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quaiz

Wieder rassistische Rufe

58 Beiträge in diesem Thema

Der dunkelhäutige Spieler vom italienischen Serie A Verein Messina Calcio Zoro ist im Spiel gegen Inter Mailand Opfer von rassistischen Schmährufen geworden und wollte deswegen vorzeitig ausgetauscht werden.

Nach dem jeder Ballkontakt des von der Elfenbeinküste stammenden Spielers mit Affenlauten begleitet worden ist, ist er in der 66. Minute zum vierten Offiziellen gegangen.

"Auswärts können sie machen, was sie wollen, da bin ich es gewohnt. Aber nicht in meinem Heimstadion", meint Zoro.

Quelle: Sport1.at

Ich weis nicht was ich davon halten soll.

Sind die Fans wirklich so dumm ?

Ich meine man hat selbst auch farbige Spieler in den Reihen.

Rassisten wird es wohl immer geben leider kann man sich die Fans nicht aussuchen.

Die so genannten "Fans" schaden damit eh nur der eigenen Mannschaft und in diesem Fall Inter.

:aaarrrggghhh:

Ich verstehe bis heute nicht warum man einen Menschen hassen kann nur weil er nicht weis ist.

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Aber in Italien gibts da einige "Spezialisten" was s rassistische Rufe der Fangruppen anbelangt.

Hör das ziemlich oft von den Inter- und Laziofans, oder gibts da auch andere die das regelmäßig praktizieren?

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Denke nicht dass man da speziell Italien ansprechen muss, sowas gibts eigentlich überall.

Ich fand die Geste von Zoro schwer ok, dachte zuerst er wolle ganz aufhören zu spielen.

Er hat auch im Interview danach sehr sympathisch gewirkt, er hat gemeint er wolle kein Aufsehen erregen aber wenn ihm so ein Rassismus im Heimstadion widerfährt dann muss man etwas dagegen unternehmen.

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Denke nicht dass man da speziell Italien ansprechen muss, sowas gibts eigentlich überall.

894645[/snapback]

In Österreich haben wir das gottseidank in den Griff bekommen (diese dämlichen Urwaldgeräusche), in Deutschland und England gibt es generell auch keine Schmährufe gegen dunkelhäutige Spieler. Ich denke schon, dass dies speziell in Italien (und Spanien) ein Problem ist!

bearbeitet von chris@rapid

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Ich finde ebenfalls, dass die Reaktion von Zoro heute absolut richtig war. Das Verhalten dieser wenigen Inter-"Fans" war eine absolute Trottelaktion - nicht nur wegen der Aktion selbst, sondern auch, weil ja auch bei Inter dunkelhäutige Spieler dem Kader angehören...

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Noch ein Bericht der apa:

Rassistische Inter-"Fans": Messina-Spieler wurde als "dreckigen Neger" beschimpft!

    * Italienischer Verband leitete bereits Ermittlungen ein

    * Lazio-Anhänger in Empoli mit Hakenkreuzfahne

Der italienische Fußball wird erneut von einem Rassismus-Skandal erschüttert. Während des Liga-Spiels in Messina haben Fans von Inter Mailand den farbigen Abwehrspieler Marc Zoro als "dreckigen Neger" beschimpft und mit Affenlauten verhöhnt. Erst nach minutenlangen Diskussionen konnten die über ihre eigenen Anhänger entsetzten Inter-Stars den erbosten Zoro zum weiterspielen überreden.

Nur weil der Teamspieler der Elfenbeinküste einlenkte, wurde eine Eskalation und ein möglicher Spielabbruch verhindert. Den Mailändern, die 2:1 gewannen, droht nun eine hohe Geldstrafe und eine Platzsperre. Der italienische Fußballverband (FIGC) hat bereits Ermittlungen eingeleitet. "Das ist ein schwerwiegender Fall", sagt FIGC-Vizepräsident Giancarlo Abete am Montag und drückte Zoro seine uneingeschränkte Solidarität aus.

Inter-Präsident Giacinto Fachetti war über die eigenen Fans entsetzt: "Wir bitten Zoro um Entschuldigung", sagte Facchetti. Auch die Inter-Akteure sprangen Zoro noch auf dem Platz zur Seite. "Viele Inter-Spieler engagieren sich sehr gegen Rassismus. Deshalb habe ich mich überzeugen lassen", sagte der 21-Jährige. Der Afrikaner, der bereits zum Saisonauftakt gegen Lazio Rom im Olympiastadion verhöhnt worden war, hätte nach dem Reglement einen Spielabbruch fordern können.

