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DerFremde

Grundlegende Änderungen in Deutschland?

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TV-Poker kann zu Bundesliga-Aufstockung und Relegationsspiele führen

Deutschlands Fußballfans und die 36 Proficlubs

müssen sich im Rahmen des TV-Pokers auf gravierende Änderungen des

Spielmodus einstellen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) schließt die

Rückkehr zu Relegationsspielen um den Auf- und Abstieg sowie eine

Aufstockung der Bundesliga und/oder 2. Liga auf 20 Mannschaften nicht

aus. Das geht nach Angaben der Zeitschrift «Sport-Bild» aus den

Unterlagen der Rechte-Ausschreibung hervor, die die DFL-

Geschäftsführung den interessierten Fernsehsendern Anfang November

zuschicken will.

  In dem 35 Seiten umfassenden Dokument hat DFL-Geschäftsführer

Christian Seifert genau festgehalten, was die TV-Sender bei ihrer

Bewerbung um die TV-Rechte von der Saison 2006 an wissen müssen. So

behält sich der Dachverband unter Punkt 5.1 «Wettbewerbsmodus»

ausdrücklich vor, «nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe

den Wettbewerbsmodus zu ändern, z.B. durch die Einführung von

Entscheidungsspielen, durch Veränderung der Anzahl der teilnehmenden

Mannschaften und Kapitalgesellschaften etc.»

  Die so genannten Relegationsspiele zwischen dem Drittletzten der

Bundesliga und dem Dritten der 2. Liga gab es bereits in den

Spielzeiten von 1981/82 bis 1990/91. Seit der dritten Bundesliga-

Saison 1965/66 spielen in der höchsten Liga bis auf eine Ausnahme

immer 18 Vereine. Nach der deutschen Vereinigung wurde die Bundesliga

1991/92 für eine Spielzeit auf 20 Vereine aufgestockt.

  In den 35 Seiten umfassenden Dokument möchte die DFL-Führung

Absprachen der TV-Sender und Bietergemeinschaften verhindern. Deshalb

soll sich jeder Interessent verpflichten, «vor und nach Erstellung

seines Angebotes dessen Einzelheiten, insbesondere über Höhe des

Angebots und über Art des Verwertungsrechtepaketes, streng

vertraulich zu behandeln und weder direkt noch indirekt Dritten,

insbesondere anderen interessierten Unternehmen, zugänglich zu machen

oder offen zu legen.»

  Neben den bisherigen TV-Partnern ARD/ZDF, DSF und Premiere, die

zusammen rund 300 Millionen Euro pro Saison an die DFL zahlen, wollen

sich nach Angaben der «Sport-Bild» auch RTL und Kabel Deutschland

(KDG) an dem neuen Bieterverfahren beteiligen. Der Kölner Free TV-

Sender RTL ist vor allem an den Live-Spielen der Bundesliga

interessiert, die nach einer EU-Vorschrift extra ausgeschrieben

werden müssen. Die Abgabe-Frist für die Bundesliga-Angebote endet am

1. Dezember.

  Kabel Deutschland könnte um die Pay TV-Rechte mitbieten, für die

bisher Premiere rund 180 Millionen Euro pro Saison zahlt. Im

Gegensatz zu Premiere - der Abo-Kanal hat derzeit rund 3,4 Millionen

Abonnenten - kann KDG nur 300 000 Kunden erreichen. DFL-

Geschäftsführer Seifert soll deshalb laut der Zeitschrift die

Anforderung an alle Bewerber, eine technische Reichweite von 80

Prozent aufzuweisen, als «Fallstrick» für KDG bezeichnet haben.

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