsthaft mitzuspielen. Die restlichen 5 Verbände spielen sich eben einfach 2 Fixplätze und einen Barrageplatz hinter Argentinien und Brasilien aus.

Wer weiss was die Russen, Ukrainer, Kroaten, Schweden, Tschechen, Bosnier oder Iren heuer erreichen hätten können ?

bearbeitet von ianrush

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

in vielen ländern, wo zzt ein recht guter und ansehnlicher fußball praktiziert wird, waren vlt damals noch nicht so die möglichkeiten gegeben... die asiaten spielten nie eine rolle, die afrikaner wenn wir uns ehrlich sind auch nicht. amerika auch unter ferner liefen... fußball ist heutzutage ein wahrliches massenphänomen. da lassen sich alle anstecken.

damals wurde mmn auch technisch schönerer aber auch über weite strecken dilletantischer fußball gespielt. es wurde alles weiterentwickelt. an diesen entwicklungen kann jeder teilhaben, auch der unterbrunner seppi der die u12 von hosenbodenvolldorf trainiert. ausserdem wird heutzutage vieles über atlethik wettgemacht. wenn zb griechenland sich zu einem titel mauern kann, kann das auch südkorea mmn, sie müssen halt 90 minuten laufen, laufen, laufen und hoffen, dass sich irgendwann ein konter ausgeht oder sie machens wie japan per standard...

ich bin leider zzt ziemlich verwirrt, werde das überschlafen und morgen nochmal weiter ausführen. sehr interessante thematik!

PS: vlt sind wir (europäer) auch einfach übersättigt? weniger wir als die spieler. wenn man sich das feuer in den nicht-europäischen manschaften ansieht, kommen mir die "unsrigen" eher lustlos vor. wenig euphorie, eher ein zwangseuphorismus.

:ratlos:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bin aber auch der Meinung, dass die europäischen Mannschaften aus welchen Gründen auch immer, ihre Leistungen nicht abrufen konnten. Mal abgesehen von den großen Nationen wie Frankreich, Italien und evtl. auch England, haben die Länder Dänemark, Slowenien und Serbien nach einer starken Quali doch sehr enttäuscht. Hinzu kommt, dass die Südamerikaner extrem stark sind dieses Jahr. Aber mal abwarten, wie das Turnier weitergeht.

Und selbst wenns die sich andeutende Watschn für die UEFA gibt, würd ich noch nicht zu viel Wert drauf legen. In 4 Jahren kann das wieder ganz anders ausschaun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und 98, 2002 und 2006 wurden die Südamerikaner hergewatscht, einzig Brasilien konnte da die Ehre der CONMEBOL retten.

Es werden einfach die Niveauunterschiede zwischen den Spitzenteams und den restlichen Mannschaften bei einer WM immer kleiner, genau das selbe was sich auch seit Jahren im Clubfussball abzeichnet. Und klarerweise profitieren davon Länder die mehr oder weniger mittlerweile einen garantierten Startplatz in ihren Kontinentalverbänden haben (Mexiko, USA, Japan, Südkorea, usw.) natürlich am meisten, einfach da der Grossteil der Spieler dieser Teams schon Weltmeisterschaftserfahrungen haben und auch in Europa spielen. In diese Kategorie würden, wenn sie sichs nicht jedesmal selbst schwer machen würden, ebenfalls auch Kamerun und Nigeria fallen. In Südamerika schafft man es zumeist mit einer halbwegs vernünftigen Quali ebenfalls problemlos zur WM, da Venezuela, Bolivien und Peru seit Jahren einfach zu schwach sind um ernsthaft um die Quali mitzuspielen. Die restlichen 5 Verbände spielen sich eben einfach 2 Fixplätze und einen Barrageplatz hinter Argentinien und Brasilien aus.

Wer weiss was die Russen, Ukrainer, Kroaten, Schweden, Tschechen, Bosnier oder Iren heuer erreichen hätten können ?