Als die Inter-Anhänger mit ihren verletzenden Sprechchören begannen, hatte sich Zoro sofort zum vierten Mann des Referee-Teams begeben und um eine Spielunterbrechung gebeten. "Wir farbigen Spieler kennen unsere Rechte. Mit diesem Rassismus muss Schluss sein", sagte Zoro. "Vielleicht verstehen die Fans es, wenn ein Spiel dann am Grünen Tisch entschieden wird", meinte der Abwehrspieler.

Verband setzte Zeichen

Der italienische Fußball-Verband (FIGC) leitete im "Fall Zoro" nicht nur Ermittlung ein, sondern setzte auch ein erstes Zeichen. Er ordnete an, dass sämtliche Spiel in dieser Woche (Cup und Liga) von den Profiligen bis hinunter zu den Amateurklassen mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen werden. Die so gewonnene Zeit vor den Partien soll mit Transparenten und Lautsprecher-Durchsagen zum Kampf gegen den Rassismus in den Stadien genützt werden.

Lazio-Fans mit Hakenkreuzfahne

Die rassistischen Sprechchöre gegen den Afrikaner waren nicht der einzige Vorfall in der 13. Runde der Serie A. In Empoli zeigte ein vermummter Lazio-Fan im Stadion eine Hakenkreuzfahne. Radikale Gruppen aus den Römer Reihen sind bereits des öfteren durch antisemitische und rassistische Aktionen aufgefallen.

In Italien ist man über den immer wieder auflodernden Rassismus in den Stadien entsetzt. Vor allem den Vereinen wird eine zu lasche Haltung im Umgang mit den radikalen Gruppen unter den eigenen Fans vorgeworfen. "Warum geht diese Schande immer weiter", fragte deshalb die "La Gazzetta dello Sport". (apa)

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Wirklich schade sowas.

Ich schäme mich für diese Inter-Fans.

Aber es sind nicht nur immer wieder die paar Tifosi von Inter, sonder überall in Italien gibt es das.

Ein Lazio - Fan hatte sogar eine Hakenkreuz-Fahne.

Unverständlich ist das vor allem darum, weil Inter ja mit Martins auch einen schwarzen Spieler im Kader hat, Pierre Wome nicht zu vergessen.

Rassismus ist sehr schlimm und unverständlich !!

Bin froh dass weitergespielt wurde. Ich hoffe Inter wird dieser Sieg auf dem grünen Tisch nicht noch weggeschnappt !

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Denke nicht dass man da speziell Italien ansprechen muss, sowas gibts eigentlich überall.

894645[/snapback]

ja, aber ueberall sonst hat man das gefuehl, dass etwas dagegen gemacht wird und die masznahmen auch einigermaszen erfolgreich sind.

in italien folgt bei besonders schlimmen ausbruechen ein kurzer aufschrei, es folgen ein paar aktionistische handlungen aber an der gesamtproblematik aendert sich langfristig nichts.

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also ich war beoi rapid - moskau auf der ost und da gabs auch vereinzelt urwaltlaute gegen einen legionär der russen... also so ganz die insel der seeligen sind wir in der hinsicht auch nit.

diese sprechchöre können nur die kurven bzw fanclubs selbst in den griff kriegen. da hilft die beste videoüberwchung und einagnskontrolle nix. oder will man bei 30.000 leuten in der kurve lippenlesen, wer was gesagt hat :nein:

eine öffentliche verurteilung der vorkommnisse durch faccehtti is der erste schritt...aber nicht der letzte

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also ich war beoi rapid - moskau auf der ost und da gabs auch vereinzelt urwaltlaute gegen einen legionär der russen... also so ganz die insel der seeligen sind wir in der hinsicht auch nit.

Wir auf da Süd waren vom "Bikey" doch schwer begeister. Hat mir eigentlich sehr gut gefallen für seine 20 Jahre. Aber auf der Ost wird es immer solche Probleme geben solang man die Kurve nicht in den Griff bekommt. Genauso mit dem rüberschmeissen etc.

@ Topic : Eigentlich unglaublich das sowas heutzutage noch üblich is. Da bringt dem Italienischen Verband die ganzen Daten die sie beim Kartenkauf ja erhalten nix wenn man da nicht durchgreift (zumindest gegen die Lazio Fans obwohl ich nichtmal weiß obs in Italien verboten is.)

Naja vlt. fangen manche Laziali zum denken an wenn ein O.Dabo für Lazio trifft und der is bei Gott nicht der weißeste unter den weißen....

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Auschwitz, Arkan und Stalin sind in Italiens Kurven daheim

Zu seinen Zeiten bei Charlton nahm es di Canio mit dem Faschismus nicht ganz so ernst

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Wien - Choreographien mit Hakenkreuzen, Affenlaute im Stadion und Spielabbrüche. Die italienischen Fans sorgen ein ums andere Mal für Aufregung.

