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Cannonball

Hickersberger Interview auf Kicker.de

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Kicker.de - Interview mim Hicke

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Josef Hickersberger soll die österreichische Nationalmannschaft bei der EURO 2008 im eigenen Land betreuen. Davor ist der 57-jährige Fußballlehrer jedoch noch für den Landesmeister und Champions-League-Teilnehmer Rapid Wien verantwortlich, mit dem er in der Liga zuletzt nur eine der letzten acht Begegnungen gewann.

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Nationaltrainer in spé: Rapids Coach Josef Hickersberger (57).kicker:  Herr Hickersberger, ist Rapid nach der Länderspielpause bereit, die "Roten Bullen" aus Salzburg auf die Hörner zu nehmen?

Josef "Pepi" Hickersberger:  Das ist unser Ziel. Aber mit den Bullen müssen wir vorsichtig sein, sonst spießen die uns auf. Wir müssen offensiv etwas riskieren, dürfen aber die Defensive nicht entblößen. Salzburg hat auswärts Probleme, gewann bisher nur einmal, wir gewannen dagegen in Salzburg.

kicker:  Zuletzt wurde Meister Rapid bis Platz sechs durchgereicht. Ist die Doppelbelastung mit Champions League und Meisterschaft zu viel für die junge Mannschaft?

Hickersberger:  Na ja, auswärts haben wir gut gepunktet. Daheim dagegen haben wir schon drei Niederlagen eingesteckt. Das ist zu viel! In der Vorsaison haben wir daheim eine Bastion, deswegen sprachen die Fans ja schon von Sankt Hanappi.

kicker:  Also doch die Champions League als Grund?

Hickersberger:  Das sind die bekannten Probleme: Es sind weniger die Reisen, eher die mentale Belastung. Die Spieler sind in der "Königsklasse" anders im Blickfeld, können sich dort präsentieren. Problematisch sind die Punktspiele vorher. Da gehen die Gegner aggressiver drauf, so es der Schiri zulässt, und meine Jungs wollen sich nicht verletzen. Da fehlt dann oftmals der letzte Biss in den Zweikämpfen, auch wenn wir mehrmals drüber gesprochen haben.

kicker:  In knapp zwei Monaten ist für Sie Schluss bei Rapid, Sie werden im neuen Jahr neuer Nationaltrainer. Was reizt Sie an dem Job, bei dem zuletzt keiner glücklich wurde?

Hickersberger:  Prinzipiell bin ich mit Verbandspräsident Stickler einig. Mit Österreich 2008 bei der EURO im eigenen Land anzutreten ist doch das höchste Ziel als Trainer. Aber ich habe bei Rapid Vertrag bis Juni 2006. Ich habe immer betont, dass sich der ÖFB und Rapid wegen meiner Vertrags-Auflösung einigen müssen. Willigt Rapid nicht ein, dann werde ich meinen Vertrag beim Klub erfüllen.

kicker:  In Österreich heißt es noch immer, sie hätten das Färöer-Trauma von 1990 immer noch nicht verwunden. War das auch ein Beweggrund, die Nachfolge Krankls anzutreten?

Hickersberger:  Ach, Schmäh! Das ist 15 Jahre her. Es war hernach eine gute Erfahrung. Ich war mit 39 Jahren der jüngste Nationaltrainer, ohne zuvor einen Klub trainiert zu haben. Schaffte damals gegen die UdSSR und die DDR, beides keine Laufkundschaft, die Qualifikation für die WM in Italien. Natürlich war Färöer ein Schock. Von 50 Spielen hätten wir dort 45 gewonnen und vier Mal unentschieden gespielt!

kicker:  Angeblich sollen Sie noch Lachs von dort bekommen ...

Hickersberger:  … eine maßlose Übertreibung.

kicker:  Ist das Amt des Nationaltrainers die letzte Herausforderung als 57-Jähriger?

Hickersberger:  Eher nicht, ich fühle mich noch sehr rüstig und denke nicht ans Ende. Vielleicht gehe ich danach nach Arabien zurück.

kicker:  Glauben Sie, als Nationaltrainer mehr Zeit für Ihr großes Hobby Golf zu haben?

Hickersberger:  Darum geht’s mir nicht! Es geht um die Herausforderung der Europameisterschaft im eigenen Land.

kicker:  Haben Sie schon Ihren Vorgänger Hans Krankl angerufen?

Hickersberger:  Ich hab’s versucht. Er ist nicht zu erreichen ...

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