Da hast du natürlich recht, was die Schwäche der CONMEBOL in den angeführten Jahren betrifft, das wollte ich ja auch nicht bestreiten und rührt gewissermaßen eben von jener europäischen Dominanz. Gewiss gibt es immer wieder schwächere Teams in der Qualifikation, genau genommen spielt man ja nur die vier Fixplätze aus, der Barrageplatz geht ja ohnehin immer an Uruguay. ;) Aber auch die kleineren Teams aus Südamerikas haben ihre Höhen und Tiefen, Venezuela war heuer vielleicht so knapp dran an der Quali wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Peru und Bolivien sind momentan am Sand, die einen waren aber immerhin 1994 dabei und die anderen sind 1998 punktegleich gescheitert, nur um ein bisschen Information anzuhängen. Bleibt abzuwarten ob der von dir angesprochene Effekt, nennen wir ihn einmal Mexiko-Effekt, für die Gruppenphase nur gilt, oder bald auch größere Erfolge erwarten lässt.

Deiner These kann ich durchaus einiges abgewinnen, in Zeiten der immer globalisierteren Welt erscheint es auch nur logisch, dass sich das Fußballungleichgewicht irgendwann ausgleicht. Und genau das erleben wir anscheinend jetzt gerade in Südafrika. Bleibt abzuwarten ob es vorläufig ein einmaliges Ereignis sein wird, oder in Brasilien seine Fortsetzung findet.

Ich finde es ja sehr positiv, dass dies geschieht, Diskussionen über die "unnötigen" WM-Teilnehmer sollten damit der Vergangenheit angehören, wenn die Slowakei und Paraguay im Achtelfinale stehen und dafür Italien und Frankreich sich längere Ferien gönnen dürfen.

Freut mich, dass die Diskussion angenommen wird. :super: Weitere Beiträge erwünscht.

Und selbst wenns die sich andeutende Watschn für die UEFA gibt, würd ich noch nicht zu viel Wert drauf legen. In 4 Jahren kann das wieder ganz anders ausschaun.

Kann natürlich passieren. Kann auch immer noch ein europäisches Finale geben, so wenige Mannschaften wie heuer waren aber seit Bestehen der Achtelfinale noch nicht dabei. Das ist zumindest schon einmal ein interessanter Punkt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Natürlich spricht für die meisten der von mir genannten Länder auch, dass sich dort mittlerweile auch eine ansprechende nationale Meisterschaft entwickelt hat. Die Primera División (hier gilt das mittlerweile natürlich schon viel länger, sieht man aber auch an den Erfolgen Mexikos), MLS, J-League und K-League bilden mittlerweile eben auch eine ausgezeichnete Ausbildungsplattform für lokale Spieler. Zumindest ist das meine Einschätzung, nachdem ich in den letzten 2 Jahren mindestens 100 Spiele aus den asiatischen Ligen gesehen habe, hat halt seine Vorteile wenn man mit Sportereignissen sein Geld verdient =). Und die wirklich guten Spieler wechseln dann eben irgendwann nach Europa und lernen dort den, wenn es soetwas eben gibt, "europäischen" Spielstil kennen. Mit den Prognosen von vor 20 Jahren, dass Afrika die Fussballwelt revolutionieren wird lag man eindeutig falsch, mMn liegt hier die nähere Zukunft eher in Asien oder der Concacaf. Aktuell gehe ich eher von einem Weltmeister aus diesen Regionen als von einem Weltmeister aus Afrika aus.

Und natürlich haben viele europäische Mannschaften diesemal einfach einen grauenhaften Fussball gespielt. An was das wirklich liegt, ob nun einer Formschwäche, einer langfristige Verschiebung im Weltfussball, den überlangen europäischen Saisonen oder doch, dass der Ball laut Mehmet :allaaah: in jedem Land anders fliegt, wird man wohl erst bei den übernächsten und den darauffolgenden Weltmeisterschaften sagen können.