Auch am vergangenen Wochenende lag das Hauptaugenmerk des Serie A-Zusehers nicht auf den sportlichen Geschicken der Vereine.

Zoro weigert sich weiterzuspielen

Nachdem der Messina-Verteidiger Marc Zoro im Heimspiel gegen Inter Mailand von den Gästefans fortwährend mit rassistischen Schmährufen bedacht worden war, platzte dem Ivorer in Hälfte zwei der Kragen und er weigerte sich weiterzuspielen.

Den Überredungskünsten der Inter-Stürmer Adriano und Obafemi Martins sei Dank, dass das Spiel schlussendlich doch noch fortgesetzt wurde.

Politische Ultra-Anfänge

Dieser Vorfall ist bei weitem nicht der einzige, in dem die Tifosi dem Sport einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Seit je her sind in den italienischen Ultra-Gruppierungen politische Richtungen zu erkennen.

Während in der Anfangsphase, Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre, eine zunehmend linke Gesinnung zu beobachten war, hat sich das im Laufe der Zeit geändert.

"Auschwitz ist eure Heimat"

Die wohl bekannteste rechts-radikale Ultra-Gruppe sind die "Irriducibili" von Lazio Rom. Das Repertoire ihrer Spruchbänder ist erschreckend.

"Ehre dem Tiger Arkan" war Ende der 90er Jahre dem kurz zuvor ermordeten serbischen Kriegsverbrecher Zeljko Raznatovic gewidmet, bei einem Derby 1998 wurden die AS-Anhänger mit "Auschwitz ist eure Heimat, die Öfen sind euer Zuhause" empfangen.

Mit Gerücht Spielabbruch erzwungen

Die Roma-Fans haben ihren Ursprung in der Arbeiterbewegung. Der 2001 beim G8-Gipfel in Genua von der Polizei ermordete Links-Radikale Carlo Giuliani war ein eingefleischter Roma-Ultra. Doch mittlerweile haben auch beim Stadtrivalen die Rechts-Gesinnten das Zepter übernommen.

Bestes Beispiel dafür ist das 154. Römer Derby im März 2004. Beide Fan-Gruppen erzwingen einen Spielabbruch, in dem sie das Gerücht in die Welt setzen, dass vor dem Spiel ein Kind von einem Polizei-Wagen totgefahren worden ist.

Ebenso ihren Platz am rechten Rand haben die Ultras Gialloblu von Hellas Verona. Vor einigen Jahren musste Präsident Pastorello eingestehen, dass er wegen der rassistischen Fans von der Verpflichtung des Kameruners Patrick Mboma absieht.

"Für Stalin in die Serie A"

Doch auch auf der anderen Seite des politischen Spektrums sind Fußball-Fans zu finden. In der Geburtstadt der kommunistischen Partei Italiens, Livorno, ist während eines Spiels schon Mal die "Bandiera Rossa" zu vernehmen.

Als der Aufstieg in die oberste Spielklasse vor zwei Saisonen feststeht, wird von der "Brigate autonomo", ein Transparent mit der Aufschrift "Für Stalin in die Serie A" gezeigt. Auch in Atalanta, Ternana und Ancona sind ähnliche Gesinnungen zu finden.

Di Canio gegen Lucarelli

Vor den Spielern macht diese Entwicklung nicht halt. In bester Erinnerung ist der "römische Gruß" des bekennenden Faschisten Paolo di Canio nach seinem Derby-Tor in der vergangenen Saison. Der 36-Jährige stand schon in seiner Jugend in der Lazio-Kurve.

Als sein Pendant kann Christiano Lucarelli bezeichnet werden. Der Goalgetter wuchs in Livorno auf, bejubelt seine Treffer für gewöhnlich mit der in die Luft gestreckten linken Faust und ist Autor des Buchs mit dem bezeichnenden Titel "Behaltet eure Millionen".

Mit Marc Zoro könnte die linke Seite nun ein neues Idol gefunden haben...

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Sport1 zeichnet sich mal wieder durch Polemik allererster Güte aus. Wieso soll Zoro "ein Idol der linken Seite" werden? Weil er Opfer von rassistischen Schmährufen wurde? Schwachsinn. Er hat sich gewehrt, was nur allzu verständlich und sein gutes Recht ist.

Das Römer Derby, in dem das berüchtigte "Auschwitz-Plakat" zu sehen war, muss meiner Erinnerung nach auf alle Fälle nach 1998 gewesen sein. Hat das noch jemand im Kopf?

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Gast
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