Aber wiest schon gesagt hast, warum sollte sich der Fussball eine Globalisierung entziehen können.

bearbeitet von ianrush

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ich glaub, die südamerikaner haben einfach genug erfahrung mit der lokalen wetter- und höhenlage.

das starke auftreten von japan und südkorea hat mich ebenfalls nicht überrascht, die haben einfach inzwischen eine enorme WM-erfahrung. wurde eh von ianrush bereits erwähnt.

im übrigen glaube ich, dass die diskussion um einen tag zu früh kommt, wenn heute spanien und schweiz statt chile aufsteigen (und das ist ja durchaus möglich), schaut die lage schon wieder deutlich anders aus.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

die fernen länder sind halt auch nicht alles idioten, aufgeholt haben sicher viele. alleine das fußballerische/taktische know-how ist wohl durch die internationale vernetzung der medien, die vielen legionäre oder die weltenbummler auf den trainersesseln schon viel mehr verbreitet als früher.

heutzutage kann auch der ahnungsloseste teamchef eines exotischen staates vorm match im ASB die passende aufstellung klauen. :davinci:

die vormachtstellung seh ich dennoch erst verloren, wenn es über mehrere weltmeisterschaften so weitergehen würde. schwächere generationen oder unglückliche umstände können leicht mal bei ein paar nationen drunterrutschen, kann mir ja keiner sagen, dass zb. die franzosen nicht mehr mehr potenzial haben und sich daran gewöhnen müssen. spätestens nach 2018 (wohl wieder in europa) muss man halt den thread wieder updaten. :D

btw: da angesprochen wurde, dass zb. die asiaten jetzt schon über mehr wm-erfahrung verfügen und sich besser anstellen als früher - das könnte ich mir bei manchen europäern aber auch noch vorstellen (z.b. serbien oder so, vielleicht entwickeln sich auch auf unserem kontinent noch nationen weiter)

mir gefällt die vielfalt grundsätzlich. (solang von den europäern die richtigen früher rausfliegen...)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Europa hat noch immer Deutschland, England, Niederlande, Portugal, Slowakei und Spanien/Schweiz im Rennen. Enttäuscht haben eigentlich nur Frankreich, Italien und Serbien, aber da lag's mMn wirklich nicht am Können, sondern am Wollen.

Sicherlich sind die Südamerikaner einfac dominant, die haben, wenn ich mich nicht verzählt habe, ganze 2 (!!) Tore in der Gruppenphase bekommen (vor den ausstehenden letzten Spielen von Chile/Brasilien).

Wobei die Südamerikaner eigentlich immer stark sind, weil sie auch mMn immer ihre stärksten Teams schicken. Der europäische Qualimodus mit Auslosung in Gruppen+Barrage ist da doch mit einer größeren Schwankung verbunden, auch wenn eben die Versager die Qualität absolut gehabt hätten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Europa hat noch immer Deutschland, England, Niederlande, Portugal, Slowakei und Spanien/Schweiz im Rennen. Enttäuscht haben eigentlich nur Frankreich, Italien und Serbien, aber da lag's mMn wirklich nicht am Können, sondern am Wollen.

Sicherlich sind die Südamerikaner einfac dominant, die haben, wenn ich mich nicht verzählt habe, ganze 2 (!!) Tore in der Gruppenphase bekommen (vor den ausstehenden letzten Spielen von Chile/Brasilien).

Wobei die Südamerikaner eigentlich immer stark sind, weil sie auch mMn immer ihre stärksten Teams schicken. Der europäische Qualimodus mit Auslosung in Gruppen+Barrage ist da doch mit einer größeren Schwankung verbunden, auch wenn eben die Versager die Qualität absolut gehabt hätten.

Stimmt natürlich, aber dennoch waren immer zehn, mit einmal der Ausnahme neun, europäische Teams im Achtelfinale. Trotz Qualischwankungen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

aber damals hatten wir halt auch mehr startplätze, oder?

Nein, das Maximum waren 15 wenn eine europäische Mannschaft Titelverteidiger oder Gastgeber war, das war 1998 und 2002 der Fall. Normal waren 13 oder 14 Startplätze (auch 2006).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ich bin mir ziemlich sicher, dass da auch die bioklimatischen verhältnisse reinspielen, vor allem was den unterschied zwischen Südamerikanern und Europäern ausmacht. es ist schon sehr auffällig, wie gut die Lateinamerikaner bisher abschneiden, die vertrautheit der höhenluft ist garantiert kein nachteil. oder wann spielt man in Eurpoa schon regelmä0ig auf über 1.000m?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden

  • Folge uns auf Facebook

  • Partnerlinks

  • Unsere Sponsoren und Partnerseiten

  • Wer ist Online

    Keine registrierten Benutzer online.